Verlorene Ehre - Verratene Treue. Zeitzeugenbericht eines Soldaten

Herbert Maeger

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Eine kleine Enttäuschung      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Erlebnisberichte aus dem 2. WK sind ja immer was ganz besonderes, unvorstellbar wie es damals zuging.

Auf der Suche nach weiteren Bücher zu dieser Thematik fand ich nun "Verlorene Ehre - Verratene Treue". Für sich genommen, sicherlich kein schlechtes Buch, wenngleich vieles ein wenig oberflächlich behandelt wurde.

Meine Empfehlung, man kann es lesen, nur wer sich mit anderen Büchern zu dieser Thematik beschäftig, sollte auf keinen Fall vorher "Saat in den Sturm" lesen, was ich für wesentlich besser halte. Tut man es doch, bleibt hier eine kleine Enttäuschung zurück, denn "Verlorene Ehre - Verratene Treue" erreicht dessen Qualität leider nicht ganz.

Lesenswert, mit Abstrichen      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Die erste Hälfte des Buches ist eher langweilig. Der Autor beschreibt viele Seiten seiner Kindheit, was meiner Meinung nach am Thema vorbei geht. Auch die Schreibweise ist gewöhnungsbedürftig. Es werden sehr viele Fremdworte verwendet, welche ich für die Berichte eines deutschen Landsers unpassend finde. Auch diese vielen endlosen Schachtelsätze erinnern eher an die Schreibweise von Gestzestexten. Ansonsten ist das Buch inhaltlich sehr gut, auch wird der 2. Teil des Buches etwas spannender. Allerdings nicht zu vergleichen mit Büchern wie z.B."Vergeßt die Zeit der Dornen nicht" oder "Ich kam durch".

Für Zeitzeugenberichte Fans ein Muss      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch reiht sich ein in eine Reihe gut geschriebener Bücher, von jemandem der "dabei" war. Hier kann man die Wahrheit lesen, fern von jedem erdachten politisch unkorrekten Film. Und doch ist es erschreckend, was die Menschen alles Erleiden mußten.
Für Fans eine Empfehlung.

Ein Betrogener erzählt      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Autor meldet sich freiwillig zur Leibstandarte "Adolf Hitler" um seine Mutter vor dem KZ zu bewahren. Er wird während der Grundausbildung geschunden von geistig beschränkten Unterführern und übersteht die Leiden des Russlandwinters 1942/43.
Von dem Bewuasstsein, zu einer exklusiven Eliteeinheit zu gehören, bleibst letzten Endes nichts übrig.
Der Schreibstil ist flüssig, das Buch "liest sich angenehm".
Ein Zeitzeugenbericht von großem Wert.

fesselndes buch      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
bei diesem buch wird man in die zeit versetzt und kann sich vorstellen, was die soldaten damals durchgemacht und erleben mußten! wirklich gut und preiswert!

Ein Überlebensbericht      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wer so ein Buch schreiben kann, ist ein Überlebender aus tausendfachen Gefahren. Die Gefallenen können nicht mehr berichten. Besteht ein Unterschied zwischen den beiden? Ja, nach der Wahrscheinlichkeit schon. Bei hundert Nahkampfeinsätzen ging die Überlebenswahrscheinlichkeit gegen Null, bei einem LKW-Fahrer und als Sanitäter im Lazarett war sie deutlich höher.

Ein intelligenter unerfahrener junger Mann wird in die Hölle geworfen. Er lernt die Risiken einschätzen und versucht sie für sich zu vermindern, mit Erfolg. Das erscheint zwar nicht besonders heldenhaft, ist dennoch ein ziemlich vernünftiges Verhalten. Diese Rezension könnte z. B. gar nicht geschrieben werden, wenn mein Großvater väterlicherseits sich in den drei Jahren, in denen er im Ersten Weltkrieg in den Schützengräben Flanderns und an der Somme lag, als Freiwilliger zu Himmelfahrtkommandos gemeldet hätte. Wie Herbert Maeger war mein Großvater stattdessen bestrebt, nicht besonders aufzufallen, aber dann seinen Mann zu stehen, wenn es erforderlich und unvermeidbar war. Das scheint die erfolgreichste Überlebensstrategie bei sich häufig wiederholenden mörderischen Kampfeinsätzen der militärischen Einheit zu sein, zu der man gehört. Wer dann überlebt, hat das dann auch noch einer fast unglaublichen Aneinanderreihung von glücklichen Zufällen und Wendungen zu verdanken. Ein Mißgeschick bedeutet oft schon den Tod.

Das Buch ist mit einem grauenvollen Realismus geschrieben. Gefangenerschießungen von beiden Seiten und schreckliche Schicksale von Verwundeten haben sich mir besonders eingeprägt. Eine eindrucksvolle Kriegsbiographie, nur noch übertroffen von Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet.



Meisterstueck      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Es ist ein sehr gutes Buch. Sehr empfehlenswert. Es zeigt, wie der Zweite Weltkrieg wirklich ausgesehen hatte. Unverschoent und oft sehr grausam dargestellt. Fuer jeden, der an diesem Krieg interessiert ist ein Muss zum Lesen.

Bewegend aber nicht allerklärend      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Es handelt sich um den spannenden und authentischen Zeitzeugenbericht eines jungen Soldaten, der den zweiten Weltkrieg bei der Waffen-SS miterlebte.
Insgesamt dürfte für den historisch bewussten Leser der unmittelbare Einblick in den Alltag der SS-Einheiten interessant sein. Der Autor macht auf die heute oft leichtfertig ausgeblendete Inhomogenität innerhalb der Organisation aufmerksam, welche sich auch direkt aus dem Handlungsverlauf ablesen lässt. Zum einen erfahren wir nüchtern geschildert vom Überlebenskampf und Kampf mit widrigen Umständen in Russland, anderseits von Stationen wie dem Aufenthalt an der Offizierschule der SS (eine Station, der der Autor in seinem späteren beabsichtigten Werdegang zum Militärarzt durchlaufen sollte), wo wohl auch personell gänzlich andere Strukturen und Auffassungen vorherrschten, mit denen H. Maager dann selbst in Konfrontation geriet.
Indes von der Vernichtungsmaschinerie der KZ's will der Autor nichts gewusst haben. Ich glaube es ihm, auch wenn ich glaube, dass sich derartige Vorgänge in einem militärischen Bereich, der dafür die Verantwortung trägt, mit der Zeit auch in die unterste Ranggruppe hinein herumsprechen müssten. Ich mag mich allerdings irren.

Das Buch zeigte mir auch sehr aufschlussreich, dass der zweite Weltkrieg für den einzelnen Soldaten nicht nur "der Kampf" war und offenbart die Gesamtheit der Lebenswirklichkeit, so z.B. auch den Umgang mit Zivilbevölkerung, anhand dessen Schilderungen deutlich wird, dass wenigstens nicht in dieser Einheit, der der Autor angehörte, Mord und Brandschatzen als Standardvorgehen betrieben wurden. Man arrangiere sich in Übereinkunften mit der Zivilbevölkerung, um bspw. im rückwärtigen Frontraum in deren Häusern zu nächtigen.
Wohl hängt es entscheidend mit den Führern der Einheiten und Teileinheiten zusammen, wie genau in solchen Situationen die Waffen-SS auftrat. Hier hatte der Autor anscheinender eher Glück, da seine direkten Offiziere zumeist Männer von Integrität zu sein schienen. Wiederum ein Kennzeichen von den unterschiedlichen mit dem Dienst verbundenen Selbstauffassungen in der SS.

Ebenfalls sehr interessant sind die vom Autor benannten und im Inhalt hervorgehenden mitunter kriegsentscheidenden Faktoren mangelhafter Ausrüstung oder schlicht strategischer Versäumnisse der obersten Führung, auf die der einzelne Soldat oder Verband keinen Einfluss hatte, die für ihn aber das Lebenschicksal und die Lebenswirklichkeit entscheidend prägen.

Das Buch ist ein spannendes und bewegendes Zeugnis, dass ich jedem Interessierten zu lesen empfehle.

Mir fiel bei der Lektüre allerdings ein Widerspruch auf, es mit einem im belgischen Gymnasium zur Vorkriegszeit aufklärerisch gebildeten und auch so intelligenten und raflektierenden jungen Mann zu tun zu haben, der aber andererseits nie in einen wirklichen Identitätskonflikt zu seiner Rolle als Soldat der Waffen-SS gekommen zu sein scheint. Gerade da es sich um einen Soldat der LAH (Leibstandarte Adolf Hitler) handelte, fragte ich mich häufiger, wie der Autor ideell zum Dienst für "den Führer" (der Autor dürfte wohl auch "Mein Kampf" gekannt haben)stand und ob er daraus nie die Überlegung ableitete, sich wissentlich zum Instrument für eine fatale und mit der Aufklärung kaum vereinbare Weltanschauung zu machen.
Ich hätte erwartet, dass hier eine stärkere politische Reflektion erfolgt wäre, die letzlich die Entscheidung zur (später verratenen) Treue erklärt.

Was für ein unglaubliches Glück...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
... der Autor doch immer hatte! Nun gut, wir leben heute in einer anderen Zeit und können uns nur auf unsere Erfahrungsberichte der Vorväter stützen.

Wie auch immer, Mäger beschreibt eindrucksvoll die Realität des Kriegsaltags mit allen Schikanen, allem erleideten Leid und der ganzen Härte. Auch die Einsätze (oder welche er nicht machte) scheinen zumindest sehr realitätsnah. Was das ganze Buch unschön macht ist, wie er die Umstände beschreibt. Nach dem Motto, alles war schlecht, planlose Führung, Misstände bei der Verpflegung etc. Ein Buch was also in die gleiche Kerbe schlägt wie viele andere Autoren vor ihm.

Fazit: Gut zu lesen, aber aufgrund des oben beschrieben Kommentars doch mit vielen vergleichbar.

Daher 3,5 Sterne.

Ein Soldat der LAH berichtet      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Maeger berichtet sehr anschaulich und eindringlich über seinen Einsatz bei der LAH an der Ost- und Westfront. Sprachlich auf hohem Niveau vermittelt er die Grauen des 2. Weltkrieges. Die Kriegsverbrechen der Rosten Armee werden allerdings etwas nebenbei abgehandelt und wirken so bagatellisiert. Wer sich mit dem Thema 2. Weltkrieg und Waffen-SS beschäftigen will, sollte das Buch lesen. Als Ergänzung empfehle ich auch Brunneggers "Saat in den Sturm". Ich gebe 3 Punkte.

Die Texte sind Eigentum von Amazon.de.
Die Wiedergabe erfolgt gemäß dem Web Services Licensing Agreement von Amazon und ohne Gewähr.

 Hauptseite "Verlorene Ehre - Verratene Treue. Zeitzeugenbericht eines Soldaten"   Seite 2