50 Klassiker Siege und Niederlagen. Militärische Entscheidungen von Troja bis Jom Kippur
Wolfgang Hebold
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Gute Einführung 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich habe das Buch schon vor einer Weile gekauft, als ich für mein Geschichtsstudium einen Überblick über die wichtigsten militärischen Ereignisse brauchte und wollte es jetzt für einen Bekannte bestellen. Dabei bin ich auf die Rezension gestoßen, in der dem Buch nachgesagt wird, es stecke voller Fehler. Mir war der verglichen mit dem Thema doch recht schmale Band am Anfang auch nicht ganz geheuer. Aber mittlerweile weiß ich ihn zu schätzen. Er bietet eine gute Einführung. Dazu muss man wissen, dass er sich an den militärischen Laien richtet. Fehler - außer ein paar kleinen Ungenauigkeiten und einem offensichtlichen Irrtum bei Sedan - haben weder ich noch meine Kommilitonen finden können, auch nicht im Glossar. Benannt hat der Rezensent ja auch kein einziges Beispiel. Was aber meint er mit Bewertung - wie in der Bundesliga - am Schluss? Ich habe keine gefunden. Zudem wird auf der Faktenseite und teilweise in den Texten auf die Probleme mit der Quellenlage sehr oft eingegangen. Ok, das Ganze ist kein wissenschaftlicher Text. Das will er auch nicht sein. Dafür liest er sich gut. Natürlich sind nicht alle Beiträge auf gleich hohem Niveau - auch ich würde Lechfeld zu den weniger gelungenen zählen. Aber die meisten lesen sich gut. Sie geben, wie schon gesagt, einen guten und eben nicht fachidiotischen Einblick in das an sich wenig erfreuliche Thema.
Fehlende militärische Kenntnisse 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Mag auch die textliche Abhandlung zu jeder der aufgeführten militärischen Auseinandersetzung gut zu lesen sein, kommt sie nie über das Niveau eines Schulaufsatzes mit eingestreuten, unfundierten Bewertungen hinaus.
Ins Unwissenschaftliche gleitet der Autor bei den, zu jeder Schlacht gehörenden, Zusammenfassungen "Daten und Fakten" ab.
Mögen die militärischen Auseinandersetzungen der Neuzeit auch analysierbar sein, bei Auseinandersetzungen, von denen nicht einmal sicher ist, ob sie stattgefunden haben (Troja)oder deren Verlauf kaum bekannt ist (Marathon)ist eine Bewertung wie am Ende eines Fußballspiels (Teilnehmer, Tote, Sieger) wissenschaftlich sehr zweifelhaft.
Peinlich wird es in den Schlachtendarstellungen, in denen der Autor den Bogen zur Neuzeit zu spannen versucht. Z.B.:
Schlacht auf dem Lechfeld 955- Bedrohung aus dem Osten- 1939 Angriff Richtung Osten durch Hitlerdeutschland gegen die Bedrohung aus dem Osten- Ebenfalls Untergang- Ost-West Konflikt- 1000 Jahre später (1955) Gründung der NATO.
Man kann nur annehmen, dass dem Autor bei der Abhandlung der Schlacht auf dem Lechfeld der Stoff ausgegangen ist.
Militärischer Dilletantismus macht sich im "Kleinen Glossar militärischen Begriffe" ab Seite 270 breit: Keiner, der vom Autor (gem. Klappentext ein militärhistorischer Autodidakt)aufgeführten "militärischen" Begrifflichkeiten ist fundiert erklärt, viele sind schlicht falsch oder fehlerhaft dargestellt. So stellt sich Klein Fritzchen den Krieg vor.
Lexikon mit Stil 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Ein umfangreiches Geschichtswerk wird hier nicht geboten. Das ist auf dem begrenzten Raum aber auch nicht möglich. Dafür erfährt der Leser in knappen, aber treffenden Artikeln etwas über die politischen, militärischen und manchmal auch sehr persönlichen Hintergründe der einzelnen Schlachten. Dazu kommt reichlich Bildmaterial und eine Seite mit den wichtigsten Fakten wie Truppenstärke, Verluste und die Namen der Kommandanten.
Somit eignet sich das Buch als Lexikon, in dem man nachschlagen kann, was sich denn nun hinter Namen wie "Cannae", "Amselfeld", "Sedan", "Verdun" oder "Tet-Offensive" verbirgt und auch als anregendes Sachbuch, das deutliche Beurteilungen nicht scheut. Etwa beim Zahlenmaterial der antiken Schlachten, oder wenn es bei "Tannenberg" darum geht, herauszufinden, warum die Deutschen, trotz ihres letztlichen Scheiterns, zunächst so erfolgreich Krieg geführt haben und wie es denn bei der "Luftschlacht um England" um die Moral und Unmoral der Zivilisten wirklich bestellt war. Dazu ist das ganze stringent geschrieben. Was will man mehr?
Ein prima Einstieg in die Geschichte.
Geschichte leichtverdaulich in Häppchen 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich hatte mir dieses Buch als entspannende Nachtisch-Lektüre gekauft und bin enttäuscht, v.a. vom Konzept dieser Reihe: da ich in der Schule noch die ganze Weltgeschichte kennengelernt hat, habe ich mit diesen Häppchen-Darstellungen auf 5-6 Seiten ohne inneren Zusammenhang meine Schwierigkeiten. Andererseits könnte es ganz interessant & informativ sein für den, der Geschichte in der SChule nur noch sehr ausschnittweise kennengelernt hat und der wissen will, was sich hinter Namen wie "Marathon", Waterloo" oder "Verdun" so verbirgt. Oder auch für den, der sich sich schwertut mit "dicken Bücherschinken".
sehr gutes Buch in einem exellent strittigen stil 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch erklärt ihnen gut die bedeutensten Schlachten der Geschichte. Mit einem Hauch für Amerika und vielen guten Texten sowie Bilder ;ein sehr empfellendes Buch.
sehr jauchtauglich! 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Wie der Titel schon andeutet, finden sich in diesem Buch 50 berühmte Schlachten der Weltgeschichte in Wort, wirklich schönen Bildern und Karten. Am Schluß der meist 5seitigen Beschreibungen steht eine einseitige Zusammenfassung mit den "technischen Daten" und dem Ablauf, soweit bekannt. Der Stil ist flüssig, Fachtermini finden sich kaum.
Eine Einbettung der beschriebenen Schlachten in größere Zusammenhänge bzw. eine kritische Hinterfragung findet sich kaum, kann - und will - in diesem Rahmen wohl auch nicht geleistet werden. Was bleibt, ist eine durchaus kurzweilige historoide Lektüre ohne übermäßigen Tiefgang.