Limit: Roman
Frank Schätzing
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 322 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Seeeeehr laaaangatmig ..... 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Also ich habe mir immer schön auf dem Weg zur Arbeit (insgesamt über eine Stunde Weg) das Hörbuch nach und nach angehört und war WIRKLICH froh, als es endlich vorbei war.
Warum?
Ganz einfach:
Eigentlich ist die Story bzw, die Idee dahinter ein sehr guter Ansatz, die einen interessiert, die auch so wie sie geschrieben tatsächlich sein könnte, d. h. auch nachvollziehbar ist.
Aber die Geschichte ist einfach hoffnungslos und ohne Hemmungen in die Länge gezogen worden mit viel Gerede um viel Unsinnige Sachen.
Hätte man das Buch um gut die Hälfte gekürzt, wäre es wohl auch ein bisschen spannender gelungen und man muss nicht seitenweise (bzw. beim Hörbuch stundenweise) warten, bis wieder etwas aufregenders passiert.
Ein Sterne gabs für die angenehmde Stimme des Vorlesers und seiner Fähigkeit, die Stimmung herüberzubringen, ein Stern für die Grundidee des Buches.
Licht und Schatten 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Wir schreiben das Jahr 2025. Die Menschheit ist endgültig auf dem Mond angekommen, baut dort Energiereserven in Form von Helium-3 ab, unterhält im geostationären Orbit eine Weltraumstation und die ersten Mondtouristen treten ihre Reise an.
Gleichzeitig erhält der Cyberdetektiv Owen Jericho den Auftrag, die junge Chinesin Yoyo zu suchen. Doch mit ihrer Entdeckung beginnt das Abenteuer erst richtig. Gemeinsam kommen sie einer Organisation auf die Spur, die einen Anschlag ungeheuren Ausmaßes plant.
Gut fünf Jahre nach seinem Welterfolg "Der Schwarm" präsentiert Frank Schätzing seinen neuen Roman, der von Umfang und Handlung her gesehen noch fulminanter zu werden verspricht. Diese hohen Erwartungen kann er leider nicht ganz erfüllen. So vermag der plastische und schlüssige Entwurf einer Welt, wie sie in gut 10 Jahren aussehen mag, zu überzeugen und immer wieder blitzt Schätzings schriftstellerische Klasse auf. Die Seiten fliegen nur so dahin, sobald er hochexplosive Spannung und Wissensvermittlung angenehm miteinander verknüpft. Doch überwiegen die Passagen deutlich, in denen man sich durch ganze Abschnitte quält, ohne von der Handlung gefesselt zu sein oder wirklich berührt zu werden.
Abschließend betrachtet, liegt "Limit" eine durchaus interessante Idee zu Grunde, die jedoch nur teilweise gelungen umgesetzt wurde. Das Werk wirkt in seiner Gänze überfrachtet. Vielleicht wollte es Frank Schätzing zu gut machen, sein Vorgängerwerk in jeder Hinsicht übertreffen und ist letztendlich an seinem eigenen Ehrgeiz zumindest teilweise gescheitert.
Ärgerlich 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Nach 400 endlos scheinenden Seiten habe ich aufgegeben und das Buch mit Erleichterung weggelegt. Nein, Schätzing hat es nicht geschafft seinen interessanten Schreibstil zu bewahren. Dieses Buch kann man nicht empfehlen.
Schade ! 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Als echter Schätzing-Fan kann ich nur zusammengefasst sagen : Viel zu lang, viel zu ausladend, endlose, langweilige Historien über chinesische und afrikanische Politvergangenheit, verworren und sehr konstruiert. WENIGER WÄRE MEHR :(
Enttäuschend 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Als Freund dicker Schmöker und begeisterter "Schwarm"-Leser war ich eigentlich sehr gespannt auf Limit.
Schon auf den ersten Seiten aber fiel mir negativ auf, wie hölzern und gekünstelt die Charaktere eingeführt wurden, man hat den Eindruck in einer Soap gelandet zu sein deren Charaktere mit möglichst viel Pathos und übertriebenem Getue skizziert werden, um auch dem tumbsten Zuschauer deren so wahnsinnig individuellen Züge aufzuzeigen.
Darüberhinaus hat mich Schätzings Art zu schreiben sehr gestört. Es wirkte auf mich als sei der Autor extrem von sich, seiner Eloquenz und vor allem seines Wortwitzes so überzeugt, dass er einen damit zu Tode watschen möchte. Was auf viele andere Leser offensichtlich humorvoll und wortgewandt wirkt war für mich eher absolut übertrieben, gestellt und nervig.
Den beiden oberen Punkten entsprechend empfand ich sowohl die Dialoge der schier unüberschaubar grossen Protagonistengruppe zäh und langweilig, als auch die wirtschaftlich- politisch- geschichtlichen Hintergründe unsagbar mühsam und uninteressant - wenngleich ich zugeben muss, dass diese Detailverliebtheit Schätzings durchaus beeindruckend ist.
Nach einigen hundert Seiten musste ich das Buch allerdings wirklich zur Seite legen (nicht ganz zuletzt weil der Dialog zwischen einem der Hauptcharaktere und dem greisen David Bowie für mich schlichtweg zu haarsträubend wurde und ich mich stellvertretend für Bowie darüber aufregen musste, welch pseudoromantischen alt-verklärten und seitenlang anhaltenden Unsinn Schätzing ihm da in den Mund legt...) und glaube nicht, dass ich noch einmal versuchen werde damit warm zu werden.
Ich hätte gerne mein Geld oder noch lieber meine verlorene Lebenszeit zurückerstattet...
Gaia, Vallis Alpina, Mond 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich fand dieses Buch sehr gut und bin noch ganz im Rausch der Eindrücke gefangen, die es erzeugt hat.
Ja, es ist kein üblicher Thriller mit James-Bond-Spannung. Und ja, genau das mag ich daran. Die ersten 300 Seiten - hier oft verrissen - haben mich wunderbar in das Szenario eingeführt. Tagelang hab ich im Internet über die Science- und die Fiction-Teile des Stoffs nachlesen müssen. Dies ging soweit, dass ich auf einem "Astronomie-Trip" bin und mir viele zusätzliche Bücher geliehen habe.
Für mich machen eben die Exkurse (Weltraum, Zukunfts-China, Äquatorialguinea) die Unterhaltung aus. Das einfache "Gut gegen böse" würde ich auch woanders finden. Dazu kommt der unglaublich phantasievolle Einsatz der deutschen Sprache. Die bildhaften Wortkompositionen und die Beschreibung der Gefühle der Protagonisten haben mich angesprochen und teilweise stark berührt. Auch der eine oder andere "philosophische" Satz hat mich zum Nachdenken angeregt und mir das Gefühl gegeben, ein Werk von einiger Bedeutung zu lesen.
Interessant für mich auch die Beschreibung einer nahen Zukunft. Beim Lesen z.B. der Geschichte Äquatorialguineas wird der Punkt, der sich "heute" nennt und an dem Schätzing von der (bisherigen) Geschichte in seine erfundene Geschichte wechselt, so genial kaschiert, dass der Leser gar nicht mehr mitbekommt, wie Fiktion und Realität verbunden sind. Das ist toll!
Fazit: Die "weichen" Eigenschaften (Hintergründe, Geschichte, Menschen) überragen die vordergründigen Aktionen, die die Story beschreibt. Danke Frank!
Besser hätte es Jules Verne auch nicht geschrieben! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Habe diese Buch zwar nicht gelesen aber gehört.
Ein Autor hat es immer schwer, wenn er mit seinen vorangegangenen Werken verglichen wird.
Meiner Meinung ist das Buch sehr gut!
Herr Schätzing hat eine wirklich ausschweifende Art z. B. die Vita seiner Charaktere zu beschreiben.
Obwohl es manchmal ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt...
dennoch... oder gerade deswegen erwacht seine erdachte Welt zum surrealen Leben und reißt den Geist des Lesers/ Hörers mit in einen Sciene Fiction Thriller mit "Kopfkino-Garantie"!
Naja 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Naja. Ich habs geschafft, das Buch nicht vorzeitig aus der Hand zu legen. Aber der Reihe nach: Ich habe den Schwarm gefesselt und gerne gelesen; dementsprechend ungeduldig habe ich der Veröffentlichung von Limit entgegengesehen. Leider hielt sich die Freude nur über die ersten ca. 100 Seiten, Vorstellung der Protagonisten und des Plots (Weltraumfahrstuhl, Helium-Abbau auf dem Mond) - alles recht flott,intelligent und unterhaltsam geschrieben. Und dann mußte ich gefühlte 800 Seiten wüster Action-Szenen ertragen, die jeweils Seite über Seite ausgewalzt wurden. Die Figuren kamen auch nicht über eine Holzschnittzeichnung hinaus und die grande Auflösung der grande Verschwörung ist in jedem Tatort glaubwürdiger gelöst. Ich wünsche mir, ein Lektor hätte kräftig mit dem Rotstift gearbeitet und das Ganze auf ein Drittel eingedampft. Auch die (pseudo?)wissenschaftlichen Fakten waren leider weder plottragend noch so spannend wie im Schwarm. Eine Hoffnung bleibt mir: Vielleicht liest der Master of Disaster (Emmerich) das Buch und macht ein saftiges Stück Popcorn-Kino daraus, das schau ich mir an.
Bei genauerem Überlegung scheint mindestens ein Sternchen meiner Bewertung meiner Freude am Schwarm (und den Nachrichten aus einem anderen Universum) geschuldet zu sein.
"Schwere Kost" - und leider nicht so unterhaltsam wie Klitschko 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Kam der von mir an sich hoch geschätzte Frank Schätzing mit seinen Köln-Büchern noch höchst unterhaltsam und spannend an, vermisste man in "Schwarm" nach gutem Start doch den überzeugenden Abschluss. Limit setzt den absteigenden Trend fort: Hier fehlt schon der überzeugende Start.
Über 100 Akteure soll sich der geplagte Leser merken, während er den Schinken mit verkrampften Armen zu halten versucht; da ist häufiges "Nachschlagen" angesagt. Dennoch adelt diese Zumutung Schätzing nicht zum zweiten Tolstoi - dazu ist er eindeutig zu spät geboren, "edle Langeweile" kommt in diesem Jahrtausend einfach nicht mehr an.
Die Story verläuft - den vielen Personen zum Trotz - recht simpel: Zwei Handlungsstränge - eine Art chinesischer "Emil und die Detektive" als Möchtegern-Agententhriller und ein leicht verpätetes "Odyssee 2001" als gestrige Science-Fiction werden mit harten Wechseln gegeneinander angeklotzt.
Schließlich findet tatsächlich nicht zusammen, was eigentlich nie recht zusammenpassen konnte. Auch die Spannung erschöpft sich auf die läppische Frage, ob man als Leser richtig vermutete: Der Ansatzpunkt für den Terror-Akt wird nämlich eigentlich schon auf den ersten 50 Seiten klar, der politische Hintergrund bereits nach 2/3 des Buchs.
Oft seitenlange Ausflüge in geschichtliche Hintergründe, über technologische Zusammenhänge bis hin zu Lemmas "aller Art" hätten eine strengere Selektion verdient gehabt. Die Leser, die solches an sich interessiert, werden Qualität und Originalität vermissen. Die übrigen fühlen sich nur in der Verfolgung der Handlung gestört, wie man in zahlreichen Kritiken hier bestätigt bekommt.
Auch die notwendige Präzision fehlt. "Geschwindigkeit" misst man nun mal nicht in "Metern". Nach "Überwachungskameras" kann man vielleicht heute noch "schauen", bestimmt aber nicht mehr, wenn die an anderer Stelle des Buches ausführlich geschilderte Subminiaturtechnik längst breit Einzug gehalten hat. Auch das Lektorat hat eindeutig "zu schnell" "gearbeitet": Da brechen Sätze mal einfach ab, an anderen Stellen sabotieren Rechtschreibe- und Grammatikfehler die an sich vorzügliche und ausgesucht sorgfältige Sprache des Autors.
Mich haben vor allem die ständigen Referenzen und Zitate literarischer Vorlagen gestört, die Einverleibung realer Personen, der Ideenklau - das erinnert irgendwie an schlaffe Hollywood-Komödien, in welchen permanent alte Filmszenen "persifliert" werden, weil den Autoren und der Regie ganz offensichtlich selbst nichts einfällt. Dann spielen zufällig beim Dreh verfügbare Stars noch Dutzende Mini-Nebenrollen, das soll dann alles retten. Überhaupt drängt sich der Eindruck auf, Schätzing habe weniger einen Roman als eine Aneinanderreihung von Filmszenen geschrieben. Durch die wortreiche Präzision, die er vor allem den Details von Action-"Einstellungen" gewidmet hat, werden diese notgedrungen schwerfällig und eher mühsam lesbar.
Wer sich nun fragt, warum diese Kritik eigentlich 4 Sterne trägt, sei daran erinnert, dass es - abgesehen vielleicht von besseren Crichton-Werken - nur wenige "Spannungs"-Autoren mit missionarischen Ambitionen gibt, die überhaupt überdurchschnittlich schreiben. Wenn ich einem Simmel also nette zwei Sterne gebe, sind für Schätzing drei Sterne irgendwie zu knapp - selbst bei einem derart "verrittenen" Objekt. 3 1/2 würden dem, was ich zusammenfassend empfinde, noch am nächsten kommen.
Auch wenn er es wohl kaum lesen wird: Ich wünsche Frank Schätzing und seinen Anhängern, dass er sich beim nächsten Buch etwas "weniger" vornimmt - eine flott durchgeschriebene, überzeugende Story mit "lebenden" Hauptdarstellern kann eben durch noch so viel journalistische Hintergrundarbeit nicht ersetzt werden. Statt Dutzender Filme und Bücher wäre ein wirklich gutes wie "Framework" vom großen Meister Crichton als Vorbild sicher geeigneter, wenn man plant, etwas zu schreiben, was die Leser lieben werden.
Kürzen! 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Eigentlich hätte mich das Buch faszinieren müssen: Ich fand die anderen Schätzings OK, SiFi ist auch OK; also frohgemut ans dicke Werk.
Aber es war zääääh. Ein normal dickes Buch kann man wohl nach max. 100 Seiten einschätzen, ob es einem gefällt, bei so einem dicken Schinken quälte ich mich die ersten 200 - 300 Seiten. Danach wurde es erst gegen Buchmitte etwas spannender, aber mein Ehrgeiz hat mich gepackt, ich wollte auch zu diesem Buch eine fundierte Meinung haben.
Und die ist - nachdem ich das dicke Werk nun fertig gelesen habe:
Mit dem Autor sind die Gäule durchgegangen, wenn er zu viele Nebenkriegschauplätze ausleuchten will und missionarischen Eifer für viele Themen an den Tag legt.
Der Lektor ist sein Geld nicht wert - der hätte mind 300 Seiten rauskürzen müssen.
Oder es sollte wie bei Filmen eine normale Fassung und eine Langfassung geben.
So ist das Buch zwar mit toller Story, aber viiiel zu lang.
Nachdem zwei Punkte "It?s OK" bedeuten, ich aber das nicht behaupten kann, gibts leider nur zwei Punkte.