Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute
Stephan Porombka
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Gesinnungsbuch 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Schon der Titel ist doch bellawuppdich; was ist denn, bitteschön, am Flughafen Tempelhof oder am Olympiastadion 'böse'?
Genausogut könnte man auch St. Petersburg als böse Stadt bezeichnen, denn der Zar ließ an einem absolut ungeeigneten Ort eine Barockstadt aus den Sümpfen stampfen, das hat zehntausende von Arbeitern das Leben gekostet.
Unter einem bösen Ort könnte ich mir Auschwitz oder Lamsdorf vorstellen.
Oder das Bundeskanzleramt, na, Scherz beiseite, über das Elefantenklo kann man ja nicht mal lächeln...
Fehlkauf 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Nach dem Titel erhoffte ich in diesem Buch etwas über die Gr0ßbauten des Nationalsozialismus zu erhoffen. Ich gehöre nicht zu jenen, welche an solchen Orten dem Tode Adolf Hitlers hinterhertrauern, vielmehr sind auch diese Bauten Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte. Nur durch realistische Relikte wird Geschichte begreifbar. In der NS-Zeit wurden ebenfalls Krankenhäuser, Schwimmbäder und Schulen errichtet (teilweise durch Zwangsarbeiter). Zum Glück ist das auch so (trotz der Zwangsarbeiter), sonst hätten manche Orte heute noch nicht derartige Gebäude.
Dem Autor geht es jedoch nicht um seriöse Aufarbeitung und um Wissensvermittlung.
Subjektiv wird ausschließlich negativ von den Bauten berichtet (wenn der Betrachter dies überhaupt als notwendig erachtet. So finden die Spaziergänge natürlich immer im düsteren Herbst oder an einem kalten Wintertag statt. Die Kapitel "Prora", "Laboe" und "Autobahn" stellen wenigstens die Bauwerke in gewisser Form auch vor. Das Anfangskapitel bezieht sich auf den "Führerbunker", der nahezu keine Erwähnung findet, dafür aber das Holocaustdenkmal.
Ich schätze Bücher sehr und musste mich stark bremsen, dieses Buch nicht einfach wegzuwerfen. Die drastische Preisreduzierung des Buches war sicher angemessen.
Böse Orte 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein Buch das man NICHT KAUFEN sollte, schade für das Geld, es ist eine reine Volksveraschung, und im Zeitgeist unserer heutigen BRD geschrieben.
Wenn schon Geister auf dem Obersalzberg beschrieben werden...sagt das alles über die Autoren....
Laßt die Finger davon, Ihr Ärgert euch nucr über den kauf.
KuGra
Teils gut 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.
Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .
Vom bösen Örtchen ... 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Böse Orte klingt reißerisch und niedlich zugleich. Ich habe mich hinreißen lassen und die Lektüre an einem "bösen" Örtchen gelesen.
Verbotenes, böses hat die Menschen schon immer magisch angezogen. Speziell der Artikel von Hilmar Schmundt
(Enkel des Buders von Rudolf Schmudt, R.Schmundt.war Chefadjutant der Wehrmacht)
über den Obersalzberg hat mich interessiert.Zitat: "Auch Hitler phantasierte noch 1945 in der Wolfsschanze von einem Bollwerk
in den Alpen ..." Dies ist schlicht und einfach falsch, weil die die Rote Armee bereits am 24. Januar 1945 anrückte und A.H. nicht
in der Wolfsschanze weilte! Ansonsten flott und frech geschrieben, mit viel Phantasie und ein paar Seitenhieben gegen in
Berchtesgaden lebende Personen. Keine Fakten, Daten, Informationen - einfach nix. Ich verlasse den bösen Ort ...,
weil ich ausgelesen habe und das Sch(m)und(t) Heft entsorge ...
Hart aber fair!
Prima! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Zehn Autoren beschreiben zehn "Böse Orte" - darunter so bekannte Orte wie den Obersalzberg bei Berchtesgaden, das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder das Berliner Olympiastadion. Aber auch weniger bekannte Orte, wie Görings Waldhof in der Schorfheide, das Musterdorf Alt Rehse oder die Ruine der "Strecke 46" ?eine nie fertiggestellte Reichsautobahnstrecke in der Röhn sind darunter.
Die Autoren beschreiben die einzelnen Orte jeweils aus ihrer eigenen Sicht, schildern Begegnungen mit Menschen vor Ort, selbst erlebtes und eigene Eindrücke. Es macht Spaß, das Buch zu lesen, hat man doch den Eindruck, den Erzählungen eines Reisenden zuzuhören. Dabei werden keinesfalls nur oberflächliche Informationen vermittelt, sondern auch auch viele Details. Am Ende des Buches findet sich ein Literaturteil mit weiterführender Fachliteratur und Internetlinks zu den einzelnen Orten. Dem Buch wäre ein Fortsetzungsband mit weiteren interessanten Orten ? z. B. der ab 2006 wieder zugänglichen Ordensburg Vogelsang, oder weiteren interessanten und geheimnisvollen Orten zu wünschen.
Eine runde Sache! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Zehn Autoren beschreiben zehn "Böse Orte" - darunter so bekannte Orte wie den Obersalzberg bei Berchtesgaden, das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder das Berliner Olympiastadion. Aber auch weniger bekannte Orte, wie Görings Waldhof in der Schorfheide, das Musterdorf Alt Rehse oder die Ruine der "Strecke 46" ?eine nie fertiggestellte Reichsautobahnstrecke in der Röhn- sind darunter.
Die Autoren beschreiben die einzelnen Orte jeweils aus ihrer eigenen Sicht, schildern Begegnungen mit Menschen vor Ort, selbst erlebtes und eigene Eindrücke. Es macht Spaß, das Buch zu lesen, hat man doch den Eindruck, den Erzählungen eines Reisenden zuzuhören. Dabei werden keinesfalls nur oberflächliche Informationen vermittelt, sondern auch auch viele Details. Am Ende des Buches findet sich ein Literaturteil mit weiterführender Fachliteratur und Internetlinks zu den einzelnen Orten. Dem Buch wäre ein Fortsetzungsband mit weiteren interessanten Orten ? z. B. der ab 2006 wieder zugänglichen Ordensburg Vogelsang, oder weiteren interessanten und geheimnisvollen Orten zu wünschen.
Insgesamt eine runde Sache!