Hatschepsut: Die geheimnisvolle Königin auf dem Pharaonenthron - Christiane Desroches NoblecourtHatschepsut: Die geheimnisvolle Königin auf dem Pharaonenthron
Christiane Desroches Noblecourt

Taschenbuch, 12. Juni 2007
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Um keine andere Königin des Alten Orients ranken sich mehr Legenden als um Hatschepsut: Unmittelbar nach ihrem Tod zerstörten ihre Widersacher ihren Nachlass und beseitigten fast alle ihre Spuren. Das Leben dieser Königin auf dem Pharaonenthron birgt noch viele Neuigkeiten, da erst jetzt ihre Bedeutung als Politikerin, als Auftraggeberin von Monumentalbauten und Expeditionen sowie als Reformerin ans Licht tritt und gewürdigt werden kann. Die Nestorin der französischen Ägyptologie erzählt die unbekannte Geschichte der Hatschepsut zum ersten Mal ganz: spannend, informativ, einfach klassisch.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wunderbarer Einstieg zum Verstehen dieser alten Zeit      5 von 5 Punkten
Die meisten Touristen werden durch die altägyptischen Tempel und Gräber geschaufelt wie die Schafherden. Dabei sind sie angewiesen auf die Erklärungen ihrer örtlichen Führer, deren Kenntnisse irgendwo zwischen Wahrheit und Dichtung liegen und manchmal selbst von Staub der Jahrhunderte bedeckt sind. Wer die Orte selbst erkunden und genießen möchte und nicht jede Stätte mit 0815-Programm im Schweinsgalopp hinter sich bringen möchte, muss sich selber informieren. Selten habe ich dazu ein Buch so geeignet gefunden wie dieses. Es bringt einem die Person der Bauherrin von Deir el Bahari näher ohne in Legendenbildung zu verfallen oder sich auf Grundrisse zu beschränken. Auch Vermutungen sind enthalten, die dann aber als solche auch gekennzeichnet werden. Detailreiches Buch über eine Frau, deren Erinnerung ausgelöscht werden sollte.

Fachlich fundierte Darstellung, die kaum was ausläßt betr. dieser Herrscherin      5 von 5 Punkten
Die Ägypterin Hatschepsut fesselt die Leserschaft durch ihre einzigartige Geschichte, die wahrlich ohnegleichen ist. Noch immer fasziniert diese einstige Königin viele Ägyptenfans aber auch die Fachwelt. Erst unlängst wurde die Mumie dieser legendären Königin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, zweifelsfrei identifiziert - in Kairo.
Mit dieser vorliegenden Biografie widmet die Autorin Noblecourt (franz. Ägyptologin) der ägyptischen Königin Hatschepsut, erste historisch bezeugte Herrscherin auf dem Thron Ägyptens, die vor rund 3.500 Jahren lebte und wirkte, besondere Aufmerksamkeit im geschichtlichen Kontext.
Vollkommen objektiv versucht Noblecourt die Geschichte Hatschepsuts zu rekonstruieren. Dies war offensichtlich kein leichtes Unterfangen, was sie bereits im Vorwort vermeldet. Insofern darf der Leser zu recht, außerordentlich gut aufbereitete wissenschaftliche Erkenntnisse und Sachverhalte mit diesem Werk erwarten.
Die Autorin läßt so gut wie kein spezifisches Thema rund um die Person Hatschepsut-Maatkare aus: Felsentempel bei Deir el-Bahari, Geburtsmythos, Amun-Orakel, Hathor-Verehrung, Expedition nach Punt, "Senenmut", und weiteres mehr kommen zur Sprache.
Nachdem die Königin vor einigen Jahrzehnten aus dem Dunkel der Geschichte wieder auftauchte, schrieben viele Forscher und Gelehrte über sie. Noblecourts Darstellung ist sehr aktuell und berücksichtigt auch neuere Erkenntinsse der letzten Jahre.
Das Werk ist insgesamt sehr lehrreich und sprachstilistisch gut verständlich, auch für den Laien in Sachen Ägyptologie; wobei aber Grund- oder Vorkenntnisse zur Thematik Altes Ägypten, hierfür von Vorteil sind.
Sehr empfehlenswert ist das Buch allemal, insbesondere für Hatschepsut-Bewunderer.

Mein Senf dazu!      3 von 5 Punkten
Die französische Ägyptologin Christia Desroches Noblecourt hat sich in der Vergangenheit bereits als Kennerin der Familie Echnatons und insbesondere der Nofretete ausgegeben, wobei sie jeder Spekulation aus dem Weg ging.
Im vorliegenden Buch über Hatschepsut schreckt sie weder vor Spekulationen zurück noch hat sie scheu, mit gewagten Äußerungen ihre Meinung über die berühmte Königing des Thutmosis auszuformulieren. Das tut ihrer Arbeit nicht zwingend gut, sondern lässt einen Einblick in die Karaktereigenschaften der Autorin blicken, die mindestens feministisch veranlagt ist. Deshalb wirken die Beschreibungen über die Königin und ihren Gehemnissen etwas wie eine Wurstfüllung, die in einen zu engen Darm geraten ist. Über dieses Buch darf man getrost eine geteilte Auffassung haben.
Das Buch ist daher Geschmacksache und wird sicherlich den einen oder anderen Leser viel mehr ansprechen als es bei mir der Fall war.