Der Krapfen auf dem Sims: Essayistische und erzählende Prosa 1998-2000
Max Goldt
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Max erklärt uns die Welt ... 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Nachdem mich das Goldt-Fieber gepackt hat, lese ich ein Buch nach dem anderem von diesem wunderbaren Autoren. Dieses Buch unterscheidet sich aber doch ein wenig, denn ich fand es stellenweise sehr ernsthaft. Gerade in den ersten Kurzgeschichten überwiegt eher der Ernst als die bekannte Komik. Es ist nicht so, dass es nichts zu lachen gibt ... aber doch empfand ich die Lektüre als nicht so unterhaltsam wie seine bisherigen Bücher.
"Trotzdem" bietet dieses Buch genau das, was man üblicherweise von Max Goldt erwartet: jede Menge Lach- und Sachgeschichten.
Ganze 5 Sterne wollte ich aber doch nicht vergeben, denn ich finde es gibt bessere Bücher von Herrn Goldt.
Endlich wieder bissig 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Nach einige eher durchwachsenen Büchern endlich mal wieder ein Volltreffer. Pointiert und bissig kommentiert Goldt die eher kleinen Dinge des Lebens aber auch das Weltgeschehen. Man kommt aus dem zustimmenden Kopfnicken gar nicht mehr raus. Er spricht Dinge aus, die andere oft nicht einmal zu denken wagen.
Aktuelle deutsche Comedy ist Bronze, wahrer Humor ist Goldt! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Alles ist da wo es hingehört. Die Mischung stimmt. Komik und Ernsthaftigkeit vereinen sich zu Texten, die nicht besser sein könnten. Und sogar die Fotos, die ich in anderen Goldt-Büchern selten witzig finde, haben mir dieses Mal durchweg gefallen. Kurzum, es ist ein absolut empfehlenswertes Buch! Wer Max Goldts Texte kennt, weiß was ihn erwartet. Und für Neulinge ist es ein perfekter Einstieg! Der Unterschied zwischen Max Goldt und einem Großteil der aktuellen deutschen Entertainer, Kabarettisten und jungen Autoren ist, daß Max Goldt nicht versucht witzig zu sein, sondern witzig ist. Sein Humor ist fein dosiert, die allermeiste Zeit zumindest, denn auch er wird manchmal albern. Bei Goldt Texten entsteht nie der Eindruck, daß man etwas liest, was bei anderen Autoren entliehen wurde, voller Stereotypen und mächtig abgehangen, sondern das es neu, erfrischend und originell ist. Die Seiten füllen kann jeder "Popliterat", aber so zu schreiben wie Max Goldt ist große Kunst! Respekt, Herr Goldt! "Der Krapfen auf dem Sims" beginnt mit dem sehr ernsten Text "Mein Nachbar und der Zynismus". Das Thema Zynismus wird an späterer Stelle noch einmal behandelt und das sind dann solche Momente, in denen klar wird, daß Goldt eben nicht nur lustig ist, sondern auch ein Weltverbesserer, das meine ich im positiven Sinne! Goldt spricht zu seinen Lesern, wie ein guter, schlauer Freund. Sehr viel leichter kommen Texte wie "Fotos im Portemonnaie" oder "Niedere Botschaften" daher, sympathische Alltagsbeobachtungen, bei denen ich laut gelacht habe!
"Der Krapfen auf dem Sims" zeigt Max Goldt von seiner besten Seiten. Ein bedachter, äußerst gekonnter Umgang mit der deutschen Sprache; konkrete Lebenshilfe; Humor, der auch beim wiederholten Lesen lustig bleibt und ein wohltuendes Abwatschen all der Nervensägen aus Presse und Fernsehen - es ist schön in der Welt von Max Goldt zu sein.
Onkel Max galore! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Als seine Kolumnen noch monatlich in der Titanic erschienen, machte sich manches Mal der Eindruck breit, Max Goldt erginge sich in Wiederholungen handzahmer Beobachtungen und Witzelein in Wohlfühlvokabular, ohne hart zu urteilen, bissig zu sein. Auf die Dauer tritt fast zwangsläufig Monotonie ein.
Gut also, daß Goldt nun in unregelmäßigen Abständen in unterschiedlichen Publikationen veröffentlicht. Dementsprechend sind die hier versammelten Texte qualitativ auf höchstem Niveau in der Art, wie der Leser Goldt liebt: wortgewandt, originell, pointenreich, kritisch! Ob er nun "submongoloide Sprachqualität" beim Verfassen von E-Mails kritisiert oder Ernst August von Hannover für sein Anti-BILD-Engagement lobt - Goldt liefert große Kunst. Bessere Glossen/Kolumnen/Aufsätze hat Onkel Max nie geschrieben! Höchste Empfehlung!
Die Aufgabe aller Freiheit 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Und so schrieb er. Und was er schrieb, das nahm die Formen an, die nur das annehmen kann, was Max G., oder, um Unanonymität zu wahren, Max Goldt, schreibt. Wahrheiten, die in ihrer Logik erst dann klar werden, wenn sie denn einmal geschrieben worden sind, in einer Sprache, die einem manchmal alleine durch ihre Wortwahl ein Lachen hinter den weißbereihten Mundverschlüssen hervorlockt, und daß es ganz und gar erwägenswert macht, das Buch nicht in der Öffentlichkeit zu lesen - unbedachte Lacher könnten eine Erklärung zur freiwilligen Aufgabe der geistigen und dadurch physischen Freiheit verstanden werden, so treten einem manchmal die Tränen in die Augen.
Übrigens, Herr Goldt, Parties sollen Spaß machen (was habe ich gelacht!)
Wahrheiten 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Üblicherweise nervt es sehr, wenn Männer die Welt erklären. Max Goldt zuzuhören macht dagegen großen Spaß. Er thematisiert ehe Alltäglichkeiten, aber auch alles mögliche Andere, was es an Themen gibt. Er erlaubt sich sehr besondere Sichtweisen und wagt Dinge in Frage zu stellen, die nicht fragwürdig erscheinen, aber wie man hier hört durchaus überdenkenswert sind. Und oftmals dachte ich mir beim Hören: "wie wahr" oder "wie gut, dass das endlich mal gesagt wurde". Und schließlich hat Max Goldt auch eine schöne Stimme, der frau gerne zuhört.
Unbedingt zu empfehlen!
Intellektueller Stammtisch 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Viele kleine Geschichtchen in einer absolut wundervollen Sprache verfasst. Der Inhalt ist intellektuelles Stammtischgeschwafel und nebensächlich, eher Amüsant als hilfreich.
Und so sollte man dieses Buch jemanden schenken, der oft freie Reden mit wenig Inhalt schwingt.
Kleine Knaller 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Kurze Geschichten mit vielen Einzelheiten und zahllosen Pointen. ich bin begeistert
Endlich die neuen Kolumnen! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Also endlich wieder mal eine Sammlung der Titanic-Kolumnen des Max Goldt. Eigentlich bräuchte man nicht viel mehr sagen, denn es ist ja nun schon das 5. Buch dieser Art. Aber für alle, die es noch nicht wissen: Max Goldt ist fantastisch!! Und dieses Buch natürlich auch wieder! Auffällig ist allerdings, dass viele der neueren Essays ein bisschen ernster ausfallen, als man das von Onkel Max' früheren Sachen kennt. Einige Texte wie "Alter und Aussehen egal" widmen sich nachdenklich einem fast philosophischen Thema. Naja, so philosophisch, wie es bei Max Goldt eben zugehen kann, denn selbstverstänlich verlieren seine Ausführungen nie den charmanten Wortwitz und die geschliffenen Formulierungen, die einem ein Dauergrinsen auf das Gesicht zaubern. Aber trotzdem: Auf eigenartige Weise scheint mir das Werk Max Goldts reifer und ein bisschen spröder zu werden. Ob das nun gut oder schlecht ist, möge jeder für sich selbst enzscheiden. Genügend zu Lachen gibt es allemal, und so richtig langweilig sind auch die nachdenklicheren Betrachtungen nie.
Göttliche Vollendung in ihrer reinsten Form!!! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Max Goldt ist Gott! Da fehlen mir die Worte. Eine höhere Macht ist das. Sprachliche Vollendung, eine Sprachästhetik, die nach den Gestzen eines höheren Prinzips gewirkt wurde. Lest und weint! Gäbe es mehr Menschen wie Max Goldt, wäre diese Welt eine bessere. Eine viel bessere.