Griechische Mythologie: Ein Handbuch - Anna-Elisabeth Berve-GlauningGriechische Mythologie: Ein Handbuch
Anna-Elisabeth Berve-Glauning, Herbert Jennings Rose

Taschenbuch, 4. Dezember 2006
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"In chronologischer Abfolge zeigt der Verfasser die großen Sagenzyklen sowie die Märchen in Griechenland und Italien. Anmerkungen und eine Bibliographie beschließen diese nützliche Orientierungshilfe." (Tagesanzeiger, Zürich)
"Das Buch ... eignet sich vorzüglich als Nachschlagewerk für den Fachmann wie für den fachlich nicht vorgebildeten Leser." (Kölnische Rundschau)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

ein Lieblingsbuch. Informativ und ansprechend.      5 von 5 Punkten
Dieses Buch gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern.
Begonnen wird mit einer Einführung zur allgemeinen Situation der Mythologie-Forschung ( zugegeben, das ist von 1928, allerdings wird sich da so schnell auch nichts weiter tun )und möglichen Interpretationsansätzen.
Die Mythen selbst werden dann in annähernd chronologischer Reihenfolge berichtet ( soweit das eben einschätzbar und einhaltbar ist ), wobei in kleingedruckten Passagen noch weitere Variationen aufgeführt werden, die man sich sparen kann, wenn man so schon genug von den komplexen Verhältnissen der Götter und Heroen hat. Zuegegeben, es gibt eine große Menge an Namen, die sich häufig ähneln und manchmal nur an einer Stelle vorkommen. Da kann man aber wohl keinem Autor einen Vorwurf machen, so ist es schließlich überliefert, und ließe man beliebig einige Gestalten oder Variationen weg, erhöbe sich der Vorwurf der Unvollständigkeit. Rose hat dies sehr gut gelöst.
Das Werk ist in sinnvolle Kapitel unterteilt, die alle ein sehr angenehme Länge haben, sodass man sie nicht zwischendurch zu unterbrechen braucht, oder der Kontext verloren geht.
Ich habe viele Sachbücher gelesen und die wenigsten lesen sich so angenehm vom Fleck weg wie dieses hier, denn ein Sachbuch ist es, kein Prosatext. Alle Mythen oder Heroen von denen man schon einmal etwas gehört haben mag, wird man wiederfinden und auch einige, teilweise überraschende, neue Geschichten entdecken. Auch die Veziehungen zu italienischen und ägyptischen Göttern und anderen Gestalten werden immer wieder angeführt.
Absolute Kaufempfehlung für alle, die sich schon immer mal irgendwie dafür interessiert haben oder sich auch bereits näher mit der Thematik auseinandergesetzt haben, denn die umfangreichen Anhänge und Literaturverweise sind durchaus sehr aufschlussreich.

Nichts für Neueinsteiger.      3 von 5 Punkten
Wer sich auf dem Gebiet der griechischen Mythologie nicht auskennt und gewissermaßen einen Einstieg sucht, der ist hier an der falschen Stelle. Im gesamten Werk wird in einem verwirrenden Stil mit Namen jongliert, die in großen Abständen wiederholt werden und sich folglich eher weniger einprägen lassen. Wichtige Sagen werden zu sehr ausgeschmückt und oft durch uninteressante Zwischengeschichten unterbrochen. Es wird hauptsächlich auf einer wissenschaftlichen Ebene erzählt. Heroen und Sagen werden nach ihrem Ursprung untersucht, ewig lang anhand ihres Stammbaumes definiert und häufig zu ungünstigen Zeitpunkten angesprochen, sodass ein Verlust der Übersicht für Laien garantiert ist. Begeisterte Leser der griechischen Mythen kommen hier nicht auf ihre Kosten. Die moralischen Aspekte und die Faszination der Sagen werden grob vernachlässigt. Als Forschungsinstrument oder Basis für vertiefte Arbeiten ist diese Lektüre dennoch gut geeignet.

wissenschaftlich      5 von 5 Punkten
ein wissenschaftlich gut ausgearbeitetes werk, das nicht nur einen (meist attischen) erzählstrang kennt, sondern auch auf die varianten eingeht. im normaldruck ist alles erklärt, wer es ganz genau wissen will, liest die fußnoten, die dann speziell auf bestimmte personen/orte eingehen.
die götter und helden werden nicht nur in den sagen, sondern auch in ihrer entwicklung dargestellt; also welche gottheiten sind wo im frühen griechentum besonders relevant, welche schwinden in klassischer zeit an bedeutung.
sehr gut aufbereitet, verständlich, informativ und dient mit dem schönen anhang gut als nachschlagewerk.

nachschlagewerk      5 von 5 Punkten
eine wirklich gute zusammenfassung aller griechischer mythen. nicht nur eine, meist die gängigste und attische fassung eines mythos wird erzählt, sondern auch nebenversionen. erst mit diesem buch wurde mir vollends klar, dass die griechische mythologie kein homogener glaube war, sondern über eine unglaublich spannende entwicklung und einen variantenreichtum verfügt. für laien ist es möglich nur den normaldruck zu lesen und auf übermäßige detailverliebtheit oder wissenschaftliche tiefe zu verzichten, allen anderen ist der weg in den mythologischen elfenbeinturm dennoch nicht verwehrt.
das register ist wirklich gut ausgearbeitet, sodass es eines der besten nachschlagewerke für die griechische mythologie ist.
sehr zu empfehlen!

Guter Überblick      4 von 5 Punkten
Mit diesem Buch hat jeder, der sich einen Überblick über die griechische Mythologie verschaffen will, eine gute Wahl getroffen. Anschaulich und gut katalogisiert werden die bekanntesten griechischen Sagen dargestellt sowie auch regionale Geschichten und Märchen zu dieser Zeit. Das Werk bietet gute Möglichkeiten zum Studium, da es dem Leser die Möglichkeit gibt, durch das Lesen des Kleingedruckten, sich in die Details der Materie einzuarbeiten, gibt aber auch den Lesern, welche aus reinem Interesse sich dem Gebiet zugewendet haben und einen Überblick gewinnen wollen, verständliches Wissen und eine "globale Sichtweise". Lediglich an einigen Stellen muss ich in Hinblick auf das didaktische Geschick Abstriche machen, denn bei der Komplexität der Beziehungen einzelner Protagonisten wären Skizzen von Stammbäumen ideal gewesen und sollte vom Autor in der nächsten Auflage eingearbeitet werden. Sonst ist das Buch sehr gut gelungen und ein Kauf lohnt sich schon daher, weil es sich auch als Nachschlagewerk sehr gut eignet, denn die Geschichten der Vergangenheit sind nicht nur kulturelles Erbe, sondern auch integrativer Bestandteil menschlichen Denkens und Handels in der Gegenwart.


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