Michel Houellebecq

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In Schopenhauers Gegenwart - Michel HouellebecqIn Schopenhauers Gegenwart
Michel Houellebecq

Gebundene Ausgabe, 14. September 2017
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Gebundenes Buch
Houellebecq entdeckt Schopenhauer im Alter von etwa sechsundzwanzig Jahren. In diesem Alter begreift er sich als "fertigen" Leser, für den sich bereits alles zu wiederholen beginnt, doch das Erlebnis der Lektüre von Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit bringt sein ganzes festgefügtes Denkgebäude zum Einsturz. Im Anschluss an diese im Grunde zufällige literarische Begegnung in einer öffentlichen Bibliothek beginnt Houellebecq ganz Paris nach einem Exemplar von ' Die Welt als Wille und Vorstellung' abzusuchen, das zum entsprechenden Zeitpunkt nur antiquarisch erhältlich ist. Die Lektüre krempelt sein Leben schließlich vollends um.
Das Hinterfragen unseres Herangehens an die Welt, unseres Wissens über sie; die Betrachtung des Künstlers und seiner inneren Verfasstheit; die Bedeutung der Kunst in der heutigen Zeit, in der die Kunst zum Massenphänomen geworden ist; Poesie und Wahrheit: das sind Themen, mit denen sich Houellebecq anhand seiner liebsten Passagen in Schopenhauers Werk auseinandersetzt.



Unterwerfung: Roman (Taschenbücher) - Michel HouellebecqUnterwerfung: Roman (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 24. April 2017
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Karte und Gebiet: Roman (Taschenbücher) - Michel HouellebecqKarte und Gebiet: Roman (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 17. November 2016
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Elementarteilchen: Roman (Taschenbücher) - Michel HouellebecqElementarteilchen: Roman (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 20. Juni 2017
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Houellebecq der Skandalautor. Bejubelt, bewispert: 68er-Killer, Aussprecher politisch unkorrekter Unsagbarkeiten. Düsterer Untergangsschreiber aus der naturwissenschaftlichen Ecke (hat als Informatiker gearbeitet). Jetzt also light? Einfach zuhören und schon mitreden können?
Nun, wenn ich die Wahl hätte, zwischen Druck und Hörbuch, würde ich Houellebecq lieber hören als lesen. Das ist kein Kompliment für den Autor: Seine dürre Sprache allein vermag nämlich bei mir kein Interesse zu wecken an den Gestalten des Romans. Es muss etwas hinzukommen: Der akustische Reiz menschlicher Stimmen, eine Atmosphäre oder wie hier Musik, komponiert von Blixa Bargeld (er spricht auch den Hauptpart) und Tilman Schade.
Die Produktion des Westdeutschen Rundfunks zeigt, dass eine gut gemachte Hörfassung tatsächlich ein schwaches Buch zu retten vermag. Obwohl einschränkend gesagt sein soll: Wieder einmal hat sich die Regie - Leonhard Koppelmann, er hat auch das gute Textbuch geschrieben - nicht genügend getraut, allen Sprechenden wirkliches Spiel abzuverlangen, zu vieles hört sich abgelesen oder aufgesagt an. Wirklich herausragend ist dafür Lena Stolze als Annabelle.
Houllebecqs zweiter Roman erzählt das elende Leben zweier Halbbrüder zwischen 1958 und 98. Thema ist der Zusammenbruch der Menschlichkeit durch die sexuelle Liberalisierung, für den Autor die seelische Verarmung von Millionen. Am Schluss wird einer der beiden Helden, Biologe von Beruf, von Stimmen aus dem Jahr 2079 gepriesen: Dank seiner Forschungen sei es gelungen, ein neues Wesen zu züchten, die Menschheit aber aussterben zu lassen. Geschlechtslos verläuft nun das Leben auf der Erde!
Fazit: Besser nicht im Bett oder in den Ferien anhören. Stattdessen Empfehlung für schnelle I C E- oder Autofahrten durch trostlose Industrielandschaften. < I>-Michael Winteroll



Interventionen: Essays (Taschenbücher) - Michel HouellebecqInterventionen: Essays (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 2. März 2016
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Die Möglichkeit einer Insel (Taschenbücher) - Michel HouellebecqDie Möglichkeit einer Insel (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 17. November 2016
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Lanzarote ist die ideale Kulisse für Die Möglichkeit einer Insel des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq. Nicht nur, dass sie wegen ihres schwarzen Vulkangesteins so unwirklich erscheint wie der rein fiktive Seinszustand des Titel gebenden Eilands - der reinen ? Möglichkeit? der Insel - es verlangt. Sie wirkt auch so, als habe sie eine unendlich alte Vergangenheit. Und doch scheint sie direkt aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Die ideale Kulisse. Denn Houellebecq erzählt von ewigen Dingen wie dem Glück der Liebe und dem Schmerz des Alterns. Aber er projiziert das Ganze in eine ferne Zukunftszeit.
Die Möglichkeit einer Insel spielt in einer Welt, wie sie der Autor, Interviews gemäß, in zweitausend Jahren tatsächlich erwartet. Menschen sind beinahe ausgestorben und vagabundieren in versprengten Häuflein durch die zerstörten Großstädte. Längst sind sie ersetzt von durchnummerierten Klonen, die allenfalls noch durch die schriftlich fixierten Biografien des humanen Ausgangsmaterials mit ihren Gen-Gebern verbunden sind. So sieht sich auch Daniel, der Hauptheld des Buchs, mit den Kommentaren seiner unzähligen Doppelgänger konfrontiert: Immer wieder werden seine Ausführungen von den Echos der ? Neo-Menschen? Daniel24 oder Daniel25 unterbrochen.
Daniel ist auf der Suche nach dem Glück - der eigentlichen ? Möglichkeit einer Insel? inmitten der genetischen Indifferenz der schönen neuen Welt. Er findet sie in Isabelle, die ein Magazin namens ? Lolita? herausgibt - und in diesem Titel liegt bereits die ganze Tragik festgeschrieben. Denn Isabelle kann nicht für immer Kindfrau bleiben, und Daniel muss weiter, zu Esther, 22 Jahre alt. Aber auch der mehrfach gespiegelte Held des Romans wird älter und fällt, ? hoch in den Vierzigern? , inmitten einer Welt aus lauter Körperkult durchs Raster. Die ? Möglichkeit der Insel? ist bloße Illusion.
Auch wenn im Buch alle Motive früherer Bücher Houellebecqs wiederkehren, so hat er sie in diesem doch am besten, großartigsten miteinander verknüpft. Die vormals überwiegende Lust am Untergang ist einer nüchternen Resignation gewichen - auch der Autor, der seinem Daniel stark autobiographische Züge verliehen hat, ist älter geworden. Und er hat gelernt, noch etwas besser zu erzählen. -Isa Gerck



Unterwerfung: Roman - Michel HouellebecqUnterwerfung: Roman
Michel Houellebecq

Gebundene Ausgabe, 2. Februar 2015
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Unterwerfung: Roman * 4. Auflage, 2015 * Schutzumschlag: fehlt * Seiten: sehr sauber, wie ungelesen * Versand innerhalb 24h, Rechnung mit ausgewiesener Mw St, zuverlässiger Service



Gegen die Welt, gegen das Leben. (Taschenbücher) - Michel HouellebecqGegen die Welt, gegen das Leben. (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 1. September 2017
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Lanzarote: Erzählung (Taschenbücher) - Michel HouellebecqLanzarote: Erzählung (Taschenbücher)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 15. März 2016
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Ausweitung der Kampfzone (WAT) - Michel HouellebecqAusweitung der Kampfzone (WAT)
Michel Houellebecq

Taschenbuch, 26. September 2012
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< I> Jeder gegen jeden< B R> " Wir sagen ja zur modernen Welt", konnte die Münchner Band Freiwillige Selbstkontrolle Anfang der 80er Jahre noch selbstironisch singen. " Ich liebe diese Welt nicht", wütet der namenlose Ich-Erzähler im Erstlings-Roman des Franzosen Michel Houellebecq, "ich liebe sie ganz entschieden nicht. "
Die Stationen seiner Odyssee durch die Vorhölle der modernen Angestellten-Welt am Ende der 90er sind allerdings auch kaum geeignet, von dieser Haltung nur ein Quentchen abzurücken. Keine Hoffnung, nirgends: Der E D V-Spezialist einer Pariser Softwarefirma, jung, beruflich erfolgreich, zugleich bindungslos und depressiv, protokolliert mit bösem Röntgenblick eine Gesellschaft, die pausenlos plappernd leerläuft. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, der sich mehr und mehr in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Sex stellt für Houellebecq in diesem Kampf jeder gegen jeden nur ein "zweites Differenzierungssystem" dar, das zwar vom ökonomischen abgekoppelt, aber "mindestens ebenso erbarmungslos" funktioniert: " Die Unternehmen kämpfen um einige wenige Jungakademiker; die Frauen kämpfen um einige wenige junge Männer; die Männer kämpfen um einige wenige Frauen. Das Maß an Verwirrung und Aufregung ist beträchtlich. "
Der Frontberichterstatter Houellebecq weiß nur zu gut, daß die herkömmliche Form des Romans nicht geeignet ist, die Indifferenz oder das Nichts zu beschreiben, und folglich geht es ihm auch nicht darum, sein Talent mit "sublimen Beschreibungen verschiedenartiger Seelenzustände" zu vergeuden. Film noir statt Eric Rohmer: Wenige Episoden, skizzenhaft hingeworfen, reichen aus, um am Ende der Versuchsanordnung ein vernichtendes Urteil zu sprechen: " Das Lebensziel ist verfehlt. " Mit diesem Wissen, ahnt man, geht es jetzt noch 20, 30, 40 Jahre weiter, bis zum Ende. Die Hoffnung, jemals rettendes Ufer zu erreichen, ist dahin.
Zugegeben, manchmal verwechselt der angry young man vor lauter Böse-Sein-Wollen auch die Provokation mit deren Attitüde. Dennoch: Mit sparsamsten Mitteln, auf wenig mehr als 150 Seiten, gelingt Houellebecq ein eindrucksvolles, wiewohl reichlich desillusionierendes Psychogramm unserer Verlorenheit, unseres Selbstbetrugs und unserer unstillbaren Manie, glücklich sein zu wollen. Literatur, schrieb Kafka, sei die Axt für das gefrorene Meer in uns. Houellebecq, am Ende des Jahrhunderts, hantiert mit Sprengsätzen. < I>-Niklas Feldtkamp


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