Die geheimen Gewinntricks
Daniel Boos
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Gewinnen mit Hintergrundinfos 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Jeder Qiuzmaster hat seine Eigenheiten und führt den einen oder anderen Kandidaten auf das Glatteis und auch die Fragen haben Ihre Eigenheiten und ebenso die Themengebiete, wann kommen Sie und wann wiederholen sie sich?
Letztendlich läuft alles darauf hinaus, daß man die Ankreuztests seiner Schulzeit hier also noch einmal aufleben läßt. Im Negativausschlußverfahren streicht man also die unmöglichste, dann die am wenigsten wahrscheinlichste Antwort heraus und zwischen den beiden verbliebenen muß man sich dann nach seinem Wissenstand entscheiden. Ein Joker oder der Publikumsentscheid könnten ebenfalls helfen.
Ganz so geheim sind die Gewinntricks also doch nicht, aber das Buch macht es dem Zuschauer ein wenig leichter hinter die "Tricks" der Quizmaster und deren Rategäste zu kommen.
Eine ausführliche Besprechung des Buches finden Sie unter Literaturtipp, einer Domain gleichen Namens.
Absolute Pflichtlektüre 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Die Message dieses Ratgebers ist überaus klar und verständlich: Man kann sich auf die Teilnahme an "Wer wird Millionär", Pilawa und Co. vorbereiten, und man wäre schön doof, wenn man's nicht täte. Wie das geht, erklärt der Autor auf 190 Seiten auf eindrucksvolle Weise.
1. Bereite dich zu Hause vor, erforsche Deine Lücken und schaufele sehr gezielt Wissen in dich hinein. Lerne nicht alles, sondern konzentriere dich auf die "großen Nummern". Besonders überzeugend das Beispiel Geschichte: Es mag ungleich bedeutendere Könige als den englischen Richard Löwenherz geben; da dieser aber durch Robin Hood weltberühmt wurde, sollte man ihn und vielleicht seinen Bruder Johann ohne Land (Prinz John) zuordnen können. Auch das Studieren einiger wichtiger Listen wie Oscarpreisträger, Wimbledonsieger etc. erweist sich als höchst empfehlenswert, wie der Autor perfekt beweisen kann. "Liebe Listen!" nennt der Autor das.
2. "Weiß ich nicht, gibt es nicht!" Studiere jede Frage aufs Gründlichste und versuche systematisch Alternativen auszuschließen. Zunächst einmal formal, also gibt es besonders lange Antwortalternativen oder seltsam formulierte Fragen. Dann aber vor allem inhaltlich. Insbesondere in diesem Kapitel wird es den meisten Jauch-Fans wie Schuppen von den Augen fallen. Da ist z. B. die Sache mit dem "schrägen Vogel": Häufig taucht genau eine seltsam klingende, exotische oder unbekannte Alternative in der Frage auf. Wie "Bilby" bei der Frage "Wer bringt in Australien die Ostereier?". Just dieser schräge Vogel ist dann häufig die richtige Antwort. Mit anderen Worten: Kenn ich nicht? - Dann ist es das! Natürlich ist das nur ein Weg zum Ziel und eine 100%e Garantie kann es nicht geben, wie der Autor auch zugibt. Vielmehr geht es um das Einkreisen der Lösung und das Eliminieren von falschen Alternativen.
3. Spieltaktik. Setze deine Joker geschickt ein. Hierbei mag es überraschen, dass der Autor den Publikumsjoker als den insgesamt sichersten hält, den die meisten Kandidaten hingegen als ersten einsetzen. Warum nicht mal den Telefonjoker einsetzen? Außerdem sollten Zocker bei Jauch die Frage Nr. 11 besonders berücksichtigen.
Insgesamt erweisen sich die Aussagen dieses Ratgebers als überzeugend. Obendrein besticht das Buch durch eine lässige und witzige Sprache, an guten Pointen und Schoten mangelt es jedenfalls nicht. Im Übrigen spart der Autor nicht an Selbstkritik, offenbar hat er etwa selbst nicht die blasseste Ahnung in Sachen Augsburger Puppenkiste. Über den Buchtitel kann man sich streiten, reißerischer geht es wohl kaum noch. Dafür empfiehlt sich dieser Ratgeber sogar denjenigen, die nur einen launigen Einblick in die Gedankenwelt eines Quizmachers haben wollen. Ein Muss für Kandidaten in spe, treffsicher und äußerst kurzweilig für jedermann.
Führ mich zum Schotter 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Weil man sich selbst und die Omas und Tanten einen sowieso für ganz besonders schlau halten (jedenfalls schlauer als alle Kandidaten, die bei 16.000 austeigen) und man sich trotzdem nie getraut hat, sich bei Jauch & Co zu bewerben, kommt dieses Buch gerade recht. Jetzt oder nie. Es gibt viele langweilige Bücher zum Allgemeinbildungstraining, aber nur dieses eine wirklich überzeugende und überraschende Taktikbuch. Mit solidem Halbwissen und guter Taktik zum Schotter, das ist der Kick. Gewitzt und witzig, so könnte es klappen. Und wenn man sich doch damit begnügt, mit Omas und Tanten vor der Glotze zu sitzen, hat man immerhin ein höchst unterhaltsames Buch zu einem echten TV-Phänomen gelesen und somit genug Gesprächsstoff für viele Runden in der Stammkneipe. Preis-/Leistungsverhältnis: Spitze!
Gute Tips! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein Insider packt aus - und das merkt man! Wer wie ich zu den Quizfans gehört, dem ist angesichts der manchmal haarsträubenden Antworten sicherlich schon so manches Mal die Farbe aus dem Gesicht gewichen. Daniel Boos bietet einen guten Leitfaden für die gezielte Vorbereitung auf die Teilnahme an einem Fernsehquiz. Ob derjenige, der die Tips beherzigt, reich wird, sei dahingestellt - blamieren jedenfalls wird er sich höchstwahrscheinlich nicht.
Mit diesem Buch macht höchstens der Autor Geld 2 von 5.00 Punkten
Verfasser "Ein Insider packt aus" lautet der Untertitel des Buches. Der Autor behauptet Quizfragen-Schreiber bei Jauch&Co zu sein und will mit seinem Buch ein paar Tips geben, um bei "Wer wird Millionär", "Das Quiz mit Pilawa" u.a. ein paar Euro mehr zu gewinnen. Weil er selber als Fragen-Autor nicht mitmachen darf, versucht er den entgangegen Gewinn mit diesem Buch wieder reinzuholen - und ich schätze mal, dass er der einzige ist, dem das Buch Geld bringen wird. Das meiste was an brauchbaren Tips drinsteht, kann man sich als halbwegs intelligenter Quizteilnehmer nämlich selber überlegen.
Die erste Hälfte beschäftigt sich mit den Wissenskategorien und wie man sich für die Sendung darauf vorbereiten soll. Boos präsentiert da eine umfrangreiche Liste mit Dingen die man lernen soll (alle Hauptstädte/Länder/Flüsse dieser Welt, alle Nobelpreisträger, Oskargewinner etc.) und bespricht dann mit einer unglaublichen Arroganz und herablassenden Art die einzelnen Kategorien und gibt Tips zu deren Studium (Keine Ahnung von Popmusik? -> Kaufen Sie eine Bravo.)
Der zweite Teil beschäftigt sich mehr mit der Spieltaktik, dem Umgang mit den Moderatoren und den "geheimen Gewinntricks". An vielen Beispielen erklärt er, warum diese oder jene Antwort die einzig richtige sein kann, auch wenn man keine Ahnung hat (ZB ist ein Müller-Westernhagen normalerweise richtig, wenn er in der Antwort auftaucht, weil sein Vorname nicht ins Feld passt und den würde man nur weglassen wenn es nicht anders geht, weil es die richtige Lösung ist. Für eine falsche Antwort hätte man ihn nicht hergenommen.). Mein Eindruck nach der Lektüre ist allerdings, dass man sich recht leicht tut, solche technischen Erklärungen zu finden die absolut logisch klingen, wenn man wie der Autor die Antwort erst mal kennt.
Leute, die die Chance bekommen, bei einer Quiz-Sendung mitzumachen können ruhig mal einen Blick in das Buch riskieren - so teuer ist es ja nicht. Allen anderen kann man aber nur davon abraten.