Männer sind wie Pfirsiche: Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute mit einem objektiven Vorwort von Alice Schwarzer
Harald Martenstein
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Noch besser als "Vom Leben gezeichnet"... 5 von 5.00 Punkten
Verfasser ... ist Martensteins neuester Kolumnenband, der auch ohne das Vorwort von Alice Schwarzer ausgekommen wäre, weil er in sich verständlich genug und dazu sehr amüsant ist.
Ging es im lezten Sammelband "Vom Leben gezeichnet" noch mehr um alltägliche Dinge, so kommen wir mit dem Autor unversehens immer weiter ins Philosophische und Gesellschaftskritische. Die wunderbar scharf beobachteten Kolumnen haben noch mehr an Tiefe und Biss gewonnen. Unter der eleganten, hauchdünnen Glasur aus Humor schimmert es rabenschwarz durch. Ich verweise hierbei besonders auf das Kapitel "Über Trennungen", wo es zunächst scheinbar harmlos und launig um "Trennungstiere" geht. Schwärzer geht's kaum noch. Und ein Sprachkönner ist Martenstein auch. Dazu genieße man die Satzungeheuer aus "Über die Unterschicht". Martenstein ist also auch etwas für den Leserausch, weil er virtuos mit der Sprache umgeht.
Der Autor wird langsam älter und das Älterwerden mit seinen unangenehmen Begleiterscheinungen nimmt inzwischen einen größeren Teil des Buches ein. Hier glänzt Martenstein mit viel Selbstwitz und herrlichem Lamento. Das Buch eignet sich daher für alle ab 50 und außerdem für diejenigen, die verstehen wollen, wie die Generation 50 plus so tickt. Aber auch der 15-jährige Sohn des Hauses gibt Anlass zu manch gelungener Glosse. Zum Beispiel über die Schule ... ach lesen Sie doch selbst. Als Taschenbuchausgabe ist das Ganze allemal erschwinglich.
Martenstein - eigenwillig, witzig oder melancholisch? 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Wie er die Feministin A. Schwarzer dazu überreden konnte, ein Vorwort für gerade dieses Buch zu schreiben, ist mir ein Rätsel. Zum Buch: es ist einfach geschrieben, leicht verständlich. Leider auch etwas widersprüchlich. Einer etwas komplizierten Rechenformel ist der Autor zwischen 50 und 60 Jahre alt. Wie kann es dann sein, dass ich Erzählungen aus der Schlacht bei Verdun lese, die, wie ja jeder weiß, die Entscheidung im 1. WK herbeiführte. Und dann das Interview mit Hitler, welches nie stattgefunden hat, weil just in dem Moment die Bolschewiten ihren letzten Großangriff starteten. Eigenartig. Seine politische Einstellung finde ich sehr interessant, aber lesen Sie selbst. Auch seine Empfindungen über das Älterwerden und seine Erfahrungen mit Katzen ist eine Bereicherung für jeden Lachmuskel.
Fazit: ich habe den Kauf dieses Buches nicht bereut. Sie werden es auch nicht.
Männer sind wie Pfirsiche 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Wäre ich nicht im Rahmen einer Buchlesung auf das Buch aufmerksam geworden und hätte mir ein Bild über den Inhalt machen können, wäre es mir ohnen diese Zusatzinformationen schwer gefallen mich dafür zu entscheiden.