Verbrechen und Strafe: Roman - Fjodor M. DostojewskijVerbrechen und Strafe: Roman
Fjodor M. Dostojewskij

Taschenbuch, 1. Juni 1996
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Raskolnikow entstammt einer verarmten bürgerlichen Familie. In der schrankähnlichen Enge seines Zimmers ist der 'euklidische Verstand', der der Diener des Lebens sein sollte, zum Herrscher geworden. Raskolnikow ist Utilitarist. Um eines naturgemäß unklar gefaßten Begriffs des wissenschaftlichen odersozialen Fortschritts willen, scheint es ihm erlaubt, eine alte Wucherin, die 'nicht besser als eine Laus ist', zu töten und mit dem geraubten Geldsein Studium zu finanzieren. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewußtseingegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen inlebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, daß die Funktionendes 'euklidischen Verstandes' nicht die einzige bestimmende Dimension dermenschlichen Persönlichkeit ausmachen. Leidvoll, aber bereichert durchdie einfühlsame Scharfsicht des Untersuchungsrichters Porfirij und durchdie frisch erwachte Liebe zu Sonja Marmeladowa, erfährt er, daß der Wegaus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenndie ' Reue' ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich.







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