Die fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland
Necla Kelek
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Packend! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt! Necla Kelek erzählt viel aus ihrer eigenen Familiengeschichte und zeigt anhand dieses Beispiels viele Sitten und Denkweisen der muslimisch-türkischen Kultur. Außerdem berichtet sie von Türken, die in Deutschland leben und zeigt, woran die Integration häfig scheitert. Alles ist in einer einfachen, gut verständlichen Sprache geschildert. Dieses Buch sollten Deutsche und Türken gleichermaßen lesen!
Ein trauriger Bericht aber ein weiterer Verdienst der mutigen Kelek 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Kelek hat bereits in vielen Publikationen versucht, die deutsche Gesellschaft wachzurütteln.
Sie richtet sich aber natürlich auch an die türkischen Frauen.
Kelek beschreibt, dass es den türkischen Frauen oft nicht gut ergeht.
Sie werden zwangsweise in Ehen hineingetrieben, in denen sie sehr oft nicht glücklich sind.
Wenn diese jungen Frauen Probleme machen, werden sie oft geschlagen - die Familie steht dabei immer auf der Seite des türkischen Mannes. Denn die Traditionen wollen eine Frau, die sich voll unterordnet - auch wenn sie selbst dabei unglücklich ist.
Die mangelhafte Ausbildung vieler türkischer Männer und ihre geringe gesellschaftliche Stellung innerhalb der deutschen Gesellschaft, produziert tiefe Minderwertigkeitskomplexe, die sie oft an ihren Ehefrauen auslassen, sich aber auch in einem aggressivem Verhalten gegenüber den Deutschen ausdrückt.Die Probleme die daraus entstehen, sind ungeheuer gross.
Deutsche Frauen sind für türkische Männer meist nur sexuelle Objekte.
Verlieben sich die deutschen Frauen, so haben sie eben Pech gehabt.
Denn die meisten Türken würden nie eine deutsche Frau heiraten, da diese aus türkisch-muslimischer Sicht unrein ist - eine deutsche Schlampe - wie es unter türkischen Männern oftmals voller Spott und Häme heisst.
Die jungfräulichen Türkinnen kommen dann aus der Türkei - aus einer ganz anderen Gesellschaft - nach Deutschland und werden mit diesen oft aggressiven jungen Männern verheiratet.
Dies führt zu einem Trauma bei diesen jungen Mädchen.
Es folgen zahlreiche Frustrationen. Der Mann nimmt sich etwa das Recht heraus, zu Prostituierten zu gehen - seine junge Frau aber muss jungfräulich sein und dient nur der Aufzucht der Kinder.Oft spricht sie kein deutsch - und soll auch kein deutsch sprechen - um nicht von der deutschen Gesellschaft verdorben zu werden.
Wie schädlich die Sichtweise dieser archaischen Traditionen ist, sieht man dann an den vielen Ehrenmorden und Körperverletzungsdelikten.
Dies alles ist menschenfeindlich. Es ist das Gegenteil von Liebe der Eltern oder Liebe in der Ehe.
Widerstand der türkischen Ehefrauen aber führt zu noch mehr Hass bei den türkischen Männern, den diese vermehrt gegenüber der deutschen Gesellschaft auslassen. Alles wird zum Feindbild, zum Objekt des Hasses. Unsere Politik bleibt daher aufgefordert, äußerst wachsam zu sein und auch über den Sinn der so genannten Familienzusammenführung nachzudenken, die ja erst diesen kommerziellen Handel mit Jungfrauen aus der Türkei als Ehefrauen ermöglicht.
Gut aber, dass es bei den türkischen Frauen mutige Menschen gibt, die einfach genug haben von diesen kranken Traditionen und es wagen, einen Neuanfang zu machen.
Kelek hat verstanden, wie bösartig gewisse Denkweisen dieser archaischen Traditionen sind.
Es ist höchste Zeit für eine Veränderung dieser hasserfüllten Sichtweise, die vor allem auf Kosten der türkischen Frauen geht.
Gut, dass es Menschen wie Kelek gibt.
Zweiklassengesellschaft 4 von 5.00 Punkten
Verfasser In den vielen amüsanten Geschichten des Buches sind für das Verstehen des Problems wichtige Aussagen enthalten und gewissermaßen versteckt, die man leicht überliest und bei denen man sich später erinnert, sie schon einmal gelesen zu haben. Da hilft nur ein Notizzettel. Die als unbelehrbar zu bezeichnenden Muslime sind hier beschrieben, aber es gibt auch hunderttausende Muslime, die als Ramadan-Muslime gelten, und auf die das alles nicht zutrifft - solche, die nicht nach Mekka ziehen, die Raki trinken und es mit dem Schweinefleischverbot auch nicht so genau nehmen, zumindest nicht bei Nacht. Diese "andere" Gattung Muslime muss man kennen, um die Aussagen von Necla Kelek nicht überzubewerten und für alle Muslim-Türken gelten zu lassen.Dass die Zahl der Kopftuchträgerinnen so rapide zunimmt hat nichts mit innerer Überzeugung zu tun sondern mit erfolgreicher Indoktrinierung. Wenn das Kopftuch aber nur den Zweck hat, diese nur der Sexualität dienenden verstandslosen Wesen zweiter Klasse vor den gierigen Blicken anderer muslimischer Männer zu verbergen, dann muss das Kopftuch in Deutschland aus dem öffentlichen Leben verschwinden. Dazu gibt das Buch wertvolle Aufklärung und Hinweise, wenn auch erst am Ende des Buches und dann aber konzentriert.
Enttäuschend!!! 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Als ich dieses Buch begann zu lesen hatte ich mir erhofft eine Autorin anzutreffen die sich nicht nur an klisches festnagelt. Ich fand das Buch schlicht und einfach nur enttäuschend und bereue es gekauft zu haben. Da stellt man sich die Frage, wer für die Spiegelbestseller verantwortlich ist...
Sehr gutes Buch mit viel Hintergrundwissen 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Endlich einmal ein Buch von einer Frau, die die Probleme der Integration und vor allem die Situation der Frauen im Islam aus eigener Erfahrung schildern kann. Auch wenn Meinungen niemals völlig objektiv sein können, so hat sich die Schriftstellerin bemüht, Verständnis für alle Seiten aufzubringen und weitgehend objektiv zu bleiben.
Ein wirklich fesselndes Buch mit Hintergrundwissen, über das man verfügen sollte, wenn man sich mit der Situation von islamischen Frauen beschäftigt aber auch, um überhaupt diese andere Kultur verstehen möchte. Man benötigt aber eigentlich auch das "Folgebuch" über die "Verlorenen Söhne", um das Wissen ein wenig zu komplettieren. Beide Bücher gehören im Prinzip zusammen.
Verständnis 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Endlich kommen Sie mir etwas näher, diese unnahbaren verschleierten Frauen mit den unendlich traurigen Augen und der unterschwelligewn Aggression. ein Buch das verständnis schafft für die Situation und das aufruft endlich etwas zu tun damit dieser Wahnsinn aufhört.
Unbedingt lesen und weiterverschenken.
Faszinierend, verstörend, empfehlenswert 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein faszinierendes Buch über das ganz andere Leben der Türken. Hat man sich erst einmal durch die doch recht langatmige Einleitung gelesen, gelangt man zum Herzstück des Buches. Auf erzählerisch gekonnte Weise führt uns die Autorin in das Leben der Türken in Anatolien damals und heute, ein Istanbul der 1970er Jahre, sowie das Leben der Türken und vor allem der jungen Frauen in Deutschland heute. Faszinierend, manchmal auch erschreckend und abstoßend, leistet dieses Buch sicher einen wichtigen Beitrag zum besseren Verstehen der Unterschiede zwischen Deutschen und Türken. Die letzten Kapitel beschäftigen sich dann wieder etwas langatmig mit Lösungsvorschlägen, die eher in eine politische Diskussionsrunde passen und mit denen man einverstanden sein mag oder nicht. Die Einleitung und den Schluß fand ich langatmig und polarisierend, das Herzstück so spannend, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Sehr zu empfehlen!
Falscher Titel? 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Zuerst möchte ich sagen, dass ich den Hype um dieses Buch nicht wirklich mitbekommen habe, ich stolperte zufällig darüber und naja, das Thema sprach mich an. Wenn auch nur kurzfristig.
Die Autorin berichtet nicht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland?! Ganz und gar nicht. Sie bringt vereinzelte Beispiele (die später mit Floskeln wie "sie alle erzählten mir ungefähr das Gleiche" oä abgetan werden) die sie aber nicht ausführt sondern in wenigen, kurzen Sätzen abhandelt, sie wirft dutzende verschiedene Punkte auf, auf die sie nicht eingeht, die sie, so schien es mir, einfach nur nennt, da sie im Zusammenhang mit diesem Thema nunmal genannt werden müssen.
Darüber könnte man ja vielleicht noch hinwegsehen, nicht aber über die Tatsache, dass Frau Kelek (selbst KEINE fremde Braut) ihr Buch und auch die Thematik an sich dazu "missbraucht", ihre eigene Familiengeschichte zu erzählen und zu verarbeiten. Sie beginnt im fünfzehnten Jahrhundert, schwenkt zum Propheten Mohammed, wieder zurück zu ihren Ur-/Großeltern und zu ihrem eigenen Leben. Vielleicht gehört das zum "Inneren des türkischen Lebens in Deutschland", aber wie die zweite Mätresse des Sultans XY hieß hat für mich nicht unbedingt hiermit zu tun.
Ich rate von der Lektüre eher ab, es gibt (hoffentlich) Bücher, die besser geeignet sind, einen Blick "hinter die Kulissen" der türkischen Gemeinschaft in Deutschland zu werfen.
Unglaublich, aber wohl leider wahr... 5 von 5.00 Punkten
Verfasser ... sind die Zustände, die Necla Kelek in diesem wirklich wichtigem Buch beschreibt! Das Buch ist mir nur zufällig in die Hände gefallen, da meine Freundin (die es normalerweise auch nie gelesen hätte...) es von ihrer Patentante geschenkt bekommen hat, die es wiederum...- na und so weiter. Denn mal Hand aufs Herz: Was gehen mich die Traditionen und Probleme der in Deutschland lebenden Türken an??
Was war ich naiv und ahnungslos, und was bin ich froh, dass Necla Kelek mich durch ihre spannende, voll aus dem realen Leben gegriffene Reportage "wachgerüttelt" hat! Importbräute, Zwangshochzeiten, Ehrenmorde, Familienversicherungen für einen Harem - klingt alles fremd, und ist doch leider so nah, und vom deutschen Staat toleriert und mit unseren Steuergeldern auch noch finanziert! Das kann nicht sein, und die aktuellen Streitereien im Bundestag zum Thema "Jugendkriminalität von Ausländern" zeigen, wie brisant das Thema in Deutschland wirklich geworden ist!
Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch Pflichtlektüre für deutsche Bundestagsabgeordnete wird, und wir - aus Angst, als "ausländerfeindlich" abgestempelt zu werden, nicht länger die Augen verschliessen!!
Zu viel erwartet 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Zwar teile ich die Meinung und Forderungen von Frau Kelek und möchte auch nicht behaupten, dass sie die Unwahrheit erzählt. Aber von einer Soziologin hätte ich ein sachlicheres und informativeres Buch erwartet (daher meine großen Erwartungen). Da ich in einer Großstadt mit vielen Türken lebe, hat mich nichts überrascht, was ich gelesen habe. Von vielem hat man schon gehört oder gelesen oder sich selber Gedanken gemacht. Neue Einblicke in das Leben von türkischen Familien oder deren Denken habe ich deshalb bei diesem Buch leider nicht gewonnen.
Enttäuscht hat mich, dass 90% des Erzähltem aus Frau Keleks eigener Familie stammen. Kann möglich sein, dass es nur als Beispiel für die gesamte Türkei dienen soll, aber mich persönlich hat es bald gelangweilt, zumal ziemlich weit ausgeholt wird. Der Schreibstil ist auch nicht der, den man von einer Soziologin erwartet, sondern hält sich eher an den Stil der BILD-Zeitung oder ein Buch aus der Reihe "Schlimme Erfahrungen".
Ich finde es schade, dass somit wieder eine Chance vertan wurde (aufgrund der hohen Aufmerksamkeit für dieses Buch) und kein dem Thema gerechtes Buch auf den Markt gekommen ist.