Überleben ums Verrecken: Das Survival-Handbuch
Rüdiger Nehberg
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Soweit ganz gut, 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Vielleicht lag es daran das ich zu euphorisch war und mich auch ein wenig zu sehr auf das Buch und deren bahnbrechende Erkenntnisse gefreut habe aber ich hab das Buch nicht ganz genau 100%ig durchgelesen und letztlich einen fanden Nachgeschmack wenn ich an das Buch denke.
Rüdiger Nehberg schreibt witzig und durchaus auch anschaulich aber wenn man wissen möchte wie Otto Normalverbraucher ohne Hilfsmittel zurechtkommen soll im Wald, dann braucht er nicht zu wissen das es irgendwo auf dem Planeten ein unfaires Regime regiert welches auch Folter anwendet oder wie man eine Flucht planen soll. Wohlgemerkt planen. DIE Tips mit denen die Flucht auf jeden Fall gelingt, die stehen dann auch nicht im Buch. Wie sollten sie auch da der Autor ja nicht jedes Gefängnis und jede Situation entschärfen kann.
Für den heimischen Wald gibt es dann allerdings schon einige nützliche und vor allem sehr praktische Lösungen und Tipps mit vielen guten Skizzen erklärt. Da kann Rüdiger dann voll punkten, ist ja auch sein Metier. Essen finden hätte ruhig etwas ausführlicher beschrieben werden können. Leider gibts dann immer nur Hinweise auf sein bereits veröffentlichtes Lexikon oder andere Werke von ihm. Naja, er muss ja auch von was leben der Rüdiger.
Fazit:
Wer einen Richtigen, gefährlichen, waghalsigen und unglaublich weiten Trip rund um den Globus plant der kann das Buch ruhig kaufen und lesen und wird etwas neues vermittelt bekommen und auch aus anderen Blickwinkeln seine Reise betrachten. Allerdings reicht dann für so einen Trip dieses Buch allein auch nicht aus.
Wer im Wald um die Ecke mal 5 Tage kampieren möchte, für den sind 60% vom Buch wichtig. Den Rest kann man sich dann für kalte Wintertage und einen warmen Tee aufheben.
Mann o Mann, was für ein Mann... 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Unterhaltend, spannend, nichts für Zartbesaitete Naturen!
Man braucht starke Nerven, um wirlich nicht unterzugehen.
Have a nice time...
Klassiker mit guter Alltagstauglichkeit 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Nehbergs Klassiker "Überleben uns Verrecken - Das Survival Handbuch" (ehemals auch bekannt unter dem Titel "Die Kunst zu überleben") gefällt zunächst einmal durch die Selbstironie des Autors: Er nimmt sich nicht allzu ernst und wirkt alles andere als selbstgefällig oder arrogant. Das soll jedoch nicht bedeuteten, dass die vermittelten Informationen ihr Geld nicht wert sind oder gar ins Lächerliche abdriften. Im Gegenteil: Kurz aufbereitet findet man sich in den nachfolgenden Kapiteln schnell zurecht:
1. Vor der Reise
2. Reisearten
3. Im Ausland
4. Landschaftstypen
5. Freund Natur
6. Feind Mensch
7. Tod und Zukunft
Nehberg begreift Survival in seinen Kernelementen - sprich: Überleben im Freien, unter Zeitdruck und teils im feindlichen Gebiet, Mensch- Umgebungs- und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Ein großer Fokus wird aus das Ausland gelegt - ist auch irgendwie verständlich denn extremen Survival wird im komplett erschlossenen Deutschland wohl nicht drin sein. Einiges in seinem Buch geht in den paramilitärischen Bereich (Folter, Ausbruch, geheime Nachrichtenübermittelung, Posten ausgeben etc.) und wird dem Durchschnittsreisenden wohl (hoffentlich) erspart bleiben. Sehr schön ist auch zu beobachten, dass sich Nehberg an den tatsächlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes, den harten Fakten orientiert und nicht an theoretischen akademischen Gebäuden wie der Staaten- oder Rechtslehre. Ein Beispiel: In bestimmten Ländern / Regionen / Gebieten muss man Fahrerflucht begehen oder die Beamten bestechen. Vielleicht nicht legal aber eben wie der Titel schon verrät Überleben um Verrecken! Vor allen die in Entwicklungs- und Schwellenländern noch weit verbreitete Lynchjustiz spricht Nehberg an einem konkreten Beispiel in drastischer Form an... Ganz wichtig ist zu erwähnen, dass alles was dem Bereich Erste Hilfe zuzurechnen ist NICHT behandelt wird und in das Buch "Medizin Survival" ausgelagert wurde.
Einiges in Nehbergs Werk wirkt fast schon etwas zu banal - doch wie im wirklichen Leben stolpert man im Erntfall meinst über die kleinen Dinge die man selbstverständlich vorausgesetzt hat und einem dann doch fehlen. Psychologisch ist die Vermittlung solcher Grundkenntnisse jedenfalls nicht verkehrt - wenngleich Surival-Experten die ein oder andere Seite schnell umblättern werden. Das O und A ist auf jeden Fall eine praxisnahe Ausrüstung sowie eine gründliche Vorbereitung auf Klima, Bevölkerung und Fauna. Hier verweist der Autor ausführlich auf seinen so genannten Überlebungsgürtel. Das Buch krankt meiner Meinung nach jedoch an einem anderen Problem: Für wirkliche Einsteiger sind die abgebildeten Zeichnungen (besser Skizzen) zum Nachbau bzw. zum Verständnis zu grobschichtig. D.h. entweder setzt der Nehberg voraus, dass man sich dieses Wissen (z.B. detaillierter Bau von Unterkünften, Spurenlesen, Seilkunde etc.) woanders holt oder er wollte das Buch kompakt halten - wobei die vorliegende Taschenbuchausgabe auch schon so knapp 500 Seiten umfasst.
Fazit: Die eingestreuten Anekdoten, die Gewissheit, dass hier kein Dampfplauderer sondern ein Mann aus der harten Praxis spricht sowie der insgesamt flotte Lesestil, lassen diesen Survival-Klassiker zum Lesevergnügen werden. Wer es noch komprimierter haben will, den empfehle ich den Extrakt im Lexikonstil - erschienen unter dem Titel "Survival-Lexikon". Kritikpunkte muss sich Nehberg jedoch gefallen lassen, dass einige Punkte einfach zu kurz umrissen oder gar nur schematisiert sind. Um entsprechende weitere Literatur kommt man also Neueinsteiger also nicht drum rum.
Toller Schreibstil, gute Infos 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Sehr lustig und auch informativ geschriebenes Survivalbuch. Man freut sich immer schon auf das nächste Kapitel.
Was mich etwas enttäuscht hat war, dass weniger auf Überlebenssituationen als viel mehr auf das richtige Herangehen an Adventurereisen (Arktisdurchquerungen, Jungelreisen, Reisen in Entwicklungsländern...) eingegangen wird.
Allerdings enthält es nichtsdestotrotz massenweise brauchbare Informationen wie man sich in gewissen Situationen richtig verhalten muss um mit einem blauen Auge davonzukommen (ein Beispiel seiner Erzählungen ist, dass in einem Schwellenland ein Reisender einen Autounfall mit Todesfolge des Passanten verursacht hatte und als der Reisende Autofahrer die Polizei im nahegelegenen Dorf holen wollte fand er seine Frau die beim Auto wartete anschließend neben seinem Auto am Baum hängend vor, vom Mob der aufgebrachten Ansässigen ermordet)
Fazit: Tolles Buch vor allem für viel Reisende in zwielichtigen Ländern, allerdings gibt es für richtiges Survival in Extremsituationen bessere Bücher die mehr Bereiche abdecken, siehe Gerhard Buzek "Das große Buch der Überlebenstechniken"
Danke
Peter
Nur teilweise ein Survival-Handbuch - viel überflüssiger Ballast 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Ja interessant und spannend ist es schon, wenn Altmeister Nehberg über Survival schreibt. Wohlgemerkt: Wenn er ÜBER SURVIVAL (!) schreibt. In diesem Buch tut er das nur teilweise. Es gibt jede Menge Kapitel, die in einem Survival-Handbuch nichts verloren haben. Damit meine ich wohlgemerkt nicht die netten Anekdoten aus dem Globetrotter-Leben mit denen Nehberg (gekonnt) seine Texte würzt. Nein, ich meine die Kapitel, in denen er ins Schwafeln kommt, ins Weltverbessern - und in Binsenweisheiten. So erfährt der geneigte Leser in dem Kapitel "Sexualität auf Reisen", dass von ungeschütztem Verkehr ab- und Kondome anzuraten seien. Na sowas! Von interkulturellen Ehen sei abzuraten, so die Quintessenz eines eigenen Kapitels zu diesem Thema. Zwischendurch verliert er sich in Betrachtungen über Folter - die noch nicht mal von ihm selbst, sondern von Roger Willemsen stammen - und ganz am Ende philosophiert er noch in eigenen Kapiteln über Altern, Sterben und Tod. Was hat all dies in einem Survival-Buch verloren?
Und noch etwas stört: Es wiederholt sich vieles wieder und wieder - machen Sie sich zum Beispiel mal den Spaß, nachzuzählen, wie oft der Tipp "dass-eine-Nadel-mit-großem-runden-Kopf-eine-wirksame-Waffe-sein-kann" in dem Buch vorkommt. Da scheint der Lektor des Verlags gepennt zu haben - und nicht nur da.
Sorry, Rüdiger: Punktabzug! Wer ein knackiges Survival-Handbuch sucht, dass er vielleicht auch mit auf Reisen nehmen will, sollte sich ein anderes Buch kaufen.
Er ist sehr arrogant geworden 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Generell sind die Bücher von Rüdiger Nehberg zum Thema Survival zu empfehlen, da sie die Sachverhalte nicht einfach trocken abhacken sondern in ihnen noch Erlebnisse aus den Abenteuern des Autors enthalten sind. Also befindet sich auch das etwas ältere Werk "Survival - Die Kunst zu Überleben" in meiner Büchersammlung. Ich wurde erst sehr mürrisch da sich viele Inhalte des neuen Werkes mit den des alten deckten. Dies ist aber kein dauerhafter Zustand außerdem ändern sich auch selten die Methoden eine Mauer erfolgreich zu überwinden und nicht alle Leser haben das alte Werk des Schreiberlings gelesen. Aber noch ein Vergleich ist angebracht und könnte Nehberg-Neulinge nerven. Es ist die oft überhebliche Art, von der im alten Buch keine Spur war. So beginnt das Buch mit einer Anekdote des Autors in der Schüler Herr Nehberg angeschrieben haben, um sich Tipps in Sachen Ausrüstung zu besorgen. Das Ziel der Reise verschweigt der Schriftsteller des Effekts wegen bis zum Ende. Erst begründet er seine Ablehnung den beiden Schülern zu helfen, da er niemanden den Ausrüstungsplan macht, der zu faul sei dann kommt er abschließend doch noch zum Reiseziel der Hilfesuchenden; Frankreich. Zugegeben keine besonders gefährliche Reise aber kein Grund jemanden zu belächeln, der nicht mit Machete durch den Amazonas reist. Die bei mir immer gern gesehene Kritik an Möchtegernalternativen kommt auch bei ihm zu Wort allerdings wirkt er oft sehr dogmatisch bei seinen Personenbeurteilungen. Dass heißt jeder, der nicht die super (lockeren) Ansichten eines echten Survivors (also Er) hat oder diese akzeptiert ist ein Esel.
Inhaltlich gibt es sicherlich auch bessere Literatur zum Thema aber wie ich bereits erwähnte ist damit zu rechnen, dass diese trockener als dieses Werk daherkommt.
Gut, aber am insbesondere gegen Ende zu sehr Kriegsbuch 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Vorab: Auch ich zolle den Leistungen und dem Wissen Rüdiger Nehbergs großen Respekt und das Buch ist auch gut; trotzdem hatte ich mehr, oder zumindest etwas anderes, erwartet. Es kann natürlich sein, dass ich falsche Vorstellungen hatte, aber ich wollte hauptsächlich etwas über Überlebenstechniken in der Wildnis lernen und dachte dabei nicht hauptsächlich an Bedrohung durch Mitmenschen, sondern eher an Nahrungsbeschaffung, Unterkunft bauen etc. Dies wird natürlich auch beschrieben, jedoch lange nicht so ausführlich wie z.B. wie man durch Minenfelder kommt oder wie man sich in heruntergekommen Gefängnissen verhalten sollte. Was ihm anscheinend auch sehr wichtig ist, ist wie man Leute besticht, beschwichtigt oder umbringt. In fast jedem Kapitel wird darauf eingegangen, wie man mit Feinden umgeht, die einen umbringen, foltern oder ausrauben wollen. Es wird auch Leute geben die sich in der Wildnis herausfordern wollen ohne dass es gleich um Mord und Totschlag geht. Aber Nehberg ist nunmal ein Extrem-Survivor. Trotzdem ist das Buch gut und zu empfehlen, da es wirklich fast alle Bereiche abdeckt, auch wenn die brutalen meiner Meinung zu ausführlich behandelt werden und die simplen Survival-Tricks etwas zu kurz kommen.
DAS Survival Buch 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Handbuch von Rüdiger Nehberg ist ein all umfassendes Werk. Alle wissenswerte Themen, die sich mit dem Bereich Survival befassen werden ausführlich behandelt.
Viele hervorragende Zeichnungen und sinnvoll unterteilte Themenbereiche machen dieses Buch zu einem idealen Nachschlagewerk.
Eine schöne Priese Nehberg Humor macht dieses Buch nicht nur für -Einzelkämpfer- lesenswert.
breites spektrum für anfänger und profis vom survivalmeister 5 von 5.00 Punkten
Verfasser dieses buch bietet einen sehr breiten überblick über das thema survival,wobei viele kurze,prägnante kapitel mit den wichtigstenn informationen über das jeweilige thema fast unverbunden aneinander gereiht sind(wobei das gar nicht mal so schlecht ist,denn diese spielerei bringt eine motivierende abwechslung zum weiterlesen ins spiel).
in diesem buch findet man einfach alles, was man für survival auf nehbergsche art wissen muss."überleben ums verrecken" beginnt mit der wichtigen vorbereitung auf ein survival-abenteuer(personal,kosten und evtl.vermarktung durch medien).nach einem kurzem,sinnvoll gestaltetem überblick über reisearten folgen tipps zum verhalten im ausland(gastfreundschaft,fremdenfeindlichkeit,staatliche willkür,etc.).
nachdem nehberg landschaftstypen beschrieben hat werden eigentliche survivalthemen ,wie z.b. jagen,behelfswerkzeuge,feuer,nahrung und orientierung erklärt.
nehbergs lebensphilosophie kommt auch nicht zu knapp in diesem buch,sein schwarzer humor in verbindung mit seiner erfahrung begleiten einen ständig,während man dieses tolle buch liest.ich kann es wärmstens jedem empfehlen,der sich für das thema survival interessiert.
einfach ein klasse buch - kaufen lohnt sich
Deutlich unter den Erwartungen 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Den Taten von H. Nehberg zolle ich jeden Respekt, das Buch wird aber den Erwartungen in keinster Weise gerecht. Ohne roten Faden werden über 100 Kapitel aneinandergeschustert, als ob es darum gehe, eine Stichwortsammlung zum Thema Outdoor mit jeweils 3 Seiten Inhalt zu befüllen. Teilweise sind die Beschreibungen derart mit Binsenweisheiten gefüllt, dass selbst ich mit meinen vglw. marginalen Outdoor-Kenntnissen zu mehr fähig wäre. Weiter ist die Zielgruppe völlig unklar. Zum einen werden Informationen auf Hobby-Wanderer-Niveau zum Besten gegeben, auf anderen Seite geht es um Terrorismus, Minenfelder und Kampfschwimmertraining. Für Anfänger geht H. Nehberg zuviel auf Extremsituationen ein, für Profis bezweifle ich dass die im "Extremfall" anzuwendenden Praktiken aus dem Buch ausreichen. Der angepriesene Charm mag Geschmacksache sein, die häufigen Verweise auf andere Bücher des Autors lassen den Verdacht der "money machine" in den Vordergrund treten. Wer ein solides Werk zum Thema Outdoor ohne Krisengebietsbewältigung sucht, dem empfehle ich "Outdoor-Praxis" von Rainer Höh, wer Hilfe für Extremfälle sucht ist eher zu vertiefender Fachliteratur zu raten.