All you can eat: Ein Gourmet reist um die Welt

Simon Majumdar

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Kurzweilige und informative kulinarische Weltreise      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Simon Majumdar kann Meinungen spalten, so viel steht fest. Entweder mag man markigen Humor, der über den typisch britisch-schwarzen hinausgeht, und üppigen Konsum von Fleischgerichten und häufig auch Alkohol zur Bewältigung von überschüssigem Fett, oder es wird einem von beidem schlecht.
Lässt man sich jedoch auf die farbenfrohen Schilderungen ein, die Majumdar von Land, Leuten und Kulinarika abliefert, so hat man eine Menge Spaß und lernt noch einiges dabei; nicht nur, dass ein gutes Essen dadurch noch erheblich gewinnt, dass man es in der richtigen Gesellschaft einnimmt. Es sind daher auch nicht etwa vorwiegend die Sternerestaurants und -köche, die in diesem Buch punkten - sofern angemessen, tun sie das freilich trotzdem -, sondern in der Hauptsache nebst Menschen, die den Autor in familiärem Ambiente verwöhnten, Köche, die sich die Mühe machten, ihm den Betrieb zu zeigen, Fragen zu beantworten und ihn sich wohlfühlen ließen. Nicht zuletzt gab es manchen Straßenstand, der Majumdar zu verblüffen vermochte.

Kurzweilig und originell schildert der Autor seine Abenteuer. Wie erwähnt, kann man seinen Stil mögen, vielleicht tut man es auch nicht; Majumdar ist kein Standard-Restaurantkritiker und möchte das auch gar nicht sein. Dennoch vermag er einen so anschaulichen Eindruck von seinen Genüssen und, im Gegensatz dazu, kulinarisch-gastronomischen Alpträumen zu vermitteln, dass der Leser einen recht präzisen Eindruck davon gewinnt, welche Empfehlung er annehmen würde und welche nicht. Die Neugier im besten Sinne, das Interesse an Ungewohntem, dominiert.

In lässigem, nonchalantem Stil, launig, auf Gefühl und Geist (und Geschmacksknospen) der Leser gleichermaßen zielend, erzählt Simon Majumdar seine kulinarische Weltreise. Man würde gern mitkommen. Oder ganz und gar nicht. Man würde ihn gern mal zu einer zwei- oder dreitägigen Erkundung der heimischen Restaurants mitnehmen. Oder sich auf den Mars verziehen, sollte er sich ankündigen. Das Buch ist in jeder Hinsicht Geschmackssache. Wäre die Rezensentin allerdings Kellnerin im Restaurant "Neuerscheinungen", würde sie es dem verehrten Gast als Ergänzung der Karte wärmstens empfehlen.

DGF - Der große Fleischgourmand      2 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Titel machte neugierig, der Untertitel auch, schaffte Erwartungen - die bei mir leider nicht erfüllt worden sind. In enspannter Urlaubsatmosphäre habe ich das Buch gelesen. Im Grunde hätte ich es nach der ersten Länderbeschreibung beiseite legen können - es wiederholt sich, es kam nichts neues. Wenn man - wie der Autor - Fleischgourmand ( p.d.: Leckermaul und Vielfraß ) ist, der allenfalls noch Brot zum Aufsaugen der Sauce zulässt, dann mag man sich an den Schilderungen erfreuen - ich empfand sie seicht und oberflächlich. Gewünscht hätte ich mir eine tiefer gehende Beschreibung der benannten Gerichte - deren Auswahl sich praktisch nur auf das beschränkt, was vor dem Essen auf 2-4 Beinen laufen konnte und jetzt möglichst kleingeschnitten und buttergetränkt in einer Teigtasche zum Verzehr bereit liegt. Obst, Gemüse und Grundnahrungsmittel dienen nach Majumdar lediglich als Tierfutter. Auch die Bescheibungen der Orte und Personen blieben oberflächlich - lediglich, wenn es mal um seine Familie oder BigRed ging, wurde es persönlich. Von vielem was, aber nichts Interessantes - schade, es hätte ein tolles Buch werden können. So hat es mir die Langeweile bei Wartezeiten vertrieben. Ich hatte spannendes Abhalten von anderen Aktivitäten erhofft - aber vieleicht waren meine Erwartungen ja auch einfach falsch.

Globales Gelage      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Eigentlich müsste der Untertitel eher heissen "Ein Gourmand reist um die Welt". Dabei versteht es Simon Majumdar streckenweise durchaus amüsant über seine kulinarische Weltreise zu berichten.
Kurzinhalt: Der liebenswerte Brite Simon beschließt seinen Job an den Nagel zu hängen um sich für ein Jahr den kulinarischen Genüssen der Welt hinzugeben. Die einzelnen Kapitel der globalen Sauf- und Fresstour sind zeitweise echt witzig, fallweise aber auch nur langweilig in jeden Fall aber fern jeder Objektivität. Aber genau das erwarten wir ja von dem Buch.

An diesem Mensch würde sich jeder Diätassistent die Zähne ausbeißen !      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Simon Majumdar war mir vom ersten Satz an absolut symphatisch - er liebt
Nahrungsmittel, interessiert sich nicht nur brennend für deren vielfältige
Zubereitungsmöglichkeiten, sondern auch für die Menschen selbst, welche auf
der einen Seite die Grundstoffe liefern und auf der anderen Seite nach den
jeweiligen Rezepten kochen - Simon ist zudem gerne auf Achse und er nimmt
vor allen Dingen kein Blatt vor den Mund - wenn ihm nämlich seine
kulinarischen Entdeckungen nicht schmecken oder die anvisierten Reiseziele
nicht gefallen, ist bei ihm an Diplomatie nicht zu denken - offen ist er,
manchmal vielleicht einen Tick zu offen... - in jedem Fall formuliert Simon
Majumdar seine Standpunkte sehr unterhaltsam und erfrischend - die Zeit
vergeht wie im Flug....

Unzufriedenheit im Job war der ursprüngliche Auslöser für dieses spannende
Reiseprojekt - ungeliebte Stelle im Verlagswesen gekündigt, Route
ausgearbeitet, Rucksack gepackt, Projekt gestartet - der Autor folgte über
ein Jahr lang den zahlreichen Einladungen und Empfehlungen seiner
Internetbekanntschaften und Familienangehörigen, rund um den Globus, immer
auf der Jagd nach dem perfekten Gericht - in seiner ganz eigenen Welt ist
Majumdar unterwegs, in einer Welt, in der Vokabeln wie "Diät" oder "BMI"
ganz einfach keinen Platz haben - dieser Mann ist bekennender Tierfreund -
am liebsten mag er sie jedoch gegrillt - Salat findet bei ihm nur am Rand
des Tellers sein Plätzchen - ganz einfach nur der hübschen Deko wegen.

Selbst wenn unterm Strich keine Kochrezepte in Textform geboten werden, so
liefern die Kapitel selbst Ratschläge und Beschreibungen genug, um eben die
Art Inspiration zu erfahren, welche sich mit Hilfe einschlägiger
Internetseiten sicherlich leicht in fertige Speisen umsetzen lassen wird -
o.k, zumindest dann, wenn es nicht gerade Kabeljausperma sein soll, aber
lesen Sie selbst - denn wer würde behaupten wollen, dass alle Erfahrungen
und Entdeckungen zur Nachahmung anstiften - an mancher Stelle war ich
nämlich wirklich kurz davor dem geliebten Fleischkonsum abzuschwören, bzw.
zumindest die nächste Mahlzeit ausfallen zu lassen.....

Der Verlauf der Reiseroute, die Schilderungen der aufgesuchten Ziele, die
Beschreibungen der auserwählten Lokale, Speisen und Getränke - Simons ganz
eigener Schreibstil, seine eigenwillige Wortwahl, irgendwo angesiedelt
zwischen Liebeserklärung und ernsthafter Warnung, herrliche Kombination -
"All you can eat" ist leicht zu lesen und bietet, das ganze Buch
hindurch!, hohen Unterhaltungswert.

Wo war der Autor überhaupt unterwegs? Hier der Verlauf seiner Reise:
Großbritannien, Irland, Australien, Großbritannien, Japan, Hongkong, China,
Mongolei, Russland, Finnland, USA, Mexiko, Argentinien, Brasilien, USA,
Großbritannien, Deutschland, Island, Thailand, Vietnam, Singapur, Malaysia,
Philippinen, Indien, Südafrika, Mosambik, Senegal, Marokko, Türkei, Italien
und Spanien.

Fazit - mag sich Majumdar hin und wieder an Orten aufgehalten und
Nahrungsmittel konsumiert haben, die absolut nicht nach meinem Geschmack
gewesen wären - das Buch hab ich auf jeden Fall veschlungen - Spaßfaktor
10 + KAUFEN !

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