Miteinander reden, Bd. 1: Störungen und Klärungen.: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation

Friedemann Schulz von Thun

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 40 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Verbessert die Welt!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch hat mir an einigen Stellen wirklich die Augen geöffnet! Es hat mir Ansätze gegeben, meinen eigenen Umgang mit anderen und mir selbst(!) zu verbessern und mein Leben dadurch ein bisschen erleichtert. Erst habe ich es nur für die Uni gelesen, aber dann habe ich immer öfter Situationen wiedererkannt, die ich selbst oft erlebe. Ich hatte beim Lesen ständig Aha-Erlebnisse! In einigen Fällen dachte ich: "Oh, oh, so bin ich ja selbst!", aber das Buch ist weit davon entfernt, Vorwürfe zu machen! Ich konnte die dort angebotenen Verbesserungsvorschläge gut annehmen.

Das Buch ist sehr lebhaft geschrieben und auch für Laien einfach zu Lesen. Der Autor verzichtet bewusst auf (unnötiges!) Fachgerede und versucht mit vielen Beispielen und ausführlichen Erklärungen, Kommunikation und ihre Tücken und Ansatzpunkte für jeden verständlich darzustellen.

Ich bin der Meinung, dass jeder (insb. jeder, der im pädagogisch-psychologischen Bereich tätig ist) dieses Buch gelesen haben sollte, weil es wirklich wertvolle Erkenntnisse für den Leser bereithält!

Sehr gut. Bitte kaufen ;-)      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Titel "Miteinander reden" ist genauso simpel und eingängig wie der ganze Rest des Buches. Das erwähne ich gleich eingangs, weil es ja bekanntermaßen bei Sachbüchern leider nicht der Regel entspricht. Der Großteil von uns spricht täglich, wahrscheinlich stundenlang, aber reden wir auch wirklich miteinander? Läuft es nicht recht häufig aneinander vorbei? Friedemann Schulz von Thun nimmt unsere Kommunikation hier auseinander und erklärt uns anschaulich, wie Kommunikation entsteht, was die Gefahren sind und was man besser machen kann.
Im ersten Teil spricht er die Grundlagen an. Er teilt eine Nachricht in vier grundlegende Teile und erklärt diese erstmal nur grob. Diese Teile sind: Der Sachinhalt (die rein informative Ebene), die Selbstoffenbarung (was gebe ich, der Sender, von mir preis), die Beziehungsebene (was hält der Sender vom Empfänger bzw. wie beide zueinander stehen) und der Appell (wozu soll der Empfänger veranlasst werden). Nun ist Kommunikation ja keine einseitige Angelegenheit, also muss man sich auch damit beschäftigen, wie die Botschaft vom Empfänger aufgenommen wird. Genau hier entsteht dann bereits das erste Problem. Zum Beispiel gibt der Sender eine rein sachliche Nachricht an den Empfänger, dieser hört aber nur auf der Beziehungsebene hin. Schon hat man ein Missverständnis. Auch darauf, also auf Feedback und Interaktion geht Schulz von Thun ein. Abgeschlossen wird Teil A dann mit der "Metakommunnikation", der Kommunikation über die Kommunikation.
Teil B befasst sich dann intensiver mit den einzelnen Teilen. Was ist Selbstoffenbarungsangst, Selbstdarstellung und Selbstverleugnung?. Wie kann ich lernen authentisch zu sein? Sehr interessant die Erklärungen zur Sachseite der Nachricht, in denen auf Sachlichkeit erster und zweiter Ebene trennt und vor allem auf Verständlichkeit eingeht. Dabei schlägt er auch einen Bogen zu der Verbesserung der Verständlichkeit von Texten. Jeder, der viel Sachbücher liest, sei es an der Uni oder sonstwo, wird wissen wovon hier die Rede ist. Im darauffolgenden Teil über die Beziehungsseite einer Nachricht erfährt man dann, was es für Instrumente zur Erfassung des Beziehungsgeschehen gibt (Verhaltenskreuz, Transaktionale Analyse), wie das Bild, dass ich vom anderen habe überhaupt entsteht, was für Beziehungen es gibt, wie wichtig das Selbstkonzept ist und wie man Beziehungsstörungen vermeidet. Im IV. Kapitel von Teil B richtet sich der Fokus dann letztendlich auf die Appellseite. Wie kommt es zur Erfolglosigkeit mancher Appelle und was sind verdeckte, paradoxe und offene Appelle. Unterstrichen wird im gesamten Buch nochmals alles durch zahlreiche Abbildungen, Grafiken, Zeichnungen und einige Übungen am Ende von diversen Kapiteln.
Ein tolles Buch, das nicht nur in die Hände von Psychologen oder anderer psychosozialer Berufsgruppen gehört. Man kann wirklich nach der Lektüre von "Miteinander reden 1" an sich arbeiten. Man kann darauf achten, was man wie sagt und was der andere vielleicht tatsächlich gemeint hat, also auf welcher Ebene er gesprochen hat, und wie er wiederrum das Gesagte evtl. verstanden hat, anstatt eventuell sofort zu streiten. Natürlich kann man es nicht benutzen wie die Gebrauchsanleitung einer Waschmaschine, einmal durchlesen und alles läuft bzw. man ist ein neuer Mensch, aber man kann damit längerfristig Veränderungen hervorrufen, dessen bin ich mir sicher. Ich habe es gerne gelesen und auch einiges daraus mitgenommen. Möchte man diesem Buch etwas Negatives anhaften, dann allerhöchstens, dass die eine oder andere Abbildung überflüssig ist. Ich meine, "idiotensicher" und einfach ist immer gut, aber teilweise wird es zuviel des Guten. Man muss nicht unbedingt um die Beziehungseben zu erklären ein Männchen mit einem großen "Beziehungsohr" zeigen, dann eins mit einem andersfarbigen "Appellohr" usw. Ansonsten bin aber sehr gespannt auf Band 2 und 3.

Kurzrezension: klarer Klassiker      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Vier bis fünf Sterne für ein Buch, das gut zu lesen ist und als Grundlage für viel Erkenntnis und Selbstarbeit dienen kann.

Ich bin gerade dabei, Band 1 und 2 jemandem auszuleihen. Wo sonst findet man sonst allgemein verständlich einen Kommunikationsansatz, der in vielen Fällen hilfreich sein kann, der Paradoxa wie verkorkste Kommunikation einmal aufzeigt und Lösungen gleich mit? Und das auch noch locker genug geschrieben, um auch Nicht-Psycho's unterstützen zu können?

Dieses Buch kann für die Informationsvermittlung durchaus mit Kommunikationsseminaren mithalten. Ob es seit 1981 tatsächlich keine neuen Erkenntnisse gegeben hat, die eine richtige Neuauflage rechtfertigen würden, vermag ich doch nicht so ganz glauben.

Psychologisches für Fachleute und Laien      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Habe, wie sicher sehr viele Leute, diverse Probleme(chen) mit KollegInnen am Arbeitsplatz. Bin durch die Empfehlung meiner Liebsten, einer Dipl.Päd., zu Friedemann Schulz von Thun "Miteinander reden II", "Miteinander reden III" gekommen. Musste dann unbedingt noch Band I haben. Sehr schön zu lesen. Man findet sich und seine Leute immer wieder wieder. Man hat nach der Lektüre immer noch Probleme, mal als Leidender und gar nicht so selten auch als Verursacher. Allerdings inzwischen mit einem leichten Durchblick, zumindest mit einer soliden Orientierungspalette. Das hilft schon mal und hebt, vorerst, die eigene Stimmung. Mit der praktischen Anwendung des neuerworbenen psychologischen Wissens sollte man sich, das rät F. Schulz von Thun, Zeit lassen um dann irgendwann ganz bedächtig vorzugehen. Hat man die drei Bände gelesen/genossen, weiß man auch, warum.

Erster Band der dreiteiligen Grundlagenserie zur Kommunikationspsychologie      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieser Klassiker stellt das Nachrichtenquadrat vor, ein Modell, das postuliert, daß ausnahmslos jede Nachricht einer Kommunikation aus vier Teilen besteht. Das Buch erläutert dieses Modell im Detail, und wendet es dann an, um diverse häufig vorkommende Kommunikations­konflikte zu analysieren.

Die vier "Seiten" einer Nachricht:
- Sachinhalt: die gemachte Aussage oder gestellte Frage als solche
- Selbstkundgabe: was der Sender über sich aussagt, indem er die Aussage macht bzw die Frage stellt (in diesem Band noch als "Selbstoffenbarung" bezeichnet)
- Beziehungshinweis: was der Sender durch das Machen der Aussage bzw das Stellen der Frage darüber verrät, wie er das Verhältnis zwischen sich und dem Empfänger sieht
- Appell: was der Sender beabsichtigt, indem er dem Empfänger gegenüber die Aussage macht bzw ihm die Frage stellt

A und O der Kommunikation      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dies ist eines der Bücher, das jeder - und hier meine ich wirklich jeden und jede - gelesen haben sollte, der irgendwie mit Kommunikation zu tun hat. Im Grunde erspart es die meisten anderen Bücher zum Thema. Man lernt in diesem Buch mehr über Kommunikation als in 20 Jahren "Praxis" und wird nach dem Lesen jedwede Kommunikation, ob eigene oder fremde, mit anderen Augen betrachten und vielleicht sogar in der Lage sein, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Dabei ist völlig egal, ob Schulz von Thun nun irgend etwas davon "erfunden" oder von anderen übernommen hat. Die grundlegenden Wahrheiten über das "Meiteinander Reden" stören sich daran nicht.
Die Bedeutung dieses Buches liegt nicht nur in der Grundaussage: Schulz von Thun gliedert die menschliche Kommunikation in vier Ebenen: Sachebene, Beziehungsebene, Appellebene und Selbstoffenbarungsebene. Soweit hat sich die Kommunikationstheorie bei manchen schon herumgesprochen.
Das Hauptaugenmerk liegt aber im zweiten Teil, wo für jeden Teil der Nachricht die möglichen Störungen analysiert werden. Hier gehen einem beim Lesen die Lichter gleich reihenweise auf, die ganze Lebensgeschichte fehlerhafter Kommunikation entblättert sich im Rückblick. Ein verblüffendes Erlebnis. Man sollte das Buch daher häppchenweise lesen.
Leider werden gerade die Leser/innen, die es vielleicht am nötigsten haben würden, dieses Buch nicht lesen. Dazu fehlt ihm ein bisschen die penetrante Populärwissenschaftlichkeit eines John Gray. Manchmal schlägt der akademische Ansatz zu stark durch, die Überschriften sind stellenweise völlig abschreckend gewählt "Die Begegnung mit dem Empfangsresultat") und sollten mal von jemandem überlesen werden, der weiß, wie man das Publikum anspricht.
Spannend ist auch das Buch nicht immer zu lesen, wenn auch die vielen Praxisbeispiele die Alltagsnähe gewährleisten. Leider werden die guten Absichten immer wieder durch den pseudowissenschaftlichen Ansatz konterkariert, indem einfach etwas zu viele Zitate aus Sekundärliteratur eingefügt werden, die stellenweise arg antiquierten 70er-Jahre-Geist transportieren und deren Nutzen heute zweifelhaft ist. Hier würde man sich bei einem so wichtigen Werk dringend eine Straffung und somit bessere Öffnung fürs breite Publikum wünschen. Dennoch: dieses Werk ist Grundlage aller - guten - Kommunikation und unbedingt jedem, der sich anderen mitteilen und diese verstehen will, zu empfehlen.

Hervorragend für meine Seminare      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein umfassendes Werk, das sicher rein optisch Mühe macht, es zu lesen. Anschauliche Beispiele, die meinen Seminarteilnehnmern immer wieder Freude machen, und mit denen man klar auf den Punkt kommen kann. Beispiele aus dem Alltag, in denen sich die meisten wieder finden. Das Wesentliche in klaren Bildern, die man leicht an der Tafel nachmalen kann (z.B. die 4 Ohren). Ein umfassendes Angebot, wen man Kommunikation als Grundlage seiner Weiterentwicklung oder seiner eigenen Beratungsangebote braucht.

Alles in Kürze - Lesen und Lernen mit für mich vorhandenem Spaß-Faktor      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Bewertung: 5 Sterne

Dem Autor gelingt es, Theorie und Praxis so miteinander zu kombinieren, dass "Aha-Effekte" immer wieder eintreten und für mich auch "Schmunzeln" erlaubt ist.

Klarheit, Einfachheit und Strukturiertheit in Einklang gebracht.

Bewertung: 5 Sterne - zwar ist für Kommunikationsinteressierte "nichts Neues" dabei - trotz oder gerade weil dies die Grundlage von vielem ist (und daher "bekannt ist"), halte ich es für ein Muss.

Wie wir eigentlich kommunizieren. Ein Buch für jeden!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Auf den Erkenntnissen der Kommunikationsforschung aufgebaut, leicht verständlich und ansprechend geschrieben: so muß Psychologie zum Leser kommen! Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen ohne das "4-Ohren-Modell" auszukommen, so hilfreich ist es im Alltag. Wenn man menschliche Kommunikation mit eine Computer-Betriebssystem vergleichen würde, so würden die meisten Menschen noch auf MS-Dos Ebene kommunizieren. Mit diesem Kommunikationsupdate von Schulz v.T. gehen wir zu Linux, Windows oder vergleichbarem über. Wir bekommen ganz andere Handlungsmöglichkeiten. Jeder der dieses Buch gelesen hat und den ich kenne, will es nicht mehr missen. Freilich ist es nicht das Einzige gute Buch über Kommunikation. Watzlawicks "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" darf hier nicht unerwähnt bleiben. Eine weitere Besonderheit, die in letzter Zeit von sich reden macht ist ein Buch über "paradoxe" Kommunikation. "Wege aus der Zwickmühle". Von dessen Doppelbotschaften schon in Watzlawicks oben erwähntem Buch zu lesen war. Hier geht es dann quasi um soetwas wie Kommunikations-Computerviren, die unser menschliches Betriebssystem lahmlegen. Sehr spannend auch.

Unterschätzen Sie nicht dieses Buch!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Als ich das Buch nur zur Hälfte gelesen hatte, wurde mir klar, wie wichtig Kommunikation in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich ist. Welche Probleme sich alles lösen lassen, wenn man sich erst einmal bewusst macht, wie wir überhaupt miteinander reden und umgehen. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe, wünschte ich, ich hätte es schon Jahre vorher gelesen, denn die Probleme, die ich mir erspart hätte, kann ich gar nicht alle aufzählen... Streit mit Freunden, Kollegen, Familienmitgliedern oder in der Beziehung.

Ich lege es jedem ans Herz, und damit meine ich auch JEDEM!!! Denn dieses Buch sollte wahrhaft zu einer Pflichtlektüre ernannt werden. Nicht nur unsere zwischenmenschliche Kommunikation würde sich verbessern, auch Gespräche in Politik wären viel konstruktiver, Abgeordnete könnten viel kompromissbereiter sein, wenn sie dieses Buch gelesen hätten.
Kommunikation wird in unserer Zeit viel zu häufig unterschätzt. Wir brauchen sie nicht nur, wir MÜSSEN sie lernen...

Ebenfalls empfehlenswert ist dieses Buch für Eltern, die Probleme haben, mit ihren Kindern zu reden.

Ein überragendes Buch. Unbedingt kaufen!!!

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