Bei den Brunettis zu Gast: Rezepte von Roberta Pianaro und kulinarische Geschichten von Donna Leon
Donna Leon
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Bei den Brunetties zu Gast 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Das Buch ist aeusserst unterhaltsam und sehr zu empfehlen. Bei den Brunettis zu Gast: Rezepte von Roberta Pianaro und kulinarische Geschichten von Donna Leon
Endlich echt italienisch! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Endlich ein Kochbuch, das echte italienische Rezepte bringt.
So lange habe ich nach etwas gesucht, das nicht Lasagne bolognese, Ossobucco usw. enthält, sondern das, was man abseits der touristisch ausgetrampelten kulinarischen Pfade findet. Zugegebenermaßen für den deutschen Gaumen etwas olivenöllastige Gerichte, aber für den Anhänger echter italienischer tomatenmark- und geschmacksverstärkerfreien Küche ein absolutes Muss!
Ich bin mit einem Magen verheirated. (Paola Brunetti) 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Wer bei der Schilderung Paola Brunettis Kochkunst Hunger bekommt, kann dieses Zitat durchaus verstehen.
Beim Lesen der Brunetti-Krimis bekomme ich grundsätzlich Appetit auf die in den Romanen von Paola (Brunettis Ehefrau) gekochten Gerichte. In diesem Buch werden die im Übrigen recht einfach zu bereitenden, äußerst leckeren Gerichte mit den entsprechenden Stellen der Romane verknüpft. Sehr appetitanregend und gelungen. Dazu kommen einige Anekdoten von Dona Leon, z.B. über die nicht vorhandenen Kochkünste Ihrer Mutter.
Eine vergnügliche Lektüre nicht nur für Brunetti-Fans, die die Vorzüge italienischer Kochkunst schätzen.
Kochbuch oder kulinarische Geschichten mit Rezepten? 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Als Fan von Donna Leon und ihren (verfilmten) Geschichten um Commissario Brunetti hatte ich das "Kochbuch" - in manchen kulinarischen Zeitschriften schon angekündigt - bereits vorbestellt. Als ich es dann in den Händen hielt, war ich doch ziemlich enttäuscht. Ein kleines Büchlein, ganze 18,8 cm groß (noch nicht einmal DIN A5-Format) mit kulinarischen Geschichten von Donna Leon und ergänzenden Rezepten ihrer Freundin Roberta Pianaro. Eine leichte, nett zu lesende Lektüre um Brunetti und seine Frau Paola, die Rezepte einfach, kurz, bodenständig und ohne viel Brimborium. Aber kein Foto, kein einziges Foto in diesem 288 Seiten umfassenden Buch. Für meinen Geschmack gehören zu einem Kochbuch auch ein paar Fotos, die die Sinne anregen, verführerisch und so appetitlich sind, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Ein Kochbuch soll nicht nur Rezepte liefern, sondern auch zum Nachkochen anregen. Ganz ohne Fotos fehlen mir doch etwas die Phantasie und die Lust, das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Aber das ist sicherlich auch Geschmacksache.
Rezepte und kulinarische Geschichten 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Italien ohne Essern - unmöglich.
Kommissar Brunetti ohne Italien - unmöglich.
Kommissar Brunetti und italiensches Essen - eine geniale Kombination!
Donna Leon hat mit Ihren Klassikern der Literatur wohl ganz Italien ein Denkmal gesetzt und dabei dem Genre der Kriminalromane ebenfalls ein Denkmal gesetzt und einen weiteren Helden beschert. Mit BEI BRUNETTIS ZU GAST von Roberta Pianaro & Donna Leon kombinieren wir leicht und ganz ungezwungen italienische Küche und Rezepte mit den deftigsten und herbsten Fällen des großen Kommissars und stoßen dabei auf interessante Details im Leben der Brunettis und ihrer Gäste.
Das Buch BEI BRUNETTIS ZU GAST von Roberta Pianaro & Donna Leon lädt ausgiebig zum schmökern und darin stöbern ein, man blättert durch die Seiten, bleibt bei Carne, dem Fleisch hängen und durchsucht die Dolci, die Süßigkeiten und träumt sich von einem Fall in den nächsten.
Die Küche Paolas zeigt uns auf wo und wie Venezien kocht, was dort gegessen wird und wie man seine Gäste bei Tische hält. Zudem ist es eine Offenbarung an Tradition und Gastlichkeit und eine der schönsten Visitenkarten Italiens, wenn man so viel Liebe auf dem Teller offeriert bekommt.
Sechs schöne Geschichten aus der Feder von Donna Leon und zudem einige sehr hübsche Illustrationen von Tatjana Hauptmann verführen uns von Rezept zu Rezept zu springen, die Hektik der Welt zu vergessen und auch einmal Platz zu nehmen bei Paola und Kommissar Brunetti, um die Hektik der Welt zu vergessen und sich ganz und gar von der italienischen Küche gefangen nehmen zu lassen.
Empfehlenswert!
Ein Buch, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt - eine schöne Ausgabe des Diogenes Verlags 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Der Lübbe Verlag, bei dem seit Jahren die Kriminalromane Andrea Camilleris erscheinen, die ebenso voll sind von kulinarischen Beschreibungen wie die Bücher von Donna Leon über den Commissario Brunetti aus Venedig, hat es vor einigen Jahren schon mit einem Buch vorgemacht:
"Martina Meuth, Bernd Neuner-Duttenhofer, Andrea Camilleris Sizilianische Küche. Die kulinarischen Leidenschaften des Commissario Montalbano", dieses Buch erschien 2005 und war mit einem Vorwort des alten Krimiautors versehen.
Auch der Diogenes Verlag hat sein vorliegendes Buch mit einem Vorwort von Donna Leon ausgestattet. Ähnlich wie das Lübbe-Buch, das mit zum Teil längeren Zitaten aus dem Motnalbano-Romane aufwartete, in denen die dann in Rezepten vorgestellten Speisen vorkamen, zeichnet sich auch das vorliegende Diogenes- Buch dadurch aus. Zusätzlich allerdings hat Donna Leon viele "kulinarische Geschichten" neu geschrieben und die Herausgeber des Buches haben die Speisen geordnet nach dem normalen Gang eines italienischen Mahls, beginnend mit den Antipasti und endend mit den Dolci.
91 Rezepte sind so zusammen gekommen in einem handlichen, wunderbaren Buch, das nicht nur für alle Brunetti - Liebhaber ein Muss ist, sondern für die Freunde der italienischen und speziell der venezianischen Küche wahre Schätze bereithält, die so beschrieben sind, dass man sie auch bei uns gut kochen kann.
Ein literarisches Kochbuch. Eine tolle Idee! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Als begeisterte Hobbyköchin und langjährige Leserin von Donna Leons Krimis, die ich nicht zuletzt wegen der subtilen atmosphärischen Beschreibungen schätze, habe ich seit Monaten dem Erscheinen des Buches "Bei Brunnetti zu Gast" entgegengefiebert.
Dieses Buch enthält 91 Rezepte von Leons Lieblingsköchin Roberta Pianaro, die diese den Gerichten, die Paola in den Brunetti-Romanen kocht, nachempfunden hat.
Jeder, der die Brunetti-Romane gelesen oder die Verfilmungen im Fernsehen gesehen hat, weiß dass die hochgebildete Ehefrau des Commissarios Brunetti Hochschullehrerin, aber auch eine leidenschaftliche Köchin ist. Damit ist Paola eine Frau nach meinen Geschmack, weil sie keinen Widerspruch darin sieht, intellektuell zu sein und zeitgleich praktisches Können wie etwa Kochen zu kultivieren. Paola macht deutlich, wie vielseitig eine Frau sein kann, wenn sie sich nicht verschubladen lässt.
Gewiss wird es Neider geben, die sich vollmundig darüber echauffieren werden, dass Leon durch dieses Buch ein neuer kommerzieller Coup gelungen ist und sie werden mit Sicherheit wortreich auf das Buch draufhauen, ohne sich wirklich mit dem Inhalt, den guten Rezepten, den kurzweiligen, kleinen Geschichten und dem Konzept des Buches auseiandergesetzt zu haben. Das ist sehr schade.
Leon hat eine große Fangemeinde. Für viele, die das Buch kaufen werden, ist es möglicherweise das erste Kochbuch in ihrem Bücherschrank und als solches vielleicht der erste Anstoß in der Küche aktiv zu werden. Ein erfreulicher Gedanke.
Die mediterranen Rezepte sind untergliedert in: Vorspeisen, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und Nachspeisen. Es sind unkomplizierte Rezepte, die auch von Anfängern problemlos zubereitet werden können, nicht zuletzt, weil sie sehr gut strukturiert und intellektuell leicht nachzuvollziehen sind. Die hübschen, farbigen Zeichnungen von Tatjana Hauptmann, die dem ein oder anderen Rezept beigefügt worden sind, bilden das Tüpfelchen auf dem i der im Buch präsentierten kullinarischen Lust.
Den einzelnen Kapiteln sind allgemeine Information zu den Speisen vorangestellt. So liest man beispielweise: "Seit Urzeiten gibt es in Venedig die "Cicheti", kleine Häppchen, bei deren Anblick einem das Wasser im Mund zusammenläuft und die in zahllosen Osterien angeboten wurden, eine Tradition, die schon verlorenzugehen drohte. Doch Gott sei Dank erlebt sie seit einiger Zeit eine Renaissance. Wenn man heutzutage eine tradionelle Osteria mit Weinausschank betritt, findet man auf dem Tresen eine endlose Reihe von Tellern und Tellerchen mit Köstlichkeiten jeder Art....."
Neben den allgemeinen Informationen und den delikaten Rezepten Pianaros kann man sich sechs, sehr gut geschriebener, kulinarischer Kurzgeschichten und einer Vielzahl kleiner Textauszüge aus Leons Büchern, die Bezug aufs Kochen nehmen, erfreuen.
Ein gelunges Buch, dass mehr als bloß einen Sinn zu befriedigen vermag! Was will man mehr?
Wenn Sie noch nicht wissen, was Sie heute auf den Tisch bringen sollen, empfehle ich Ihnen Brunettis Lieblingspasta zuzubereiten: " Penne Rigate mit Tomaten, Zwiebeln, Speck und Peperoncino":
350 g Penne rigate
150 g milder, luftgetrockneter Speck (pancetta), gewürfelt
600 g reife Tomaten
100g Zwiebeln, in Scheiben
2 Peperoncini, zerkleinert
2 Rosmarinzweige
1 Lorbeerblatt
10 Esslöffel Olivenöl extravergine
Salz
1 Glas trockener Weißwein
50 g geriebener Parmesan
Pianaro empfiehlt: "Olivenöl in eine große beschichtete Pfanne geben, Zwiebeln, Rosmarin, Peperoncini und eine Prise Salz zugeben und mit ein wenig Wasser so lange anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig werden, nicht anbrennen lassen. Dann die gewaschenen, abgezogenen und kleingeschnittenen Tomaten zufügen und zu einer cremigen Sauce einkochen, dabei ab und zu ein wenig Wein angießen und mit Salz abschmecken. Während die Penne kochen, die Speckwürfel mit dem zweiten Rosmarinzweig und dem Lorbeerblatt in einer kleinen Pfanne auslassen. Die Pasta abgießen, in die Tomatensauce schütten, den ausgelassenen Speck darübergießen, mit Parmesan bestreuen, gut umrühren und servieren."
Guten Appetit!:-))