Pipe Dreams. Eine Chronik des Lebens entlang der Pipeline
Gebundene Ausgabe, September 2009 Verkaufsrang: 374678 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Geschäft mit Öl, dem schwarzen Gold, ist eines der lukrativsten auf der Welt. Dienneue Pipeline vom Kaspischen Meer zum Mittelmeer verspricht der westlichen Welt einen ungehinderten Zugang zum Öl jenseits des Kaukasus. Doch für die unmittelbaren Anwohner der 1700 Kilometer langen Röhre ist sie vor allem ein unheimliches Ding, das nur wenigen viel Geld und den meisten Unglück bringt. Die Fotografin Rena Effendi bereiste die Länder entlang der Pipeline, die auf ihren eindrucksvollen Fotos nicht sichtbar ist, da sie tief im Erdboden vergraben verläuft. Sichtbar hingegen sind die Anwohner und ihre Lebensumstände. Und spürbar wird die Kluft zwischen ihrem Dasein und der Welt derer, die das Öl erhalten werden oder es vermarkten. Beispielsweise fliessen täglich 70 Millionen Dollar unter Häusern hindurch, die seit Jahrzehnten aus Mangel an Gas nicht mehr beheizt werden können... Eine Pipeline birgt stets eine Glücksverheissung, auf die man kaum zu hoffen wagt. Das Buch von Rena Effendi ist all jenen Menschen Aserbaidschans, Georgiens und der Türkei gewidmet, die durch die Ölpipeline und die gescheiterte Hoffnung auf eine bessere Zukunft schicksalshaft miteinander verbunden sind.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Leben entlang einer riesigen Rohrleitung 5 von 5 Punkten Oft ist es der Zufall, der einen zu etwas führt. Genau so erging es mir mit Rena Effendis Pipe Dreams. Ich entdeckte das Buch in einer kleinen Werbung des Benteli Verlages im "Du" Magazin. So ungewöhnlich wie ich dieses Buch entdeckte, so überrascht war ich über das Buch an sich. Ein fotografisches Essay über eine Ölpipeline. Eigentlich war Rena Effendi für den BP Konzern unterwegs, um die Meisterleistungen dieser Pipeline zu fotografieren. Doch was sie wirklich entdeckte war der menschliche Preis, den die Bevölkerung für dieses Stück Rohrleitung zu zahlen hat. Fern ab von Propagandafotografie des Konzerns konzentrierte sie sich voll auf diese Menschen. In diesen Subjekt zeigt sie auch ihre ganze Stärke. Die Portraits der Menschen in diesen Buch sind von einer enormen Eindringlichkeit. Es sind Bilder, die im Kopf hängen bleiben. Das ganze Essay ist, ganz klassisch, in Schwarz-Weiß gehalten. Damit bekommen die Bilder der Ölsümpfe oder die der Menschen in Ihren Slumähnlichen Wohnräumen einen besonders erdrückend, dunklen Charakter. Auffällig ist auch, dass auf den Bilder von Kindern sehr oft zwei zu sehen sind. Bei einen Bild musste ich sofort an Diane Arbus berühmte "Twins" denken. Auch kommt mir bei manchen Bildern Maya Gooded "Good Girls" in den Sinn. Aber fernab von diesen Vergleichen muss ich sagen, dass Rena Effendi ihren eigenen, sehr ausgeprägten, Stil entwickelt hat den zu Beschreiben sehr schwierig ist. Er ist mir auf jeden Fall interessant genug, um Frau Effendi eine Möglichkeit für eine Ausstellung zu geben. Es würde mich nicht wundern, wenn der Name Rena Effendi irgendwann unter den ganz großen zu finden ist. |
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