Zwei an einem Tag
David Nicholls
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Seit Love Story die schönste Liebesgeschichte! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Kaum einer, der LOVE STORY nicht kennt, wenn nicht das Buch, dann den Film.
Vielleicht wird dieser Roman in die Fußstapfen von Erich Segal treten?
Mich hat die Geschichte von Emma und Dexter wirklich umgehauen, vielleicht auch weil in dieser Geschichte so viel Realität steckt, die jeder, der schon mal unglücklich verliebt war, auf die eine oder andere Art so erlebt hat.
Ist es doch meist die erste Liebe, die sich besonders hartnäckig in einem festsetzt und wer hat sich nicht schon gefragt, was wohl aus einer momentanen Beziehung einst werden wird?
Über die Zukunft zu spekulieren macht irgendwie Spaß, und was im echten Leben nur in Echtzeit möglich ist-nämlich zu überprüfen, ob das, was man sich so ausgemalt hat, auch alles eintreten wird- das bietet diese Story.
Es hat etwas unglaublich Faszinierendes am Leben zweier Personen teilnehmen zu können und das immer an einem bestimmten Tag ihres Lebens über Jahre hinweg! Es hat etwas Voyeuristisches, fast etwas Göttliches und man empfindet Tragik ebenso wie Genugtuung, neben Das-hab-ich-mir-ja-gleich-gedacht und Warum-muss-sich-das-so-entwickeln.
Ich kann mich nur wiederholen: Das Buch hat mich umgehauen und mitgerissen!
Das Pendel zweier Leben 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Emma und Dexter begegnen sich in den Achtzigern des 20. Jahrhunderts. Sie verbringen eine Nacht miteinander und gehen am nächsten Tag wieder ihrer Wege. Die erste Begegnung lässt die beiden jedoch nie mehr los. Die Chemie stimmte wie der sprichwörtliche Topf auf dem Deckel. Aber eine feste Bindung mit Anfang 20? Dafür ist Emma zu wenig selbstbewusst und Dexter einfach zu sehr von sich überzeugt. Und trotzdem kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder. Es ist, als würden die beiden Leben seit jener Nacht immer ganz nah beieinander pendeln und sich hin und wieder treffen.
'Zwei an einem Tag' schildert, wie sich Emmas und Dexters Leben von einem zum nächsten Berührungspunkt entwickeln. Mal ist Emma obenauf und Dexter ganz unten, und beim nächsten Mal schwimmt Dexter auf dem Erfolg, während Emmas Leben auf Talfahrt ist. Je nach Verfassung denken sie auf die eine oder andere Weise an den anderen, sehnen sich nacheinander oder stellen einander den aktuellen Lebensabschnittsgefährten vor.
Der lesenswerte Roman überrascht mit einem unerwarteten Ende, nachdem die Geschichte um die beiden Protagonisten mal mehr und mal weniger kurvenreich voranschreitet. Der Leser erhält einen angemessenen Einblick in die Gedankenwelt der beiden, so dass die Entscheidungen vom einzelnen Standpunkt aus nachvollziehbar sind, in der Kombination der beiden Personen aber des Öfteren auf lustige Weise völlig daneben sind.
Die Sprache ist präzise und gut verständlich, die Struktur zumeist chronologisch - das bietet sich an, weil ja die beiden Personen und deren Verknüpfung in verschiedenen Stadien ihres Lebens dargestellt werden. Der Stil orientiert sich an der Verfassung der Figuren und schlägt sich in der Erzählweise nieder.
2 Personen - 1 Tag - 20 Jahre 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Eine wirklich wunderschöne Liebesgeschichte! Emma und Dexter. Sie sind ja eigentlich schon ihr Leben lang füreinander bestimmt, aber Widrigekeiten, Zufälligkeiten und die unterschiedlichen Lebenswelten, in denen sie sich befinden, lassen sie lange nicht zueinander finden. Das Besondere an dem Buch ist, dass jeweils der 15. Juli ihrer beider Leben geschildert wird. Beginnend bei einer einzigen gemeinsamen Nacht nach dem College-Abschluss. Was zwischen den Jahren passiert, kann man oft nur erahnen oder ergibt sich aus einem kleinen Nebensatz. Ich kann das Buch ohne Bedenken empfehlen!
Platons Kugelmenschen 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Eine andere Dimension der Liebe, denn was Sie hier lesen ist kein Liebesroman.
David Nicholls nimmt uns in einem Zeitraum von 19 Jahren mit auf die Reise zu Dexter und Emma, das sind die Protagonisten in diesem Roman.
Wir lernen sie , gerade als sie ihren Abschluss in Englisch und Anthropologie gemacht haben, kennen. Das ist auch genau der Tag an dem die beiden sich näher kommen und Freunde werden. Es war der 15 Juli 1988, sie waren gerade 20 Jahre alt.
Ein bisschen lässt uns der Roman an Harry und Sally denken und doch ist dieser Roman ganz anders.
Dexter, gutaussehender Sohn aus vermögendem Hause mit mittelmäßigem Abschluss in Anthropologie, ist ein Experte im aufreißen von hübschen Frauen. Berufliche Ambitionen hat er dennoch keine und will sein junges Leben genießen
Er begibt sich nach dieser gemeinsamen Nacht, in der nichts passierte außer reden und küssen, auf Weltreise.
Emmas Arbeitsleben beginnt mit einem Tiefschlag, einem Job als Kellnerin bei einem ekligen Billig-Mexikaner. Sie fühlt sich todunglücklich und von der Welt missachtet.
Eigentlich will sie Lehrerin werden und Romane schreiben.
"Hier begann alles.
Hier, an diesem Tag, fing alles an.
Und dann war es vorbei. So. Bis bald also", sagte er und ging langsam rückwärts.
Das hoffe ich", sagte sie lächelnd.
Ich auch. Tschüss Em"
Tschüss Dex"
Wir sehen uns"
Machs gut. Tschüss"
So beginnt der Roman und so endet er.
Der Autor hat in 23 Kapiteln das Leben der beiden, weder kitschig noch poetisch erzählt, sondern geradlinig und konsequent.
Was sich am Anfang noch sehr lustig liest, wird zum Ende hin immer ernster und hat durchaus auch sehr traurge Einblicke in das Leben der beiden.
Und jetzt würde ich euch gern noch entführen, zu Platons Kugelmenschen. Irgendwie passend, wie ich finde.
Platons Kugelmenschen
Eines Tages wurde es den Göttern am Olymp langweilig und sie beschlossen, ein Ebenbild von ihnen zu schaffen. Dieses sollte sie amüsieren und ihnen Abwechslung in die Ewigkeit bringen.
So formten die Götter also ein Ebenbild von ihnen, mit einer großen Ausnahme: Von all den Eigenschaften die jeder einzelne besaß, nahmen sie nur das Beste: Die Gerechtigkeit der Athene, die Güte von Hera, die Liebe der Aphrodite, die Größe des Zeus, usw.
So schickten sie diese Kugelmenschen, die mit 4 Armen, 4 Beinen, 2 Köpfen, 2 Herzen ausgestattet waren, den Olymp herab, um auf der Erde, auf Mutter Gaia, Leben zu führen. Doch bald merkten die Götter, dass der Kugelmensch zu perfekt war. Er machte keine Fehler, wie die Götter es bisweilen taten, er stritt auch nie, wie das die Götter des Öfteren taten. Davon beängstigt, dass diese Leben die Götter, deren Schöpfer, einst überflügeln würden, selbst diese töten, wie es einst Zeus mit seinem Vater Chronos, und dieser mit seinem Vater Chaos tat, so trafen die Götter wieder zusammen, um einen Entschluss zu fassen. Der Kugelmensch, das Wesen, welches sie geschaffen hatten, sollte fortan nur noch als Hälfte umherirren und das ganze Leben mit der Suche nach seiner anderen Hälfte verbringen müssen.
Was soll das? 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich kaufte das Buch aufgrund einer Rezension in einer seriösen Tageszeitung.Schon das Format im Verhältnis zum Preis ließen mich hoffen, dass das Werk etwas taugt. Ich begann zu lesen und weiter zu hoffen, dass das Werk etwas taugt. Nach mehr als 350 Seiten jedoch gab ich die Hoffnung auf. Zu Ende gelesen hab ich es nur, weil ich es auf Urlaub mitgenommen hatte. Letzten Endes bleibt ein schaler Geschmack. Ein grottenschlechtes Buch, welches das Geld nicht wert ist (für mich zumindest). Langweilig bis zum bitteren Ende (wenigstens da fiel Herrn Nicholls in eine gewisse Dramatik). Man kämpft sich durch und wird nicht belohnt.
Fazit: Es gibt viele weit bessere Geschichten ähnlichen Genres, die noch dazu billiger sind (z.B. Nicholas Sparks Romane). Daher eindeutig keine Kauf-/Leseempfehlung.
Nicht hochgelobt 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich wundere mich über die herausragenden Rezensionen über dieses Buch. Es ist allenfalls gut - auch sehr gut geschrieben. Aber es zieht sich wie Kaugummi und beschreibt einen nicht erwachsen werden wollenden Dexter und seine etwas vernünftigere Freundin "Em".
Ich finde die Lobeshymnen stark übertrieben. Es ist ein gutes Buch - mehr nicht!
Man erlebt dieses Buch hautnah 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Bevor ich anfing "Zwei an einem Tag" zu lesen, hatte ich das Gefühl, dass hier eine ganz besondere Geschichte darauf wartet von mir entdeckt zu werden. Jetzt, direkt nachdem ich das Buch ausgelesen habe, bin ich vollkommen hin und her gerissen, was ich jetzt davon halten soll.
Der erste Teil des Romans hat mir ziemlich gut gefallen. Der Einstieg ist mit dem ersten wirklichen Treffen von Dexter und Emma - den zwei Protagonisten - sehr gut gewählt. Am 15. Juli 1988 verbringen die beiden 20-jährigen intensiv Zeit miteinander und man spürt es schon etwas knistern. Man merkt sofort, dass sie sich sympathisch sind und auch ein wenig schüchtern im Umgang mit dem anderen. Alles ist neu und aufregend!
Der Autor David Nicholls widmet im Laufe des Buches nun immer dem 15. Juli der darauffolgenden Jahre seine Aufmerksamkeit. Er erzählt nicht großartig was in der Zwischenzeit passiert, sondern der Leser kann es nur aus den Geschehnissen am jeweiligen 15. Juli erschließen. Dies gelingt ihm allerdings grandios, denn als Leser hat man nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben, obwohl man jedes Mal wieder in eine ganz neue Situation versetzt wird. Eins ist allen aber gemein: Es geht um Em und Dexter, Dexter und Em! Und auch wenn sie an diesem Tag nicht immer zusammen sind, so gelingt es David Nicholls doch, stets ein unsichtbares Band zwischen den beiden aufrecht zu erhalten.
Dexter ist eine Figur, die extrem polarisiert. Er arbeitet schon bald als TV-Moderator, hat zwar Talent, rutscht aber nach und nach immer weiter ab. Er trinkt zu viel, vergüngt sich mit etlichen Frauen und scheint mehr und mehr den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nun muss der Leser sich selbst fragen, wie er mit diesem Dexter klarkommt. Mich persönlich hat Dexter zwischenzeitlich ganz schön genervt, aber das hat dem Buch auch ein gewisses Maß an Aufregung gegeben, was definitiv nichts schlechtes zu bedeuten hat. Figuren müssen schließlich nicht durchgängig lieb, nett und sympathisch, sondern glaubhaft sein. Und hätte ich mich so über Dexter geärgert, wenn sein Verhalten nicht glaubhaft beschrieben wäre? Sicher nicht! Außerdem gewinnt man zum Ende hin nochmal einen ganz neuen Eindruck von ihm - man lernt eine vorher oft verborgene Seite an ihm kennen.
Der Autor von "Zwei an einem Tag" hat ein riesiges Talent dem Leser zu vermitteln, dass eine Geschichte tatsächlich passiert oder so hätte passieren können. Er wiegt herrlich unaufgeregte Phasen im Buch wunderbar mit temporeichen, gefühlsduseligen oder auch aufregenden Passagen ab. Langweilig wird es hier ganz sicher nicht und schneller als er denkt, ist der Leser von "Zwei an einem Tag" auch emotional an die Geschichte gebunden. Dass dabei nicht nur Wohlgefühle hervorgerufen werden, macht das Buch so echt!
Emma nimmt im Gegensatz zu Dexter eher den bodenständigen Part ein. Sie will Autorin werden, sichert sich aber vorher ausreichend ab und ist insgesamt ein sehr sympathischer Mensch, wobei sie teilweise auch mit recht großen Erwartungen an ihre Mitmenschen - speziell Dexter - herangeht. Gerade für jemanden wie Dexter, der gern einmal etwas zu weit geht, ist es folglich nicht immer leicht, sich in Emmas Gegenwart passend zu verhalten. So ist die Geschichte der beiden ein ständiges Hin und Her, dabei aber nie langweilig und wie das Ganze ausgeht, soll hier nicht verraten werden.
Ein 08/15 Ende darf man hier allerdings keinesfall erwarten. Der Autor hat sich hierfür etwas ganz besonderes einfallen lassen. Auf den letzten 50-60 Seiten von "Zwei an einem Tag" war mir danach zumute, dass Buch mit voller Wucht an die Wand zu werfen und zugleich konnte ich keine Sekunde aufhören zu lesen. Da brodelt es richtig in einem und man merkt, dass David Nicholls es wirklich versteht, den Leser in eine Geschichte einzubinden. Selten zuvor überkamen mich bei einem Buch so viele Gefühle auf einmal!
Wer sich eine Liebesgeschichte in typischer Wohlfühlmanier wünscht, der ist hier falsch. Selbstverständlich bieten die etwa 550 Seiten des Buches auch etliche Momente des Glücks und Wohlgefühls, doch man sollte sich definitiv auf andere Emotionen einstellen und einlassen können. Sicher ist, dass dem Autor hier ein außerordentlich belebendes Buch geglückt ist, das den Leser durch sein unglaublich realistisches Wirken in seinen Bann zieht.
Wundervoll realistisch, bedeutsam zärtlich und unglaublich rührend 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich hab das Buch gelesen, nach dem ich es mir schon lange vorgenommen hatte. Ich bin die Art Frau, die großen Wert auf Kitsch liegt und es leugnet, aber in diesem Buch ist das Leben so anschaulich beschrieben, die Liebe so klar vor Augen geführt, dass man sich absolut sicher ist, dass könnte meine Geschichte werden. Wir alle haben oder werden noch diese Angst vor der Zukunft und vor dem Versagen erleben, doch egal wie das Leben spielt, dieses Buch könnte eine kleine Anleitung dafür werden.
Es ist wundervoll. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und kann nur allen sagen, lest es und lebt die Liebe und liebe das Leben. Denn man kann beides an einem Tag verlieren.
Toll ! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Und es gibt sie eben doch, die Liebe fürs Leben.... Zwei an einem Tag ist eine wunderbare, nicht-kitschige, aber dennoch sehr bewegende Liebesgeschichte über zwei, die füreinander bestimmt sind. Eine kurzweilige Lektüre in schöner Sprache für Frau und Mann.
ein lesenswertes Buch 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Das Buch "Zwei an einem Tag" hat mich erst nach ein paar Seiten in seinen Bann gezogen, dafür dann aber nachhaltig!
Ich finde die Entwicklung der beiden Hauptfiguren ziemlich glaubwürdig und auch berührend.
Vor allem kommt der Humor nicht zu kurz. In vielen Szenen kann man sich, ich glaube egal ob Mann oder Frau, wiederfinden. Die überraschende Wende gegen Ende hat mir gefallen.