Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie
Barack Obama
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Überladen 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Die charismatische Ausstrahlung von Obama kommt auch in diesem Buch gut rüber.
Allerdings haben mich seine Ausführungen überladen, so dass mir der Überblick verloren ging.
Faszinierend 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Barak Obama beschreibt die Geschichte seiner Familie. Darum geht es in diesem Buch- und um die Probleme der Farbigen, mit der aufgezwungenen Welt der Weißen zurechtzukommen und seinen Platz zu finden. Er beschreibt die Spurensuche genau und sehr persönlich. Der Leser erfährt viel Neues über die Zerrissenheit der Farbigen in den USA und über das Leben in Kenia. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und meinen Horizont erweitert.
Allerdings ärgere ich mich über den deutschen Titel, wie so oft bei Übersetzungen. Das Buch heißt "Dreams from my Father" - wie um alles in der Welt kann man das mit "Ein amerikanischer Traum" übersetzen? Der Vater war Kenianer und nur zum Studieren in den USA. Da hat wohl ein Verleger gemeint, ein bisschen aktueller werden zu müssen - das wird dem Buch nicht gerecht.
so lala 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Meiner Meinung nach ist Barack Obamas Autobiographie ein bisschen zu langatmig gehalten. Man kann kaum die Motivation aufbringen, wirklich weiterzulesen, was eigentlich sehr schade ist. Denn im Grunde hat das Buch, wenn man sich denn bis zum Ende durchgerungen hat, eine interessante Botschaft und der Mensch Obama kommt einem deutlich näher.
Tiefgehend und authentisch! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dies ist eine authentische, kluge und tiefgehende Geschichte einer Selbstfindung, die mir allen Respekt abverlangt. Obama bescheibt, wie er seine beiden Herkunftswelten in sich selbst erlebt, klärt, versöhnt, vereint. Und dies in aller Offenheit und nicht in Selbstbeweihräucherung.
Auch mein Vater war nicht-europäischer Student in Deutschland in den 1970ern und ging zurück in sein Land. Ich habe viel wiedererkannt an Auseinandersetzung mit dem eigenen Fremdsein, in einem Land, zu dem man sich eigentlich 100%ig zugehörig fühlt, wären da nicht "die anderen", die dies ganz anders sehen.
Barack Obama hat diese "binationale" Lebe- und Erfahrungswelt außergeöhnlich treffend beschrieben. Aus meiner Sicht ist dies ein mutiges, ehrliches Zeugnis eines interessanten Lebenweges - beeindruckend und lesenswert, egal ob Barack Obama Präsident oder Friedensnobelpreisträger ist oder nicht.
Die Suche nach dem unbekannten Vater 4 von 5.00 Punkten
Verfasser In diesem ursprünglich 1994 verfassten Buch erzählt Barack Obama Teile seiner Lebensgeschichte. Er schreibt von der Suche nach seiner Identität in einem immer noch sehr rassistisch geprägten Amerika. Diese Suche wird nicht nur dadurch erschwert, dass er eine weiße Mutter und einen schwarzen Vater hat, sondern v.a. dadurch, dass er seinen Vater kaum kannte. Daher baute er sich lange Zeit einen Mythos auf (so erklärt sich auch der Titel des Buches), der zerstört wird, als er von seiner Halbschwester die Wahrheit über das Leben seines (mittlerweile verstorbenen) Vaters erfährt.
Die Suche führt ihn nach Chicago, wo er sich mit Hilfe der Kirchen für bessere Lebensbedingungen der haupstächlich schwarzen armen Bevölkerung engagiert. Ebenso erfährt der Leser von seinen ersten Treffen mit seinen in Afrika aufgewachsenen Halbgeschwistern Auma und Roy sowie von seiner ersten Reise nach Kenia, dem Heimatland seines Vaters. Es wird deutlich, wie sehr die Suche nach seinem Vater sein Leben und seinen Werdegang geprägt hat.
Zwar handelt es sich nicht um ein politisches Buch, jedoch wurden Barack Obamas politische Einstellungen sehr durch seinen Lebensweg geprägt. Wer viele Kulturen kennengelernt hat (er lebte zeitweilig auch in Indonesien), direkt mit Diskriminierung und Armut konfrontiert war, sieht die Welt differenzierter als viele seiner Politikerkollegen. Entstanden ist ein sehr lesenswertes und spannendes Buch, in dem man den Menschen Barack Obama besser kennenlernt. Einzig das Kapitel über seinen Besuch in Kenia geriet mir teilweise aufgrund der Vielzahl der dort vorgestellen Verwandten ein wenig zu unübersichtlich. Dennoch erfährt der Leser gerade in diesem Kapitel viel Wissenswertes über die Geschichte Afrikas.
Aussagekräftig und entlarvend 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Als ich Barack Obamas "Ein amerikanischer Traum" als Taschenbuch kaufte, dachte ich eigentlich, dass ich nicht viel mehr erwarten dürfte als bei Bill Clintons Biographie, die ich als sehr gestelzt und geschönt empfand. Ich hatte nicht daran gedacht, dass Obamas Buch schon lange vor seiner Wahl zum Präsidenten bzw. seiner us-weiten Bekanntheit geschrieben worden ist. Und glücklicherweise für den Leser hat auch Barack Obama damals noch nicht daran gedacht. Wohl deshalb gibt er Einblicke in die Gefühlslage eines farbigen US-Bürgers, die er später wohl so nicht mehr gegeben hätte. Vor allem zeigt er, wie fragil und oberflächlich es ist, die verschiedenen Gruppierungen im Melting-Pot als "Amerikaner" zu bezeichnen. Selbst Aufstieg und gesellschaftliche Anerkennung führen anscheinend nicht weg von der auf "Rasse" begründeten Definition und Selbstdefinition.
Es ist erstaunlich, dass jemand mit diesem bekannten Hintergrund einen solchen Sprung geschafft hat. Ob es an der verzweifelten politischen und finanziellen Lage in den USA liegt oder daran, dass dort nicht mehr allzu viele Leute lesen ? Anscheinend lag aber auch den verschiedenen Massenmedien nicht daran, aufzuzeigen, dass "Barack Hoffungsträger" mindestens genau so deutlich "Barack schwarzer Aktivist" ist.
Alles in allem ein Buch, das vielleicht deutlich mehr sagt, als es dem Autor heute lieb ist. Für den Leser liegt darin der Wert.
ein prima Geschenk 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich habe das Buch selbst gelesen und berreits 2-mal verschekt.
Das war eine gute Idee und alle haben sich gefreut.
Sehr gutes Buch was sich auch leicht lesen lässt! 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Normalerweise lese ich keine Biographien( Bzw: Es ist ja auch nicht eine Richtige Biographie!) Man erfährt viel über Obamas Leben: Seine Vorfahren, Eltern, Brüder, Seinen frühereren Arbeiten. usw.
Ein sehr gelungenes Buch, ausser das ich finde manche Seiten zu lange geworden sind!
Wer sich über das Phänomen-Obama intressiert und wissen will, was Obama für ein Mensch ist der kommt an dieses Buch nicht vorbei!
Top 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Der Autor hätte Schriftsteller vom Beruf sein können. Bestimmt langweilt er sich als Regierungschef USA.
Was ist die Form betrifft, kann ich die deutsche Fassung nur loben. Ich habe das Buch auch in Französisch, wobei ich gestehen soll, dass mir das Design der deutschen Version am meisten faszniert hat.
Interessanterweise ist das Buch vor der Prensidentenschaft erschienen. Deswegen kann man dadurch Obama näher kennenlernen.
Absolut lesenwert 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Barack Obama's Buch ist absolut lesenswert. Es beschreibt die Kindheit Obamas, die Arbeit in Chicagos Vorstädten, und den Besuch in Kenia, bei dem Obama seine Identität findet.
Auch wenn Obama nicht zum US-Präsidenten gewählt worden wäre, wäre das Buch äußerst interessant, weil ich zum ersten Mal gesehen habe, worin die Schwierigkeit der schwarzen Bevölkerung in den USA besteht: Selbst wenn sämtliche Diskriminierung in den USA aufgehoben würde (auch die unsichtbare), so wären die USA doch eine weiße Gesellschaft, von Weißen für Weiße gemacht. Die Schwarzen müßten sich anpassen, und das wollen sie nicht, vielmehr wollen sie ihre eigene schwarze Gesellschaft. Das war für mich die überraschende Hauptaussage des Buches. Auch die Tatsache, daß Obama, der 50% weiß ist, sich zu 100% als Schwarzer sieht, war überraschend, aber wahrscheinlich nur eine Reaktion auf die Haltung der anderen Menschen, die ein Mischling in den USA tagtäglich erlebt.
Die Tatsache, daß der damals unbekannte Autor nun US-Präsident ist, macht die persönlichen Details noch viel interessanter. Überrascht war ich über den unsteten Lebenswandel von Obamas Eltern. Der Vater hatte 6 Kinder mit 4 verschiedenen Frauen (wovon 2 Kinder evtl. gar nicht von ihm stammen), die Mutter hatte 2 Kinder mit 2 verschiedenen Männern (wobei nie von Scheidung gesprochen wird). Durch die westlich monogam geprägte Brille würde man solche Verhältnisse als "Sodom und Gomorrha" betrachten, doch für Afrikaner und insbesondere afrikanische Moslems scheint das normal zu sein, und alle Halbgeschwister verstehen sich blendend, auch wenn sie sich nach 20 Jahren zum ersten Mal sehen. Der Familienzusammenhalt scheint jedenfalls besser zu sein als in manchen klassischen westlichen Familien.
Erstaunlich auch, wie offen Obama über seine Selbstzweifel spricht (wahrscheinlich hätte er sich seine spätere Bekanntheit beim Schreiben des Buches nie träumen lassen), aber auch darüber, daß er als Jugendlicher gekifft hat und betrunken Auto gefahren ist. Erstaunlich auch, daß diese offenen Bekenntnisse nicht stärker im Wahlkampf 2008 von der Gegenpartei ausgenutzt wurden, wo doch schon die Trunkenheit am Steuer von Bushs Tochter ein Skandal war. Vielleicht wollte man die Rassismus-Falle umgehen ... ?!
Die Übersetzung ist gut gelungen, man wird durch den deutschen Text gefesselt, und doch kommt die gewählte Ausdrucksweise von Obama auch in der deutschen Übersetzung zum Tragen. Über einige kleine Fehler bei der Übersetzung ("Funny Farm" bedeutet "Irrenhaus", nicht "Verrückte Farm") kann man hinwegsehen.