Die Bücherdiebin: Roman
Markus Zusak
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 246 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Der Tod und das Mädchen 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Es gibt unzählige Romane und Jugendbücher, die sich in irgendeiner Weise mit der Nazizeit und dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen. Aber keines dieser Bücher ist wie "Die Bücherdiebin". Erzähler der Geschichte ist kein geringerer als der Tod selbst. Bei einer Beerdigung im Jahr 1939 sieht er zum ersten Mal Liesel Meminger, ein zu dem Zeitpunkt neun Jahre altes Mädchen. Das Mädchen fällt ihm auf, vor allem, weil es ein Buch stiehlt, das einem der Totengräber aus der Tasche gefallen ist. Ein paar Jahre später treffen der Tod und das Mädchen abermals aufeinander, und der Tod findet Liesels Tagebuch. Er nimmt es mit, und gestützt auf die Eintragungen des Mädchens und auf seine eigenen Erinnerungen an die Kriegszeit erzählt er, wie Liesel den Krieg erlebt hat. Vom Leben in der Pflegefamilie, von Rudi, dem Nachbarjungen, und von Nazis, Judenverfolgung und Krieg.
Nicht nur durch die ungewöhnliche Wahl der Erzählperspektive ist Markus Zusak ein unvergleichliches Meisterwerk gelungen, das deutlich mehr ist als einfach nur eine neue Geschichte über die Nazizeit. "Die Bücherdiebin" erzählt von den kleinen Abenteuern eines Mädchens, von vielen ungewöhnlichen Menschen und von den Schrecken der Nazizeit. Die Sprache des Buches ist gleichermaßen einfach wie komplex, nüchtern wie poetisch, und die Stimmung gleichzeitig unterkühlt und warmherzig. Es ist ein Buch, dass den Leser in seinen Bann zieht und ihn schmunzeln und leiden lässt. Es geht unter die Haut und rührt zu Tränen. Besonders faszinierend ist jedoch der Tod selbst, der immer wieder unter Beweis stellt, dass er kein kalter Sensemann ist, sondern dass auch er ein Herz hat. Zitat: "Das Tagebuch des Todes: 1942. Es war ein denkwürdiges Jahr, wie 79 nach Christus oder 1346, um nur zwei zu nennen. Vergesst die Sense - ich hätte einen Besen oder einen Wischmopp gebraucht. Oder Urlaub."
Die Lesung von Boris Aljinovic gehört zum besten, was der Hörbuchmarkt derzeit zu bieten hat, und findet den perfekten Ton: ruhig, warm und sehr präsent.
... ein Riese inmitten madengroßer Wichtel 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich suche meine Bücher immer sorgfältig aus, lese mich oft lang hinein bevor ich zugreife um mich gänzlich darin zu verlieren. Dieses Buch ist zum Darin-Verlieren. Eine schöne bildhafte Schreibweise, die mich persönlich sehr anspricht. Es gibt einige Einschübe, Rück- und Vorblicke die dieses Buch interessanter machen, man muss beim Lesen ein wenig nachdenken, es ist nicht nur ein stupides dahinblättern. Die Geschichte ist ergreifend, das Ende berührend, aber keineswegs langweilig... und auch zurecht in der Belletristik angesiedelt! Ich kann dieses Buch schlichtweg empfehlen, für alle die gern lesen und dabei auch etwas gefordert sein wollen, die sich in Worten die Bilder entstehen lassen verlieren wollen!
Definitiv 5 Sterne!
bewegende Geschichte 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Obwohl ich Krimis/Thriller bevorzuge und eigentlich Geschichten, die in der Kriegszeit spielen, nicht besonders mag, bin ich aufgrund der vielen guten Rezensionen nicht um "Die Bücherdiebin" herumgekommen und habe mir das Buch zu Weihnachten gewünscht.
Immer wieder aufgeschoben, habe ich mich dann doch endlich drangewagt. Das Einlesen viel mir etwas schwer und am Anfang fand ich die Story auch relativ langweilig, aber irgendwie ist es dann doch geschehen. Ich war plötzlich in der Geschichte mittendrin, habe mit Liesel, Rudi und Max mitgelitten. Die Szenen sind so nah und mitfühlend erzählt, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass es so in den Kriegszeiten war und viele Menschen in Kellern versteckt leben mußten.
Eine wunderbare Geschichte, die mich auch nach dem Auslesen des Buches weiter beschäftigt.
Daumen hoch!
zu kurze Sätze 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Also, ich habe das Buch bis Seite 130 geschafft, aber dann musste ich es leider weglegen, auch wenn ich gerne wissen würde, was das Buch eigentlich erzählen will. Ich konnte mich nicht hineindenken und nicht mitfühlen und das liegt wahrscheinlich u.a. daran, dass mir die Sätze zu lieblos und zu kurz waren. Es hat mich einfach nicht mitgerissen. Warum das Buch so gut bewertet ist, verstehe ich nicht. Eine Patricia Highsmith, ein David Ball oder Stephen King.. DIE können schreiben.
Hut ab! Gut gestrickte Geschichte! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Mehrmals habe ich mich in der Buchhandlung gegen das Buch entschieden, weil es mir erst nicht zusagte. Auch einige Rezensionen haben mich verunsichert. Als ich es dann kaufte und anfing zu lesen, war es wie eine Sucht. Das Buch beinhaltet kein seichtes Blahblah, es ist wirklich tiefgreifende Literatur. Da ich vorher in den Rezensionen gelesen hatte, dass der Tod als Erzähler fungiert, konnte ich mich schnell in die Erzählweise einfinden.
Ich finde es beeindruckend wie Markus Zusak durch den allwissenden Tod in der Handlung hin- und her springt, Leerstellen vom Leser selbst füllen lässt und es trotzdem schafft, eine erschütternde und einfühlsame Geschichte zu stricken. Hut ab!
Gnadenlos überschätzt! 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich kann mit dem Buch nichts anfangen. Ich weiß nicht, wo die vielen Sterne herkommen. Das ist einfach nur öde und langweilig! Lest mal Harry Mulisch, liebe Leser! Dann könnt ihr den Unterschied zwischen anspruchsvoller Literatur und dem hochgejubelten Versuch eines Nachwuchsschriftstellers erfahren. Einzige Entschuldigung: Er übt noch!
Einfach nur gut 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Bei mir hat es einige Seiten gedauert bis es "klick" gemacht hat. Es ist doch etwas ungewöhnlich geschriebe, aber das ist es auch, was das Buch zu etwas ganz besonderem macht. Nachdem ich mich "eingelesen" habe und den neuartigen Stil der Schreibweise verstanden habe konnte ich diese Buch nur noch schwer zu Seite legen. Für mich gehört es zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es jedem nur empfehlen. Schade finde ich nur das schnelle Ende. Ich hoffe Markus Zusak bleibt diesem Stil treu und beschenkt uns mit einem Nachfolger....
Ein etwas anderes Leseerlebnis 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Vor ein paar Tagen brachte eine Freundin dieses Buch zum Abendessen mit. Sie schenkte es mir. Erklärte, sie fände keinen Zugang zum Inhalt. Da mich dieses Buch schon seit Längerem von Büchertischen und Bestsellerlisten aus erwartungsvoll anlächelt, las ich noch am selben Abend los.
Ziemlich schnell merkte ich, was meine Freundin so sehr irritiert hatte. Erzähler dieser Geschichte ist der Tod. Er erzählt von einem Mädchen zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Das ist schon ziemlich anders, eine neue Idee, die ich so bisher noch nicht gelesen hatte. Teilweise ist es etwas einschüchternd, wie er vom Auflesen der Seelen berichtet, davon erzählt, wie er mit dem Einsammeln nicht so recht hinterherkommt.
Interessant geschrieben, doch die Erzählweise ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der Leser wird zurückgeführt in diese Tage des Krieges, welche der dunkle Gevatter mit dichterischen Worten zu beschreiben sucht. Er malt die Seiten an, mit Farben von Milch. Kalt und frisch. Beschreibt den Himmel als schokoladenfarben, dunkle Bitterschokolade. Oder berichtet von der Frühstückssonne. Eigenartig einzigartig.
Das dritte Reich, geschildert vom Tod 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Der Tod, uns allen als Feind des Menschen bekannt, erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens im dritten Reich. Deren Mutter flüchtet mit ihr und ihrem kleinen Bruder vor der drohenden Deportierung. Das Mädchen wird bei einer Pflegefamilie untergebracht, der Bruder stirbt auf der Flucht und die Spur der Mutter verliert sich. Bei der Pflegefamilie wächst das Mädchen auf und entwickelt eine tiefe Liebe zu Büchern, ihrem Pflegevater, einem Schulfreund und einem untergetauchten Juden. Ein Kind, was durch die Umstände in Erwachsenendasein katapultiert wird und seine feine Wahrnehmung, seine Einfühlsamkeit nie verliert.
Aus dem Blickwinkel des Todes, der im Verlauf der Erzählung immer weniger schrecklich wirkt, sondern immer mehr Mitgefühl ausstrahlt, werden die Einzelschicksale, aber auch die großen Ereignisse erzählt. Und das in einer ganz besonderen Sprache und mit einem humanistischen Blick, der einzigartig ist.
Unheimlich packend.... 4 von 5.00 Punkten
Verfasser aber trotzdem etwas enttäuscht bin ich von dem Ende. Ich habe es wirklich verschlungen und ich musste mich jedesmal "zwingen" das Buch wegzulegen. Allerdings muss ich auch sagen, das sich die Enttäuschung erst am Ende des Buches eingestellt hat. Mir war das Ende definitv zu abrupt. Der Gedankengang ist jetzt einfach, wie ist sie nach Australien gekommen, was hat sie noch gemacht. Da fehlte mir einfach ein bisschen mehr Zeit zum "Verabschieden".
Ich weiss auf alle Fälle, das ich dieses Buch ansonsten ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann und es auch meiner Tochter (wenn sie alt genug ist) zu lesen geben werde.