Persisches Feuer: Das erste Weltreich und der Kampf um den Westen Tom Holland Gebundene Ausgabe, September 2009 Verkaufsrang: 60000 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein neuer Blick auf die persische Kultur und den ersten großen Ost-West-Konflikt Der Bestseller-Autor Tom Holland schildert den Aufstieg des antiken Persien zum ersten Weltreich der Geschichte. Vom Höhepunkt seiner Machtentfaltung bis zu dem Zusammenstoß mit der Welt der Griechen: faszinierende Persönlichkeiten, spannende Eroberungsgeschichte, Pracht und Macht der Großkönige.Es geschah vor 2500 Jahren, dass Ost und West Krieg miteinander führten. Im 5. Jahrhundert v. Chr. war eine globale Supermacht fest entschlossen, zwei Staaten Wahrheit und Ordnung zu bringen, die sie für terroristische Schurkenstaaten ansah. Die Supermacht war Persien, dessen Könige das erste Weltreich gegründet hatten. Die terroristischen Staaten waren Athen und Sparta, eigenwillige Städte in einem weit abgelegenen armen und bergigen Land: Griechenland. Die Geschichte, wie die Bürger dieses Landes dem mächtigsten Mann der Welt widerstanden und ihn besiegten, ist eine der beeindruckendsten Episoden der Geschichte."Persisches Feuer"gibt nicht nur eine dramatische Darstellung dieser großen Auseinandersetzung, sondern auch ein einzigartiges Gesamtbild von Ost und West. Von den Priestern in Babylon bis zur Geheimpolizei der Spartaner, von den Luxusgärten der Perser bis zu den athenischen Prostituierten, von Darius, dem Mörder und größten politischen Genie des Orients bis zu Themistokles, dem Mann, der den Westen rettete, werden alle Akteure in der faszinierenden Erzählung Tom Hollands lebendig. Der populäre Bestseller aus Großbritannien vom Jungstar der Historikerszene
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Der Genuss hat seinen Preis 4 von 5 Punkten Es ist schon so, dass die angelsächsischen Historiker sich ganz besonders gut darauf verstehen, mit einer Mischung aus Fakten, Interpretationen und spannendem Erzählstil die Faszination für historische Ereignisse, Epochen oder Zusammenhänge in uns zu kitzeln. Bei Tom Holland und seiner Darstellung der Perserkriege muss allerdings gesagt werden, dass es notwendig ist, sich voll und ganz auf seinen Erzählstil einzulassen, um an den Geschehnissen jener faszinierenden Epoche wirklich teilhaben zu können. Damit meine ich, dass Holland durchaus nicht nur süffig und unterhaltsam zu schildern vermag sondern leider auch nicht vor epischen Schilderungen zurückschreckt. Dies betrifft vor allem die ersten rund 150 Seiten des Buches, in denen er krampfhaft versucht, uns Gesellschaften und Epochen zu schildern (Babylon, Sparta, Athen) über deren frühe Zeit die Quellenlage derart schlecht ist, dass jeder Historiker auf seine Imagination zurückgreifen muss. Und dies tut Holland denn auch ziemlich frech und unverblümt. Es handelt sich hier um Kapitel, wo der Autor weder Komplexität noch komplizierte Sätze scheut - und das schränkt den puren Lesegenuss denn auch merklich ein. Beisst man sich aber durch und erreicht diejenigen Teile des Buches, wo die imperialistischen Bestrebungen der Perserkönige im Zentrum der Schilderung stehen und die antike Welt sich langsam auf die unerbittlichen Schlachten um die Hegemonie in Griechenland zubewegt, wird man doch fürstlich belohnt. Jetzt, wo die Quellenlage besser und die Erkenntnisse gesicherter sind, erzählt Holland stringent und spannend. Der Showdown, Marathon, die Thermopylen und Salamis vermag der Autor so zu schildern, dass man hautnah dabei zu sein glaubt. Grosses Erzählkino, möchte man fast sagen.
Eine spannende & lebendig geschriebene Nacherzählung 4 von 5 Punkten Der Titel "Persisches Feuer" klingt eigentlich ja eher nach leidenschaftlichem Liebeskitsch unter Palmen. Aber genau das ist das Gute an Hollands Buch - es ist außerordentlich lebendig und flüssig geschrieben! Sowohl die Kultur der Perser, als auch der Griechen (insbesondere Spartaner und Athener) wird einfühlsam dargestellt - es entwickelt sich eine flüssige Erzählung, die von zahlreichen Karten ergänzt wird und nur manchmal durch unnötige Ausschweifungen in Details unterbrochen wird. Nach dem Buch hat man unweigerlich das Verlangen sich den Film "300" nochmal anzusehen. Der Grund, warum ich nicht die volle Bewertung gebe, ist, dass Holland im Prinzip einfach Herodot und anderen Quellen übersetzt und kaum eigenes einwirft. Er erzählt die Geschichte so wie die Perser oder die Griechen und erwähnt dabei als Neutraler immer nur in verschiedenen Satzvariationen, mal stärker in Frage stellend, mal schwächer: "... ganz so ist es wohl nicht gewesen, aber so ähnlich ...". Er relativiert, wenn er der Meinung ist es handelt sich um griechische und persische Propaganda, aber es gibt kaum eigene oder neue Erkenntnisse. Nur bei ganz wenigen Stellen korrigiert er die klassischen Quellen (etwa dass die persische Armee nicht 1,7 Mio. Mann stark war wie die Griechen behaupteten, sonder um die 250.000). Manchmal erinnert mich das Buch aber auch ein wenig an den großväterlichen Zugang zu Geschichte, die sich nur an Personen aufhängt. Das hat mich am meisten gestört und das sind auch die größten Schwächen des Buches, wenn Holland abgleitet in die Beschreibung irgendwelcher Randfiguren. Zum Glück passiert es nicht oft - aber Holland bietet Personen- und Schlachtengeschichte. Das Buch ist also sehr gut geschrieben, bringt einen Klassiker der Geschichte spannend in Buchform - ist aber kein historisches Werk, mehr eine moderne Nacherzählung der bekannten Story!
Die Auseinandersetzung um die Westliche Kultur mit gutem Unterhaltungswert 4 von 5 Punkten das vorliegende Buch von Tom Holland hat gleich mehrere Vorzüge. Als erstes muss man seinen Schreibstil nennen, der sich in angelsächsischer Tradition wohltuend von dem doch manchmal sehr drögen Stil der deutschen Historiker unterscheidet. Dann sicher der Gegenstand selbst, denn es gibt nur wenige historische Ereignisse über die soviel Interessantes zu berichten wäre. Weiterhin ist das Buch durchgehend mit gutem Kartenmaterial ausgestattet, welches erlaubt die Geschehnisse leichter nachvollziehen zu können. Das Buch trägt seinem Titel Rechnung indem der Autor zu Beginn sehr detailliert (so gut dies bei dünner Quellenlage möglich ist)über die Entstehung und Entwicklung des persischen Reiches informiert. Hierbei wird auch auf die kulturellen Eigenheiten und Entwicklungen eingegangen, wobei die politischen Geschehnisse allerdings dominieren. Dies ist aus meiner Sicht auch eben sehr interessant, da die griechische Seite recht gut beleuchtet ist während es zu den Persern eigentlich nur sehr nachgeordnet Informationen gibt. Ein wichtiger Aspekt und Vorzug ist, dass der Autor versucht, bei aller farbenfroher Schilderung neutral zu bleiben und weder den Griechen noch den Persern mehr an Sympathie einräumt. Der erste Teil des Buches behandelt kulturelle und politische Entwicklungen in Persien sowie Sparta und Athen. Sie führen zum 2ten Teil des Buches hin, der den Ablauf des Konfliktes zwischen Persien und den beiden Stadtstaaten zum Inhalt hat. Auch hier handelt es sich um einen um fairness bedachten Teil wenngleich der Autor eben doch herausarbeitet warum den Griechen bei aller Ungleichheit in der Ausgangsposition Ihre Siege in den Schlachten bei Marathon über den Thermopylen (wenn man diese als Sieg werten mag), Salamis und Palatei, erringen konnten. Man muss klar hervorheben, dass dieses Buch Geschichte berichten will und sicher keinen neuen wissenschaftlichen Impuls setzen will/kann. Wer aber eine gut geschriebene Abhandlung über die Ereignisse lesen möchte, ist hier richtig! Einen Stern Abzug gebe ich eher wegen des doch relativ hohen Preises, der nicht wirklich durch wissenschaftlichen Inhalt oder der Aufmachung rechtzufertigen und somit etwas überzogen ist.
Die griechisch-persische Auseinandersetzung 4 von 5 Punkten Tom Holland zeigt den Aufstieg der Perser, Spartaner und Athener. Hier fällt besonders auf dass die Herrscher versuchen sich nach göttlichen oder mythologischen Quellen zu legitimieren. Die Entwicklung verläuft hierbei unterschiedlich. Persien gelingt es zum mächtigsten Flächenstaat seiner Zeit aufzusteigen. Griechenland hingegen ist ein Mikrokosmos, wo kleine Stadtstaaten sich nebeneinander entfalten, mit den dazugehörigen Spannungen. Letzteres erlaubt aber verschiedene Regierungsmodelle. So entwickelt sich Sparta zu einem professionellen militärischen Staat, Athen zu einer Demokratie. Höhepunkte des Buches bilden die griechisch-persischen Kriege (Marathon, Thermopylen, Salamis, Plataiai), wo es den Griechen gelingt, die Perser zu besiegen. Allerdings bekriegen sich die Griechen später untereinander, was die spätere Vormachtrolle Makedoniens einleitet. Die Geschichte des persischen Reiches ist wenig erforscht, respektiv gibt es wenig Quellenmaterial. Demzufolge sind Bücher über diese Kultur Mangelware. Hinzu kommt dass bei griechischen Quellen jeweils die Griechen hervorgehoben werden. Holland selbst idealisiert nicht immer die Griechen, sondern hebt die Grösse Persiens hervor. Der Autor sieht in dem Sieg der Griechen einen Meilenstein in der Entwicklung Europas und der Entwicklung späterer Demokratien. Viele Aspekte in der Geschichte sind jedoch wichtig, welche zum heutigen Weltbild beigetragen haben, und die genannte Auseinandersetzung ist nur eine von vielen. Das Buch ist gut geschrieben, lobenswert ist es dass der Autor die griechische und persische Kultur in einem Buch vorstellt. Man wünscht sich jedoch weitere Bücher zu dem Thema.
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