Wir haben gar kein Auto ...: Mit dem Rad über die Alpen
Jutta Speidel
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Gute-Laune-Buch 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch erinnert sehr an Kerkelings "Ich bin dann mal weg", aber durchaus angenehm und amüsant zu lesen.
Sie haben gar kein Auto ... 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Wow - krasse Leistung !!! hab ich mir gedacht, als ich in der Presse von der Aktion Jutta Speidels und ihres Lebensgefährten Bruno Maccallini hörte. Das muss ich lesen, dachte ich mir und gesagt getan ...
Inhalt und Gliederung:
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Vorbereitungen einer Deutschen
Vorabnotizen eines Italieners
Heiße Phase - Prolog
Bevor es losgeht
1. Etappe:
München Obermenzing Reichling
Technische Daten
Länge
Tatsächliche Fahrzeit
Durchschnittsgeschwindigkeit
Abfahrt
Rast
Ankunft
Verdrehte Kabel
Geleerte Bierkrüge
Pipipausen
*gg*
Jede Etappe wird anfangs mit einer kurzen Beschreibung begonnen, dann folgt eine Karte, die die Etappe bildhaft beschreibt.
Jeder Tag einer Etappe ist mit Datum überschrieben.
2. Etappe:
Reichling Füssen
Auch hier wieder die technischen Daten (u.a. Muhen weidender Kühe, Brummen von Jutta auf dem Fahrradsattel ...)
Am 1. September 2008 startet der 2. Tag mit der Etappe.
3. Etappe: Füssen Lermoos
Es folgt diesem Kapitel zahlreiches farbiges Bildmaterial.
4. Etappe: Lermoos - Fiss (Fernpass Prutz)
5. Etappe: Fiss Nauders (Pfunds Nauders)
6. Etappe: Nauders Sillandro (Nauders Schlanders)
7. Etappe: Schlanders - Meran (Silandro Merano)
Routen eines Radlers, der in die Stadt zurückgekehrt ist
Nachwort
Meine Meinung zum Buch und deren Inhalt
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Sie sind dann auch mal weg !!! getreu nach dem Motto Herrn Kerkelings ... sind auch die beiden Protagonisten aus meinem Buch mal für 7 ? Tage weg.
Jutta und Bruno haben mal eben beschlossen, sich mit dem Rad auf den Weg über die Alpen aufzumachen. Von München soll es losgehen und in Meran enden. Überraschungen mögen die beiden und Lust auf diese Tour haben sie auch. Also los geht es ...
Aber nicht immer ist schönes Wetter. Sie müssen auch mit Dauerregen kämpfen, oder einen Hexenschuss wegstecken. Aber auch Pannen am Rad gehören bei solch einer Tour dazu.
Deutschland und Italien - deutsche Gründlichkeit und Disziplin fährt hier mit italienischem Charme und Dolce far niente (Buch entnommen) über die Alpen. Das das nicht immer einfach ist, kann man sich als Leser schon im Vorfeld ausmalen.
Was die beiden daraus machen, kann man im Buch nachlesen. Auf ironische, charmante, zu Herzen gehende und überaus lustige, aber auch nachdenkliche Art und Weise. Die gesamten 7 1 ? Tage kann der Leser in all seiner Schönheit und auch Schwere nachvollziehen. Sie sind sehr realistisch und persönlich geschrieben. Die beiden erzählen uneingeschränkt, was sie erlebt haben, egal, ob es gut oder schlecht ist.
Das es Strapazen sind, kann man sich auch vorstellen, aber das es auch sehr glücklich sein kann, das kommt auch im Buch sehr gut rüber.
Jutta Speidel
Schauspielerin von Beruf
Wurde in München geboren
Sie hat zwei schon erwachsene Töchter.
Sie hat den Verein HORIZONT gegründet, der sich für obdachlose Kinder und ihre Mütter einsetzt.
Bruno Maccallini
Aus Rom stammend
Ist Theaterschauspieler, Regisseur und Fernsehproduzent.
Hier kennt man ihn als den Cappuccino-Mann" aus der Werbung.
Gemeinsam haben die beiden schon in einigen TV-Produktionen gespielt.
Kurze Leseprobe:
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Am Marktplatz von Imst, das ehrlich gesagt keine Reise wert ist, trinken wir auf die Schnelle unsren Kaffee und schwingen uns wieder auf den Sattel. Schier endlos fahren wir bergab durch ein Industriegebiet, und ich habe das Gefühl, auf dem falschen Weg zu sein, aber die Via geht so, wie wir fahren, und ich bedaure die armen Römer. War ein Scherz !
Ehrlich gesagt ist der gesamte Weg von Imst nach Landeck nicht besonders aufregend. Es gibt einige nette und auch idyllische Abschnitte, alles sehr geschichtsträchtig, mit vielen Tafeln der Via ...
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Man kann hieran erkennen, das man es praktisch mit einem persönlichen Reiseführer bzw. Radwanderführer der Region Alpen zu tun hat. Die Beiden bringen ihre ganz privaten Gefühle ein und erzählen auch viel von der Region. Sie nehmen auch kein Blatt vor den Mund, wenn ihnen ein Wegabschnitt nicht zusagt, dieser weniger interessant, schreiben aber auch auf, was ihnen besonders gut gefallen hat. Ob dies die Landschaft ist, oder Sehenswürdigkeiten entlang des Weges und in den Ortschaften.
Man kann als Leser perfekt auf Grund der äußerst bildhaften Schreibweise und mittels der Verwendung zahlreicher Adjektive nachvollziehen, was die Beiden ihren Lesern sagen möchten.
Ich denke, es handelt sich hierbei nicht, wie manch einer meint, um ein Sprungbrett-Buch" - sondern es ist einfach eine Abhandlung und Erinnerung, sozusagen ein Tagebuch der beiden, wie es für einen Otto-Normal-Verbraucher sein kann, wenn er sich in ein solches Abenteuer stürzt. Es gibt viele solcher Bücher, in denen Menschen der Nachwelt mitteilen, was sie in Extremsituationen erlebt haben. Ich habe es jedenfalls genossen, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr persönlich geschrieben und man kann sich die Landschaft und die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Es ist nicht, wie vielleicht der ein oder andere meint, langatmig, sondern überaus spritzig, so wie die beiden auch rüberkommen. Sie haben ihre eigene Tour de Force hinter sich gebracht und ich habe gelesen, was sie erlebt haben.
Wer vielleicht selbst Radfahrer oder Wanderer ist, wer sich für Natur interessiert, oder wer einfach gern erfährt, was andere für Abenteuer erleben, oder vielleicht einmal vorhat, diese Tour nachzufahren, natürlich auch, wer gern lesen möchte, wie ein Paar gemeinsam solche Strapazen meistert, der ist mit diesem Buch auf jeden Fall richtig beraten.
So sympatisch, wie die beiden rüberkommen, ist auch ihr Buch !!!
Buch war ein Geburtstagsgeschenk 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Kann das Buch nicht beurteilen, da ich es selber nicht gelesen habe, es war ein Geburtstagsgeschenk.
Schlecht 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Es ist ja unglaublich, was nicht alles publiziert wird.
Der nächste schreibt vielleicht ein Buch namens " zu Fuss von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall in drei Tagen! Mein größtes Abenteuer"
Nein echt, was ist bitteschön dabei, mit dem Rad über die Alpen zu fahren? Noch dazu nicht von Osten nach Westen, was ja immerhin ein kleines bisschen nach Abenteuer riecht, sondern von Norden nach Süden, was ich jedem halbwegs sportlichen 10 jährigen zutraue?
Echt peinlich!
MfG Michael Klauser
sehr lesenswert! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Zunächst muss ich zugeben,wären Jutta und Bruno nicht Fernsehstars, hätte ich mir das Buch wohl nicht gekauft. Aber es hat sich gelohnt! Jutta schreibt aus dem Bauch raus, emotional und mit lustigen Sequenzen. Bruno bleibt mehr sachlich und informativ; er gibt nicht soviel von sich selbst preis, wie Jutta. Dadurch, dass man neben der Tour-Beschreibung auch die Charaktere der Beiden besser kennenlernt, hebt sich dies Buch von üblichen Rad- oder sonstigen Reisebeschreibungen ab!
Eher schwacher Reisebericht 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Naiv wie ich bin, habe ich dieses Buch entdeckt, ohne zu wissen, dass die Autoren aus dem Fernsehen bekannt sind, also sozusagen Stars oder Sternchen. Beim Lesen und nach kurzem googln wurde es mir dann klar. Ich bin der Meinung, sonst hätte es das Buch wohl nicht in die Regale geschafft.
Ich finde einfach, es ist kein sehr guter Reisebericht, da fallen mir einfach zu viele negative Punkte auf. Zunächst mal stört die Selbstdarstellung der Autoren und das in die Öffentlichkeit tragen ihrer Streitereien, auch wenn das wohl stets mit einem Augenzwinkern erzählt wird. Dann wird während der ersten Etappen der Beschreibung des Wetters fast mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als der Beschreibung der Landschaften, Dörfer und Städte. Letztere werden allgemein meist nur mit Attributen wie "schön", "idyllisch" oder ähnlichem beschrieben - das sind leider sehr allgemeine Begriffe und mir als Leser fällt es dabei schwer, mir ein konkretes Bild zu machen. Die Phantasie wird mit zu wenigen Informationen gefüttert.
Zwar ist es eine nette Idee, beide Autoren die Etappen getrennt voneinander beschreiben zu lassen, den so erfährt der Leser die Reise aus verschiedenen Perspektiven, aber manchmal ich hatte das Gefühl, die beiden hätten völlig unterschiedliche Reisen unternommen. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit.
Fazit: Bei aller Kritik ist es dennoch kein gänzlich schlechtes Buch. Man kann es schon mal lesen, denn es ist kurzweilige und auch ein wenig unterhaltsam. Zu viel sollte man aber nicht erwarten.
Eine Radtour, zwei Perspektiven 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Sind Jutta Speidel und ihr Lebensgefährte Bruno Maccallini wirklich dieselbe Strecke zur selben Zeit gefahren? Diese Frage stellt man sich des öfteren bei der Lektüre des Buches. So unterschiedlich scheinen die Erlebnisse der beiden zu sein. Jeder Tag ihrer Fahrt von München nach Meran wird erst aus der Perspektive von JS, dann aus Sicht von BM beschrieben, und zwar ohne dass die beiden sich bis zum Erscheinen des Buches über ihre Erlebnisse und Berichte ausgetauscht haben. Man bekommt also niemals dieselbe Geschichte zweimal erzählt, obwohl man das eigentlich erwarten sollte. Das ist schon mal ein positiver Punkt.
Ein weiterer positiver Punkt ist der unterschiedliche Stil, in dem die beiden schreiben. JS schreibt wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Das bringt Schwung in die Erzählung, wenn es auch selten tiefsinnig wird. Sie hat außerdem offenbar viel mehr von der Umgebung wahrgenommen als BM. Und sie nimmt auch viel viel mehr von ihm wahr als er von ihr. Das hat zur Folge, dass der Leser mit so mancher kaum auszuhaltenden schlechten Eigenschaft von BM konfrontiert wird (für JS), bei der JS versucht, die Nerven nicht zu verlieren. Ich gebe zu, dass bei mir mehrere Male der Eindruck aufkam, die zwei sollten besser nicht zusammen Radfahren oder irgendetwas anderes gemeinsam tun. Aber da ist ja noch BM, der offensichtlich in der Lage ist, alle Temperamentsausbrüche seiner Freundin gelassen zu begegnen. Oder er merkt gar nicht erst, dass sie kurz vor dem Ausbruch ist. Irgendwie scheint es zu funktionieren. Jedenfalls möchte man manche Details der Beziehungskonflikte als Leser nicht unbedingt wissen.
BMs Schreibstil ist eher erzählerisch, poetisch, in langen Sätzen. Er schweift sehr oft ab, strickt so manche interessante Anekdote aus vergangenen Zeiten ein, nimmt dafür von der Umgebung nicht viel wahr. Sein Stil schafft einen ausgleichenden Gegenpol zu dem von JS.
Insgesamt ist das Buch durchaus empfehlenswert und macht Lust, die Strecke selbst einmal zu fahren.
Reisebericht von zwei Seiten geschrieben 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Im Buch ist jedem Tag der Reise ein Kapitel gewidmet, zuerst erzählt von Jutta Speidel, und dann noch einmal von Bruno Maccallini. Laut Notiz von Frau Speidel haben sie die Kapitel getrennt geschrieben und wussten während des Schreibens nicht, was der andere schreiben würde. Deswegen kommen gelegentlich Wiederholungen vor, aber langweilig wird es nicht.
Interessant sind auch die unterschiedlichen Sichtweisen: Während Jutta Speidel ausgiebig von Pannen und der Langsamkeit von Bruno erzählt, werden Pannen in seiner Erzählung in einem Satz abgehandelt und das Augenmerk eher auf die Herrlichkeit der Landschaft beschränkt.
Alles in allem kann man sagen, dass das Buch nicht an "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling herankommt, aber trotzdem vergnüglichen und kurzweiligen Lesestoff bietet.
Wir haben gar kein Auto 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Hallo,
das Buch liest sich kurzweilig mit einem Lächeln auf den Lippen. Kann es guten Gewissens weiterempfehlen.
Wir haben gar kein Auto ...: Mit dem Rad über die Alpen (Broschiert) 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Sehr persönlicher Bericht über eine etwas chaotische Radtour von München nach Meran. Jeder der beiden Autoren schildert seine eigenen Eindrücke dieser Fahrt. Manchmal ensteht der Eindruck, dass es sich um zwei verschiedene Ereignisse handelt. Die Unterschiede zwischen der deutschen und italienischen Mentalität kommen deutlich zu Tage. Im Endeffekt ist das Buch eine entspannende Unterhaltungslektüre