Endlich weg: Über eine Weltreise zu zweit

Rüdiger Barth

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

eher ein Urlaubsbericht      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch liest sich ganz gut, allerdings hat man hier den Eindruck, es handelt sich um einen verlängerten Urlaub. Wie bei so vielen anderen "möchtegern Aussteigern" sind es wieder Personen der Generation "Dinks" (Double Income No Kids), die schon vom normalen Alltag fertig sind, ohne jemals die Belastung einer Familie mit Kindererziehung mitgemacht zu haben.

Das Buch war ein Geschenk.

Es liess mich völlig unbeeindruckt zurück...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Gerade, wenn man selbst mal wieder sparen muss, packt einen das Fernweh und ein Buch wie "Endlich weg" landet fast wie von selbst im Einkaufskorb. Wenn schon nicht selbst verreisen, dann doch wenigstens indirekt eine Weltreise mitmachen. Das Cover deutete für mich auch darauf hin (weiß nicht genau warum), dass Vieles etwas improvisiert und ungeplant ablaufen würde, und dass daraus viele spannende Situationen und Begegnungen entstehen könnten. Die Fotos im Innenteil sind nett gestaltet und vermitteln ein paar Eindrücke davon, wie es gewesen sein könnte. Leider fehlt mir das Herzblut an der Sache. Trotz gutem Stil lassen einen die meisten Kapitel etwas ratlos zurück. Das man bei Freunden übernachtet ist ja nicht schlimm - so eine Weltreise ist teuer und man ist über jede Ersparnis froh. Noch dazu haben die Freunde vielleicht ein paar gute Ausflugstipps. Für mich beisst sich das dann aber in dem Moment, indem man Hummer, Steak und Jacobsmuscheln in rauen Mengen isst und ständig teure Rotweine sowie die Drinkspezialitäten der einzelnen Urlaubsziele in den Vordergrund gestellt werden. Ich will auch nicht wissen, dass der Autor ausschließlich Reclam-Heftchen dabei hat. Will er damit ein besonderes Literaturverständnis vermitteln? Und sobald "Eingeborene" zu Wort kommen hatte ich das Gefühl mit Gerd Ruge wieder über den Baikal-See zu müssen. Mal ganz ehrlich: Was soll mir in 5 oder 10 Jahren die Einschätzung der Neuseeländer, Chilene etc. der aktuellen wirtschaftlichen Lage ihres Landes sagen? Warum fragt man da nicht andere Sachen, die auch etwas über die Kultur der Länder verraten? Gut war das Buch immer dann ,wenn einfach Landschaften oder Stimmungen beschrieben wurden. Ganz ohne Hintergedanken oder Pathos. Nett! Leider insgesamt nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich hatte mir einen "richtigen" Backpacker-Reisebericht erwartet und so liess mich dieses Buch etwas enttäuscht, aber vor allem unbeeindruckt zurück. Schade!

Ganz nett - mehr aber auch nicht      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Um eines gleich mal vorweg zu nehmen: Wäre der Autor nicht Redakteuer beim Stern, sein Buch wäre wohl niemals erschienen. Da waren gute Beziehungen im Spiel, denn hätte es ein nobody verfasst, so wäre es ohne Zweifel von jedem Verlag abgelehnt worden.
Es ist einfach zu seicht geschrieben, liest sich oft wie der wetterbericht: heiter bis wolkig mit kurzen schauern.
Es unterhält dabei durchaus und manchmal hat der Schreiber auch seine Momente,in denen man ahnt was hätte werden können, wenn er entweder mehr Talent hätte oder vielleicht auch einfach nur mehr passiert wäre, aber es sind zu wenige als das ich dieses Buch wirklich empfehlen könnte.
Ich kann mich den anderen Bewertungen anschliessen, welche ebenfalls der Meinnung sind, dass 4 Monate, von denen einer bei freunden in sydney verbracht wird, eher ein sehr langer urlaub denn eine echte auszeit und weltreise sind.
Mag mir aber nur so vorkommen, da ich selber schonmal unterwegs um die Welt war für 9 Monate.
Fazit:Ganz Ok, aber da gibt's wohl Besseres in dieser Richtung.
Gruß

Wunderschöner Schreibstil, aber "Weltreise" ist etwas anderes...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Meine Meinung zu dem Buch ist sehr gespalten, deshalb gibt es den Mittelwert: 3 Sterne. Ausgesprochen positiv ist die wunderschöne, manchmal fast lyrische Sprache des Buches. Es gelingt dem Autor tatsächlich sehr häufig die Stimmung des geschilderten Ortes wiederzugeben (am deutlichsten gelingt dies bei der Osterinsel und Tahiti, bei Saigon und Hong Kong jedoch gar nicht, s.u.). Auch sind die Gefühle und Gedanken, die er beschreibt sehr überzeugend, nachvollziehbar und mir (als ebenfalls Weit- und Vielreisender und nicht Pauschalreisender) bestens bekannt. Der Wiedererkennungseffekt tut da häufig sehr wohl. Sprachlich und auch in Bezug auf die dargestellten Begegnungen mit den vielen verschiedenen Menschen hat mich das Buch sehr gefesselt und mir außerordentlich gut gefallen.

Nun aber zum absoluten Negativpunkt, den die schöne Sprache leider nicht wirklich aufwiegen kann, denn schließlich ist das Thema des Buches eine WELT-Reise. Der Autor verbringt fast drei Wochen in New York, Neuengland und New Orleans, gefolgt von vier/fünf Wochen St. Lucia und Guadeloupe. Dann geht es nach Rio und Iguacu, insgesamt acht Tage nach Chile und auf die Osterinsel, zwei (!) Tage nach Tahiti, sehr lange nach Neuseeland, ewig lange (einen Monat) nach Sydney, zwei (!) Tage nach Saigon und zwei (!) Tage nach Hong Kong. Warum verbringt der Autor fast nur Zeit in Ländern des westlichen Kulturkreises? Warum macht man eine Weltreise, wenn man sich "zu Hause fühlen" muss (Zitat des Autors)??? Dann sollte man doch gar nicht erst losfahren! Die Reiseroute wird allerdings durch dieses ANTI-Fernweh bestimmt: In New York hat der Verfasser Freunde, in Neuseeland auch, in Sydney habe beide Reisenden bereits ein halbes Jahr gelebt und in der Südsee waren sie schon auf ihrer Hochzeitsreise. Dies sind somit alles Ziele, die dem Effekt einer Weltreise doch sehr zugegen laufen. Die anfänglich beschriebene Planung der Reise suggeriert, dass es keine anderen Reiserouten gegeben hätte (Afrika z.B. rausfallen musste). Vielleicht hätte der Autor die Planung, wo er sonst doch stets reisebewandert und internet-erprobt erscheint, selbst in die Hand nehmen und sich nicht von einem Reisebüro leiten lassen sollen (kenne mich in der Beziehung sehr gut aus und weiß, dass da Eigeninitiative gefordert ist). Darüber hinaus gibt der Autor bekannt, das ihm Asien nichts gibt, er weder die Seele Hong Kongs noch die Geister Vietnams sehen kann. Wie sollte er auch - in vier Tagen und während zweier geführter und in Hong Kong vom Hotel organisierter(!) Touren, die deutlich die Berührungsängste mit der asiatischen Kultur widerspiegeln? Da müsste man sich schon ein bisschen mehr auf den Kontinent und seine Menschen einlassen und v.a. nicht mit so einer vorurteilsbehafteten Einstellung an die Sache dran gehen.

Insgesamt lohnt sich das Buch sprachlich, von der geschilderten Reiseroute her hat es aber nicht wirklich was zu bieten, da interessante Reiseziele (Indien, Afrika, Asien) ausgelassen werden. Stattdessen werden dem Autor zumeist bereits bekannte Ziele beschrieben und insgesamt wird auf ausgetretenen Pfaden gereist, so dass der Reiz des Neuen auch für den Leser fehlt.

Eine Weltreise, ohne die Welt bereist zu haben      2 von 5.00 Punkten       Verfasser
Zu einer Weltreise gehört doch mehr, als sich ständig über andere aufzuregen. Der Autor scheint zu meinen, dass seine Art zu reisen, die einzig mögliche sei. Mir ist nach der Lektüre dieses Buches nur die Hoffnung geblieben, dass nicht alle so engstirnig und kurzsichtig sind.

Hauptsache um die Welt      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Titel verspricht viel, doch eine weltreise in 4 Monaten ist doch nur eine abgrasen von sehenswürdigkeiten.Weshalb der Zusatztitel: eine weltreise zu zweit? leider kommt M., die im Buch Anna genannt wurde, überhaupt nicht zu wort. anfangs hatte ich den eindruck, das ich in einem reiseführer lese. später wurde es etwas besser, weil mich die länder mehr anzogen. Weltreise hört sich gut an, muss aber nicht um jeden preis sein. Lieber weniger länder bereisen, dafür intensiv.

Urlaub - aber keine Weltreise      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich hab das Buch während meines Urlaubs in Indien gelesen. Fazit: von einer Weltreise ist das Buch weit entfernt. Erinnert viel mehr an einen Pauschalurlaub in Industrieländern. In 4 Monaten um die Welt (so der Titel) und zwar in genau 11 Ländern. Bleiben für jedes Land rechnerisch nichtmal 11 Tage. Zudem hält sich der Autor in einigen Ländern mehrere Wochen auf und für die restlichen Länder bleiben nicht mal 1 oder 2 Tage übrig. Wie will der Autor denn in dieser kurzen Zeit etwas über fremde Kulturen erfahren haben?????? Finger weg von diesem Buch!!

eines meiner absoluten Lieblingsbücher geworden!!!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Rüdiger und Anna, ein junges Paar, dass auf ihrer Weltreise fernab ist von typischen Touristenorten und Sehenswürdigkeiten. Ein Paar, das sich eine ganz eigene Route bastelt und viel mit den Menschen vor Ort in Kontakt tritt. Sie treffen Menschen, die ihre Geschichte erzählen wollten und sie hören hin. Denn sie wollen möglichst viel mitnehmen von dieser Reise, neue Ideen hören und zum Denken angeregt werden.

Zunächst vom Schreibstil und von der Tatsache, nur Außenstehender zu bleiben, tat ich mir schwer, die ersten 100 Seiten zu lesen. Dann jedoch packte mich das Lesefieber und ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war, als wäre man mit auf dieser Reise gewesen, hätte die Städte, Länder, Kontinente selbst gesehen und die vielen Einsichten und Läuterungen selbst bekommen und durchdacht.
Der Autor schafft den Spagat zwischen Reisereport, Unterhaltung und Philosophie hervorragend und brachte ein Buch heraus, das sowohl das Fernweh stillt, als auch eben jenes hervorruft. Das Buch zählt ab sofort zu eines meiner Lieblingsbücher.

nette geschichte      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
das buch ist ganz nett zu lesen. wir habens - als geschenk vor unserer eingenen weltreise - gleich doppelt bekommen.

inhaltlich ist es locker und flockig. dennoch hat es mit dem wirklichen abenteuer einer weltreise recht wenig am hut. der autor macht aus seinem 4-monatigen urlaub eine bildungsreise. die besuchten orte sind alles andere als abenteuerlich und die gesamte weltreise ähnelt eher einem luxusurlaub (wir haben tollen wein getrunken, wir haben in einem tollen hotel gewohnt, etc.).

wer sich abenteuer erwartet ist hier falsch. jeder wie er will, aber es gibt sicher eine menge weltreisende, die durchaus mehr zu erzählen haben.

Langer Urlaub      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Man darf sich einfach nicht zuviel erwarten von diesem Buch. Dennoch ist es eine unterhaltsame Lektüre. Langer Urlaub oder Arbeitsurlaub? Von Aussteigen keine Spur, wenn der sichere Job zuhause wartet und das Konto gefüllt ist. Das Schreibgerät ist immer dabei und es wird viel notiert. Die Reise wurde mit der Absicht angetreten, ein Buch daraus zu machen, das spürt man auf jeder Seite. Etwas hat mich schon gestört: Auf Pauschaltouristen schaut der Autor herab. Selbst fährt er aber vollkommen durchgeplant, jede Unterkunft bucht er bereits per Internet im voraus. Es bleibt wenig dem Zufall überlassen. Am besten sind die Begegnungen mit Menschen, da hat er als Reporter ein gutes Gespür.

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