Der Nil: Lebensader des Alten Ägypten Christine Strauß-Seeber Gebundene Ausgabe, September 2007 Verkaufsrang: 156563 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In einzigartiger Weise hat der Nil das Leben und Denken der Menschen und die Kultur des alten Ägypten geprägt und schon vor 5000 Jahren die Entstehung der ägyptischen Hochkultur ermöglicht. Der vorliegende Band stellt ihn in all seinen Facetten in eindrucksvollen Farbtafeln vor. Ägypten ist ein Geschenk des Nil - so schrieb der griechische Geschichtsschreiber Herodot vor zweieinhalbtausend Jahren. Denn der große Strom brachte das lebensnotwendige Wasser und war so die Quelle allen Lebens. Die jährliche Überschwemmung, durch die sich fruchtbarer Nilschlamm auf den Feldern ablagerte, bildete die Grundlage für Ackerbau und Viehzucht sowie den Aufbau einer klug durchdachten Vorratswirtschaft. Der Nil bildet zudem den Schlüssel zum Verständnis zahlreicher Bereiche der altägyptischen Kultur, darunter Mythologie und Kult, Architektur und Kunst. Die Bedeutung der Überschwemmung spiegelt sich in einer farbigen Welt von Göttern und mythischen Vorstellungen, und auf allen Gebieten des literarischen und künstlerischen Schaffens ist das Leben am Nil ein beherrschendes Thema. Prachtvolle Reliefs und Malereien in Gräbern und Tempeln zeigen den Strom als Hauptverkehrsader des Landes, Papyrussäulen erscheinen als Stützen des Himmels, und die Lage der Tempel am Rande des Fruchtlands wird vom Nil bestimmt, mit dem sie durch Zufahrtskanäle verbunden sind. In der Neuzeit dient der Fluß durch den Bau des Assuan-Staudamms der Energieversorgung und wird den Menschen eines Tages neue Lebensbereiche in der Wüste erschließen. Hauptwerke der ägyptischen Kultur veranschaulichen die außerordentliche Bedeutung des Nil und sind ergänzt um aktuelle Fotografien des Landes. Die bedeutenden archäologischen Stätten am Nil, aus denen das Bildmaterial stammt, werden im Anhang des Buches separat besprochen und gewährleisten eine leichte Orientierung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Üppig und ausgesprochen hochwertig illustriertes Sachbuch - reichlich spannend dargebotene Informationen 5 von 5 Punkten Dieses Buch verbindet in idealer Weise die Elemente eines Bildbandes und eines Sachbuchs. Es ist in Kapitel mit jeweils klar umrissener Thematik gegliedert, die ihrerseits durch eine Fülle von qualitativ hochwertigen, überwiegend ganzseitigen Abbildungen illustriert werden. Die vorzüglich ausgewählten Bilder, sämtlich hoch aufgelöst und dank des sehr guten Papiers auch hervorragend präsentiert, vermitteln sowohl einen Eindruck von den Bauwerken und Objekten bildender Kunst im alten Ägypten, wobei oft themenrelevante Details durch vergrößerte Aufnahmen hervorgehoben werden, als auch von der natürlichen Schönheit des Niltals, in das die Zeugnisse der ägyptischen Hochkultur wunderbar eingebunden sind. Autorin und Fotografen stellen freilich auch die aktuellen Probleme unverhüllt dar, die durch den Bau des Nasser-Staudamms entstanden sind. Die Texte wenden sich vor allem an Laien mit Interesse an der ägyptischen Hochkultur beziehungsweise am nordostafrikanischen Kulturraum. Vorkenntnisse, die nicht einer soliden Allgemeinbildung angehören, werden nicht vorausgesetzt. Dank der, wie zu erwarten in sachlichem, jedoch nicht zu trockenem Stil verfassten, sehr gehaltvollen Texte vermag sich der Leser stets ein differenziertes Bild vom jeweiligen Thema zu verschaffen. Als bemerkenswert gut gelungen erweist sich in diesem Zusammenhang die Auswahl der Inhalte, die im Grunde jeden erdenklichen Aspekt des Lebens am Nil einbezieht. Von den zahlreichen am Markt erhältlichen Büchern über die ägyptische Hochkultur unterscheidet sich dieses Buch nicht nur durch die erstklassige Bebilderung. Die Bedeutung des Nils für die gesamte altägyptische Gesellschaft geht aus den Texten bestens hervor und mag selbst eingefleischte Freunde des alten Ägyptens bezüglich manches Details noch verblüffen. Kunstfreunde lernen, den Nil in der altägyptischen Kunst in mancher Andeutung wiederzuerkennen. Positiv fällt im Übrigen der Brückenschlag zum modernen Ägypten und seinen Problemen auf, die der Nil als Stromlieferant für das ganze Land nur teilweise lösen kann. Denn selbstverständlich endet die Rolle des Nils für Ägypten nicht mit den Ptolemäern. "Der Nil" bietet als üppig und ausgesprochen hochwertig illustriertes Sachbuch reichlich spannend dargebotene Informationen und Anschauungsmaterial für jeden, der sich für antike Hochkulturen oder auch nur für das Niltal als geografischen Raum interessiert - ein Buch, das man aufrichtig empfehlen kann!
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