Der nackte Berg: Nanga Parbat - Bruder, Tod und Einsamkeit

Reinhold Messner

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Reinhold Messner Der nackte Berg      2 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wenn Sie sich in die Gedanken- und Gefühlswelt eines der besten Bergsteiger der letzten Jahrzehnte einfühlen wollen, oder einfach eine spannende Berggeschichte lesen möchten, dann können Sie das Buch gerne kaufen.
Wenn Sie aber wissen wollen, was damals wirklich geschah, wie sich die anderen
Expeditionsteilnehmer verhielten, so sollten Sie es sehr genau und kritisch lesen und am besten mindestens ein weiteres Buch über die Geschehnisse zur
Kontrolle in die Hand nehmen.
Wenn Sie ganz wenig Zeit haben, dann lesen Sie nur die erste Seite ("zu diesem Buch")und Sie finden schon gleich eine grobe Unwahrheit.... Beim ungeplanten Abstieg über die Westseite, zu dem sie das Wetter zwingt,...
(In Zeit der Überschreitung war das Wetter gut und nicht einmal Messner schreibt, dass er vom Wetter über die Diamirwand hinabgetrieben wurde.)
Oder: Kann man 100 m entfernten Kameraden zurufen, dass man am Gipfel war, dass sie eine andere Route, nämlich links vom Süpdgipfel wählen sollten, ihnen aber nicht klarmachen, dass man dringend Hilfe braucht, sondern rufen : alles in Ordnung ??
Schade, dass Reinhold Messner, der mit der Überschreitung eine unglaubliche Leistung vollbracht hat, nie den Mut gefunden hat, die Wahrheit bezüglich Günther zu erzählen. Kein Bergsteiger hätte ihm je ernsthafte Vorwürfe machen können.



Interessantes Buch, aber...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
...der Herr Messner. Vorweg: Dies ist das zweite Bergsteiger-Buch überhaupt und mein erstes Messner-Buch. Auch kann ich mich sonst nicht weiter als fachkundig bezeichnen und von der ganzen "Günther-Messner-Geschichte" wusste ich vorab auch nur, dass Reinhold Messner da in irgendeiner umstrittenen Geschichte drin hängt. Demnach kann ich glaube ich sagen, dass ich recht unvorbelastet in das Buch eingestiegen bin.

Das gesamte Buch ist sehr spannend und mitreißend erzählt, interessant bebildert und gut geschrieben. Schade nur, dass Herr Messner mir sehr hochnäsig rüberkommt. Ich verstehe sein Anliegen in dem Buch so, dass es ihm darum geht einige Dinge richtig zu stellen, was allerdings völlig in die Hose geht. Im Gegenteil finde ich seine Geschichte stellenweise unschlüssig und nicht ganz nachvollziehbar. Man neigt dazu teilweise den von ihm ausgewählten Zitaten seiner (zerstrittenen) Kompagnons mehr glauben zu wollen als umgekehrt. Ich glaube, dass war so nicht vorgesehen...

Ich jedenfalls besorge mir jetzt erstmal eine der zahlreichen Gegendarstellungen und bin froh, dass ich mir das Buch nur ausgeliehen habe!

Sehr gut, sehr informativ, aber auch die Wahrheit?      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich habe schone einige "Bergbücher" (auch von Messner) gelesen, aber abgesehen von "In eisige Höhen" hat mich noch keines so gepackt wie dieses hier. Die beiden Brüder steigen gemeinsam auf, aber nur einer kommt zurück und keiner weiß genau, was hier wirklich passiert ist. Wahrscheinlich weiß es nicht einmal Reinhold Messner genau.
Aber er schildert hier seine Sicht der damaligen Ereignisse. Der einzige der dabei wirklich schlecht wegkommt, ist Herrligkofer. Schuldzuweisungen, wie sie schon öfter in Interviews zu hören waren, gibt es in diesem Buch nicht. Wahrscheinlich gibt es auch keinen Schuldigen im Sinne des Wortes. Wer auf einen 8000er steigt, muss damit rechnen (und rechnet in der Regel auch damit) nicht mehr herunterzukommen. Günter Messner hatte wohl einfach Pech.

Warum kann Reinhold Messner dieses ganze Geschehen niemal hinter sich lassen? Wahrscheinlich, weil er sich selbst den Tod des Bruders nicht verzeihen kann. Das ist wohl das Drama seines Lebens, welches er - trotz aller Erfolge - niemals überwinden wird.


Fesselndes Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich hatte das Buch in zwei Tagen gelesen. Ich finde zwar, als Leihe hat man manchmal Schwierigkeiten den Beschreibungen zu folgen und auch zu verstehen was gemeint ist, aber im großen und ganzen ein wirklich gutes Buch. Vorallem der reale Hintergrund gibt dem Buch etwas besonderes.
Ich kenne das Buch bezüglich der Gegenaussage nicht, aber ich finde die Erklärung von Reinhold Messner plausibel und glaubwürdig. Weiter glaube ich, dass keiner außer ihm überhaupt berechtigt ist eine Aussage zu treffen, da nur er das Geschehne erlebt hat.
Ein wirklich gutes Buch, was mich als Leihe des Bergsteigens dazu verleitet weitere Bücher von ihm zu lesen.

Tolles Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Eigentlich bin ich kein Bücherwurm,lese vieleicht 1 Buch im Jahr im Urlaub.Dieses Buch aber habe ich förmlich verschlungen.Es ist spannend erzählt un leicht vertändlich geschrieben.
Das Buch ist nicht nur für bergsteiger/Wanderer empfehlenswert.
Ich kann es nur empfehlen.

Zum Inhalt selber möchte ich nichts schreiben,haben eh schon viele vor mir getan.

Faszinierend aber unvollendet      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Große Schrift, und jede Menge Bilder. Gut geschrieben, und eine faszinierende Darstellung der bergsteigerischen Geschichte des Nanga Parbats, wo Messner seinen Bruder verlor am Ende eines zermürbenden Abstieg. Schade aber dass die Erzahlung sich etwas unfertig anfühlt. Wahrscheinlich deshalb weil wir auch andere Bücher kaufen werden, die er er über dieses Abenteuer geschrieben hat.

Sein bestes Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Messner schreibt in diesem Buch spannend von der größten Tragödie seines Lebens. Absolut packend. Wer dieses Buch liest erfährt einiges übder den Menschen Messner und seiner Geschichte am Nanga, die für ihn den Wendepunkt in seinen leben bedeutete. Dazu schreibt er über die ersten Besteigungsversuche des Nanga Parbat. Ausserdem viele photos, Zeichnungen und Karte.
Für mich sein bestes Buch

Keine Sympathie für Messner aber trotzallem ein gutes lesenswertes Buch      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Nach "In eisige Höhen" von Jon Krakauer und "Totgesagt" von Lincoln Hall bin ich eher skeptisch an die Messner Bücher herangegangen, da er mir eher unsympathisch ist. Die Gliederung des Buches gefällt mir nicht so sehr wie die der anderen Autoren, da ich zwar die Überschriften sehr fesselnd finde, aber dann meist nur ein zwei Seiten der Erklärung folgen.Außerdem ist mir die ganze Schreibweise zu theatralisch. Wo bleibt die Emotion? Oder ist dies die Emotion? Mir fehlt halt einfach eindeutig der Zugang zu Messner! Ich empfinde dieses Buch von Anfang an als Rechtfertigung, obwohl ich die Tragödie um seinen Bruder kenne und auch der Meinung bin, dass es nicht rechtens ist irgendjemand eine Schuld zu zu schieben. Auch Günther Messner muss sich der Konsequenzen im klaren sein, wenn er so eine Expedition unternimmt und meine Vorredner die sicher noch nie an einem Berg waren, geschweige denn einen in dieser Art und Weise bestiegen haben, erklären dann großmütig was Messner doch hätte tun können (selbe Abstiegsroute wählen wie Aufstiegsroute zBsp). Das ist solch hohler Schwachsinn! Auch wenn ich ihn nicht mag, vertraue ich doch dort auf seine Erfahrung, zumal auch die Tragödie von 1996 am Everest sicher auch anders ausgegangen wäre, wenn die Teilnehmer früher abgestiegen wären oder aber eben auch nicht. Unter solchen Extremsituationen arbeitet der Verstand anders auch wenn er an solche Umgebungen trainiert wurde.

Ich empfehle trotzallem dieses Buch, da es den Anspruch von Spannung und Darstellung des Erlebten durchaus erfüllt.Ich empfinde auch nach diesem Buch keine Sympathie, doch das ist eher "menschliche Chemie", d.h. nicht das seine Bücher schlecht sind.

Auf die Gefahr hin...      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
... die Meinung anderer Rezensenten zu wiederholen. Ja, es ist ein gutes Buch, und ja, es hat seine Schwächen.
Gut ist "Der nackte Berg", weil es eine einerseits sehr persönliche Sichtweise auf die Ereignisse im Jahr 1970 wiedergibt, weil es natürlich auf die vorangegangenen Kontroversen eingeht, weil es eine Aufarbeitung ist
Und darin liegt auch die Schwäche des Buchs - wieso lässt sich Messner tatsächlich 30 Jahre Zeit, auf die Version des Expeditionsleiters Herrligkofer zu reagieren, warum braucht er noch einmal 10 Jahre nach dessen Tod?

Und das sind nur die Fragen, die sich auf Messners Buch beziehen. Und nicht die ganz generellen Fragen, die sich einem nach der Lektüre von "Der nackte Berg" und Krakauers "Into Thin Air" stellen, nach Verantwortung, Planung, Führung. Nach den ethischen Fragen wie "wenn ich Dir helfe, sterben wir beide".

Trotz einiger negativer Kommentare...      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
... finde ich das Buch sehr gelungen und mitreissend.
Reinhold Messner gewährt aus seiner Sicht einen tiefen Einblick in die Geschehnisse von damals, als er seinen Bruder verlor. Kann man überhaupt von Schuld sprechen? Jeder ist für sich selbst verantwortlich, keiner wird gezwungen, auf den Berg zu steigen. Es sind leider auch noch viele andere Seil- und Bergpartner abgestürzt. Wenn es eine Schuld gibt, ist es dann nicht letztendlich die eigene Abenteuer- und Bergsucht, die einen bewegt, trotz aller offensichtlichen Risiken, sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Tod einzulassen?
Es war das erste Buch von R. Messner, welches ich gelesen habe. Danach folgten noch etliche andere von ihm und anderen Autoren. Kammerlander, Krakauer, Kienlin, Diemberger.... jeder hat eine eigene, zum Teil tragische Geschichte zu erzählen.

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