Holy Diver - Holy Diver

Audio CD, 22. Juli 1986
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Was für ein Solo-Debüt! Nachdem Ronnie James Dio als Sänger bei Rainbow und Black Sabbath Jahrhundert-Alben wie Rainbow Rising, Long Live Rock'n'Roll, Mob Rules oder Heaven And Hell stimmlich veredelt hatte, beschloß er nach Differenzen mit den jeweiligen Bandleadern Ritchie Blackmore und Tony Iommi endlich die Vision einer eigenen Band in die Tat umzusetzen.
Zusammen mit den altgedienten Vinny Appice (dr.) und Jimmy Bain (b., keys.) sowie dem jungen Gitarristen der Extraklasse Vivian Campbell (heute Def Leppard) veröffentlichte der kleine Mann mit der riesigen Stimme 1983 Holy Diver und katapultierte sich mit dieser Scheibe erneut an die Spitze der Heavy-Metal-Szene. Diesmal mit allen künstlerischen Freiheiten ausgestattet, blühten Dio und seine Band dermaßen auf, daß die Scheibe schnell als Genre-Klassiker bezeichnet wurde. Und seinem exzellenten Ruf wird das Album auch heute noch gerecht: Deutlich geprägt von seinen vorherigen Arbeitgebern verknüpft Dio geschickt die Melodieführung von Rainbow mit der schon sprichwörtlichen Power von Black Sabbath. Erwiesen sich Songs wie "Caught In The Middle" oder "Rainbow In The Dark" schnell als charttaugliche Rocksongs, so waren es live vor allen Dingen der treibende Opener "Stand Up And Shout" oder das Titelstück, die für Furore sorgen. Ihr Meisterstück lieferten Dio und Co. jedoch eindeutig mit dem Song "Don´t Talk To Strangers" ab. Nach einem balladesken Beginn schlägt die Nummer in einen straighten Rocksong um, und gehört auch heute noch zum Standard-Programm jeder Dio-Show. Neben seinen überragenden musikalischen Qualität gehört Holy Diver auch aus dokumentarischen Gründen in jede halbwegs ernstzunehmende Rock-Sammlung. Schließlich hat dieses Album tausende von Newcomer-Bands nachdrücklich beeinflußt. -Thomas Kupfer







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