Abermals krähte der Hahn: Eine kritische Kirchengeschichte Karlheinz Deschner Taschenbuch, 1. Juli 1996 Verkaufsrang: 38224 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg, Abitur 1942, dann oldat bis Kriegsende. Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft, der Philosophie und der Geschichte; Promotion zum Dr. phil. 1931 in Würzburg. Deschner hat Romane, Literaturkritik, Essays, Aphorismen, vor allem aber religions- und kirchenkritische Geschichtswerke veröffentlicht. Auf über zweitausend Vortragsveranstaltungen hat er im Lauf der Jahre sein Publikum fasziniert und provoziert. Seit 1970 arbeitet er an einer großangelegten "Kriminalgeschichte des Christentums"; zu diesem Thema nahm er im Sommersemester 1987 einen Lehrauftrag an der Universität Münster wahr. Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 mit dem Arno-Schmidt- Preis ausgezeichnet, im Juni 1993 mit dem Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 als erster Deutscher mit dem International Humanist Award.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)
Tipp für Christen 5 von 5 Punkten Jeder, der sich für einen guten Christen hält, sollte einmal ohne Vorbehalte a) die Bibel und b) dieses Werk lesen. Danach möge er entscheiden, ob er sich nicht doch selbst erlöse indem er sich von seinem Credo löst.
Entstehung und Aufstieg des Christentums und der Katholischen Kirche 5 von 5 Punkten Dieser Wälzer des bekanntesten, wissenschaftlich akribisch arbeitenden deutschen Religions- und Kirchenkritikers zeigt, wie die christliche Religion und insbesondere die Katholische Kirche entstand. Das Buch analyisert die Geschichte der Evangelien, zeigt daß die Bibel zum Großteil aus Fragmenten älterer Religionen, Kulte und Geschichten besteht, die zur Zeit ihrer Niederschrift verbreitet waren, wie Paulus (als Saulus geboren) die junge christliche Bewegung praktisch um 180° drehte, und wie schließlich die Katholische Kirche gegründet wurde und sich durch schmutzige Methoden (Lügen und Gewalt) immer mehr Einfluß und Macht verschaffte.
Genial... 5 von 5 Punkten Karlheinz Deschner ist wahrscheinlich der fleissigste wenn auch nicht der bekannteste Kirchenkritiker in Deutschland. "Abermal krähte der Hahn" schildert auf fast 700 Seiten die dunklen Seiten der christlichen Kirche(n). Dieses Buch ist wahrscheinlich das bestrecherchierte Buch zum Thema. Besser kann man es nicht machen. Deschner schreibt in einem unterhaltsamen und doch informativen Stil. Im Gegensatz zu einigen anderen Kirchenkritikern bleibt er immer sachlich und versucht nicht, den Leser zum Atheismus zu überreden. Ich kenne viele Christen, die das Buch mit der gleichen Begeisterung gelesen haben, wie ich. Deschner hat für sein Werk fast ausschließlich die Arbeiten von Theologen herangezogen, was wiederum zeigt, wie geschickt er Fehler und Lücken in der christlichen Lehre aufzeigen kann. In dem Buch untersucht Deschner zuerst die Geschichtlichkeit Jesu, wobei er verschiedene historische Quellen heranzieht, die die zahlreichen frühgeschichtlichen "Umdeutungen" der biblischen Texte belegen. Manchmal stellt er auch Vergleiche zu Buddha oder Asklepios an. Im zweiten Teil des Buches behandelt Deschner Paulus. Dabei ist u.a. die Rolle der Frau interessant, auf die eingegangen wird. Im dritten und vierten Teil schreibt Deschner über den Frühkatholozismus bzw. die "siegende Kirche". Der Stellung der katholischen Kirche zum Krieg ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Insgesamt ist Deschners "Abermals krähte der Hahn" ein geniales und uneingeschränkt empfehlenswertes Buch, das man fast gelesen haben MUSS.
Wenn Sie in Ihrem Leben nur ein einziges Buch lesen, dann dieses! 5 von 5 Punkten Die Bibel der Deschnerianer. Schon die ersten Seiten fesseln. Man hat das Gefühl, dass der Autor keine Bibelstelle ausläßt, um sie kritisch zu untersuchen, um die Evangelien in ihren Aussagen und Widersprüchen gegenüberzustellen. Wie sich Jesus vom Menschen zum Gott entwickelt, je jünger die Evangelien werden, die ohnehin nicht von dem Autor geschrieben wurden, nach dem sie benannt sind. Wie überhaupt die Historizität Jesu in sehr berechtigte Zweifel gezogen wird. Ausführlich berichtet Deschner, wie das Christentum seine Inhalte von anderen Religionen abgekupfert hat und diese Religionen dann verfolgt hat. Wie sich eine kirchliche Hierarchie bildete, wie sich das Papsttum emporwand, alles selbstverständlich im strengen Gegensatz zu Jesu Lehre. Der Gegensatz der Judenchristen (mit Petrus und Jakobus) zu den Heidenchristen mit Paulus, die sich schließlich durchsetzten, weil sie die wesentlich intoleranter, militantere Richtung waren. Die Entstehung der "Glaubenswahrheiten", von der Auferstehung zum Abendmahl, der Transsubstantiation, Maria-Kult, der im 6.-7. Jahrhundert erst entstand, deren leibhaftige Himmelfahrt - alles, alles, jedes Wort abgekupfert. Die Jungfrauengeburt, die Geburt auf der Flucht, selbst der Beruf des Josef, alles gestohlen, nichts Original. Es finden sich Kapitel über die grauenhaften Verfolgungen der Heiden, der Juden, der "Ketzer" und der "Hexen" durch die Kirche (Voltaire hat eine Opferzahlvon knapp zehn Millionen Menschen - bis zu seiner Zeit - errechnet); das Verhältnis der Kirche zu Pazifismus, Militarismus, Sozialismus, Kommunismus, Faschismus, Nationalsozialismus, Franco, Mussolini, Hitler, Pavelic - kurz zu allem Massenmördern der Geschichte hatten die Päpste und Bischöfe ein intimes Verhältnis, das man sich besser und intimer garnicht vorstellen kann. Die Mitschuld der Kirche an den beiden Weltkriegen, wenn nicht gar die Hauptschuld liegt auf der Hand, der Dritte Weltkrieg wurde von der Kirche schon kurz nach Ende des Zweiten herbeigesehnt. Intoleranz, Illiberalismus, Totalitarismus, Feigheit, Opportunismus - das alles hat die Kirche unter-stützt und tut es noch. Man kann Deschner garnicht genug loben und danken für dieses Werk. Sein vermutlich bestes, bestimmt aber das Wichtigste. Und es ist gut geschrieben, sehr übersichtlich gegliedert, angenehm sind die kurzen Kapitel, der prägnante Stil, die Kompaktheit -nach 680 Seiten tut es einem leid, dass es aus ist. Ich las es jetzt nicht zum ersten- und sicher nicht zum letztenmal.
Objektive Kritik ohne Kompromisse 5 von 5 Punkten Dieses Buch von Deschner, wie übrigens alle anderen von diesem Autor auch, muss man einfach gelesen haben. Schonungslos räumt er mit haltlosen Ammenmärchen auf und nennt auch mannigfache Gründe, die ein Festhalten am sogenannten christlichen Glauben als paradox erscheinen lassen. Die wenigsten der braven Kirchgänger wissen leider nichts von der schrecklichen Vergangenheit "ihrer Kirche". Wenn man sich aber die Mühe bzw. das Vergnügen macht, dieses Buch eindringlich zu lesen und dann ein nüchternes Fazit zieht, muss eine Glaubenswelt zusammenbrechen. Die Lektüre kann man jedem Christen, Agnostiker und Atheisten nur empfehlen.
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