Das Ende ist mein Anfang: Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens

Tiziano Terzani

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Die große Reise des Lebens      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein tröstliches Buch, eines, das Mut macht. Ein krebskranker Mann, der beschlossen hat, sich in sein Schicksal zu fügen und die aussichtslosen Behandlungen für seine Erkrankung abzubrechen. Seine letzten Monate verbringt er mit seinem Sohn, den er auffordert, ihn nun noch alles zu fragen, was er vom Vater noch wissen möchte. Diesem sehr berührenden Buch verdanke ich, dass ich mich sehr intensiv und warm von meinem Vater verabschieden konnte. Das Sterben gehört zum Leben dazu, die große Reise steht uns allen irgendwann bevor. Dieses Buch hilft, dies besser anzunehmen. Nur schade,dass ich mich beim Autor nicht mehr dafür bedanken kann.

Das Ende ist mein Anfang: Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens

Lesenswert trotz viel Weihrauch      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Bemerkenswert, wo TT gewesen ist, welche Geschichten er erlebt hat und seine klaren Gedanken, die immerzu mit sich selbst rezensiert werden auf der Suche nach einer besseren Welt bzw. einem Modell, wie es gehen kann.

Am Ende bleibt der Einblick in ein bewegtes (Journalisten)-Leben mit viel geschichtlichem Hintergrund und meinem persönlichen Beigeschmack von zuviel Selbstbeweihräucherung und einer guten Prise italienischem Macho.

Eine Antwort auf die Frage nach der Lösung für eine glückliche Welt bzw. ein System, das dies möglich macht, bleibt -natürlich- unbeantwortet.
Der Monolog, z.T. als Dialog getarnt, zwischen Vater und Sohn kann zum Denken anregen, wenn man denn gewillt ist, den eigenen Kopf zu bemühen und mindestens Optimist ist.


Ein großes Buch - über das Leben      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieses Buch ist weit mehr als eine (Auto-) Biographie - es ist ein Buch eines weisen Mannes über das Leben an sich.

Geboren im Jahre 1938 in Florenz, war Terzani von 1972 bis 1997 Korrespondent für den SPIEGEL in Asien, schrieb aber auch für andere Zeitungen und veröffentlichte mehrere Bücher.

Im Jahre 2004, dem Jahr seines Todes, hält er mit seinem Sohn Folco eine Rückschau auf sein Leben und dessen Stationen. Drei Monate setzen sich die beiden nahezu jeden Tag für einige Stunden zusammen, Folco Terzani hält die Dialoge fest und gibt diese als 400-seitiges Buch, das erstmals 2006 auf Italienisch erschienen ist.

Tiziano Terzani nimmt uns Leser dabei mit auf seine vielen Reisen nach Asien. Lange war er Korrespondent in Vietnam und berichtete in chronologischer Reihenfolge über die Schrecken dieses unwürdigen Krieges. Weitere Stationen waren Kambodscha, China, Japan und Indien. Die Kapitel beginnen immer mit einem Bild Terzanis aus der jeweiligen Periode. Der Leser begleitet Terzani auch auf Fotos vom jungen, gut aussehenden Mann mit dichtem Schnurrbart zum alten Greis mit schlohweißem Haar, das ihm fast das Aussehen eines indischen Gurus gibt.

Anschaulich und ruhig werden die großen Umbrüche im Asien des 20. Jahrhunderts geschildert. Der Leser blickt mit Terzani noch einmal zurück auf die wahnsinnigen Kriege und Vernichtungsstrategien in Asien und ist verwundert über den oftmals an Leichtsinn grenzenden Mut Terzanis, sich für eine gute Geschichte in größte Gefahr zu begeben.

Doch welch ein Unterschied zu den "modernen" Berichterstattern, die vom klimatisierten 5-Sterne-Hotel über ein fremdes Land berichten - Terzani war immer an der "Basis", hat jahrelang unter primitivsten Bedingungen mit Land und Leuten gelebt. Und nur auf diese Weise hat er etwas erlebt und verstanden - von den Vietnamesen, den Kambodschanern, den Chinesen, den Japanern und Indern. "Oral History" nennt man so etwas wohl.

Parallel dazu hat das Buch noch eine ganz andere Ebene: Es stellt uns einen großen Mann am Ende seines Lebens vor, der den Tod in nahezu buddhistischer Weise annimmt. Keine Angst, kein Zaudern, kein Hadern - trotz Schmerzen und körperlichen Einschränkungen. Wir erleben einen Menschen mit Haltung. Denn Terzani hat die Zeit in Asien weniger für die Ausübung seines Berufes genutzt, als zur Suche nach den entscheidenden und letzten Fragen des Lebens überhaupt.

Und so stirbt Terzani dann am Ende dieses großartigen Buches in Würde und Frieden. Ein erfülltes Leben, das den Tod nie gefürchtet hat.

Fazit: Eines der schönsten und berührendsten Bücher seit Langem.

Das Ende ist mein Anfang      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein beeindruckendes Buch über die Rückschau eines vollen Lebens mit vielen guten und weiterführenden Gedanken darin.

Ein Lebensbericht, überwiegend aus Asien      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Tiziano Terzani verbringt seine letzten Tage, er hat Krebs, mit seinem Sohn, der ihn alles fragt, was er schon immer wissen wollte. So erzählt Tiziano sein Leben und freut sich fast auf seinen Tod, denn er hat sein Leben gelebt, mit dem Leben abgeschlossen und ist bereit aufzubrechen zum nächsten Abenteuer. Angefangen von der Kindheit in Italien, sein Studium, wie sich die Eltern kennengelernt haben, seine Reisen u.a. nach Vietnam, Indien und im Himalaya. Der Leser erlebt die Berichterstattung über den Vietnam Krieg mit, die vollständige Kontrolle in China bis hin zur Ausweisung und weitere Episoden aus dem Leben der Familie. Als Folco seinen Vater einmal nach den Hintergründen der chinesischen Kulturrevolution fragt, was den unkundigen Leser sicher auch interessiert hätte, wird er zurückgewiesen. Der Vater wolle seinen letzten Stunden nicht damit verbringen, dem Sohn Nachhilfeunterricht in Geschichte zu geben. Solche Passagen lassen Tiziano dann doch überheblich und arrogant wirken. Folco kommt auch etwas dümmlich rüber. Weiß er über das Leben seines Vaters gar nichts? Schließlich waren Mutter und die Kinder damals immer dabei. Außer im Himalaya.

Geschrieben ist das Buch auf diese Art und Weise:
Folco: Text
Tiziano: Text
Folco: Text
Das macht es zu Beginn gewöhnungsbedürftig, aber man liest sich ein.

Gut gefallen hat mir, dass Tiziano in allen Ländern versucht mitten in der Bevölkerung zu leben, diese wirklich kennenzulernen und sich über Vorschriften und Anordnungen hinweggesetzt hat. Nicht ungefährlich, aber er hatte immer Glück.

Licht und Schatten      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Vor etwa 4 Monaten las ich dieses Buch und ein Einduck ist vornehmlich geblieben:
Tiziano Terzani - was für ein überheblicher Egoist.

Er war ein talentierter, charismatischer Journalist, ständig nah dran an den wirklich interessanten Brennpunkten des Weltgeschehens. Er hat sich aus einfachen Verhältnissen hochgebissen zu vielen Privilegien, die er in vollen Zügen genoss: er hatte seinen Stammplatz in Opiumhöhlen und Bordellen, während ihm seine Frau den Rücken frei hält, herrscht seinen Sohn an beim Interview, bekennt am Ende, den falschen Götzen gefolgt zu sein und resümiert schließlich: na ja, war eben so...

Trotzdem gibt's von mir 4 Sterne. Warum? Weil das Buch eine Wirkung auf mich hatte.

Es ist die Niederschrift einer Lebensbeichte; eines Interviews, das er, unheilbar krank, seinem Sohn gibt.
Es ist ein Beispiel dem Tod zu begegnen, ohne seine Würde zu verlieren.
Es ist ein Kaleidoskop wichtiger politischer Ereignisse: Vietnamkrieg, China während der Kulturrevolution, Kambodscha zur Zeit der roten Khmer, Indien usw.
Es ist ein Rückblick auf ein reiches Leben.
Es wirkt lange nach, gerade wegen des Widerspruchs, den es bei mir provoziert.

Gespräch zwischen Vater und Sohn kurz vor dem Tode      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der ehemalige Journalist Tiziano Terzani ist an Krebs erkrankt. Kurz vor seinem Tode wird er von seinem Sohn Folco interviewt. Dieses Interview wird in dem Buch wiedergegeben. Bis auf ein paar langweilige Phasen ist es eine sehr interessante Zeitreise, vor allem in die asiatischen Länder.

Tiziano Terzani beschreibt aber auch sehr Eindrucksvoll, wie er mit dem ihm bevorstehenden Tod klarkommt. Wie er gelernt hat loszulassen und wie er sich und seine Familie auf sein Ableben vorbereitet. Im großen und ganzen eine kurzweilige Lektüre die einfach und gut zu lesen ist.

Ein sehr berührendes Buch ...      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Tiziano Terzani, anerkannter und geschätzter, längjähriger Korrespondent des Spiegel, sieht seinem nahenden Krebstod überaus gelassen entgegen und stellt sich in einem letzten "Interview" über einen kurzen Zeitraum von ein paar Wochen den Fragen seines Sohnes Folco - Fragen zur großen Reise seines, Tizianos, Lebens. Terzani kommt dabei stets als Weltverbesserer daher und muss dabei letztlich doch schmerzlich erkennen, dass weder in Asien noch in Indien, um nur zwei seiner vielen Bleiben in seinem rastlosen Leben zu nennen, die Welt gut ist noch die Menschen friedlich sind. Die meisten Menschen bezeichnet er, krass ausgedrückt, als von der Wirtschaft ferngesteuerte Konsumidioten. Er selbst versuchte sich bis zuletzt dem Konsumismus durch Fasten und Meditieren zu verweigern, auch wenn an letzterem er immer wieder scheiterte.

Terzani hat stets seine ganz eigene Art des Journalismus gepflegt. In erster Linie wollte er immer die Menschen des jeweiligen Landes, in dem er sich gerade aufhielt, kennenlernen und so zum Land und dessen Geschichte an sich vordringen. Er kleidete sich auch immer landestypisch.
Politik hat ihn dabei nur am Rande interessiert, obwohl er auch hier über profundes Wissen verfügte.

Tiziano Terzani bezeichnete sich selbst als Glückspilz, stets in der Familie gefestigt, und nachdem ich dieses wirklich beeindruckende Buch gelesen habe, kann ich mich seiner Selbsteinschätzung ohne Wenn und Aber nur anschließen!

Schöner Rückblick auf ein spannendes Leben      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Eine sehr niveauvolle Biographie! Neben den interessanten Ansichten über das Leben als solches erfährt der Leser Einiges über Erlebnisse in exotischen Ländern! Allerdings waren mir manche Schilderungen zu langatmig. Bewunderswert, wie postiv und gelassen Terzani mit seinem nahenden Tod umgegangen ist!
Ein gutes Buch!

Wunderschön      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein wunderschönes Buch. Habe vorher "Fliegen ohne Flügel" von Tiziano Terzani gelesen und bin irgendwie bei ihm hängen geblieben.

Das ist eins der wenigen Bücher bei denen ich am Ende fast tränen in den Augen hatte.

Kann es uneingeschränkt empfehlen.

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