Aleksandar Tisma

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Die ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher: 12 wiederentdeckte Meisterwerke großer Erzähler - Natalia GinzburgDie ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher: 12 wiederentdeckte Meisterwerke großer Erzähler
Natalia Ginzburg, Ford Madox Ford, Tom Wolfe, Alberto Moravia, James Baldwin, Aleksandar Tisma, Françoise Sagan, Alice Walker, E.M. Forster, Stanislaw Lem, George Sand

Gebundene Ausgabe, 15. Oktober 2015
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Preis: € 99,95 (Bücher versandkostenfrei nach D, CH und A, weitere Versandbedingungen s.u.)






Das Buch Blam: Roman - Aleksandar TismaDas Buch Blam: Roman
Aleksandar Tisma

Gebundene Ausgabe, 1. Februar 1995
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Preis: € 19,90 (Bücher versandkostenfrei nach D, CH und A, weitere Versandbedingungen s.u.)



Literatur/ Allgemein - Oktav. Leinen mit Umschlag. 237 Seiten



Kapo: Roman - Aleksandar TismaKapo: Roman
Aleksandar Tisma

Gebundene Ausgabe, 29. August 1997
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Am Anfang war das Verbrechen. Die tägliche Vergewaltigung wehrlos gewordener Frauen. Der kleine Faschismus im Großen. Jahre später beginnt der Roman.
Vilko Lamian ist ein Niemand. Einer, der zwar teilnimmt, den man aber auch nicht vermissen würde. Als Katasterbeamter in Banja Luka führt er ein kleines, graues Leben. Man kannte ihn als "schweigsamen und zurückgezogenen" Menschen, als "einsamen Passanten und Wanderer". Aber Schein und Sein klaffen auseinander - oder zumindest Schein und Seinsvergangenheit. In Wirklichkeit ist Lamian "eine Bestie, ein Monstrum, ein Folterknecht, ein Hitler-Kapo, ein Erzfeind". Das weiß und denkt er selber. Ich ist ein Anderer, wenn auch ein Vergangener, und der gehört zu ihm. Lamian - ein < I>lupus inter homines.
Vilko Lamian ist Jude. Und wollte keiner sein. In seinen Jugendjahren an der Universität in Novi Sad verleugnete er sich und tendierte sogar zu kroatischen Extremnationalisten, bis er niemanden mehr hatte und sich selbst auch nicht genügte.
Die Feindschaft zu seiner Herkunft und daraus resultierende Distanz zu sich selbst ermöglichten es ihm, radikal vom Opfer zu einem Täter zu werden, der seine eigenen Ängste und Zweifel in Gewalt gegen andere umsetzt. Dem Konzentrationslager Jasenovac entronnen, nutzt er - unter falscher Identität - als Werkstatt-Kapo in Auschwitz den Hunger von dem Tod geweihten weiblichen Häftlingen aus, die er für einen Bissen Brotes auf seine Bettstatt zwingt: auf die ganz private menschenverachtende Schlachtbank. Es handelt sich aber keineswegs um ein Tarnkappendasein im Pfuhl der Menschenvernichter: das do as the romans do ist nicht lebenserhaltende Pflichtaufgabe, sondern vielmehr satanisches Spiel mit Bestechung, Zynismus und Erpressung, an deren Ende ein luxuriöser Selbstzweck steht.
Das Bewußtsein um die Schuld, die nach dem Krieg ungesühnt geblieben ist, macht ihn zu einem lebendigen Phantom, gefangen zwischen Verdrängung und Paranoia. Als einzige Rettung erscheint ihm eine fatale Situation: er erhofft sich die Begnung mit der Jüdin Helena Lifka, die er lange Zeit mißbrauchte, von der er aber auch hofft, daß sie durch ihn überlebt hat.
An dieser Stelle läßt Ti? ma den Roman beginnen: Man tritt dort in das Geschehen ein, wo es (beinahe) enden wird. Rahmenhandlung (fast). Vilko Lamian, dem Leser noch unbekannt, hat sein Opfer gefunden und schwankt vor der Konsequenz der Gegenüberstellung, die zwischen Mitleid und Rachegelüsten liegen könnte. Treffend die erzählerische Methode Ti? mas: Lamian hadert stehend mit sich und beginnt nur langsam, sich zu bewegen. Aber nicht auf sein jüngstes Gericht zu, sondern immer tiefer in die Erinnerung hinein - um irgendwann an einem Zeitpunkt von etwas wie Unschuld anzukommen und dann schmerzvoll wieder zur Realität der Gegenwart aufsteigen zu müssen.
In Zyklen des Abtauchens in die Vergangenheit bewegt er sich auf diese zu, stoisch-zwanghaft: Der Anlaß, jetzt hier zu sein, die Lagerzeit, die Jugend und der Rest Lebens. In Schüben auf das Zusammentreffen mit seinem gesichtsvollsten Opfer taumelnd, zu der ihm bekannt-unbekannten Helena Lifka und gleichsam der Begegnung mit sich selbst hin. Eine Strecke von Jahrzehnten.
Lamian begibt sich gedanklich in immer neue Martyrien der Vorstellung möglicher Aufeinandertreffen des ehemaligen Vergewaltigers und der jeglichen Willens entraubten Lagerinsassin. Der (masochistische) Weg ist ihm das Ziel, deshalb sind Unentschloßenheit und Nicht-Ankommen nicht nur feige Momente, sondern zugleich notwendige Vorbereitung auf das Ende einer lebenslangen Flucht und die Frage, ob er Paulus bleibt oder von der diesbezüglich reinen Seele des Opfers selig gesprochen wird. Vilko Lamian befindet sich mithin auf dem Weg von Miroslav Blam - dem Protagonisten von Tismas Roman < I> Das Buch Blam und den Holocaust als Opfer überlebt habend -, welcher sich auch letztlich konsequent auf einen " Akt tiefster Wahrheit" zubewegt: Diktaturexistenz(en) zu decouvrieren.
Sein postverbrecherisches Leben ist gemessen an Auschwitz. Jedes Bild geriert sich als Erinnerung an eine Lagersituation, jedes Gesicht als Opfergesicht oder Häscher- und Mördervisage. Durch einen makabren Zufall dem Tod als Häftling entronnen, existiert er nurmehr pathologisch - einmal in die ' Notexistenz' des utilitaristischen Kapos gepresst, welcher als Zwischenmedium Formen von Macht weitergibt und für sich modifiziert, hat er das Lager eigentlich nie wieder verlassen. Und er hat es für sich allein. Die paar Jahre an einem Ort, der einen negativen Extrempol menschlichen Wesens darstellt, wiegen schwerer als das halbe Centennium danach. Deshalb wünscht er sich das Ende dieses Daseins: Anklage, Verurteilung und Hinrichtung. Es spielt keine Rolle mehr Denn den Tod kennt er nicht nur als das Schicksal anderer - er selbst hat ihn albdruckhaft schon in grausamerer Färbung erlebt.
Aber Lamian bleibt das " Gespenst" ( Sigrid Löffler), als das er vegetieren mußte; die Absolution kann ihm Helena Lifka nicht erteilen. Sie starb bereits, während Lamian weiter am Leben tragen muß.
Ti? ma, selbst Jude, beschreibt eine Gefühlswelt, in der Leere eine Grundkonstante des Seins bildet; in der das innere Vive! allein die Folge biologischen Lebenserhaltungswillens ist. Sein Roman verweist genau wie beispielsweise Michel Tournier in " Erlkönig" auf die noch in jeder scheinbaren Biederseele angelegte Monströsität, die nur auf einen Katalysator zu warten scheint. Die Botschaft, daß der Unhold, ob er nun Vilko Lamian oder Abel Tiffauges heißt, in jedem stecken kann, macht das Buch bedeutend. Die psychologische Dimension und große erzählerische Kunst, frei von jeglicher Didaktik, machen es unverzichtbar. < I>-Ron Winkler



Der Gebrauch des Menschen (Die ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher) - Aleksandar TismaDer Gebrauch des Menschen (Die ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher)
Aleksandar Tisma

Gebundene Ausgabe, 15. Oktober 2015
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Treue und Verrat: Roman - Aleksandar Ti?maTreue und Verrat: Roman
Aleksandar Ti?ma

Taschenbuch, 1. Februar 2001
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< I> Treue und Verrat beschließt das großangelegte Romanprojekt Aleksandar Tismas. Nach Der Gebrauch des Menschen (1991), Die Schule der Gottlosigkeit (1993), Das Buch Blam (1995) und Kapo (1997) ist dieses Buch das fünfte, dessen Handlung in Novi Sad spielt, Tismas Heimatstadt in der serbischen Vielvölkerprovinz Wojwodina. Wie zuvor geht es auch hier um die Verstrickung von Individuum und Geschichte, um den Krieg (der Ideologien), ums Gewinnen und Verlieren. Und wieder steht Tismas Romanpersonal für die chauvinistischen politischen Konflikte auf dem Balkan, die aktueller nicht sein könnten. Zeitangaben sind in diesem Roman - er spielt im Jahr 1962! - so flüchtig, daß Tisma aus der seltsamen Zeitlosigkeit des Geschehens ein Kommentar zur Parallelität der Ideologien und Ismen macht.
Hauptfigur ist Sergije Rudic, geboren 1924 (wie Tisma), Sohn einer Exilrussin aus gebildetem Hause und eines bürgerlichen Serben. Den ideologischen Widerspruch trägt Sergije also im Blut. Erst ist er, dessen Vater sein Vermögen der Hinterlassenschaft eines ermordeten Juden vedankt, Widerstandskämpfer gegen die Faschisten, am Schluß des Buches übernimmt er das eugenische Wahn-Vokabular, um seinen Freund Eugen zum Mord gegen einen hinkenden Widersacher aufzuwiegeln. Dessen Frau hat Sergije geschwängert, mit ihr will er leben, in ihr "seine Schöpfung" reifen lassen: " Die Kranken werden aufgeben, vernachlässigt, das ist das Gesetz jedes Kampfes, jeder Revolte. Und die nicht fallen wollen, wie Balthasar, müssen in den Abgrund gestoßen werden".
Im Hinterkopf den Titel des Romans, den Tisma an vielen Stellen in Rückblicken erzählt, erwartet man, daß es auf eine Konfrontation mit Eugen hinausläuft. Der jüdische Literaturkenner ist überall gut gelitten, weil in seiner Welt der Bücher und Zitate Handeln und Schuld nur theoretische Größen sind. " Sag mal, Eugen", fährt Sergije ihn einmal an, "wie lange willst du so weitermachen? Ich meine, so nutzlos, ohne Beschäftigung, [. . . ] ewig zwischen diesen Wälzern, die dir das Hirn aussaugen? "
Am Ende dieser ungemein dicht konstruierten Geschichte steht die Frage nach Tat und Täterschaft. Wer ist (un)schuldiger? Der, der nichtstuend unschuldig bleibt, oder der, der Morde rechtfertigt, weil er das " Dahinvegetieren" verachtet? Tisma läßt die Kardinalfrage seines brillant erzählten und psychologisch tiefgründigen Romans offen. Die Antwort geht in der Donau unter, mit einer schweren Last am Hals. < I>-Nikolaus Stemmer



Der Gebrauch des Menschen: Roman - Aleksandar Ti?maDer Gebrauch des Menschen: Roman
Aleksandar Ti?ma

Taschenbuch, 1. Dezember 1994
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Ohne einen Schrei: Erzählungen - Aleksandar TismaOhne einen Schrei: Erzählungen
Aleksandar Tisma

Gebundene Ausgabe, 3. April 2001
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Erzählungen. Aus dem Serbischen von Barbara Antkowiak. Carl Hanser Verlag, München 2001, Pappband mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 21x13, 5 cm (=8°), guter Zustand,



Die Liebenden einer Nacht - Antonio Tabucchi, Peter Hoeg Aleksandar Tisma Gustaw HerlingDie Liebenden einer Nacht
Antonio Tabucchi, Peter Hoeg Aleksandar Tisma Gustaw Herling

Gebundene Ausgabe, 1996
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Gebundene Ausgabe ohne Schutzumschlag



Die Schule der Gottlosigkeit: Erzählungen - Aleksandar TismaDie Schule der Gottlosigkeit: Erzählungen
Aleksandar Tisma

Gebundene Ausgabe, 1. Januar 1993
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Die Schule der Gottlosigkeit: Erzählungen - Aleksandar Ti?maDie Schule der Gottlosigkeit: Erzählungen
Aleksandar Ti?ma

Taschenbuch, 1. Dezember 1995
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