Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg

Hape Kerkeling

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 836 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Ein wirklich ehrliches und kurzweiliges Buch über viele Wahrheiten      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Auf Empfehlung eines guten Freundes, habe ich mir das Buch "Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg" von Hape Kerkerling gekauft und heute fertig gelesen. Das Buch deckt auch, aber nicht ausschließlich, Themen des Glaubens ab.

Inhalt:
Das Buch ist aus einem Reisetagebuch entstanden und beschreibt den Weg, die Erlebnisse, die Eindrücke und Gedanken eines Pilgers von Saint-Jean-Pied-de-Port bis zum ca. 600km weit entfernten Santiago de Compostela. Wer zumindest die letzten 100km nachweislich zu Fuß zurücklegt (es gibt wohl so etwas wie einen Pilgerpass den man sich stempeln lassen muss), den erwartet als Lohn für die Strapazen ein Ablassbrief der Katholischen Kirche (ich spare mir hier mal ein ausformuliertes zynisches Kommentar). Das Hape Kerkeling zweifelsohne eine Größe des deutschen Fernsehens ist spielt dabei abgesehen davon, dass das wohl wesentlich zum Verkaufserfolg des Buches beigetragen hat, keine wesentliche Rolle.

Stil:
Hape Kerkeling ist meiner Meinung nach ein herausragender Komiker. Umso überraschender, dass sein Buch sich ausgesprochen ernst und seriös präsentiert. Leider wird einem beim Lesen des Buches oft nur zu deutlich klar, dass Schreiben und Kabarett zwei völlig verschiedene Metiers sind. Der Autor ist regelmäßig zu bemüht sich korrekt und eloquent auszudrücken. Viele Formulierungen sind behäbig und wirken aufgesetzt, besonders wenn er seine Beziehungen zu den auf dem Jakobsweg gewonnenen innigen Freunden beschreibt. Interessanterweise waren das aber Makel mit denen ich leben konnte und die das Erlebnis nicht getrügt haben. Vielleicht weil das Buch so einfach authentischer wirkt, vielleicht auch nur weil ich mich damit sehr gut identifizieren kann.

Gedanken:
Da zieht also einer los um seinen Gott zu finden. Ich bin von Kindheit auf streng religiös (mormonisch falls es interessiert) erzogen worden und habe in meiner Adoleszenz auch nach meinem Gott gesucht. Mein mit viel Leid aber persönlichem Wachstum verbundener symbolischer Jakobsweg hat mich mich von Gott entfernt, bei aller Suche und Auseinandersetzung habe ich nur eines gefunden: mich. Mich hat meine Suche zum Ignostiker gemacht, ich halte alleine die Frage nach der Existenz oder dem Wesen eines Gottes nicht nur für sinnlos sondern darüber hinaus vor allem für irrelevant. Hape Kerkeling hat seinen Gott gefunden und er hat es sich nicht leicht gemacht. Er hat einen Glauben, den ich ehrlich respektieren kann, was nicht auf viele Menschen zutrifft. Er betont mehrmals fast gebetsmühlenartig in seinem Buch der Weg, also der Jakobsweg, frage nur eines: "Wer bist du?". Ich glaube sich diese Frage ehrlich zu stellen ist unglaublich wichtig um als Mensch wachsen zu können. Viele der von Hape Kerkeling beschriebenen Erlebnisse kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich halte das Buch eindeutig nicht für eine PR-Aktion, es scheint mir durch und durch ehrlich. Das Buch ist ausgesprochen kurzweilig, wenn man bedenkt, dass da jemand mehr als 300 Seiten damit füllt wie er wandert. Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe bilde ich mir ein Hape Kerkeling zumindest ein wenig zu kennen und mir bleibt als bekennender Atheist (ja, ich zähle den Ignostizismus auch zur Strömung des (schwachen) Atheismus, da mein Weltbild und meine Ethik ohne Gottesbezug fundiert ist) nur eines zu sagen: Ich wünschte jeder Mensch hätte seinen Glauben und seine Ethik auf so vernünftige Beinde gestellt wie der Author diese Buches.

Fazit:
Obwohl das Buch definitiv kein literarischer Stilgenuss ist, sind die Ereignisse und Gedanken kurzweilig und interessant erzählt. Der Autor ist kritisch, ehrlich, geistreich und manchmal eben doch auch witzig. Insgesamt ist jede Minute die man mit der Lektüre dieses Buches verbringt meiner Meinung nach gut investiert. Insgesamt also ein absoluter Lesetipp.

Pilgern für Otto-Normalverbraucher ...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wer von Herrn Kerkeling verlangt Weltliteratur zu schreiben, der sollte doch bitte bei den großen Schriftstellern unserer Zeit bleiben. Herr Kerkeling ist ein Komiker (oder wie immer man das heutzutage nennt, Comedian?) und genau das liefert er ab. Ein leicht zu lesendes Buch über seine Erlebnisse auf dieser Pilgertour. Mehr kann man nicht erwarten! Und mehr liefert er auch nicht.
Man kann sich nun über seine Art und Weise des Pilgerns aufregen wie man will, es kritisieren oder gut finden. Letztlich war es SEINE Pilgerreise und er hat sie wohl so gestaltet wie er es konnte und wollte. Punkt!
Mir hat es größtenteils Spass gemacht ihm auf der Wanderung zu folgen, es gab zwei oder drei wirklich große Momente in dem Buch, der Rest ist netter, zumeist witziger Durchschnitt. Und das ist gut so!
Wer literarische Hochleistung erwartet ist mit diesem Buch sicher nicht wirklich bedient, der sollte dann doch darauf verzichten. Wer aber einfach ein nettes, witziges Buch für zwischendurch lesen möchte, hier ist es!

Mutig, genial, lustig! Aber auch tieftraurig!      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich habe mir das Buch gekauft, weil es nicht und nicht aus den Verkaufszahlen gekommen ist.
Hape Kerkeling ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen. Man hätte diesem Komiker doch nicht wirklich zugetraut, dass er als homosexueller den Jakobsweg geht!!!??? Ein Widerspruch in sich. Und dennoch ist es keiner. Er sucht sich selbst und will sich selbst Fragen beantworten. Und dies kann er in der Einsamkeit und Stille des Weges.
Traurig, tieftraurig sind die Passagen mit den Hunden. Die Spanier gehen mit Hunden um, als wären es Ratten. Furchtbar. Über die Passage mit dem Bernhardiner habe ich stundenlang geweint. Ich war auch wirklich böse, dass ein Herr Kerkeling es nicht zustandegebracht hat, diesem Hund zu helfen.
Nach dieser Episode ist es mir schwer gefallen, das Buch zu weiterzulesen. Es lag Wochen ungelesen herum. Aber dann wollte ich das Ende wissen.
Und trotz der traurigen Passagen hat er zurückgefunden, in einen leichten Erzählstil.
Und ja, er hat es geschafft!
Herr Kerkeling, hören Sie das Glöckchen noch läuten?

Das etwas andere Pilgerbuch      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
"Ich bin dann mal weg" ist ein echter Genuss für den Leser, der von Hape Kerkeling liebevoll und mit Humor, manchmal auch Selbstironie, über den Jakobsweg geführt wird. Neben seiner Erzählung über die Strapazen des Weges, unwegsame Gelände und einsame Gegenden, lernt man Hape Kerkeling von einer sehr persönlichen Seite kennen.

Zu Beginn des Buches erklärt Kerkeling, warum er sich auf den Jakobsweg begeben hat und schildert die Situation kurz vor seinen ersten Schritten auf dem Weg nach Santiago de Compostela, dem Ziel jedes Pilgers auf dem Jakobsweg.
Anfangs ist der Weg für ihn recht einsam. Zwar trifft er hin und wieder auf andere Pilger, jedoch findet sich nicht die gleiche Wellenlänge und man geht wieder alleine seines Weges. Ein anderes Mal tragen ihn seine geschundenen Füße nicht mehr und er fährt mit dem Zug weiter zur nächsten Pilgerstation. Nach und nach gewöhnt er sich jedoch an die Strapazen. Die anfangs noch häufig eingelegten Pausen scheinen immer weniger zu werden und er beginnt während des Pilgerns über sich nachzudenken. Oftmals trifft er auf Hilfsbereitschaft, mehr als ein Mal bangt er um sein Leben...er begegnet den skurrilsten Menschen seines Lebens und knüpft lockere Bekanntschaften, manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig, denn wie heißt es so schön: Man trifft sich immer zwei Mal im Leben.

Nach einigen anfänglichen Missverständnissen, die mit viel Witz erzählt werden, findet Kerkeling schließlich gute Freunde auf dem Weg, die ihn bis zum Ende in Santiago de Compostela begleiten.

Kerkeling nimmt den Leser durch seine lockere Erzählweise und detaillierte Beschreibungen mit auf seine Reise durch wunderschöne und manchmal gefährlich anmutende Gegenden, bringt einen zum Lachen und zum Schmunzeln und manchmal überkommt einen das Bedürfnis, es einmal selbst mit dem Jakobsweg aufzunehmen.


lust auf mehr      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Lieber Hape Kerkeling,

bei einem neun-Stunden-Aufenthalt zwischen zwei Flugzeugen brauchte ich unbedingt Lesestoff und bin auf dem Flughafen auf Ihr Buch gestossen. Ich wollte es schon lange lesen, nun war endlich eine gute Gelegenheit. Was soll ich sagen? Zehn Stunden haben genau gereicht, um es durchzulesen. Es hat mir sehr sehr gut gefallen. Danke, dass ich auf Ihrem Jakobsweg dabeisein durfte!

Kurzweilig und super zu lesen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Ich habe das Buch in die Hand genommen und (fast) nicht aus der Hand gelegt. Ein tolles Buch, dass auch mal wieder ein wenig Lebenssinn überdenken lässt - nur zu empfehlen

Restlose Begeisterung      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich habe dieses Buch von einer Freundin geschenkt bekommen. Bis dahin wußte ich nichts über den Jakobsweg; ja, ich denke sogar, ich hatte zuvor nicht einmal wirklich etwas davon gehört! Neugierig, begann ich dieses Buch zu lesen, und konnte es dann nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es in der Zwischenzeit schon dreimal gelesen, und noch viel öfter das gleich betitelte Hörbuch mir angehört! Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen: es ist witzig, spannend, unterhaltsam (ich mußte einige Male laut lachen) aber regt auch sehr zum Nachdenken über "Gott und die Welt" an. Mir gefällt auch die Ehrlichkeit mit der Hape Kerkeling über den Jakobsweg schreibt, so wie er ihn erlebt hat. Er gibt zeitweilige schlechte Laune und Verzweiflung zu, erzählt aber auch von besonderen Glücksmomenten, die einen berühren. Seine Art die Dinge zu sehen und sein toller Humor machen das Buch zu einem tollen Leseerlebnis, und machen auch Lust, diesen Weg auch mal selber zu gehen.













Erfrischende Berichte über Gott und die Welt      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wer hätte gedacht von Hape Kerkeling, dass er mit dieser Reise, mit diesem Pilgerweg, auf dem er Verschiedenes sah, über sich und andere erfuhr, dass er nichts darüber verlautbaren würde?
Keiner, wenn wir ehrlich sind.
Und er hat sich wirklich auf den Weg gemacht und ist diese Strecke zu Fuß gewandert, wobei er, das wird deutlich, auch zu sich gekommen ist und nicht nur nach Santiago de Compostela. Sage niemand, er (oder sie) würde niemals gerne zu sich kommen. Ja, auf speziell diesem (verrückten) Weg ist allemal etwas drin, was nicht nur ihn, aber besonders ihn natürlich, anheizte, will ich mal sagen.

Haben die Pilger dieses Weges besondere Anliegen? Vielleicht. Könnte man ähnliches nicht auch auf ganz normalen Wanderwegen erleben? Ähnliches wohl schon, aber nicht in Begleitung so gehäufter Sonderbarkeiten, Absonderlichkeiten, religiöser Hin- und Hergerissenheit, natürlicher Schönheit und menschlicher Wunder. Und die Landschaft, die Architektur, die Dürre der Gegend, dann wieder das Grün, die Sonne, das Mittelalterliche auf Schritt und Tritt, Frömmigkeit und Blödheit in verschiedener Ausführung, das andere Essen, alles wirkt auf einen.

Entzückend die geschlossenen Freundschaften mit den beiden Frauen, typisch, ganz typisch, auch die Zufälligkeit der Zufälligkeiten bei der Auswahl. Wird davon etwas übrig bleiben? Warten wir es ab, vielleicht gibt es mal einen zweiten Roman.
Hape Kerkeling hat es uns gezeigt, wie man etwas aufschreibt und den anderen vermittelt und zwar in Literatur.
Ich spreche wirklich von Literatur, denn mitunter hat dieser Mensch in seinen philosophischen Betrachtungen über Gott und die Welt bzw. das Universum alles irgendwie im Griff. Manchmal haben wir es wohl auch, öfter wäre besser.

(Lebens)weg voll Witz, Weisheit und Wärme      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Hape Kerkeling hatte sich für einige Monate aus dem Showgeschäft
verabschiedet, um auf dem Jakobsweg zu wandern, dem berühmten Pilgerpfad
in Nordspanien nach Santiago de Compostela. Seine Erlebnisse hat er in
diesem Buch zusammengefaßt. Allerdings handelt es sich dabei keinesfalls um
einen Reiseführer, sondern eher um einen witzigen Reisebericht, wie man
sie u.a. von Bill Bryson kennt.

Der Autor berichtet aber nicht nur über den zu wandernden Weg, sondern
vergleicht die Pilgerreise stets mit seinem Lebensweg, wodurch man
interessante Details aus der Zeit vor und zu Beginn seiner Karriere als
Entertainer erfährt. Auf seiner Wanderung hat er viel Zeit, sich Gedanken
über Gott, Menschen und die Welt zu machen, und diese Gedanken teilt er
seiner Leserschaft in einer witzigen und warmherzigen Weise mit, daß man
stets zum Weiterlesen motiviert wird. Dabei spielt es kaum eine Rolle, daß
der Protagonist immer mal wieder schummelt und Teile des Weges mit Bus,
Bahn oder Autos zurücklegt und lieber in teuren Hotels als in
Pilgerherbergen übernachtet.

Auch wenn ich während des Lesens beschlossen habe, daß man diesen Weg
nicht gewandert sein muß, so hat immerhin das Lesen darüber Spaß gemacht.

Nettes Buch      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Nett zu lesen. Kurzweilig und unterhaltsam. Auch für Nicht-Turbochristen geeignet. Kerkeling ist ja selbst keiner und schreibt dankenswerter Weise auch entsprechend.

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