Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000

Paul Kennedy

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Ein wichtiges Buch für politisch Interessierte      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein wichtiges und faktengeladenes Buch, das für alle an der Geschichte und der Politik
Interessierten zur Pflichtlektüre gehören sollte. Es ist flüssig geschrieben, wenn auch
manche Kapitel eine Straffung vertragen könnten. Paul Kennedy beschreibt die politischen
und wirtschaftlichen Entwicklungen und militärischen Auseinandersetzungen zwischen 1500
und 1986. Das Buch liefert viele Indizien für die These, dass die Macht und der Einfluss
von Staaten im wesentlichen durch Ihre Ökonomie (und den Erfolg derselben) bestimmt
werden.

Dies ist zwar eigentlich nicht überraschend, trotzdem ist das Buch lesenswert,
da es die angesprochene Geschichtsperiode vollständig unter dem betreffenden Blickwinkel
ausleuchtet. Da gibt es viel zu lernen: Wer weiß beispielsweise, dass die Feldzüge
Friederichs des Großen im Siebenjährigen Krieg von Großbritannien finanziert wurden?
Kennedy erzählt dabei die Geschichte nicht nach, sondern gibt jeweils nur einen groben
Überblick über die Geschehnisse, um sich dann wieder den Analysen der betroffenen
Staaten zuzuwenden. Eine gewisse historische Grundbildung sollte man also mitbringen, um
Nutzen aus dem Buch ziehen zu können.

Das Buch schließt mit einer Darstellung der Potentiale und Fallstricke der mächtigsten
Nationen im Jahr 1986, wobei einige der Ausführungen aus heutiger Sicht als prophetisch
bezeichnet werden können. Aber wegen der kurze Zeit später erfolgten politischen
(Mauerfall) und wirtschaftlichen (Internet, Kommunikation, Globalisierung, ...)
Umwälzungen ist es heute nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Die Analysen der Zeit
bis 1986 bleiben trotzdem spannend und lehrreich.

Dennoch bleiben inhaltliche Kritikpunkte: Ersten gibt Kennedy keine Gründe an, warum
Kriege überhaupt geführt werden. Er scheint sie irgendwie als "gegeben" hinzunehmen, sie
"passieren" irgendwie. Eine Betrachtung der Interessengruppen innerhalb der Nationen findet
nicht statt und damit fehlt eine wesentliche inhaltliche Triebfeder für die
Entscheidungsfindung für oder gegen Kriege. Zweitens geht er nur auf die Wirkungskette
Wirtschaft bzgl. Macht ein, nicht aber auf den Einfluss, den Gesellschafts- und Staatsform
dabei haben. Kann es z.B. sein, dass gerade Großbritannien u.a. deshalb so erfolgreich
war, weil hier frühzeitig eine Revolution erfolgte und daher das Bürgertum und seine
Fähigkeiten eine ideale Voraussetzung hatten sich zu entfalten? Ist nicht gerade die
feudale Gesellschafsstruktur Russlands Schuld an seinem langen Rückstand vor anderen
Nationen? Man wird den Eindruck nicht los, dass nur ein Teil des Puzzles gelöst ist,
viele wichtige Bausteine bleiben im Dunkel.

Moderner Klassiker      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Man kann historische Monographien vielleicht generell in solche unterteilen, die aus der Perspektive des Zaunkönigs geschrieben sind, um Einzelprobleme zu erörtern und solche, welche aus der Perspektive des Adlers geschrieben sind, um die großen Zusammenhänge zu untersuchen. Beide haben selbstverständlich ihre Existenzberechtigung. Es steht ausser Frage, dass Kennedys Werk zur zweiten Kategorie gehört. Es ist von vorneherein als ein sehr mutiges und gewaltiges Unterfangen anzusehen, die Geschichte der letzten 500 Jahre in einer Monographie zu untersuchen. Dies ist hier meisterhaft gelungen, wobei man sich jedoch eine Einschränkung vergegenwärtigen muss, die der Titel des Buches "Aufstieg und Fall der grossen MÄCHTE" bereits nahelegt. Es geht primär um MACHTpolitik, weniger sozialgeschichtliche Fragestellungen. Ökonomischen Fragen wird hohe Bedeutung eingeräumt, jedoch immer im Hinblick auf die Machtfundamente der jeweils entscheidenden Akteure, die bis in unsere Zeit nun mal die modernen europäischen Nationalstaaten waren. Zweite "Einschränkung": Das Buch ist 1987 geschrieben und die Entwicklungen der Folgejahre können somit nicht berücksichtigt werden. Gerade das macht die Prognosen des Autors über den relativen Abstieg der grossen Mächte, den er sowohl für die UdSSR als auch für die USA vorhergesagt hat, jedoch überaus faszinierend. Was die Zukunft der USA angeht, hat Paul Kennedy seine Meinung, wie ich finde zu Unrecht, mittlerweile geändert. Lobenswert sind auch die überaus umfangreichen Zitat- und Literaturangaben des äußerst spannend geschriebenen Buches. Noch einmal: Wem Detailfragen zur Entwicklung des russischen Eisenbahnnetzes am Herzen liegen, der liegt hier nicht richtig. Wer jedoch eine, meiner Meinung immer noch unerreichbare Einführung in die Geschichte der Neuzeit sucht, wird hier fündig. Wenn ich nur ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen könnte, so wäre es dies.

Zyklentheorie nicht auf neuestem Forschungsstand      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der amerikanische Historiker Kennedy hat 1987 - also zwei Jahre vor dem Zerfall der UdSSR - ein sehr interessantes Buch über den Aufstieg und Fall großer Mächte vorgelegt. Er argumentiert im Sinne der sogenannten "Zyklentheorie" der sogenannten Neo-realistischen Schule in den Internationalen Beziehungen dar. Ausgehend von einem wahrgenommenen Verfall der amerikanischen Hegemonie während der 70-ger Jahre (Stichwort: Vietnam, Watergate) und dem Problemdruck, den das sowjetische Imperium seit Ende der 1970-ger Jahre offensichtlich in die Krise taumeln ließ (und dann 1991 zu seinem implosiven Zerfall führte), gewannen Studien an Interesse, welche Gesetzmäßigkeiten im Zerfall der Imperien analysierten. Gerade jetzt, nach Ende des Ost-West-Konfliktes und dem weltweit wahrgenommenen amerikanischen Hegemonieanspruch unter Präsident George Bush jr. dürfte diese Studie erneut auf Interesse stoßen, da sie ganz eindeutig die Begrenztheit von Imperien aufzeigt und damit aufzeigt, dass längerfristig nur eine multipolare oder bipolare Weltordnung, jedoch keine Macht alleine herrschen kann. Dies haben jüngst Joseph S. Nye mit seinem "Paradox der amerikanischen Macht" , Charles Kupchan mit seinem Buch: "Die europäische Herausforderung" oder Peter Bender: "Weltmacht Amerika : Das neue Rom" gezeigt. Insbesondere Bender zieht in seinem Werk direkte Parallelen zwischen dem heutigen Amerika unter Bush und der antiken Weltmacht Rom. Beginnt in der Weltgeschichte eine längere Vorherrschaft Amerikas oder geht sie - wie Kupchan meint - zu Ende?

Um solche Einschätzungen historisch zu untermauern, sind Werke wie das vorliegende von Paul Kenney von großem Interesse. In Anlehnung an G. Modelski: Long Cycles in World Politics (1987) untersucht Kennedy die Frage, warum insbesondere das zersplitterte Europa im 19. Jahrhundert aufstieg und benennt primär wirtschaftliche und handelspolitische Gründe dafür. Wie Modelski betont auch Kennedy die Hegemonialstellung der europäischen Mächte Portugal, Niederlande, Großbritannien und der USA. Der jeweilige Hegemonialstaat war dann in der Lage, eine Weltordnung zu schaffen, die weitgehend den eigenen Interessen entsprach, bis dessen Macht zerfiel und er durch eine neue Großmacht abgelöst wurde. Erklärungen für diesen konstatierten zyklischen Verlauf gibt es bislang nur in Ansätzen. Michael Zürn fast im "Lexikon der Politik" zutreffend zusammen, dass gesellschaftliche Verkrustungen, überzogene Konsumorientierungen und vor allem wachsende Kosten, das jeweilige Imperium zusammenzuhalten, den Niedergang der Imperien und ihre Ersetzung durch Konkurrenten verursachten.

Dies zeigt auch Kennedy, der seine Darstellung mit vielen Fakten und Daten belegt. Jedoch sieht Kennedy die Staaten als einheitliche Akteure und vernachlässigt die Wechselwirkung politischer, militärischer und gesellschaftlicher Elemente. Zu sehr wird der Machtpolitik der Einzelstaaten - auch der ökonomischen Macht - sein Augenmerk geschenkt. Der Historiker Kennedy geht zu wenig auf den Forschungsstand in den Internationalen Beziehungen ein, die bereits 1987 - zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches - bekannt waren.

Zweiter Kritikpunkt ist, dass der Zerfall der UdSSR, 1987 sicherlich noch nicht voraussehbar, in der Ausgabe von 2000 nicht erwähnt wird. Die Ausgabe von 1987 wurde nämlich nicht aktualisiert.

Fazit: eine gute Einführung aus Sicht der neo-realistischen "Zyklentheorie", die sich jedoch bereits 1987 nicht auf dem neuesten Forschungsstand, insbesondere der politikwissenschaftlichen Forschung in den Internationalen Beziehungen, befand. Daher für Laien und Geschichtsinteressierte durchaus interessant, für Wissenschaftler jedoch nur eingeschränkt empfehlenswert, da es aus heutiger Sicht veraltet ist.


Eine sehr gute Einführung in die Geschichte der Moderne      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Jedem, der einen Einblick in die jüngere Geschichte Europas und der Welt gewinnen will, sei dieses spannend geschriebene Werk von Paul Kennedy empfohlen. Ausgehend von der Fragestellung, warum im 18. und 19. Jahrhundert das in zahlreiche Staaten zersplitterte Europa und nicht die noch Anfang des 16. Jahrhunderts in ökonomischer und militärischer Hinsicht viel mächtigeren Reiche Asiens die konkurrierenden Mächte der Welt überflügelten, analysiert der Autor die politischen, ökonomischen und militärischen Ursachen dieses Aufstiegs. Dabei kommt der historisch interessierte Leser zu zahlreichen, zum Teil auch überraschenden Einsichten. Wer etwa hätte gedacht, dass die Siege Großbritanniens und Hollands über Frankreich und Spanien im 16.-19. Jahrhundert auch etwas mit den besseren Möglichkeiten dieser Staaten zu tun hatten, an den Weltmärkten zu günstigeren Zinsbedingungen an Kredite gelangen zu können, und dies wiederum mit den ökonomisch freieren Verfassungen dieser Staaten sowie den daraus resultierenden wirtschaftlich vorteilhafteren Rahmenbedingungen und Wachstumsaussichten zusammenhing? Solche Zusammenhänge werden dem Leser bei der Lektüre von Aufstieg und Fall der großen Mächte durch den Autoren unentwegt aufgezeigt und tragen zur Schärfung seines historischen Bewusstseins und der Einsicht in die geschichtliche Bedingtheit der heutigen globalen politischen und ökonomischen Strukturen bei. Sicherlich kann man die Konzentration des Autoren auf Ökonomie und Militär als einseitig bemängeln. Andererseits ist diese Einseitigkeit aber geradezu erfrischend und bringt Zusammenhänge ans Tageslicht, die sonst allzu leicht verborgen bleiben. Fazit: die Lektüre dieses Buches kann jedem historisch Interessierten, darüber hinaus aber auch Studenten der Geschichts-, Politik- und Kulturwissenschaften sowie Gymnasialschülern mit dem Leistungsfach Geschichte empfohlen werden.

Sehr gute Teilanalyse      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Eine sehr gute Analyse des Zusammenspiels zwischen Politik, Ökonomie und Militär. Dennoch sollte man das Werk lediglich als eine Teilanalyse der Wirklichkeit verstehen. Die Konzentration auf die drei genannten Bereiche selektiert Realitätsebenen aus, die vor allem im 21. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung gewinnen. So spricht Joseph Nye Jr. beispielsweise von "Soft Power" als der Fähigkeit eines Landes seine eigenen Interessen nicht nur durch (militärische) Macht durchzusetzen, sondern auch durch die Attraktivität seiner "Kultur". Angewandt auf politisch aktuelle Fragestellungen könnte dies z.B. bedeuten, dass bei der Frage, ob die Welt in Zukunft von einer "amerikanischen Ordnung" regiert wird, nicht nur die wirtschaftlichen und militärischen Möglichkeiten der USA von Relevanz sind, sondern auch die Fähigkeit Amerikas, seine Politik der Welt schmackhaft zu machen.

Dreizehn Jahre die viel ausmachen      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich denke ich nicht, dass in diesem Buch die Bedeutung einzelner wichtiger historischer Figuren zuwendig gewürdigt wird. Auch Friedrich der Große hätte ohne entsprechende Ressourcen wenig bewegen können. Interessant wäre natürlich durchaus die Frage wie charismatische Persönlichkeiten es schaffen, ein Land zu mobilisieren. Doch das lag erklärtermaßen nicht im Fokus dieses Buches. Etwas ärgerlicher fand ich jedoch den letzten Abschnitt in dem ein Ausblick auf das 21. Jahrhundert unternommen werden sollte. Zwar ist die deutsche Erstausgabe von 2000. Die Originalausgabe ist jedoch von 1987 und seither nicht aktualisiert. Daher sorgt sich der Autor hier über den wirtschaftlichen Abstieg der Sowjetunion und den eisernen Vorhang in Europa ebenso, wie über das rasche und enorme Wirstschaftswachstum im mittlerweile schon chronisch unter der Rezession leidenden Japan. Dadurch wirkt das Buch teilweise schon fast etwas anachronistisch. Leider wird im gesamten Kontext des Buches auch immer von einer offenen Expansionsfähigkeit der Weltwirtschaft ausgegangen. Die vielzitierten "Grenzen des Wachstums" mit Ihren immer stärker sichtbar werdenden Implikationen für die gesamte Weltpolitik werden nicht einmal ansatzweise diskutiert. Insgesamt überwiegt ein positiver Eindruck. Das Buch ist unterhaltsam und gut verständlich geschrieben. Die Kernaussagen sind klar und ohne übertriebene Redundanz, der man in amerikanischen Sachbüchern häufig begegnet, hausgearbeitet.

Ökonomische Potenz als Basis des militärischen Aufstiegs?      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Basierend auf seiner Kernthese, dass eine relative ökonomische Stärke den Aufstieg der verschiedenen europäischen Staaten begünstigt hat, bietet Paul Kennedy einen ambitionierten Überblick über die letzten fünfhundert Jahre europäischer Machtgeschichte. Gleichzeitig wagt er auch auf der Grundlage der These, dass eine spätere Überdimensionierung des militärischen Apparates ohne zureichende ökonomische Basis auch den Abstieg dieser Mächte zur Folge hatte, eine Prognose für die Entwicklung im 21. Jahrhundert.
Was sich zunächst sehr spannend anhört, erweist sich leider bei näherer Betrachtung als sehr essayistisch und zum Teil sogar fehlerhaft ausgeführt. Ganz abgesehen davon, dass Kennedy mit seiner Überbetonung des Ökonomischen die persönliche Rolle so bedeutender und erfolgreicher Herrscher wie Friedrich II. in Preußen oder Peter I in Rußland kaum würdigen kann, stößt man sich als Historiker an zahlreichen Ungenauigkeiten und Fehlern. Dass der Ausbau des russischen Eisenbahnnetzes in den 1830iger Jahren begonnen haben soll, ist mindestens eine Ungenauigkeit, die Kennedy selbst offenlegt, als er nur eine Seite später dem Leser mitteilt, dass in den fünfziger Jahren die russischen Bahnlinien nur eine Gesamtlänge von 800 Meilen hatten. Auch war der österreichische Staatskanzler Metternich keineswegs ein Gegner moderner Technik, was durch die Tagebucheintragung des Hofratspräsidenten v. Kübau eindeutig belegt ist. Solche Urteile scheinen mir vor allem dadurch zustande gekommen zu sein, dass Kennedy ausschließlich Sekundärliteratur meist angloamerikanischer Autoren benutzt hat, die ihrerseits überwiegend ohne die Nutzung von Primärquellen gearbeitet haben. So werden Irrtümer und Fehlbewertungen ungeprüft von einem Autor zum anderen weitergereicht. Obwohl sich in Kennedys Buch manche interessante Analyse im Einzelnen findet, legt man als Leser, der einiges über die besprochenen Epochen auch aus Originalquellen kennt, unbefriedigt zur Seite.

faszinierender Nachvollzug geschichtlicher Machtentwicklung      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Paul Kennedy interpretiert den Aufstieg und Fall der Weltmächte vom 16. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts unter wirtschaftlichen und militärischen Gesichtspunkten. Es geht ihm darum, den Einfluß von Ökonomie und Militärtechnik auf das globale Machtgefüge und die Positionierung der einzelnen Mächte aufzuzeigen. Kennedy gelingt dies in einer faszinierenden, trotz vieler Fakten niemals langweiligen Weise. Von der Entwicklung Ming-Chinas bis in die Zeiten des Ost-West-Konfliktes werden die ökonomischen und militärischen Momente nachvollzogen, die dazu beigetragen haben, daß sich die globale Machtverteilung immer wieder geändert hat. So wechselt der Fokus von Asien nach Europa, Afrika und Amerika. Das Buch ist keine Enziklopädie der Weltgeschichte, sondern ein gelungener sowie anregender Diskussionsbeitrag zur internationalen Politik und Geschichte, der angenehm zu lesen, jedoch mit Vorkenntnissen wesentlich besser nachzuvollziehen ist.

Ungewoehnlicher Blickwinkel      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Eigentlich klingt eine Zusammenfassung des Inhaltes langweilig. Die auswirkungen oekonomischer Probleme grosser Maechte auf die politische Geschichte klingt eher nach einem trockenen Werk deutscher Sozialhistoriker. Beginnt man das Buch zu lesen merkt man recht schnell, dass es spannend und abwechslungsreich ist. Die Zusammenhaenge zwischen den wirtschaftlichen Moeglichkeiten der Staaten und den tatsaechlichen Handlungen der Entscheidungstraeger werden anschaulich und mit grossem Erzaehltalent dargestellt. Man wird auf jeder Seite neue Denkansaetze und ungewohnliche neue Einblicke finden. Notwendiger weise arbeitet das Buch mit vielen Tabellen und Graphiken und man sollte gewohnt sein mit so etwas umzugehen. Allerdings stoeren die Tabellen un Graphiken nie den Lesefluss und werden gut und anschaulich im Text besprochen. Alles in allem liefert das Buch einen guten Ueberblick ueber die entscheidendn Epochen europaeischer Geschichte, auch wenn man die Grundthese des Buches etwas mit Vorsicht gniessen sollte! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Das Handbuch der europäischen Geschichte      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Werk von Paul Kennedy kann den Unterricht über europäische Geschichte in der Schule ersetzen. Nicht abstrakte Jahreszahlen als trockene geschichtliche Fakten, sondern zusammenhängende Denkweisen und Handlungen werden lesbar, sogar spannend dargestellt. Wer sich noch tiefer in einzelne Themen einarbeiten will, dem hilft das umfangreiche Register am Ende des Buches.

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