Märchen, Mythen, Träume: Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache - Erich FrommMärchen, Mythen, Träume: Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache
Erich Fromm

Taschenbuch, 1. Oktober 1981
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Für den Psychoanalytiker Erich Fromm ist Träumen ein schöpferischer Prozeß, der Zugang schafft zu dem großen Reservoir von Erfahrungen und Erinnerungen, von dessen Existenz wir tagsüber nichts wissen. Wenn wir uns mit diesen Erfahrungen und Erinnerungen näher beschäftigen, uns auf ihre Symbolsprache einlassen, können wir Ähnlichkeiten mit den ältesten Schöpfungen der Menschheit, den Mythen, feststellen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Tiefe Einblicke in das Innere der Psyche      4 von 5 Punkten
Tiefe Einblicke in das Innere der Psyche
In diesem Buch begibt sich der renommierte Gesellschafts- und Psychoanalytiker in die intime Welt der Träume und Gefühle. Da das Träumen seit Urzeiten dem Menschen eigen ist, werden zunächst die Symbolik der Träume untersucht und dabei die Mythen und Sagen der jeweiligen Völker herangezogen. Diese geben bereits wichtige Anhaltspunkte für die jeweilige Traumdeutung (welche Bedeutung hat ein Vogel, ein Baum, eine Schlange in der jeweiligen Kultur).
Am wichtigsten jedoch ist der Zugang zum Unterbewusstsein: im Traum reflektiert der Mensch innere und äußere Einflüsse seines Lebens und stellt dabei seine eigenen Regeln auf. Im besten und schönsten Fall sind das Regeln jenseits von Zwängen und Schwerkraft.
Der Weg ins Unterbewusste beinhaltet jedoch auch den Zugang zu seelischen Abgründen. Vor allem wiederkehrende Angst- und Albträume sind Anzeichen von -häufig längst vergessenen- Zurücksetzungen und Verletzungen. Dabei bietet sich dem verletzen Menschen jedoch auch die Möglichkeit, seine Vergangenheit erneut aktiv zu durchleben und aufzuarbeiten. Seelische Wunden können dann verheilen oder zumindest vernarben.
Erich Fromm gibt in seinem Buch tiefe Einblicke in die Traumdeutung. Er bezieht sich dabei auch auf andere Autoren wie C.G. Jung und Sigmund Freud und erläutert zahlreiche Fallbeispiele. Aufgrund der Komplexität des Themas ist "Märchen, Mythen, Träume" kein einfaches Buch, aber dennoch sehr informativ und auf alle Fälle lesenswert.


Für Einsteiger genau richtig      4 von 5 Punkten
Ein kleines Taschenbuch mit viel Inhalt gibt eine gute Grundlage für alle weiterführende Traumdeutungs-Literatur. Mehr noch, dies ist eigentlich eine Einführung in das menschliche Unterbewusstsein. Fromm schreibt anschaulich und führt zahlreiche, leicht verständliche Beispiele an.
Man liest das Buch gern, zügig und mit steigendem Interesse.

Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache      4 von 5 Punkten
Der Psychoanalytiker Erich Fromm befasst sich damit, inwieweit
man in Träumen Zugang zu den vergessenen Symbolen, zu einer
unbewußten Sprache der Seele, der Instinkte, des Wissens unserer
Altvorderen durch die Träume vorzudringen vermag und sich ihnen wiederfindet. Fromm versteht die Traumsprache als eine Kunst, die es zu erlernen gilt, dazu braucht man Kenntnisse, Erfahrung, Talent und Geduld und ich glaube es kann auch ganz schön sein, mit anderen Menschen, auch mit seinem Psychiater über seine Träume zu sprechen, denn ich glaube dem Fachmann kann so ein Traum viel über den Seelenzustand des Träumenden verraten. Ein Psychoanalytiker hilft, die Symbole zu verstehen
der Träumer trennt das Tagesgeschehen von den Märchen und Mythen
und gemeinsam schauen sie was die Mythen und Märchen im Alltagsleben zu bedeuten haben. Sinnvoll ist es ein Traumtagebuch zu führen

eine allgemeinverständliche Einführung in die Traumdeutung      3 von 5 Punkten
Dieses Buch ist eine -auch für Laien verständliche- Einführung in die ganzheitliche Trauminterpretation. Erich Fromm beschreibt sowohl die Geschichte der Traumdeutung als auch die Traumdeutung von Freud und Jung. Insgesamt ist das Buch sehr anschaulich geschrieben und enthält auch viele praktische Beispiele von Träumen und deren Auslegung. Jedoch muß man an einigen wenigen Stellen zweimal hinsehen, da er Fachbegriffe benutzt, die er nicht erklärt. Auch hätte der Teil der Traumdeutung noch etwas ausführlicher sein dürfen. Das Buch erweckt auf jeden Fall Neugierde auf weitere Literatur.