Sintflut. Ein Rätsel wird entschlüsselt Walter Pitman, William Ryan Gebundene Ausgabe, 1999 Verkaufsrang: 50194 Über Amazon bestellen (Bücher direkt bei Amazon.de versandkostenfrei, alles andere lt. Angabe)
Die Sintflut Noahs ist schon lange einer der Spannungspunkte zwischen der Geologie und dem Christentum. Der wissenschaftliche Diluvianismus - die Theorie, daß die Geschichte der Erde durch eine weltumspannende Überschwemmung geprägt wurde - fiel im frühen 19. Jahrhundert in sich zusammen, lange bevor Charles Darwin Die Entstehung der Arten schrieb. Seitdem gehen Wissenschaftler und Historiker davon aus, daß die Geschichte der Sintflut ihren Ursprung in lokalen Ereignissen in Mesopotamien hat. 1997 stellten die Geologen Walter Pitman und William Ryan die erste wirklich neue Erklärung der Sintflut seit über 150 Jahren vor. Ihre Untersuchungen von Ablagerungen im Schwarzen Meer haben sie davon überzeugt, daß das Gewässer bis etwa 5600 v. Chr. ein Süßwassersee gewesen war. Als das steigende Wasser des Mittelmeers durch den Bosporus brach, "ergossen sich täglich über 40 Kubikkilometer Wasser in den See, das zweihundertfache der Menge, die täglich über die Niagarafälle stürzt". Mit großer intellektueller Kühnheit haben sich Pitman und Ryan aus ihrer wissenschaftlichen Nische herausgewagt und behaupten, daß dieses Ereignis enorme Konsequenzen für die Geschichte der Menschheit mit sich brachte. Sie führen Beweise aus dem Bereich der Archäologie, der Mythologie, der Sprachwissenschaft und der Landwirtschaft zusammen, um eine von der Flut vertriebene Diaspora von frühen Bauernkulturen zu beschreiben. Einzelne Untergruppierungen dieser Menschen entwickelten sich auf unterschiedliche Weise zu den Ur-Indoeuropäern, den Sumerern, den Tocharern und den anderen Gründern der alten Kulturen Europas und des Vorderen Orients. -Mary Ellen Curtin |