Menschen führen - Leben wecken

Anselm Grün

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Seine Mitte finden und von innen heraus strahlen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein tolles Buch zur inspiration des positiven Denkens und der Lebensführung. Die Ent-Stressung - also praxisnahe Entspannung - habe ich in dem Buch Autogenes Training: in Phantasiereisen gefunden.

Ganz hervorragendes Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich hatte zuvor noch nie etwas von Anselm Grün gelesen. Diese Buch war eine Wohltat. Besonders hat mir gefallen, daß hier die Achtung der Kollegen, die Leistung jedes Einzelnen dem Leser bewußt werden soll. Wäre schön, wenn wir alle danach handeln würden.

Viel Wahres - doch noch weit entfernt      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Da ich dieses Buch las, nickte ich innerlich zu fast allen Gedanken, Ideen, Motiven und Leitsätzen. Der heilige Benedikt gibt durch seine Lehre, die der Autor ausarbeitet und Beispiele aus der heutigen Zeit bringt, die Struktur des Buches vor. Wo es passt, wird diese Lehre mit Literatur neuer Zeit und aus der Praxis gespickt.

Blicke ich jedoch auf die Führungskräfte in meiner Umgebung, auf das gesellschaftliche Verständnis und das Verständnis einzelner vom Führen und auf den geringen Anspruch bezüglich der damit verbundenen Aufgaben, muss ich feststellen, dass die in diesem Buch vorgestellten Ideale noch sehr weit entfernt sind - leider. Es zeigt einen Weg, eine Vision oder ein Ideal, nach dem es sich zu streben lohnte - nicht aber konkrete Methoden oder Lösungen für akute Probleme. So bleibt es in vielen Themen auf einer abstrakten, allgemeingültigen Ebene und vermeidet (anstrengende, und für dieses Thema unnütze) akademische Wahrheitsfindung.

Einzig die gelegentlich holprige Sprache, in kurzen Sätzen und ein bisschen umgangssprachlich, könnte man gegen das Buch anführen.

Wie bitte? Wirtschaftsethik! Spirituelle Unternehmenskultur! Das soll funktionieren?      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wenn sie sich gerade diese Frage stellen, genau dann sollten sie dieses Buch lesen! Sie werden nicht nur staunen, sondern erkennen was in ihrer Firma falsch läuft. Sie werden mit dem Buch lernen in "Menschen zu investieren und davon wird ihre Firma einen großen wenn nicht sogar den größten Nutzen ziehen! Dieses Buch ist keine Fehlinvestition, sondern macht sich bei entsprechender Umsetzung sofort bezahlt. Auch ihre Mitarbeiter werden es ihnen danken!
Dieses Buch richtet sich nicht nur an Firmeninhaber, sondern auch an alle die eine Führungsaufgabe haben, z.B. Eltern die ihre Kinder erziehen.

Zum Inhalt des Buches:
1. Die Eigenschaften des Verantwortlichen:
Grün greift auf die Regeln des Heiligen Benedikt für das Kloster zurück und erklärt diese so, dass diese Regeln auch überall anwendbar sind:
"Als Leiter des Klosters (Cellerar) wählt man einen aus der Gemeinschaft, der erfahren ist, von reifen Charakter,
nüchtern und kein Vielesser, nicht hochmütig, nicht aufgeregt und nicht grob, nicht langsam, und nicht verschwenderisch, sondern gottesfürchtig. Er sei der gesamten Gemeinschaft wie ein Vater."
Jeder dieser Punkte wird besprochen, wobei er zunächst genau das gegenteilige Verhalten beschreibt, um einem damit noch klarer zu machen, was in dem eigentlichen Merkmal der Führungsperson stecken sollte.

Ein kleines Beispiel: Der Cellerar soll kein "Vielesser" sein. Beim Essen wird uns oft genug deutlich, daß ein Tier in uns steckt. Wir essen einfach in uns hinein. Wer das Essen in sich hineinschlingt, der ist nicht in Berührung mit dem was er ißt. Wer die Speisen in sich hineinschlingt, der wird auch Menschen "versschlingen" und für sich benützen. Mit seiner inneren Unzufriedenheit wird er die Mitarbeiter anstecken. Er wird blind für die eigentliche Aufgabe des Führens und für seine Verantwortung für die Gesellschaft....

2. Die Weise des Führens:
- Sorgfalt
- Achtsamkeit
- An den guten Kern im Menschen glauben
- Nicht betrüben
- Nicht verachten

3.Leitung als Dienst:
- Auf die eigene Seele achten
- Der spirituelle Weg der Hingabe
- Dem Leben dienen
- Kreativität wecken
- Heilen
- Zeichen der Zeit erkennen
- Verantwortung übertragen
- Verantwortung für die Gesellschaft
- Leiten als Erziehungsaufgabe
- Gastfreundschaft
- Verantwortlich vor Gott

4. Umgang mit Dingen:
- Erfurcht vor dem Besitz
- Mit Geld dem Menschen dienen
- Die Freiheit gegenüber dem Geld
- Phantasievoller Umgang mit Geld

5. Der Umgang mit den Menschen:
- Ein gutes Wort
- Sich nicht in alles Einmischen
- Informationen weitergeben
- Wertschätzung
- Nicht verärgern
- Die Seele beflügeln
- Leben mehren
- Nicht überfordern
- Die Menschen lieben
- Arzt sein
- Die eigene Gebrechlichkeit
- Mit der Wahrheit konfrontieren
- Mit dem Herzen denken
- Angst lähmt- Liebe belebt
- Das richtige Maß verwirklichen
- Ohne Eifersucht und Argwohn
- Unterscheiden und Maß halten
- Ausgleich zwischen Starken und Schwachen

6. Die Sorge für sich selbst

7. Das Ziel des Führens-
Spirituelle Unternehmenskultur!

Ganz aktuell zur Reflektion geeignet - ein Managerbuch      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Anselm Grün stellt die Anforderungen an Manager dar. Grundlage seiner Ausführungen sind die Regeln der Benediktiner. Obwohl Anselm Grün selbst Benediktinermönch ist, schaffte es es auf eindrückliche Weise aufzuzeigen, dass diese Regeln auch im weltlichen Bereich des Unternehmensmanagements sehr hilfreich sein könnten. Das Buch bringt einem dazu, zu reflektieren, inwiefern man diesen Regeln gerecht wird und sein will.
Urteil: Insgesamt eine sehr lohnende Lektüre, gut zu lesen und keine bisschen weltfremd. Anders als unsere Bankmanager.

Gegen den Mainstream      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Unzählig sind die Bücher zum Thema Führung & Führungskräfteentwicklung. Oft sind sie jedoch mechanistisch oder,g wie Grün es ausdrückt, bei vielen gehe es mehr um die Methoden als um die Voraussetzungen des Führens. Er selbst konzentriert sich in seiner Darstellung zunächst auf die Person, die eine Führungsaufgabe übernimmt, ihre Haltung, ihre Selbstreflektiertheit, ihr Verständnis vom Sinn und der Verantwortung des eigenen Tuns und erst später auf konkrete Handlungsfelder.

Grundsätzlich stellt er dem Ziel der Gewinnmaximierung von Unternehmen das des guten Wirtschaftens gegenüber. Das ,gut' bezieht sich dabei auf die Menschen im Unternehmen und der Gesellschaft sowie den verantwortungsvollen Umgang mit den Gütern, die einem anvertraut sind. Er geht davon aus, dass ein gut geführtes Unternehmen den Menschen im Fokus haben muss - jede/n einzelne/n Mitarbeiter/in, die ,Starken' und die ,Schwächeren'. Es gilt, die Arbeit so zu organisieren, dass die Aufgabe optimal zum Einzelnen passt, dass Menschen sich mit ihrer Arbeit wohl fühlen, sie sich als Persönlichkeit entfalten und ihre Fähigkeiten entwickeln können. Wenn Mitarbeiter/innen sich mit ihrem Unternehmen, ihrer Aufgabe identifizieren, Sinn in dem finden, was sie tun, sich wohl fühlen an ihrem Arbeitsplatz, Anerkennung und Gestaltungsfreiraum bekommen und am Erfolg der Gemeinschaft teilhaben können, stellen sich andere wichtige Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens ebenfalls ein - hohe Verantwortung des Einzelnen, kreative Lösungsfindung für Probleme, guter Umgang mit Kunden und Lieferanten, Flexibilität, Innovationskraft etc.

Interessant ist es, wie er alte benediktinische Regeln zum Thema Führung in Verbindung setzt mit Beispielen der heutigen Unternehmenspraxis. Klar ist, dass bei diesem Autor Führung auch eine spirituelle Dimension hat. Die Sprache ist einfach und nicht zuletzt durch die Anbindung an Ausführungen des Ordensgründers Benedikt deutlich von anderen Führungsbüchern unterschieden (hier ist nicht von Humankapital, Changemanagement oder Mitarbeiterbeurteilung die Rede sondern von Menschen, Seele, Mut, Wertlosigkeit, Leidenschaften, Bedürfnissen, Schatten...) Auch wenn man diese Sprache nicht gewöhnt ist, kann ich mir gut vorstellen, dass dieser Band gleichermaßen inspirierend für Menschen mit und ohne religiösen Hintergrund ist. Er stellt den Sinn des Handelns in den Mittelpunkt: Was tun wir wie für wen und warum? Dieser grundsätzliche Ansatz verändert nicht nur die Perspektive auf Führungskräfte sondern auch auf Unternehmen und ihre Politik.

Unabdingbar für Führungskräfte, Personalverantwortliche ...      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
...und solche, die es werden wollen. Mancher wird denken: Was will uns ein Mönch, der hinter dicken Klostermauern lebt, schon zu diesem Thema sagen könnten? - Eine ganze Menge:

Pater Dr. Anselm Grün hat sowohl Theologie als auch Betriebswirtschaft studiert und ist seit 1977 Cellerar (d.h. wirtschaftlicher Leiter, oder modern: Geschäftsführer) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach bei Würzburg. Er ist in dieser Funktion verantwortlich für die 20 Klosterbetriebe mit über 300 Mitarbeitern. Des Weiteren leitet er das Recollectiohaus, ein Haus für Priester und Ordensleute in Krisensituationen. 'Nebenbei' schreibt der Bücher zu vielen Lebensthemen, hält durchschnittlich jedes zweite Wochenende ein Seminar und bis zu vier Abendvorträge pro Woche.

Dies zeigt, dass Pater Anselm kein weltfremder Idealist ist, der von einem Elfenbeinturm herab die Menschen belehrt. Nein, er steht mit beiden Beinen fest im Leben. Dies sind wohl auch die Gründe, weshalb ihn Daimler-Chrysler, div. Kreditinstitute und innerkirchliche bzw. kirchennahe Organisationen regelmäßig zu Mitarbeiter- und Führungskräfteschulungen einladen bzw. zur Durchführung derselben in die Abtei kommen.

Ein äußerst spaßiges Bild, das Pater Anselm im Zusammenhang mit Personalführung und dem Zwang zum Profit verwendet ist folgendes: Eine Führungskraft, die lauter 'Bewunderungszwerge' um sich herum braucht, muss sich nicht wundern, wenn das Unternehmen nicht floriert. Von Zwergen könne man schließlich keine allzu großen Leistungen erwarten.

Mein Resümee: Kaufen - lesen - verinnerlichen!

Ergänzende Literatur, die man im weiteren Sinne zu diesem Themenbereich hinzurechnen kann, sind Pater Anselm Bücher 'Leben und Beruf - eine spirituelle Herausforderung', 'Grenzen setzen - Grenzen achten' (zusammen mit Maria-M. Robben), 'Führen mit Werten - Coaching Kompaktkurs' und 'Spirituell führen mit Benedikt und der Bibel' (Friedrich Assländer als Co-Autor).


Tiefgründige Führungsinspirationen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Auf der Grundlage seines weltanschaulichen Hintergrunds gibt Pater Anselm Grün einen exzellenten Einblick in die Welt des Führens. Der Aspekt der Verantwortung der Führungsaufgabe wird besonders deutlich gemacht. Sehr inspirierend und kurzweilig geschrieben. Diese Kompaktanleitung unterscheidet sich wohltuend von den gängigen langweiligen Führungsbüchern, die fast alle das Gleiche erzählen. Einsteiger und Fortgeschrittene können gleichermassen von diesen Führungsinspirationen profitieren

Pflichtlektüre      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Es gibt wenige Bücher, die wirklich lesenswert sind. Dieses Buch gehört dazu. Pflichtlektüre für alle Führungskräfte und die, die es sein wollen. Mein erstes Buch von Anselm Grün.

Schlüssel zur Schatztruhe menschlicher Begabungen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Anselm Grün leitet persönliche Voraussetzungen des Führens aus den Regeln des heiligen Benedikts ab. Mit Werten führen beinhaltet für ihn:
- reif an Erfahrung und dennoch bescheiden sein
- demütig sein (sich nicht für unfehlbar halten)
- gerecht sein (ohne andere zu verletzen)
- entscheidungsfreudig und sparsam sein
- gottesfürchtig sein (statt sich über alles zu setzen)
- wie ein Vater sein (Menschen das Rückgrat stärken)
Führen beginnt damit, auf sich selbst zu achten. Wer zu hohe Ideale hat, läuft Gefahr sich selbst und damit meist auch einige Mitarbeiter aufzuopfern. Langfristig scheitern solche schnelllebigen Karrieren oft daran, dass mit dem vermeintlichen "Unkraut" auch die Saat ausgerissen wird. Was über Jahre hinweg liebevoll aufgebaut wurde, gerät in den Strudel heillosen Ehrgeizes. Das Gegenmittel sind die Charaktereigenschaften einer reifen Persönlichkeit. Darin liegt der Schlüssel zu den wahren Begabungen eines Mitarbeiters verborgen, dass die Quellen seiner inneren Kräfte geweckt werden.
Anselm Grün spricht von "spiritueller Unternehmenskultur" und meint damit, Menschen in einer Krise zum aufrechten Gang zu verhelfen, ihren Horizont zu weiten, ihnen Freude an ihrer Arbeit zu vermitteln. Mit Führungs-Spiritualität läßt sich das noch im Verborgenen schlummernde Leben in den Menschen wecken.

In einem Zitat von St. Exupéry geht es darum, die "Sehnsucht nach dem weiten Meer zu wecken" (statt nur Materialien und Werkzeuge für den Schiffsbau zu liefern). Anselm Grün gelingt es,
Führungskräfte für ein "Mehr an Weite" bei der eigenen Persönlichkeit und für die der Mitarbeiter zu inspirieren.


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