Der Peloponnesische Krieg - Bruno BleckmannDer Peloponnesische Krieg
Bruno Bleckmann

Broschiert, 16. Februar 2007
     Verkaufsrang: 122580      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Im Peloponnesischen Krieg (431 bis 404 v. Chr.) standen sich die Machtblöcke des Ersten Attischen Seebundes unter Führung Athens und des Peloponnesischen Bundes unter seinem Hegemon Sparta gegenüber. Dank Thukydides sind wir über den Verlauf dieses antiken Weltkriegs wie über kaum ein zweites Ereignis des Altertums informiert. Bruno Bleckmann erläutert die Kriegsgründe, die verschiedenen Etappen der Auseinandersetzung, den Ausgang sowie die historische Bedeutung dieses Konflikts.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Exzellenter Einstieg!      5 von 5 Punkten
Unglaublich, aber wahr! Bruno Bleckmanns Darstellung "Der Peloponnesische Krieg" ist die erste wirkliche Einführung in die Geschichte dieses "antiken Weltkrieges". Bislang musste sich der interessierte Leser die entsprechenden Stellen aus den einschlägigen Handbüchern über die Antike heraussuchen oder sich gleich an den Bericht des Zeitzeugens und Historikers Thukydides wenden. Nun endlich gibt es einen knappen Überblick über den poloponnesischen Krieg in Buchform.
Der Autor legt seinem Buch den Bericht von Thukydides zu Grunde, der nach einhelliger Meinung die Geschichtswissenschaft begründete. Im ersten Kapitel behandelt Bleckmann die Ursachen des Krieges, also die Entstehung des Dualismus Athen-Sparta. Im Anschluss wird die erste Phase des Krieges, der archidamische Krieg (431-421), bis zum Abschluss des Nikias-Friedens behandelt. Im nächsten Abschnitt analysiert Bleckmann die Zeit des brüchigen Friedens bis hin zur für Athen katastrophal verlaufenden Expedition nach Sizilien (421-413) um abschließend die letzte Phase der Auseinandersetzung, den dekleischen Krieg (413-404), unter die Lupe zu nehmen.
Bleckmann konzentriert sich voll und ganz auf die militärische und politische Geschichte des peloponnesischen Krieges. gesellschaftliche, kulturelle oder philosophische Aspekte spielen kaum eine Rolle. Dies ist von einer Einführung, die mit nur knapp 100 Seiten auskommen muss, aber auch nicht zu erwarten. Die Darstellung dürfte sich zu einem Standardwerk entwickeln und allen denen, die einen ersten Einstieg in die Materie suchen, eine große Hilfe sein.


Ansprechende Darstellung des Peloponnesischen Krieges      4 von 5 Punkten
Mit diesem Band wird endlich ein knapper, aber sehr gut lesbarer Überblick über den Peloponnesischen Krieg vorgelegt. Positiv ist vor allem die gute, bisweilen geradezu unterhaltsame Lesbarkeit des Textes anzuführen. Angemessen wird der Athenozentrismus in der Geschichtsschreibung vermerkt, da man für die Kriegsgeschichte vor allem auf den athenischen Historiker Thukydides angewiesen ist. Bleckmanns Buch ist denn auch sehr eng an Thukydides' Darstellung orientiert, auch und vor allem in der historischen Beurteilung - es wird aber stets korrekt darauf hingewiesen.
Ansprechend ist auch die im Verhältnis recht ausführliche Besprechung der Vorgeschichte des Krieges und der Kriegsgründe sowie der Periodeneinteilung (Archidamischer Krieg - Nikiasfriede - Dekeleischer Krieg). Gewicht legt Bleckmann auch auf den wichtigen Arginusenprozess von 406. Kampftechnik, Heeresteilen und Taktik wird erfreulicherweise ein eigener Abschnitt gewidmet. Der Band liefert also mehr als pure Ereignisgeschichte.
Was, bis auf eine kurze Bemerkung in der Einleitung, völlig fehlt, ist eine Betrachtung zur Kunst- und Kulturgeschichte Athens in der Zeit des Krieges, obwohl mit der kleinen Titelvignette "Aufbruch eines Kriegers" (Vasenbild) doch so schön auf die Kunst der Zeit verwiesen wird. Die Auswirkungen des Krieges, die Erfahrungen und Nöte der Athener haben sich auch im zeitgleichen "Reichen Stil" niedergeschlagen. Eine vergleichende Kunst- und kriegshistorische Analyse der Zeit bleibt damit nach wie vor ein Desiderat der Forschung.
Trotz dieses Einwandes und kleinerer Druckfehler und Doppelungen liegt hiermit nun ein echtes Vademekum zu diesem wichtigen antiken Großereignis vor.