In 80 Tagen um die Welt
Helge Timmerberg
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
In 80 Tagen um die Welt 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Leicht, locker und bisweilen beschwingt, so treibt es den Autor durch die Welt. "Easy going" also bei der Lektüre. Neben den persönlichen Reiseindrücken wird dem Leser gleichermaßen auch ein Lebensgefühl des Autors vermittelt. Bildhaft einprägsam sind die Erlebnisse geschildert. Man möchte selbst gleich die Sachen packen und die Reise in 80 Tagen um die Welt beginnen.
seicht 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Klar: Dreister Marketing-Gag auf dem Cover usw. Inwiefern das der Autor oder der Verlag verbrochen hat, vermag ich nicht zu beurteilen. In jedem Fall verspricht das Buch viel, hält aber davon nur sehr wenig:
Wer einen Reisebericht sucht, möge weitersuchen. Dies hier ist keiner. Unter dem Primat der Subjektivität schildert Timmerberg Eindrücke aus den von ihm besuchten Ländern, die zum Teil nicht weit über die eigene Alterung und Erinnerungen an früher hinausreichen. Auch die philosophischen Ergüsse des Autors leiden an ihrer... ich nenne es mal "Untiefe". Teilweise wirken Stil und Inhalt sehr gezwungen, wie zB wenn er - Gonzo-Einlüsse hin oder her - eine Einladung zu einem Dreier mit einer Stewardess behauptet. Und Pedanten mögen auch inhaltliche Fehler wie die Vermischung der römischen und griechischen Mythologie bemerken und als Wissenslücke beurteilen.
Wer aber über die literarische Wertlosigkeit hinwegblicken kann und sich auf das Buch einlässt, den erwartet gute (wenn auch SEHR seichte) Unterhaltung. Timmerbergs Schilderungen machen Lust auf die Fremde - wenn auch nicht auf das besuchte Land im Speziellen. Insofern ist das Buch hervorragend als Urlaubslektüre geeignet, denn es liest sich trotz aller Mängel sehr flüssig und unkompliziert.
schade - zeitverschwendung 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Das ist eines jener Büchner, bei denen man sich im Nachhinein frägt, warum man als erfahrener Vielleser ausgerechnet soooooo 'reinfallen konnte. Mit gestelzt gewollter Lässigkeit wird ein Schreibstil angeboten, der Vulgäsprache und oberflächliche Beschreibungen gebrauchend Spitzigkeit, Tiefgründigkeit, Spassigkeit vermissen lässt - und das Thema böte doch Anlass diese Reise "nach Jules Verne" nochmals heute zu erleben.
zuerst wollte ich es weiterverschenken - aber es wäre peinlich- so bleibt nur der Papierkorb und die WARNUNG AN ALLE.
ich bin übrigens kein Jules-Verne-Verehrer; lediglich ein zuweilen anspruchsvoller Leser.
"Klappentexte" sind halt auch nicht mehr das, was sie einmal waren (faire, wirkliche Information)....und gerade der dort zitierte Marco Polo würde so ein Buch verächtlich schon nach ein paar Absätzen zur Deite legen.
Schreibt gut! 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Klar, dieses Buch trägt egomanische Züge und der Autor versteht den Sinn des Nichtraucherschutzes nicht. "Um die Welt" ist ebenfalls etwas hoch gegriffen, auch, wenn der Autor die Welt tatsächlich umrundet hat.
Aber: Er schreibt gut. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten - und habe nebenbei noch etwas gelernt.
Helge schrieb schon besser. 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Interessant wie einige mit Timmerbergs Ironie nicht
klarkommen bzw ihn mißverstehen wenn man die Rezensionen
liest.
Und wer sich an den Drogen stört kommt sicher aus der Esoterik-
oder Bachblüten-Ecke.
Aber es ist wirklich nicht das beste Buch von Helge Timmerberg.
Er schrieb schon bei weitem besseres trotz einiger guter
Passagen.
Manches schien mir auch an den Haaren herbeigezogen.
Auch den Vergleich mit Jules Verne fand ich nicht gelungen
weil, wie geschehen, irreführend.
Timmerberg schreibt über Timmerberg 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Der Autor berichtet erstaunlich wenig über die von ihm bereisten Länder, dafür mehr über sich selbst als jedenfalls ich wissen will. Besonders toll an sich findet Timmerberg, das er sich trotz seines, na, sagen wir mal, etwas reiferen Alters noch so oft und gerne betrinkt und auch sonst jede Droge nimmt, die gerade verfügbar ist. Und richtig stolz ist er darauf, dass er so leidenschaftlich gerne seine absolute Lieblingsdroge, den Tabak, konsumiert und sich von nichts und niemandem auf der Welt vom Rauchen abbringen lässt. Darüber schwadroniert er zu Beginn des Buches auf fast jeder Seite und später auch noch mehrmals pro Kapitel. Er wählt teilweise sogar seine Reiseroute nach der Raucherfreundlichkeit der bereisten Länder aus. Geradezu lachhaft wird sein Raucherwahn schließlich im Kapitel über Irland: Timmerberg ist, so wörtlich, "wütend auf die Iren", weil die sich die weitgehenden Rauchverbote in ihrem Land gefallen lassen, obwohl er sie doch für "die freiheitsliebenden Europäer schlechthin" hielt. Timmerberg glaubt also offenbar - anders als die Iren - Rauchen hätte was mit Freiheit zu tun!
Manches, was er sonst noch so schreibt, ist schlicht Unsinn, z. B. die Behauptungen, im Shintoismus gebe es keinen Gott oder Buddhisten betrachteten "den Kopf des Menschen als Wohnstatt Buddhas". Einzig in den Kapiteln über Indien und Kuba erfährt man interessantes über das jeweilige Land. Ansonsten kann der Autor schon deshalb nicht viel berichten, weil er mitunter ganze Tage in seinem Hotelzimmer verbringt (das dann jeweils ausführlich beschreiben wird) und es erst abends verlässt, um sich zu betrinken.
Mülleimer 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Wieso habe ich mir das Buch gekauft? Weil ich seine alten Bücher recht gut fand.
Wieso habe ich es in den Mülleimer geworfen?
1. Der Titel ist billig Abzocke.
2. Ein alt gewordener Journalist, der seitenlang der Zeit nachtrauert, als es noch cool war, seine Mitmenschen mit seinem Zigarettenqualm zu belästigen, macht sich auf eine Reise, weil er sonst nichts zu tun hat.
3. Er trifft ein Paar (Pilot, Stewardess)im Karneval in Venedig, von dem er aber nichts wußte, und deutet ein flotten Dreier an. Irgendwo später marschiert er in ein Stripbar. Er ist ja so ein toller Hengst, ein übergebliebener Pseudohippie, der sein besten Zeiten nachtrauert.
4. Das alles gibt es auch in witzig und unterhaltsam, hier ist alles aber nur wirklich langweilig und irgendwie spießig.
5. Der Mülleimer war dafür der einzig sichere Ort, nachher verletzt sich noch jemand an diesem Buch.
Fazit: Man muss wissen, wann man aufhören soll.
globetrottel 1 von 5.00 Punkten
Verfasser da jammert sich einer aus seiner wohnung hinaus, hat keinen plan, keine ahnung, kein bedürfnis, etwas zu erleben - und verkauft das als buch einer weltreise nach dem vorbild von jules verne!
mehr noch: er macht sich auch noch über verne lustig auf dem buchdeckel: er sei ja immerhin gereist, stellt er da aufgeblasenerweise fest. und - 21, 22, 23, darf man den gedanken zu ende denken - verne ja nun nicht!
er steht ja über verne!
er hat ja da was in petto, was verne gar nicht haben konnte!
er, der globetrottel timmerberg, die frequent-traveller-heulboje, die schon alles gesehen, getrunken, gekifft und angegraben hat.
was für ein typ!
reist ein leben lang durch die welt und findet nur sich und seine larmoyanz.
man ist ca. auf seite 80, und bis dahin wird gegreint und gegreint, weil er nicht mehr jung ist, weil früher alles besser war und vor allen dingen, weil rauchen verboten ist.
ein jämmerlicher seich ist das (mit wenigen ausnahmen, z.b. indien, die viel zu spät kommen).
da ärgert man sich längst, dass man soviel geld ausgegeben hat, ohne irgendwas erfahren zu haben, das a) lehrreich, spannend; b) intelligent; c) überraschend oder bloss charmant gewesen wäre.
aber wie auch bei begegnungen wie dieser komplett erfunden klingenden - achtung: superklischee! - begegnung mit der airline-crew?
timmerberg gondelt dem grossen, grandiosen verne hinterher, erlebt nichts und hat sonst nichts zu erzählen.
von verne die idee zu klauen, ist noch einigermassen originell, aber sie dermassen dilettantisch zur hohlen nummer zu degradieren, ist bloss noch ärgerlich.
Fühlst Du Dich zu alt zum Reisen und wirfst gerne einen ironischen Blick auf die reisende (Mit)Welt, dann kaufen. 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Alt ist er geworden, verhärmt, traurig. Macht sich auf die Socken, um mindestens 80 Tage von Berlin wegzubleiben, dabei die Welt zu umrunden. Helge Timmerberg ist unterwegs, vielleicht das letzte Mal: "Ich sah nach oben und ging nach vor. Ich träumte im Kreis. Vorbei. Das Spiel ist aus. Eine einfache Wahrheit hat Schluß damit gemacht. Reise ist Leben. Und Leben ist Leiden. Es macht keinen Unterschied. Gehen oder bleiben." Ja, Timmerberg hat seinen Buddha verstanden und kehrt daher mit gereinigter Seele nach Berlin zurück. Und dort entdeckt er, dass die ganze Welt hier ist. Er muss nicht mehr weg. Da hat er nicht unrecht, aber er ist noch zynischer geworden, noch fatalistischer. Nach wie vor geniale Schreibe, aber alles so traurig. Vielleicht gibt Timmerberg jetzt den deutschen Nooteboom, wir werden sehen. Ach ja: Natürlich kommt er auf seinem Trip auch in Bangkok vorbei und erklärt uns die Soi Cowboy. Das immerhin, das ist nicht schlecht.
Fazit: Fühlst Du Dich zu alt zum Reisen und wirfst gerne einen ironischen Blick auf die reisende (Mit)Welt, dann kaufen.
80 Jahre Timmerberg 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Die Krise von einem Reisendem der nicht mehr Reisen kann:
"Ich bin trotzdem losgefahren.Es geht hier also um einen Mann der gegen seine innere Stimme handelt, und es geht um das,was dann mit ihm passiert".
Reisehippie Timmerberg stellt in dem Buch auf gekonnte Weise sein Dasein in Frage.
Das Buch ist nicht ganz so spaßig zu lesen wie seine Vorgänger, es ermöglicht aber einen guten Einblick in die Gedankenwelt Timmerbergs
und nicht in die jeweiligen Aufenthaltsorte der 80 Tage Reise.
Reiseführer mit Landesbeschreibungen gibts bessere, aber keinen der an Timmerbergs Weltweisheiten herankommt.
Er droht auch der Leserschaft nicht mehr zu reisen, gibt zugleich aber auch einen Hinweis auf geplante Projekte:
In 80 Lokalen durch die Stadt oder so ähnlich..
4 Sterne für dieses Restaurant
Rowdy