Die Simpsons und die Philosophie: Schlauer werden mit der berühmtesten Fernsehfamilie der Welt

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

CD's gut, aber Hülle nicht in dem guten Zustand, den ich erwartet hab :-(      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Die CD's sind gut, aber die Hülle weist schon deutliche Gebrauchsspuren auf, was ich von der Beschreibung her nicht erwartet hätte. Schade...

Unterhaltsam und lehrreich - Mit Höhen und Tiefen      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Markt an Philosophie-Büchern wächst in den letzten Jahren. Warum das so ist, dafür gibt es verschiedene Erklärungen, aber der momentane Zeitgeist bringt es mit sich, dass sich auch der Ottonormalverbraucher hin und wieder nach ein wenig Weltweisheit sehnt - natürlich möchte er dabei wenn möglich auch noch unterhalten werden. Das erklärt zumindest den reißenden Absatz von Richard David Prechts Büchern, doch dieser konnte mich mit seinem seltsamen Mix aus allerlei Forschungsdisziplinen, der zwar viel versprach aber aufgrund fehlender Stringenz in der Ausführung dann eher zur Verwässerung des Inhalts führte und der von einem sprachlich wenig eleganten Ausdruck geprägt war, sich nebenbei nun nicht so ganz entscheiden konnte, ob es denn nun ernsthaft oder doch lieber populärwissenschaftlich bleiben sollte, nicht überzeugen. Daher fragt es sich nun, wie es denn hier im Reich unserer kleinen gelben Freunde um die Weltweisheit bestellt ist.

Was will dieses Buch überhaupt? Zunächst einmal möchte es eigentlich, so zumindest die Herausgeber, weder die Simpsons hochphilsophisch aufarbeiten, noch hochkomplexe philosophische Probleme an den Simpsons erklären. Letztlich tut es zwar beides in gewisser Weise dann doch, doch was hier zählt ist nicht die Ernsthaftigkeit einer akademischen Disziplin. Viel mehr sind alle Autoren, die an den unterschiedlichen Abschnitten des Buches beteiligt waren große Fans der Simpsons und bemühen sich darum, mit Philosophie und Artverwandtem ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit viel Humor und stets einem Augenzwinkern nähern sie sich mal den Simpsons auf philosophische Weise und mal einem philosophischen Thema mit Beispielen aus Springfield.
In den meisten Fällen gelingt das auch wirklich gut und man hat seine Freude an dieser Lektüre. Ich persönlich befand vor allem die Essays "Homer und Aristoteles" von Raja Halwani, "Lisa und der amerikanische Antiintellektualismus" von Aeon J. Skoble und "Also sprach Bart - Über Nietzsche und die Tugenden des Bösen" von Mark T. Conrad nicht nur als sehr gut geschrieben und äußerst amüsant, sondern auch lehrreich im Hinlick auf den philsophischen Gehalt, der freilich auf populärwissenschaftlicher Ebene bleibt. Lowlights sind dagegen "Die moralische Welt der Familie Simpson - Eine kantische Perspektive" von James Lawler und Kelly Dean Jolleys "Was Bart Denken nennt", in dem ein abenteuerlicher Spagat zwischen Bart Simpson und Martin Heidegger abenteuerlich in die Hose geht. Die übrigen Essays sind mehr oder minder lesenswert, es mag auch bei den Hoch- und Tiefpunkten geschmackliche Unterschiede geben.

Für wen lohnt sich das Buch? Eigentlich für jeden, der schon immer gern die Geschichten aus Springfield im Fernsehen gesehen hat und der Ansicht ist, dass hinter den Simspons mehr stecken kann, als banale Abendunterhaltung, aber auch gerade das sein dürfen und manchmal auch sein sollten. Der Leser sollte sich an den Dingen, die er versteht und an denen er Spaß hat freuen, aber auch den Mut haben, einen angefangenen Abschnitt auszulassen und sich dem nächsten zuzuwenden, falls man so gar nicht durchsteigt, worauf der Autor denn nun hinaus will.

Toll!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich finde das Buch toll. Die schlechten Kritiken verstehe ich überhaupt nicht. Im Vorwort zum Buch steht eindeutig dass es nicht um die "Philosophie der Simpsons" geht sondern um "die Simpsons UND die Philosophie", das heisst es ist ein Buch über die Philosophie das immer wieder mit Beispielen aus den Simpsons untermauert wird. Ich finde es toll auch anspruchsvollere Gedanken zu lesen, und ab und zu durch ein heiteres "Simpsons"Gedankenspiel aufgelockert zu werden. Wer mehr Simpsons in dem Buch haben möchte, der schaut sich lieber gleich die Serie an - denn wie richtig angemerkt wurde - wer braucht schon den Humor der Simpsons erklärt - den versteht man auch so. Eine meiner Meinung nach sehr gut abgewogene Mischung von Philosophe und Simpsons.

Guter Inhalt, teilweise schwach übersetzt      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Den Autoren gelingt es ausgezeichnet die philosophisch-ethischen Fragen in Zusammenhang mit den Simpsons zu erörtern. Wenn man die Charaktere der serie halbwegs gut kennt, werden die einzeln diskutierten Eigenschaften auch sehr gut anhand des fiktiven praktischen Beispiels verständlich.

Für die Übersetzung gibt es leider einen Punkt Abzug. An vielen Stellen werden Dialoge zitiert, welche der Übersetzer offenbar direkt übersetzt hat, ohne auf die bereits existierende Variante in der synchronisierten Episode Rücksicht zu nehmen. Dies mindert den Lesespaß etwas.

Ebenfalls gilt es zu bedenken, dass das Buch, wie schon der Titel sagt sich um die Simpsons und die Philosophie dreht, man muss also beides mögen, um das Buch zu lieben.

Anspruchvoller, als manche vielleicht denken      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Die Lektüre dieser speziellen Einführung in philosophische Grundfragen erinnerte mich an einen Lehrer, der uns im Unterricht mit seinen anschaulichen Beispielen verblüffte, aber bei Prüfungsfragen plötzlich einen anderen Ton anschlug. Damit will ich Leser davor warnen, die Simpsons als Garant für einfache Verständlichkeit zu sehen. Homer, Marge, Burt, Lisa und wie sie alle heißen haben vor allem die Funktion, die Leser bei Bildern abzuholen, die sie bereits kennen. Dieses didaktische Konzept ist zwar gewitzt, wird aber oft überstrapaziert. Vor allem weil diese Comics- und Filmhelden so unglaublich widersprüchlich sind. Das ist natürlich von den Erfindern der Simpsons so gewollt, weil sie damit auf die Widersprüchlichkeit der modernen Zeit hinweisen wollen und aus dieser Figurenkonstellation auch dramaturgische Vorteil ziehen können. Für eingefleischte Simpsons-Fans sind die hergestellten Bezüge zu den vorgestellten Philosophen sicher klarer, weil jeweils auf die entsprechenden Episoden hingewiesen wird. Kann man jedoch diese Filmsequenzen nicht abrufen, schaffen die vielen Verweise eher Verwirrung als Klarheit.

Anspruchsvoller als erwartet finde ich die Lektüre auch, weil allzu viele philosophische Fragen behandelt werden, ohne dass klärende Klammern gesetzt oder ein roter Faden gesponnen wird. Mir hätte es gereicht, wenn die Familie nur als Projektionsfläche und Beispielsammlung für Fragen der Typen- und Tugendlehre sowie der Ethik gedient hätten. Herausgeber und Autoren überfordern ihre Leser, zumindest mich, wenn sie Dutzende von Philosophen aufmarschieren lassen und kreuz und quer durch die Jahrhunderte reisen.

Jeder Simpson-Kenner weiß natürlich, dass in Springfield keine Heiligen wohnen und die Familienmitglieder für ihre Verhaltensweisen auch bestraft werden dürfen. Doch bei einigen Autoren hatte ich fast das Gefühl, sie würden die Figuren missbrauchen, um allzu komplizierte Erklärungen zu kaschieren. Jedenfalls sprechen die Comicsfiguren oft klarer als ihre Interpreten.

Mein Fazit: Auch wenn dieses Philosophiebuch offenbar preisgekrönt ist, bin ich nicht ganz so begeistert wie die Jury. Zu viele Gedanken, zu viele Philosophen, zu viele Jahrhunderte werden oft sehr salopp mit den Geschichten verbunden, die wir nicht deshalb lieben, weil sie uns die Welt erklären sollen.



Schlauer werden?      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wie der Untertitel schon andeutet, reicht es natürlich vollkommen, sich dem allvorabendlichen Genuss hinzugeben und Hirn prasselt auf einen ein, wie Hagel im besten Unwetter in irgendwelchen Tälern Österreichs. Wer noch weiter gehen will, ist entweder verrückt, ein Streber(!) oder interessiert, was andere (nicht nur die Partnerin/der Partner) von genau jenem Charakter, dieser Situation oder anderem mehr hält unserer geliebten und beliebtesten Serie halten. Das Wetter tuts doch auch entsprechend der Ansage am vorigen Tag. Unbestreitbar ist, dass die Simpsons mehr sind als pure Unterhaltung. Sie sind, und das sind nur einige wenige Puzzleteile eines Gesamtbilds, ein Abbild der amerikanischen Durchschnittsfamilie, die extreme der gesellschaftlichen Veränderung, das ideale Spiegelbild (zeitgleich die einer Vorstellung) von Kultur, die Übertreibung und Moral in Einem und und und...Klar dabei ist, dass die Simpsons, durch die Hände von vielen Autoren geformt, ein Phänomen der Extraklasse darstellen. Mit großem kulturmedialem Wissen ausgestattet, ist es dem geneigten Seher eine Freude die vielen Anspielungen ausfindig zu machen; die extremsten Fans können nicht nur Zitate auswendig, sondern erkennen die Zitate der Serie als doppel- und dreifachbödige Querverweise wieder und auch hier folgt dem und eine und wieder.

Nach dem x-ten Sammelalbum, der vierten Wiederholung, dem dritten Begleitbuch, Internetseiten und -foren, der Anleitung zu den Fernsehserien, den Nebeninfos und den vielen Erklärungen umkreist das o.g. Werk seit seinem Erscheinen die Köpfe der Fans. Viele Fragen drehten sich um den Inhalt, der wie man annehmen könnte aus dem Untertitel erkennbar ist - weit gefehlt. Viele Autoren machen sich anhand der Simpsons Gedanken zu ihrem Fachgebiet (z.B. oft Philosophie, die Medienwissenschaften, o.ä.) schreiben einen Artikel und lassen ihn publizieren. Den gemeinsamen Nenner bilden dabei immer die Simpsons, auf die die handelnden Personen in den Artikeln hinweisen. Dass in den Geschichten dabei cirka 2000 Jahre Philosophie behandelt wird, sei erwähnt - wichtig, was am Ende übrig bleibt, denn für so viel Material reicht ein Leben eh nicht aus. Das Buch ist selbst ein Unikum, dass seine Berechtigung, ebenso wie es diese spezielle Position zu verteidigen hat. Denn es bleibt die unbefriedigte Frage über, was man zuerst hätte lesen sollen - Sophies Welt oder Aristoteles. Und dabei hat man sich dem ganzen wissenschaftlichem Pobier - Universum Simpsons (ohne Freundetratschphilo) nicht einmal angenähert. Im Buch werden Wesenszüge zum ersten Mal von einer Seite beleuchtet, die man so noch gar nie wahrgenommen hat - mit Referenzen aus den Serien, die bekannt sein müssen, werden Bezüge zu historischen Figuren gezogen, Präzidenzfälle aufgezeigt oder mit unserer westlichen Gesellschaft um die Wette verloren.

Schwer ist es für jenen Leser, wenn man referenzielle Serien verpasst hat, leicht ist der Zusammenhang zwischen bekannten philosophischen Anschauungen und den Stereotypen der Serie herzustellen. Unmöglich ist das Werk in einem Rutsch zu lesen und dabei spielend alles zu verstehen. Ungemein wichtig bleibt die extraordinäre Position des Werks als Beitrag zum Verständnis, weniger Wissenschaft hätten der Lesbarkeit geholfen, weniger Vorauswissen hätte dann aber an Tiefe gefehlt - schwierig, manchmal bezugslos, freudig übereinstimmend, das erste Mal Zusammenhänge begreifen lassend, schwebt das Buch als geistiger Überbau über dem Sammelsurium von Literatur zu den Gelben. Für Fans ein Muss, für Liebhaber verzichtbar - dennoch klar lesenswert, denn auch wenn man nicht alles versteht, muss man sich dem Fehlen stellen - man weiss ja nie...

Durchschnittliches Buch      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich Simpsons Fan bin und mich auch für Philosophie interessiere. Allerdings wurden diese Interessen mit diesem Buch nur halbwegs befriedigt. Das Buch setzt sich aus mehreren Autoren zusammen, zumeist Assistenzprofessoren, welche das Thema teils gut, teils schlecht vermitteln. Bei einigen fühlt man sich als würde man gerade in einer Philosophievorlesung für Erstsemester sitzen und manche Autoren beziehen sich auch kaum auf die Simpsons. Wenn man ein Einsteigerbuch für Philosophie lesen möchte gibt es wirklich bessere (z.B. Philosophische Hintertreppe oder Richard David Precht) und wenn man sich nur für Simpsons interresiert und weniger für Philosophie ist das Buch auch nicht wirklich zu empfehlen, da der Schwerpunkt des Buches klar bei der Philosophie liegt und weniger auf den Simpsons.

Eine lustige Reise in bunte Reich der Philosophie      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wem der Philosophieunterricht in der Schule schon immer zu trocken vorkam, sich aber trotzdem noch für Philosophie interessiert, dem kann man dieses Buch nur empfehlen.
Hier werden philosophische Theorien endlich auch für den nicht über-intellektuellen verständlich und anschaulich erklärt und am Beispiel der Simpsons vorgeführt. Der Spaß kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz.
Wer sich dafür interessiert, was zum Beispiel Bart und Nietzsche verbindet oder warum Mister Burns aus philosophischer sich niemals glücklich sein kann, und solche Fragen schon immer mal aus Sicht berühmter Philosophen in nicht immer ganz ernsten Essays beantwortet haben wollte, dem sei "Die Simpsons und die Philosophie" wärmstens empfohlen.

Leider nicht gut genug...      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Zweifelsfrei bin ich wohl eher der Simpsons-Kenner, als der Philosophie-Spezialist, aber ich halte das Buch für keinen gelungenen populärwissenschaflichen Philosophie-Einstieg. Nur wenige philosophische Ideen sind nachträglich hängen geblieben und der Konnex zu den Simpsons ist oft nur auf Umwegen erkennbar.

Lediglich die Beiträge des ersten Teiles von dreien sind im Ansatz lehrreich und unterhaltsam zugleich (dehalb auch ein Anerkennungs-Stern). Der Rest - zumindestens aber Teil 3 - ist irgendwo zwischen entbehrlich und ärgerlich einzuordnen, wobei sich mir oft die Frage gestellt hat, ob der jeweilige Autor des Beitrages, seine "philosophischen Gedanken" zu den Simpsons ernst meint.

Meine Empfehlung lautet: Simpsons-Fans sollten lieber zu Paul Halpern: "Schule ist was für Versager" greifen. Für Philosophie-Interessierte empfiehlt sich "Sophies Welt" von Jostein Gaarder.

Das hätte die Welt nicht unbedingt gebraucht...      2 von 5.00 Punkten       Verfasser
In erster Linie war das Buch zwar interessant, aber nicht besonders einfach zu lesen, was wohl eher am akademisch-begründeten "Formulierungszwang" der Herren Philosophen lag, als an meinen leserlichen Fähigkeiten. Die Zielgruppen dieses Buches sind bestimmt nicht irgendwelche Professoren!? Sicherlich steckt in den Simpsons jede Menge Philosophie und man kann und sollte auch in viele Richtungen interpretieren. Jedoch der Versuch, mit diesem Buch eine philosophische Analyse zu kreiren, übersteigt wohl den Sinn der Simpsons auf diesem Planeten, nämlich durch Witz und Ironie den Zuschauer und (wahren) Simpsons-Fan zu unterhalten. Dieser braucht dieses Buch nicht, denn er versteht sehr wohl den Humor und die Message der Serie!

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