Jesus Christus: Die Biografie
Peter Seewald
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Interessantes Buch 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein interessantes Buch. Vor allen Dingen, wenn man es als Begleitlektüre für eine Israelreise liest.. Sehr zu empfehlen!
Viel - aber keine Biografie 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Mit viel Vorfreude habe ich angefangen, Peter Seewalds neuestes Buch zu lesen. Aber schon nach den ersten Seiten ist diese Vorfreude geschwunden. Denn anstatt tatsächlich eine Biografie zu lesen, also einen Bericht über das Leben von Jesus Christus, sein Umfeld, seine Zeit, wird man mit einer Mischung aus christlichem Sendungsbewusstsein, persönlichen Erfahrungen des Autors und vermeintlichen Fakten ohne Quellenangabe konfrontiert.
Wer sich ein unvoreingenommenes Bild über den historischen Jesus und seine Zeit machen möchte, sollte dieses Buch nicht lesen. Würde das Buch den Titel "Meine Sicht von Jesus Christus" tragen, so würde dies dem Inhalt wesentlich näher kommen.
Jesus Christus: Die Biografie 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch ist aus verschiedener Anschauung äußerst bemerkenswert. Da ist zuerst die Art, wie Herr Seewald schreibt: Er verbindet die persönlichen Erlebnisse und Ansichten so mit dem historischen Geschehen, dass sich das Buch wie ein spannender Roman lesen lässt. Dabei nimmt er nicht in Anspruch, wie das oft von anderen Autoren der Fall ist, dass das, was er schreibt, die "Gelbe vom Ei" ist. Er lässt durchaus zu, dass es auch manchmal hätte anders sein können. Seine Recherchen sind wirklich optimal, ob an Ort oder in der riesigen Literatur, die es darüber gibt. Besonders auch seine geschichtlichen Erklärungen lassen dem Leser teilhaben an den damaligen Verhältnissen, so dass man auch die Gehschehnisse jetzt viel besser verstehen kann. Beeindruckend sind seine Bibelkentnisse, besonders von jemand der einmal aus der Kirche ausgetreten war und nicht Theologie studiert hat. Da könnte sich mancher Fachmann etwas abschneiden. Er muss ein unwahrwscheinliches Pensum an Studien über dieses Thema absolviert haben. Empfehlen möchte ich ihm allerdngs noch, wenn er das Leben Jesu noch genauer kennenlernen will, die 12 Bände des "Gottmenschen" von Maria Valtorta. Alles in allem ein mehr als bemerkenswertes Buch, das man wärmsten empfehlen kann. Adolf Klement
Ein Juwel im heutigen Jesus-Angebot 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Wenn man heutzutage in eine Buchhandlung geht und sich anschaut, was da alles an Büchern (vor allem in der Belletristik) über Jesus v. Nazareth veröffentlicht wird, packt einen oft das kalten Grausen (zumindest mich). "Sakrileg" mit seinen dreisten und historisch verfälschenden Ausführungen ist da nur die Spitze des Eisbergs aus allerlei Sakral-Krimis, die allesamt die "Grundfeste der Kirche" (Zitate auf fast allen Einbänden) erschüttern wollen und leider auf eine uninformierte Leserschaft zu stoßen scheinen.
Hinzu kommen esoterische Bücher oder die Behauptungen andrer Weltreligionen, was es denn mit diesem Jesus so auf sich haben könnte. Jeder gibt seinen Senf dazu (was ja nicht schlecht ist, man muß halt Senf nur mögen) - in letzter Zeit etwa erschien Verhoevens plattes und äußerst unoriginelles (Mach-)Werk.
Man ärgert sich und ist versucht, den Schund hinten im Bücherregal verschwinden zu lassen!
Ganz anders verhält es sich mit Peter Seewalds Buch. Alles das, was sich in seinen wunderbaren vorherigen Werken ankündigte ("Als ich begann, wieder an Gott zu denken", "Salz der Erde", "Die Schule der Mönche" usw.) findet in "Jesus Christus" seine Vollendung.
Es ist ungewohnt und zutiefst faszinierend, von Seewalds Reise nach Israel zu lesen, zu den Orten, an denen Jesus einst gewirkt hat - welche aus dem Gedächtnis der westlichen Welt eigenartiger Weise komplett gelöscht zu sein scheinen.
Und dann diese brillante Schlußfolgerung, der heutzutage so gewagte Gedanke, daß alles wahr gewesen ist.
Ich bin sehr begeistert und sehr dankbar.
Der Schock, dass alles wahr sein könnte. 4 von 5.00 Punkten
Verfasser Seewald hat eine Biografie über Jesus Christus geschrieben. Auf 700 Seiten führt er vor Augen, dass das Evangelium die grösste Geschichte aller Zeiten ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern über Jesus ist es aktuell, modern erzählt, spannend und verständlich geschrieben. Es berichtet von vielen Dingen, die so noch nie aufgezeigt wurden. Es unterscheidet sich deutlich von theologischen Abhandlungen über Jesus, die ihn meistens fragmentarisch wiedergeben und in Themenbereiche pressen wie zum Beispiel Jesus und die Frauen, Jesus und die Bergpredigt. Seewald bricht mit dem Tabu, man könne Jesus Leben nicht chronologisch darstellen. Auf grossartige Weise gelingt es ihm, Jesus Weg und Leben spürbar und nachvollziehbar darzustellen. Es gibt keine Relativierung und Tabus. Eine gelungene historische Darstellung, sorgfältig recherchiert und gut geschrieben. Seewald tritt mit seinem Werk aus dem langweiligen und immer gleichen Mainstream heraus.
Ein spannendes Buch - der Untertitel "Die Biographie" klingt vermessen 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein zweifellos lesenswertes Buch für diejenigen, die sich mit Jesus Christus zu wenig beschäftigt haben. Der Journalist Peter Seewald bescheinigt den wissenschaftlichen Theologen ein Armutszeugnis. Die Frage stellt sich, ob wir sie überhaupt noch benötigen, zumal Jesus selbst keinen akademischen Hintergrund hatte und einer theologischen Vorlesung an einer Universität nicht folgen könnte. Dennoch vermisse ich die tiefere spirituelle Deutung der Aussagen Jesu Christi, die heute mehr denn je vermittelt werden muss und wo die höchsten Würdenträger der Kirche zunehmend versagen.
Der Untertitel "Die Biographie" ist anmaßend. Der PATTLOCH-Verlag versucht hier einen zu billigen Werbetrick anzuwenden. Das ist bereits mit dem reißerischen Untertitel von Mutter Teresas Tagebuch schiefgegangen: "Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta" (September 2007). Etwas mehr Respekt und Bescheidenheit wären wünschenswert.
Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
eine spannende Reise in die Welt Jesus Christus 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Jesus - gerade in unserer heutigen Zeit eine kontroverse Persönlichkeit, die den Autor fragen lässt: "Welches Bild von Jesus ist das echte, das wahre?"
Dabei ist Peter Seewald den Spuren der Evangelien gefolgt und präsentiert uns so eine spannende und lebendige Reise in das Leben und Wirken des Gottessohnes. So wirbelt er hier und da berechtigten Staub auf, geht ungezwungen mit Tabus um und bringt frischen Wind in die theologische Diskussion.
Ihm gelingt eine im Gegensatz zur üblichen Evangelienkritik wirklich gelungene Darstellung der Person Jesu Christi, wie man sie vorher noch nicht gelesen hat. Sei?s drum, dass sich Seewald sicherlich Kritik aus Theologenkreisen einheimsen wird, dafür ist im ein großer literarischer Wurf gelungen, der die Thematik auch an viele unterschiedliche Gesellschaftsschichten heranträgt und so eine weitgefächerte Diskussion fördert. Eine minutiös ausgearbeitete und umfangreiche Biografie der besonderen Art.
Ein Gewinn 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich habe das Buch mit grossen Gewinn gelesen. Gerade der journalistische, sehr persönliche Stil ist es, der den "dicken Schinken" zum Pageturner macht: Die anziehende Mischung aus persönlichen Fragen, Erwägungen und Erlebnissen mit vielen, teils wenig bekannten historischen und geographischen Details erschliesst eine ungewohnte Annäherung an jenen Jesus, dessen Geheimnis die Welt bis heute beschäftigt. Der Leser fühlt sich gleichsam mit dem Autor auf dem Weg - eine interessante neue Annäherung in der Fülle der Jesus-Biographien. Die Einbeziehung des "5. Evangeliums", des Heiligen Landes, macht die Aussagen plastisch, spannend und lädt zum ungebremsten Weiterlesen ein. Meine persönliche Favoritenstelle war das Kapitel "Die Wüste", das mir ganz neue Erkenntnisse brachte. Das Buch ist offenbar mit Herzblut, grosser Kenntnis und dem Mut zum persönlichen Bekenntnis geschrieben. Besonders erfreulich mutet mich an, dass Peter Seewald Fragen aufs Tapet bringt, welche auch viele Nicht- oder Andersgläubige und christliche Zweifler so gestellt haben könnten. Er macht sich die Antworten nicht leicht und lässt sie zuweilen auch offen. Manch eine originelle Deutung lädt zur persönlichen Auseinandersetzung und zum Nachdenken ein, auch dann, wenn der Leser sie nicht unbedingt teilen kann. Der Verzicht auf professoralen Gestus scheint mir für das Lesevergnügen ein besonderer Gewinn - gleichzeitig zeugen die Inhalte von intensiver und vielseitiger Recherche und hoher Bildung. Schriftgelehrte dürfte es allerdings wurmen, dass Peter Seewald die Meinung vertritt, die Bibel gehöre nicht nur den Exegeten. Dass er für diese Keckheit abgestraft werden wird, darf als ausgemacht gelten. Gerade hier liegt aber die Stärke des Buches für interessierte Laien - und meiner Ansicht nach auch für Seelsorger, die unabgedroschene, frische Zugänge für die Verkündigung des Evangeliums für die Menschen von heute suchen. Es sei Zweiflern und Gläubigen ausgesprochen empfohlen. Ich wünsche dem Buch viele Leser und einen grossen Erfolg!
Lesenswert 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Mir hat das Buch sehr gefallen. Durch die Art und Weise der Darstellung wird vieles sehr plastisch vor Augen geführt. Das Buch hat zum Glück wenig von einer akademischen Abhandlung. Trockene Theologenelaborate zu diesem Thema gibt es genug. Erfreulich ist, dass Peter Seewald den Evangelien einen "Vertrauensvorschuss" gibt. Wer angestaubte Evangelienkritik aus dem 20. Jhd. haben will, sollte nicht zu diesem Buch greifen.
Theologen werden mit Sicherheit dieses Buch in Grund und Boden kritisieren, wie es zB. Prof. Dr. Berger in der "Tagespost" in wenig souveräner Weise getan hat. Peter Seewald mag es egal sein. Auf jeden Fall nimmt er einen mit in eine lebendige Reise in das Leben Jesu. Sehr faszinierend fand ich die Kapitel mit dem Thema "Die Fülle der Zeit".
Fazit: Empfehlenswert!
Die Geschichte von Jesus ist "die größte Geschichte aller Zeiten" (Seewald) 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Sein Interesse für theologische Themen hat der bekannte Autor und Journalist Peter Seewald in der Vergangenheit oft gezeigt. Unvergessen sind etwa seine Interviewbücher mit Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., durch die das Denken und der Glauben eines der profiliertesten Theologen unserer Gegenwart einer großen Zahl von Menschen auch außerhalb der engeren kirchlichen Grenzen nahe gekommen ist und vor allen Dingen verständlich wurde. Vor über neun Jahren erhielt Peter Seewald schon den Auftrag, sich an eine Jesusbiographie zu wagen, sodass der naheliegende Verdacht, er habe mit diesem Buch mit dem Jesusbuch von Papst Benedikt konkurrieren wollen, absurd ist.
Wahr ist allerdings, wie er immer wieder betont, dass er den Theologen das Feld nicht überlassen wollte. Die haben durchaus ihre Verdienste, doch große Teile der Zunft haben in den letzten Jahren einfach versagt. Seit Jahrzehnten hat kein Theologe mehr eine richtige Geschichte des Lebens Jesu geschrieben. Und so haben sie mitgewirkt an einer Krise des Christentums, in der Peter Seewald die Hauptursache für unsere gegenwärtige gesellschaftliche Krise sieht. Und diese Krise des Christentums sieht er begründet in einer mangelnde Begeisterung - ja Begeisterung- für Christus. Wohlgemerkt: nicht nur für den historischen Jesus, sondern es ist die Rede in diesem Buch von Jesus Christus, dem als Messias und Heiland geglaubten Gottessohn.
Peter Seewald hat den immer wieder behaupteten "garstigen Graben" zwischen dem historischen Jesus und dem geglaubten Christus übersprungen und hat nicht den Fehler gemacht, in diesem Graben immer noch weiter zu forschen und zu gründeln. Er ist nach Palästina gefahren , hat die Quellen studiert und ihm ist dort bewusst geworden, dass die Geschichte von Jesus die "größte Geschichte aller Zeiten" ist.
"Jesus hat die Welt verändert wie niemand sonst. Beim Verfolgen seiner Spuren hat mich fasziniert, wie ungeheuer spannend, wichtig und vor allem wie schlüssig alles ist, was uns die Evangelien überliefern."
Er ist der frühen Jesusbewegung auf die Spuren gekommen und hat ein dickes und sehr persönliches Buch geschrieben, eine Biographie eines einzigartigen Menschen, der als Sohn Gottes den Menschen ein für alle Mal gezeigt hat, wie sinnvolles und gelingendes Leben aussehen kann.
Man kann allerdings voraussagen, dass die Theologen dieses Buch nicht zur Kenntnis nehmen werden, oder sie werden es mit einer Fülle von akademischer Kritik überziehen. Unwissenschaftlichkeit wird dann nicht der geringste Vorwurf sein. Doch vor dieser Kritik braucht sich das Buch nicht zu fürchten. Ich wünsche ihm viele Leser.