Jose Saramago

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Die Stadt der Blinden: Roman - José SaramagoDie Stadt der Blinden: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 8. September 2015
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In einer unbekannten Stadt in einem unbekannten Land wird ein Mann, der in seinem Auto sitzt und darauf wartet, daß die Ampel auf Grün schaltet, plötzlich mit Blindheit geschlagen. Aber anstatt in Dunkelheit gestürzt zu werden, sieht dieser Mann plötzlich alles weiß, als ob er "in einem Nebel gefangen oder in einen milchigen See gefallen wäre". Ein barmherziger Samariter bietet an, ihn nach Hause zu fahren (um ihm danach das Auto zu stehlen); seine Frau bringt ihn mit dem Taxi in eine nahegelegene Augenklinik, wo er an den anderen Patienten vorbei in das Behandlungszimmer gebracht wird. Innerhalb eines Tages sind die Frau des Mannes, der Taxifahrer, der Arzt und seine Patienten und der Autodieb allesamt Opfer dieser Blindheit geworden. Als die Epidemie sich ausbreitet, gerät die Regierung in Panik und beginnt, die Opfer in einer leerstehenden Nervenheilanstalt unter Quarantäne zu stellen. Dort werden sie von Soldaten bewacht, die den Befehl haben, jeden, der zu fliehen versucht, zu erschießen.
So beginnt die Geschichte des portugiesischen Schriftstellers José Saramago über eine Menschheit im Belagerungszustand. Ein erheblicher Mangel an Absätzen, begrenzte Zeichensetzung und eingeschobene Dialoge ohne Anführungszeichen und Attribute erscheinen im ersten Moment als eine ziemliche Herausforderung, aber dieser Stil trägt tatsächlich zum Spannungsaufbau und zur Einbindung des Lesers bei.
In dieser Gemeinschaft von blinden Menschen gibt es noch ein Paar sehender Augen: die Frau des Arztes hat ihre Blindheit nur vorgetäuscht, um ihren Mann in die Quarantäne begleiten zu können. Als die Zahl der Opfer wächst und das Asyl aus allen Nähten platzt, beginnt die Versorgung zusammenzubrechen: Toiletten laufen über, Lebensmittellieferungen kommen nur noch sporadisch, es gibt keine medizinische Versorgung für die Kranken und keine Möglichkeit, die Toten richtig zu begraben. Zwangsläufig beginnen die gesellschaftlichen Konventionen ebenfalls zu zerfallen - eine Gruppe der blinden Insassen übernimmt die Kontrolle über die schwindende Lebensmittelversorgung und benutzt sie, um die anderen auszubeuten. Währenddessen bemüht sich die Frau des Arztes, ihre kleine Gruppe von blinden Schützlingen zu beschützen, und führt sie schließlich aus dem Asyl in die mittlerweile schrecklich veränderte Landschaft der Stadt zurück.
< I> Die Stadt der Blinden ist in vielerlei Hinsicht ein erschreckender Roman. Er liefert eine detaillierte Beschreibung des totalen Zusammenbruchs der Gesellschaft nach einer überaus unnatürlichen Katastrophe. Saramago treibt seine Figuren bis an den Rand der Menschlichkeit und stürzt sie dann in den Abgrund. Seine Charaktere lernen, in unfaßbarem Schmutz zu leben, sie begehen Akte unbeschreiblicher Gewalt und erstaunlicher Großzügigkeit, die vor dieser Tragödie für sie unvorstellbar gewesen wären. Die gesamte gesellschaftliche Struktur verändert sich, um sich den neuen Umständen anzupassen - einer Welt, in der einst zivilisierte Stadtbewohner zu zerlumpten Nomaden werden, die sich auf der Suche nach Nahrung von Gebäude zu Gebäude tasten. Der Teufel steckt im Detail, und Saramago hat sich für uns eine Hölle ausgemalt, in der diejenigen, die auf der Straße erblindeten, niemals mehr ihr Zuhause finden werden, in der Menschen gezwungen sind, Hühner roh zu verspeisen, und Rudel von Hunden auf der Suche nach Leichen über die kotübersähten Bürgersteige streunen.
Und dennoch, all diesem Horror hat Saramago Passagen von unübertroffener Schönheit entgegengesetzt. Als ihr von drei ihrer Schützlinge - Frauen, die sie niemals sehen konnten - gesagt wird, sie sei schön, "bricht die Frau des Arztes in Tränen aus wegen eines Personalpronomens, eines Adverbs, eines Verbs, eines Adjektivs, bloße grammatikalische Kategorien, bloße Etiketten, genau wie die zwei Frauen, die anderen, unbestimmte Pronomen, auch sie weinen, sie umarmen die Frau des ganzen Satzes, drei Grazien im Regen. " Mit dieser einen Frau hat Saramago eine tapfere, vollentwickelte Figur geschaffen, die dem Leser als Augen und Ohren und als das Gewissen der Menschheit dient. Und er hat mit < I> Die Stadt der Blinden eine gehaltvolle, letztlich transzendente Betrachtung geschrieben über das, was es bedeutet, Mensch zu sein. < I>-Alix Wilber



Claraboia oder Wo das Licht einfällt: Roman - José SaramagoClaraboia oder Wo das Licht einfällt: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 8. September 2014
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Claraboia oder Wo das Licht einfällt: Roman



Eine Zeit ohne Tod - José SaramagoEine Zeit ohne Tod
José Saramago

Broschiert, 15. Juli 2015
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Die portugiesische Reise - José SaramagoDie portugiesische Reise
José Saramago

Broschiert, 12. November 2014
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Plötzlich steht der Reisende auf der Grenze zwischen Spanien und Portugal. Der Tank befindet sich noch im Land, aus dem er gekommen ist; der Motor zeigt schon die Richtung an, in die es geht. Der Reisende selbst sitzt auf der Schwelle, und predigt den Fischen, die unter ihm hindurchziehen: " Welche Sprache sprecht ihr, wenn ihr die Unterwassergrenzen kreuzt? Und habt ihr dort unten Pass oder Stempel? Erteilt mir, Fische, eine klare Lektion. " So frei wie die Fische im Wasser, weiß der Schriftsteller José Saramago, kann man sich nicht beim Reisen, wohl aber beim Schreiben über das Reisen fühlen.
Saramago ist ein ebensolcher Grenzgänger wie der Reisende seines halbfiktiven Berichts. Der Autor, der 1998 den Nobelpreis für Literatur erhielt, lebt heute auf Lanzarote, und machte sich mit seinem klapprigen Auto für mehrere Monate auf den Weg durch seine alte Heimat Portugal: von Nord nach Süd und Ost nach West. Wie ein Fremder betrat er offenbar das eigene Land, und dieser naive Blick auf die Landschaft, die Menschen und die Kulturgüter, der immer wieder auf- und abschweift, kommt dem Band sehr zugute. So ist Die portugiesische Reise ein autobiografisch angehauchtes Buch geworden, das zwischen Dichtung und Wahrheit, Essay und Roman immer wieder wundervoll changiert - und nicht zuletzt die innere Landkarte des Dichter-Ichs auszuloten versteht: so abwechslungsreich und weit wie das Land, das er behandelt.
" Das Glück hat viele Gesichter", heißt es im Vorwort des Romans: " Das Reisen ist wahrscheinlich eines davon. " Ein anderes könnte sein, auf derart beglückende Art vom Reisen zu lesen. -Thomas Köster



Die Stadt der Sehenden: Roman - José SaramagoDie Stadt der Sehenden: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 9. März 2015
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Es ist der Alptraum eines jeden Politikers, einer jeden Partei: da ist Wahl und keiner geht hin, schlimmer noch, die Wenigen, die kommen, geben unausgefüllte Stimmzettel ab. Und bei der Wahlwiederholung sind zwei Drittel aller Stimmzettel ? leer und weiß? . Ein politisches Desaster, das ? sich wie eine ihre Zündschnur suchende Bombe durchs Land zieht. ?
Der portugiesische Literatur-Nobelpreisträger José Saramago bot schon in früheren Büchern einen auffälligen Gegensatz: so wie er lebt, schreibt er, ruhig, fast still, gedämpft, vermeintlich gleichmütig. Aber das, was er schreibt bewegt und erschüttert wie ein alles mit sich reißendes Beben, da wird eine politische Science-Fiktion-Geschichte auf fast 400 Seiten zu einer immer stärker, öfter und eindringlicher an reale Gegebenheiten erinnernden Parabel, bitter-böse, pessimistisch und nicht gerade Hoffnung machend.
Die Regierung, unfähiger denn je, steht mit dem Rücken zur Wand, Spitzel werden ausgeschickt. ? Das Wort wird aufgenommen und ebenso das Gefühl. Niemand ist mehr sicher. ? Mit Verhaftungen, Gewalt, und Folter will man die Ursachen für die alle Parteien gleichermaßen betreffende Wahlschlappe herausfinden. Terror ähnliche Machenschaften durchlöchern langsam aber stetig die saubere, als so demokratisch gerühmte Oberfläche. Attentate, auffahrende Panzer, Demonstrationen verunsichern und destabilisieren das bis dahin so sicher geglaubte Leben. Es gibt Tote. Ein Kommissar soll die Schuldigen für das Versagen des Systems finden. Und da gibt es denn auch schon jemanden, der in Frage kommt, bekannt aus Saramagos beeindruckendem Roman Die Stadt der Blinden. Ein Buch, das kein Muss ist, um den neuen Roman über die Zerbrechlichkeit demokratischen Zusammenlebens, über Hochmut und Macht zu verstehen und außerordentlich wertzuschätzen, aber ein ebenso geniales Buch, dessen Lektüre man auf jeden Fall nachholen sollte!
Zugegeben, ein Saramogo liest sich nicht ganz leicht, endlos scheinende Sätze, oft eher konstruiert denn gedacht, mag man denken. Aber: man liest sich sozusagen in den Fluss ein. Und das geht so schnell, als würde man mitgerissen von einem langsam fließenden Lavastrom, aus dem es einfach kein Entrinnen mehr gibt. Saramago verstrickt den Leser in immer tiefere Nachdenklichkeit, Zweifel kommen auf, Fragen, Erkenntnisse. Mit Lösungen wird die Lektüre nicht versüßt, vielmehr bleiben kritische Betrachtung und Wachsamkeit. Aber: was kann es für mündige Staatsbürger besseres geben? < I>-Barbara Wegmann



Das Memorial - José SaramagoDas Memorial
José Saramago

Broschiert, 6. März 2012
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Kain: Roman - José SaramagoKain: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 8. Oktober 2012
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Die Reise des Elefanten: Roman - José SaramagoDie Reise des Elefanten: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 9. Januar 2012
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Hoffnung im Alentejo: Roman - José SaramagoHoffnung im Alentejo: Roman
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Broschiert, 19. April 2013
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Das Zentrum: Roman - José SaramagoDas Zentrum: Roman
José Saramago

Taschenbuch, 13. Januar 2014
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Um die Situation des modernen Menschen zu beleuchten, schreibt der portugiesische Autor und Nobelpreisträger José Saramago düstre Parabeln. Immer wieder führen diese in den Untergrund des Mythos zurück, in Alle Namen etwa zu Orpheus und Eurydike. Und immer wieder steht die menschliche Verblendung im Zentrum, wie in Die Stadt der Blinden, wo ein ganzes Kollektiv in vollkommene geistige Umnachtung stürzt. Blind ist der moderne Mensch, laut Saramago, blind wie die Bewohner von Platos Höhle. " Wir lebten niemals tiefer in der Höhle als heutzutage", konstatierte er deshalb in einem Interview, und fuhr fort, dass dieses Schattenreich der schlafenden Vernunft heutzutage die Shopping-Mall geworden sei.
Saramagos neuer Roman Das Zentrum heißt im Original A Caverna, ein Titel, der den Bezug zu Platos Höhlengleichnis deutlich hervortreten lässt. Die deutsche Übersetzung hingegen stellt den realen Ort der Handlung klarer in den Mittelpunkt: Spielt doch das Buch in eben jenem Einkaufszentrum, das die Menschheit und ihre Nachgeborenen nach Ansicht des kommunistischen Autors zu bloßen Konsumenten degenerieren lasse. An seiner Peripherie, in einem kleinen Dorf, fristen der alte Töpfer Capriano Algor und seine Tochter sowie deren Mann Marçal Gacho ihr kärgliches Dasein. Tagtäglich fahren Algor und Gacho mit ihrem klapprigen Laster zum Supermarkt, um ihre Waren abzuliefern - bis plötzlich das industrielle Leben sie rechts zu überholen droht. Aber so einfach will die pfiffige Familie es dem Kapitalismus und der alles egalisierenden Globalisierung nicht machen. Und dann tut sich schließlich sogar noch eine zweite, wahre, wundervolle Grotte auf, die ein Bautrupp durch Zufall öffnet - und die vielleicht die echte platonische Höhle ist.
Neben Die Stadt der Blinden und Alle Namen gehört Das Zentrum zu Saramgos so genannter Trilogie der menschlichen Zustände. Nach seinem Erscheinen in Portugal erfuhr der Roman innerhalb kürzester Zeit mehrere Auflagen und ging mit Rekordzahlen über den Ladentisch. Auch hier zu Lande steht zu hoffen, dass das Das Zentrum zu einem Bestseller avanciert. Denn so schwierig es ist, Moral und narrativen Anspruch zwischen zwei Buchdeckeln zu vereinen, so fulminant ist Saramago dies geglückt. -Thomas Köster


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