Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Sabine Bode

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde.

Lesen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Nachdem ich als Betroffener Bodes Buch "Kriegsenkel" gelesen hatte und dieses mir viele Fragen meiner Biografie klarer macht, habe ich dann sofort im Anschluss das Buch "Die vergessene Generation" lesen müssen.

Von Konzept ähnlich aufgebaut wie Kriegsenkel, beschäftigt es sich primär mir den - bis heute oft unverarbeiteten - Schicksalen der Kriegskinder, also der Menschen, die zwischen 1930 bis kurz nach dem Krieg zu Welt kamen und zeigt exemplarische Schicksale auf inkl. der Konsequenzen, die dies für die Betroffenen und auch deren Kinder hatten.

Mir ist noch mehr klar geworden, wie der Schrecken des Krieges und der Zerstörung in uns Deutschen gegenwärtig ist und wie er bei Eltern und Kindern das Leben und seine Perspektiven bestimmt.

Bode hat sich ihren schriftstellerischen Schwerpunkt einem sehr wichtigen Thema, dem Einfluss von (oft verdrängten) Kriegstraumata auf das Leben der Betroffenen und der nachfolgenden Generationen ausgerichtet.

Es handelt sich um wichtige und auch klärende Bücher, deren Lektüre ich unbedingt empfehle. Das gilt ebenso für das dritte Buch zum Thema "Die deutsche Krankheit - German Angst".

Leseempfehlung!

Eltern verstehen lernen      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Hallo, mir hat das Buch ganz einfach geholfen, zu verstehen warum meine Eltern manchmal so reagieren, wie sie reagieren. Trotzdem das ich schon erwachsen bin. Und gerade weil meine Eltern gelegentlich eigenartig sind.

Endlich die Antworten auf ewig lange Fragen!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wirklich gut recherchiertes Buch mit vielen Antworten auf Fragen, die uns -- den Nachkommen der Kriegsgeneration -- sicherlich schon viele Jahre geplagt haben. Sabine Bode schlüsselt das bis jetzt ignorierte Thema der Kriegskinder auf und hat bei ihren Interviews mit ehemaligen Kriegskindern die oft nicht wahrgenommene Traumatisierung dieser Zeit entdeckt. Die teilweise daraus resultierenden Verhaltensstörungen gaben mir jedenfalls eine Erklärung für vieles, das in unserer Familie schief lief. Lange überfälliges Buch!

Neuer Blick auf alte Generation      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieses Buch war für mich sehr hilfreich. Ich habe meine Kindheit nach dem Lesen in einem allgemeinen Kontext sehen können. Nun endlich weiß ich, wo die unseligen Erziehungsmethoden herkommen, mit denen ich aufwuchs. Da ich auch schon einen Teil meiner Autobiographie geschrieben hatte, muss ich diese nun überarbeiten. Habe das Buch an viele Bekannte und Verwandte weiter empfohlen.

Tolles Thema aus dem man hätte mehr machen können      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Was für ein tolles Thema. Und was für ein enttäuschendes Buch. Frau Bode hat sich viel Mühe gegeben und einiges zusammengetragen. Aber wie meine Vorkritikerin meiner Meinung nach schon richtig bemerkt hat: Es geht mehr um die Deutung eines Traumas. Beides: Erlebtes und Deutung wäre besser gewesen. Außerdem ist das Buch für mein Empfinden sehr langweilig geschrieben. Es liest sich zäh. Schade!

Ein sehr wichtiges und wertvolles Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse verschlungen.
Großartig!
Selber ein Kind von Kriegskindern (-->im Buch geht es speziell um die Jahrgänge 1933-1945), hat es mir sehr viele Erkenntnisse gebracht, die mir vorher einfach nicht bewußt gewesen sind.
Man muss sich das mal vorstellen: ALLE Deutschen waren vom Krieg betroffen, Millionen haben traumatische Erlebnisse. Die Kinder haben damals mitgeholfen, Tote zu begraben, Brand, Hitze und Staub erlebt, Todesangst gehabt, Väter, Mütter, Geschwister und Freunde verloren. Und es wurde nie darüber gesprochen, ihre persönlichen Erlebnisse -die uns bis heute beeinflussen- wurden nie aufgearbeitet. Erst jetzt brechen sie ihr Schweigen.

Ein kleines Buch mit großer Wirkung. Danke.
Unbedingt lesen!

ein wichtiges, aufregendes Buch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Einen großen Dank an Sabine Bode, die mir als 1960 geborener über mögliche aber nie ausgesprochene Traumata unserer Elterngeneration auf sensible, kluge und gut recherchierte Art Erklärungen anbietet, von denen ich im Augenblick nur spüren kann, dass sie tatsächlich auch in unserer Generation von enormer Bedeutung für unsere psychische Befindlichkeit sind. Ein aufwühlendes und wichtiges Buch!

so notwendig      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich, Jahrgang 1966, habe lange Jahre immer wieder vor den Mauern gestanden, die die Generationen wohl immer voneinander trennt.
Die Kriegsgeneration, die Kinder des Krieges, hatten nie ein Sprachrohr.

Sabine Bode gibt ihnen, wenn auch in einer sehr analytischen Form, endlich eine Stimme.
Ich habe endlich verstanden, warum manche dieser Mauern schwer oder gar nicht einzureißen sind. Unverarbeitete Traumata, Verdrängung und Schweigen - das ist geblieben von den teilweise sehr weit ins Unterbewußtsein verdrängten Erlebnissen. Es gab ja immer andere, denen es schlechter ging, die mehr im "Rampenlicht" standen. Die Kinder dieser Zeit, die in den Bunkern und Kellern angstvoll ausharrten und nichts erklärt bekamen (wie auch, wer konnte das schon erklären, was vor sich ging, wer konnte sagen, wann es enden würde und wie) durften nie leiden.
Ich habe bei der Lektüre sehr emotional reagiert, dieses Buch hat viele Ahnungen bestätigt und mir das Mitgefühl gegeben, mit dem ich heute diese Generation in einem ganz anderen Licht sehe.

Gut, dass dieses Thema endlich bearbeitet wurde.

Erhellend      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
In diesem Buch habe ich viele Antworten gefunden. Vieles was ich mir schon gedacht hatte wurde bestätigt. Viele neue Erkenntnisse haben sich aufgetan.
Das Buch hat mir auch dabei geholfen, mehr Verständnis für die Deutschen und Deutschland zu entwickeln.
Auch ich kann mich an die paar wie nebenbei erwähnten Sätze meiner Großmutter und meiner Eltern erinnern, in denen das Grauen von Kriegs- und Nachkriegszeit ganz am Rande erwähnt wurde - aber so merkwürdig gefühllos, als wäre es alles gar nichts gewesen. Dahinter verbargen sich Welten der Angst und des Entsetzens - zu schwer zu ertragen um mehr davon wieder an die Oberfläche dringen zu lassen.
Das Buch wird vielen Menschen dabei helfen, ihre Familiengeschichte besser zu verstehen und vielleicht auch Frieden damit zu schließen. Es wird dazu ermutigen, in der Familie - soweit die Zeitzeugen noch leben - weitere Fragen zu stellen und Zusammenhänge zu begreifen.

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