Der Joker
Markus Zusak
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 87 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Bitte erst Leseprobe genießen ... 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich hatte das Buch bereits auf meiner Wunschliste, habe mir einige sehr positive Rezensionen durchgelesen und hätte beinahe schon das Buch gekauft, da viel mir eine negative Bewertung ins Auge, die mir zunächst zu denken gab ... Ich stöberte im Internet und fand mit den Stichworten Titel - Autor - PDF schnell eine kostenlose Leseprobe ... zum Glück!
Ich kann nur jedem raten, vor dem Kauf dringend die Leseprobe herunterzuladen und einige Seiten des Buches zu - sagen wir mal - "genießen". Wer dann noch kaufen möchte, ok ...
Auch wenn das Thema noch so toll sein mag, die Idee noch so gut erscheint, dieser Literatur"stil" ähnelt sehr dem der Jerry-Cotton-Romane der 70er Jahre. Trivial, trivialer, "Der Joker" ... Ich schaffe es hier leider nicht mehr, von Erzählstil zu reden, dafür erscheint mir die Schreib- und Erzählweise zu primitiv ... Übersetzungsfehler? Wohl kaum, wer auf den ersten drei Seiten während der Erzählung über einen Banküberfalls darüber nachdenkt, ob das Auto seines Freundes mehr wert ist, als ein möglicher Strafzettel, darüber nachdenkt, ob er seinen Freund mit dieser Erkenntnis beleidigt, darüber berichtet, dass das Auto während des Banküberfalls von zwei Backsteinen gehalten wird (und wir reden hier nicht vom Auto des Bankräubers) ... der weiß wirklich nicht mehr zu berichten ...
Beispiel gefällig? Zitate Beginn des Buches:
"Der Bankräuber ist ein totaler Versager. Ich weiß es. Er weiß es. Die ganze Bank weiß es. Selbst mein bester Freund Marvin weiß es und der ist noch ein größerer Versager ..."
Während der Erzähler sämtliche Emotionen während eines Banküberfalls wie folgt erfasst: "Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass Marvs Auto draußen auf einem Parkplatz steht, wo man nur eine Viertelstunde parken darf."
Diese Worte offenbaren die gesamte emotionale Tiefe und Lebenserfahrung, die mit diesem Buch einhergeht. Bei dieser Thematik hätte ich ein wenig Anderes erwartet ...
Von den sprachlichen Entgleisungen (angebliche Jugendsprache?!?) ganz zu schweigen ...
"Rotzig?", frage ich "Ja, rotzig" Rotzig. Das Wort gefällt mir.
Das sagt - glaube ich - wirklich alles.
Zu Tränen gerührt 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Das ist das erste Mal, dass mich ein Buch nach dem Lesen dazu hinreißt, selbst eine Rezension zu verfassen!
Nach der Bücherdiebin habe ich mir den Joker gekauft, da mir der Autor durchaus positiv aufgefallen ist.
Und was soll ich sagen - abwechselnd mit vielen Stellen, an denen ich schmunzeln oder auch lachen mußte, rührte mich das Buch vor allem immer wieder durch plötzliche Wendungen und "einfache", aber so zu Herzen gehende Sätze zu Tränen. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.
Spannender Roman über Zivilcourage 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Der bereits 2002 in Australien erschienene Roman des deutsch-australischen Autors Markus Zusak erhielt 2007 den deutschen Jugend-Literaturpreis. Um einen expliziten Jugend-Roman handelt es sich aber meines Erachtens nicht.?
Schon die ersten Seiten des Buches überzeugten mich. Ed Kennedy, der typische Kleinstadt-Verlierertyp, gerät mit seinen Freunden Marv und Ritchie in einen Banküberfall. Ed ist Taxifahrer, obwohl er eigentlich erst 19 Jahre alt ist, wohnt in einem Haus, dass er liebevoll seine "Hütte" nennt, spielt mit seinen Freunden Marv, Ritchie und Audrey, in die Ed unsterblich verliebt ist, die aber seine Liebe nicht erwidert, fast jeden zweiten Tag Karten, hat eine Mutter, die ihn zu hassen scheint und einen kaffeesüchtigen Schäferhundmischling namens "Türsteher", der unerträglich stinkt.
"Der Bankräuber ist ein totaler Versager."
So der erste Satz. Und daraufhin lässt Zusak seine Protagonisten einen Dialog mit dem Bankräuber führen, der an Situationskomik kaum zu übertreffen ist. Der Bankräuber stellt sich tatsächlich als totaler Versager heraus, denn er lässt sich von besagtem Ed Kennedy mit seiner eigenen Waffe fest nehmen, der kurzzeitig zum Held der Kleinstadt wird.
Nach diesem Prolog beginnt die eigentliche Geschichte. Ed erhält nacheinander 4 Spielkarten, allesamt Asse, auf denen zunächst noch Adressen stehen, später die Adressen hinter zunächst zu lösenden Rätseln versteckt sind.
Schnell begreift Ed, dass er an jeder Adresse eine Aufgabe zu erfüllen hat. Und Ed erfüllt ein ums andere Mal die Aufgabe, die sich mal leicht, mal kompliziert gestaltet. Im Laufe der Geschichte begegnet Ed anderen Menschen, die wie er zunächst meint, mit dem geheimnissvollen Versender der Spielkarten in Zusammenhang stehen, jedoch, wie sich später herausstellt, ebenso wie er Figuren in demselben Spiel sind.
Die letzte Spielkarte, die Ed schließlich erhält, führt ihn an seine eigene Adresse bzw. zu sich selbst.
Markus Zusak hat mit "Der Joker" einen spannenden Roman über Zivilcourage vorgelegt, der durch Wortwitz und Situationskomik besticht. Ein absolut empfehlenswertes Buch
Überraschungsbuch von mir für mich - ein Glücksgriff! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Tolles Buch, gut geschrieben, habe gestern Abend mit dem Buch angefangen, heute früh die zweite Hälfte gelesen. Fesselnd, klassische Themen gut aufgearbeitet. Auf jeden Fall empfehlenswert, kaufe bestimmt weitere Bücher von ihm!
Bin begeistert.
Die Botschaft 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Am liebsten hätte ich dieses Buch in einem Zug durchgelesen, es fesselt einen ab der ersten Seite und ist einfach sehr besonders - besonders durch den Schreibstil, aber auch durch die Geschichte.
Ich hatte vor ein paar Monaten die Bücherdiebin gelesen und war so unglaublich begeistert von dem Buch. Und nun haut mich der Joker auch noch um - Markus Zusak, Du hast einen neuen Fan! :)
Wer ist der Joker und warum? 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Nachdem ich die Bücherdiebin von Markus Zusak gelesen habe, stand für mich fest, den Joker muss ich unbedingt auch lesen. Es beginnt mit einem guten, schnellen Start, doch dann war ich etwas enttäuscht. Die Thematik ist leicht und der Schreibstil einfach. Die Geschichte erzählt von Ed Kennedy, ein junger Taxifahrer, und von seinen Freunden. Fast habe ich nicht mehr weiter gelesen, denn immer wieder wurde der Beruf des Taxifahrers als Beruf dritter Klasse angesehen (fast provozierend!)... doch dann hat mich gerade die Geschichte von Ed und von seinen Freunden in den Bann gezogen und der Schreibstil wirkte plötzlich magnetisch. Schöne und besondere Sätze tauchten immer mal wieder auf .... also 4 Sterne ... empfehlenswert, da die Menschen und deren Leben doch einfühlsam betrachtet werden und nicht oberflächlich, wie es erst den Anschein hatte. Das Ende werde ich so schnell nicht vergessen und den Hund mit dem Namen Türstehen auch nicht. Dieses Buch zeigt, wie wichtig Mitmenschen sind und dass wir uns alle kümmern müssen. Bitte lesen ... es macht Spaß.
irgendwie anders 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch hat nicht nur mich, sondern auch meine Frau gefesselt. Es ist unterhaltsam, spannend und irgendwie anders. Das Lesen des Buches ist keine Zeitverschwendung!
Inhaltlich indiskutabel 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Schwärmerische Rezensionen und die begeisterten Empfehlungen brachten mich dazu, dieses Buch zu lesen.
Und ich bin entsetzt:
1. Einzig das Geheimnis um die Spielkarten ließ mich dieses Buch zu Ende lesen, denn mit der Hauptperson (Ed) konnte ich mich nicht im Geringsten identifizieren. Zudem lässt der Sprachstil sehr zu wünschen übrig: Ich war erleichtert zu lesen, dass der Autor doch im Stande ist, in vollständigen Sätzen zu schreiben.
Das weitaus größere Problem:
2. Inhaltlich ist dieses Buch indiskutabel. Es beginnt damit, dass ein Jugendlicher einem anderen Menschen eine Schußwunde zufügt - was zunächst ganz einfach eine Straftat ist, auch wenn es sich bei dem Verletzten um einen Bankräuber handelt. Eine Aufarbeitung findet nicht statt: Ed wird folgend zum Helden stilisiert.
Im weiteren Verlauf der Handlung sieht Ed eine Vergewaltigung mit an. Er verständigt nicht etwa die Polizei, sondern greift nach einigem Zögern zur Selbstjustiz. Er entführt den Täter, täuscht eine Exekution vor und wird auch hier wieder gelobt. Interessanterweise sind Ordnungshüter bzgl. Eds Taten ausschließlich bei vergleichsweise harmlosem Graffiti zur Stelle und zwar mit Putzmittel. Am undurchsichtigen Ende des Buches tritt schließlich eine dubiose Figur auf, die angeblich die ganze Zeit die Fäden in der Hand hielt. Dies schließt sämtliche Straftaten mit ein, die er angeblich selbst angestiftet hatte, um Eds Leben zu ändern. Nicht explizit eingehen möchte ich auf die Idee, eine Kirche mit Hilfe von Freibier zu füllen und Ähnliches.
Vielleicht habe ich das Buch falsch interpretiert oder schlicht zu wörtlich genommen, aber mir stellt sich einzig die Frage, wie um alles in der Welt dieser Inhalt derart hoch gepriesen werden kann? Was soll dieses Buch vermitteln? Etwa, dass die Missachtung des Rechtsstaats, Gewalt und Selbstjustiz adäquate Maßnahmen sind, um in das Leben anderer Menschen mutwillig einzugreifen? Eines ist es gewiss nicht: Eine Aufforderung zu echter Zivilcourage.
Wunderschön, anrührend, fesselnd 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich habe, wie wohl die meisten hier, zuerst "Die Bücherdiebin" gelesen und bekam Lust auf mehr Werke von Zusak. Der Joker ist zwar anders - weniger ernst, weniger traurig. Trotzdem habe ich hier und da mal ein Tränchen verdrückt, weil mich die Sprache, die Bilder und die Schicksale der Personen, die Zusak schuf, so rührten. Zum Inhalt sag ich mal nichts, den soll der interessierte Leser für sich selbst erarbeiten. Schlussendlich aber kann ich sagen, das dieses Buch schon nach 100 Seiten seinen festen Platz in meiner Liste der Lieblingsbücher hatte.
Schwer enttäuscht 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich denke, zu dem Inhalt des Buches wurde bereits genug gesagt, also lasse ich das mal weg.
Die Geschichte hört sich echt großartig an und die vielen guten Rezensionen brachten mich letzt endlich zum Kauf des Buches. Zwar wurde ein paar Mal gesagt, der Schreibstil sei miserabel und das Buch nicht spannend. Das wurde aber auch bei Harry Potter gesagt und da bin ich auch komplett anderer Meinung - Es gibt immer Leute, die anders denken.
Das Buch kam an, ich fing an zu lesen und hätte es schon nach der ersten Karte wieder weg legen können. Der Schreibstil ist so trocken, es wird nichts erklärt, es werden keine Gefühle von Ed vermittelt und man muss sich eigentlich die Hälfte selber denken. Zum Beispiel kommt Ed auf die Idee, einen 14 Jährigen zu verprügeln. Es wird nicht gesagt, wie er darauf kam, wie er sich dabei fühlte und ganze Sätze werden auch nicht gebildet. Ich werde nie folgende Stelle vergessen:
Sie griff.
Nach meiner Hand.
Nennt sich sowas etwa Jugendliteraturpreis? Nein! Ich finde es eine Qual und das Buch ist voll von solchen Stellen. Zwar werden ab und zu ganze Sätze gebildet [ja, der Autor kann es doch!], aber die Erklärungen und Zusammenhänge fehlen mir einfach.
Als Ed sieht, wie die Frau aus der Edgar Street vergewaltigt wird, war ich kein Stück betroffen. Ich habe es sogar relativ schnell wieder vergessen, weil einfach kein Gefühl vermittelt wird, man kann nicht mitfiebern. Immer kriegt Ed irgendwelche Hirngespinste in den Sinn und weiß sofort, wie er den Fall lösen muss. Aber der Leser weiß davon nichts und muss es einfach so hinnehmen. Er ist zum Beispiel nicht aufgeregt, man kriegt 5 neue Ideen in den Sinn was mit dem Mann aus der Edgar Street passiert ist, weil es nie wirklich gesagt wird... Nein, sowas kann ich absolut nicht weiter empfehlen.
Weshalb doch 2 Sterne?
Einen Stern für die Idee der Geschichte. Einen Stern dafür, dass es sich doch so viele Leute antun und es mögen.
Die Idee ist echt spitze, keine Frage, aber absolut falsch umgesetzt.
Wer auf selber denken und einfach etwas so hinnehmen steht und sich manchmal vor kommt wie bei einem Sachbuch und auf.
Solche Sätze.
Steht, der kann.
Es gerne lesen.