Seegrund: Kluftingers dritter Fall
Volker Klüpfel
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 100 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Sehr spannend und ein bisschen unheimlich 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Der dritte Band über Kluftinger hat alles, was einen guten Krimi ausmacht: Spannung bis zur letzten Seite, viel Humor, Welten, die aufeinander treffen (die Freundin seines Sohnes ist für alle eine Überraschung) und wieder viel aus der Allgäuer Geschichte.
Daher sehr zu empfehlen. Ich freue mich schon auf weitere Bände.
Ein Kluftinger 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Der Seegrund - Kluftinger's dritter Fall- ist wie die beiden ersten Bücher ein gelungener Krimi des Autorenduos. Wer etwas Neues erwartet wird enttäuscht, wer allerdings Kluftinger mit seiner allgäuerischen Art mag, wird auch in diesem dritten Fall nicht enttäuscht.
Krimi ohne Leiche, dafuer mit Humor 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Achtung: Unbedingt in chronologischer Reihenfolge NACH dem zweiten Band "Erntedank" lesen. Denn gegen Mitte des Buches taucht eine Figur aus dem zweiten Band auf, was grundsaetzlich eine nette Idee waere, wuerde man mit diesem Auftritt nicht die komplette Aufloesung der letzten Mordfaelle verraten. Ich finde an sich solche Einschuebe, die ein fiktives Universum runder machen, wunderbar. Aber man sollte vielleicht bedenken, dass der ein oder andere Leser sich nicht an die Reihenfolge haelt und nicht allzu sehr aus dem Naehkaestchen plaudern.
Der Kriminalfall selbst ist spannend und solide konstruiert. Gemaechlich werden die Geheimnisse des Alatsees entblaettert, dazwischen liefert sich Kluftinger in slapstickartigen Einlagen Skirennen mit Langhammer und peinliche Restaurantbesuche mit seiner japanischen Schwiegertochter. Amuesiert habe ich mich praechig, allerdings stellt sich doch hin und wieder die Frage, wie so ein kluger und umsichtiger Kriminaler auf der anderen Seite weder weiss, was Ebay ist, noch, dass Sushi aus rohem Fisch besteht. Die Privatgeschichten um den Kommissar wirken ein wenig wie eine eingestreute Anekdotensammlung, die nur den Krimi auflockern soll - was allerdings durchaus gelingt.
Die rueckwaerts verlaufenden Einschuebe sind gelungen und ergaenzen die aktuelle Geschichte wunderbar. Leider hatte ich waehrend des Lesens auch diesmal hier und da den Eindruck, dass die Autoren gerne noch einen laengeren Gedankengang, eine philosophische Betrachtung oder eine ausfuehrliche Beschreibung (z.b. Derrick, Neuschwanstein) unterbringen wollten, wo es in dem Ausmass nicht notwendig gewesen waere und an der Stelle wie ein Fremdkoerper wirkt. Und auch der ein oder andere Grammatik/Rechtschreibfehler findet sich in diesem Band wieder.
Insgesamt vier Sterne fuer gelungene Krimiunterhaltung.
Wie heißt Klufti mit Vornamen??? 4 von 5.00 Punkten
Verfasser A.I.K.: Da Klufti um die 50 ist, muß er also in den 50er Jahren geboren sein. Adolf als erster Vorname scheidet also mit ziemlicher Sicherheit aus. Leider hat man seine Eltern noch nicht gut genug kennengelernt, um von deren Charakter, Lebensweise, ggfls. literarischen oder sonstigen Vorlieben auf den Vornamen des (einzigen?) Sohnes zu schließen, aber ich tippe jetzt mal so aus der Hüfte geschossen, daß sein Vater ein verkappter Intellektueller ist und den Sohn Adalbert (nach Stifter) Immanuel (nach Kant) benannt hat. Wir werden sehen, ob das Geheimnis sich in einem der nächsten Bände lüftet...
Zur Story: Als Krimifall finde ich diesen fast am besten; wieder superspannend, wieder toll erzählt, wieder abwechslungsreich und bei aller Geschichtsträchtigkeit doch auch humorvoll präsentiert... eigentlich kann man die positiven Rezensionen der Vorgängerwerke gerade so abtippen.
Das einzige, was mir die Lesefreude ein bisschen getrübt hat, ist die Darstellung des Kluftingers: War er in den ersten beiden Bänden ein bißchen provinziell, ein bißchen rückständig in mancher Hinsicht, ein bissl der Grantlhuber, aber definitiv mit großem Sympathiefaktor ausgestattet, so mutiert er in dieser Folge zum rechten Dorfdeppen, der sich auf Schritt und Tritt blamiert: nicht nur im Büro und auch zuhause mit absolut nicht vorhandenen PC- und Internetkenntnissen, sondern auch in vielen anderen Situationen des täglichen Lebens, wie z. B. im asiatischen Restaurant oder beim Skipasskaufen. Mir kommt es vor, als hätten die Autoren - bewußt oder unbewußt - in Kauf genommen, diverse Sympathiepunkte ihres Hauptdarstellers zu Gunsten flacher und unnötiger Gags zu opfern. Und das trübt nicht nur das Lesevergnügen, sondern das hat auch unser Klufti nicht verdient.
Einen noch: So gut und glaubwürdig ich es finde, dass Markus mit einer Japanerin als Freundin anrückt, so hätte ich mich doch gefreut, wenn die junge Dame im Laufe des Romans nicht so sehr in die Statistenrolle gedrängt worden wäre und sich vor allen Dingen mal aufgeklärt hätte, wieso sie fließend und akzentfrei Deutsch spricht. Aber vielleicht bleibt sie ihm und damit uns ja erhalten, und wir erfahren im nächsten Band mehr davon.
Warten wir ab, wie es weitergeht, denn die Folgebände stehen bei mir noch aus. Trotzdem viele Punkte, weil die Stories und die Charaktere mich ansonsten einfach überzeugen und mir großes Lesevergnügen bereiten.
Einfach gut! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Der dritte Teil des Allgäuer Kommisars Kluftinger ist meiner Meinung nach der bislang beste. Als Historiker kenne ich mich bei den Hintergründen der Geschichte ein wenig aus. Den beiden Autoren gelingt es, einen modernen Kriminalfall mit Bezug zur Vergangenheit zu schreiben, der nicht nur gewohnt amüsant, sondern auch absolut spannend und - besonders gut - auch recht glaubwürdig und schlüssig ist.
Kluftingers neuer Fall über das Geheimnis um den blutenden See 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Der Kommissar Kluftinger, auch gerne von seinen Kollegen "Klufti" genannt, ist in diesem Buch eine liebenswerte und komische Figur. Er vertraut bei seinen Ermittlungen lieber auf sein Gefühl. Er hält nicht viel von dem neuen Firlefanz wie Beamer, Flipchart und Datenstick. Mit solchen neumodischen Methoden kommt man auch nicht weiter als früher, meint er. Er hat sich im Laufe der Jahre gute Verhörtechniken zugelegt, bei denen es oft auf die Pausen ankam. Er ist überzeugt, dass viele Leute der Stille in einem Gespräch nicht standhalten. Und die, die etwas zu verbergen haben, schon gar nicht. Ihm dagegen gibt die Stille Zeit, sein Gegenüber genau zu mustern und jede kleine Reaktion geistig zu notieren. So vertraut er seiner Methode auch in diesem Fall. An einem See bei Füssen wurde ein Taucher in einer riesigen roten Lache gefunden, die zunächst für Blut gehalten wird. Es stellt sich heraus, dass es kein Blut, keine Farbe, keine synthetische aber eine organische Verbindung zu sein scheint.
Schritt für Schritt fängt der Kommissar Kluftinger an zu ermitteln, tritt dabei schon das eine und andere Mal ins Fettnäpfchen, aber er kann sich durchsetzen, besonders bei seiner Kollegin Friedel Marx, noch besser bei seinem Freund Dr. Langhammer.
Der Kommissar ist immer wieder erstaunt, wofür man alte Geschichten wie einen versenkten Goldschatz brauchen kann. Der See ist ein Reich voller Sagen und Mythen. Man braucht die alten Gerüchte nur anzustacheln und manche Leute scheinen aufzuleben, wenn sie von Sagen und Mythen über einen alten Mönch mit vielen Schlüsseln und über die Geschichte von tränenförmigen Rubinohrringen sprechen.
Das Buch des Autoren-Duo hat mir gut gefallen. Mit viel Witz und Situationskomik gelingt es den beiden eine spannende Kriminalgeschichte auf eine nette, lustige Art zu erzählen.
Die Vorgängerromane habe ich noch nicht gelesen, ich habe mir aber fest vorgenommen es nachzuholen.
Gute Idee solide umgesetzt ... 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Nachdem der 2. Klufti ("Erntedank") m.E. eine gewisse Steigerung der Qualität mit sich brachte, fiel Seegrund dann doch wieder ein wenig ab.
Positiv fällt auf, dass die Autoren nicht einfach die gleich Handlung und Struktur an einen anderen Ort verlegen, was mir z.B. extrem negativ beim neuen Dan Brown aufgefallen ist, sondern versuchen andere Ideen zu entwickeln. So finde ich den Rahmen mit der Nazivergangenheit und den rückwärts laufenden Einschüben gelungen umgesetzt. Klar ist das hier kein Thriller, aber baut doch einen vernünftigen Spannungsbogen auf. Die Wirrungen und Irrungen sind genau so plausibel wie die Auflösungen.
Nun wird aus einer Reihe keine Reihe, wenn es nicht wiederkehrende Elemente gibt. Hier halt das Privatleben des Protagonisten. Und viele die über das konservative Familienbild, die Peinlichkeiten etc. schimpfen sollte sich 2 Dinge vor Augen halten: 1) Kluft ist über 50, d.h. sein Lebensstil entspricht dem der Generation Wirtschaftswunder. Wir sind hier in der Provinz, wo ist die Überraschung. Das sehe ich so oder ähnlich zu Hauf ... 2) Wie immer in der Fiktion werden Figuren überspitzt dargestellt. So auch hier. Das ist keine Dokumentation des Allgäuer Lebensstils.
Letztendlich ist der große Kritikpunkt, das im 3. Band die Peinlichkeiten einfach nur noch peinlich sind. Es sind zu viele und sie wiederholen sich. Dazu kommt noch, dass Klufti sich nicht weiterentwickelt. Warum kann er nicht mal 'ne Stunde mit Frau Henske PC-Übungen machen und vor dem Maier prahlen? Warum nicht alle auf eine Fortbildung schicken?
Alles in allem ein sehr solides Buch. Wenn Erntedank eher zu 4 Sternen tendiert ist es hier eine 3+. Ich habe schon deutlich schlechtere Bücher gelesen und mich auch weit weniger amüsiert. Wenn man den eher gemächlichen Verlauf eines "Landkrimis" mag, kann man mit den 8,95? fürs Taschenbuch nicht viel falsch machen.
und weiter gehts *g* 3. fall 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Es geht um einen Fall, der allen vorgaukeln will, gar keiner zu sein.
Kluftinger findet einen Taucher am Ufer eines Sees, halbtot, fast erfroren. Alles sieht nach einem Unfall aus, würden manche Dinge, wie das Fehlen der Taucherausrüstung, ihn nicht stuzig machen.
Die Ermittlungen führen den Kommissar und sein Team sogar zurück in die Zeit des Dritten Reiches.
Es fängt schon recht lustig an, als er die Freundin seines Sohnes zum ersten Mal trifft. Kurz darauf hat er Probleme mit der Handycamera, was mich ebenfalls sehr zum Lachen brachte. Ein Tolpatsch hoch zehn sag ich da nur *g*
Und so zieht sich das Humorvolle eigentlich durch das ganze Buch.
In diesem Band scheint es sich eh sehr viel um das Privatleben des Kommissars zu drehen, was teils sehr amüsant war und mich absolut nicht störte.
Während die Ermittlungen fortschreiten, entwickelt sich bei Kluftinger eine heftige Erkältung die ihn ziemlich in seinem Denken einschränkt.
Und so ist er ab und an eventuell doch ganz froh, Hilfe einer Kollegin von auserhalb, der Kriminalpolizei von Füssen, mit an Bord zu haben.
Zwischendrin gibt es immer wieder Abschnitte, die in Kursivschrift gehalten sind und sehr merkwürdig klingen. Anfangs machten sie noch keinen Sinn, was sich mit der Zeit allerdings ändert. Je weiter die Handlungen voranschreiten, umso deutlicher werden auch diese Abschnitte. Bei denen es sich offenbar mit der zeit immer mehr herauskristalisiert, dass es sich um Mitschnitte von ein paar Jungs eines Sonderkommandos handelt.
Die Krimi war teils historisch angehaucht und man wurde durch die Ermittlungen auf die Lösung gestoßen. So war es zwar keine übermäßige Überraschung, die Aufklärung des Falles hatte es aber trotzdem in sich.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Ein kleiner Minuspunkt sind die nicht gekennzeichneten Kapitel. Es sind nur Absätze, was mich etwas störte.
Fazit:
Trotz des teils historischen Themas des Dritten Reiches, war es ein sehr humorvoller krimi mit einem schönen Einblick in Kluftingers Familienwelt!
Volle Punktzahl, fünf Sterne.
Spitze! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser So, nun habe ich mich also dazu entschlossen, auch einmal einen Kluftinger zu lesen, von dem so viel geredet wird. Ich muss gestehen, dass ich ein wenig skeptisch an das Buch rangegangen bin, doch schon nach den ersten Seiten war ich hellauf begeistert. Es ist ein Krimi der etwas anderen Sorte (humorvoll), und Klufti ist einfach nur zum Brüllen! Die Rivalität mit Dr. Langhammer ist spitze, aber auch die anderen Ideen von Klufti (ich sage nur Pistolenhalfter und Wärmepad!!!) sowie seine diversen Fettnäpfchen fand ich einfach nur klasse. Ich freu mich jetzt schon auf die anderen Kluftinger-Fälle!
Spannend, wenn man an den genannten Allgäuorten schon war! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Super für Leute die sich im Allgäu auskennen! Herrlich kauziger Kommisar der alle (liebgemeinten) Vorurteile eines Allgäuer-Ureinwohner erfüllt! Mit Schneegarantie! Unbedingt lesenswert für Allgäu-Fans!