Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?: Eine philosophische Reise
Richard David Precht
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 158 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Geht so... 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Gut fand ich die biologischen Ansätze zum Thema Philosophie (Zusammenspiel Gehirn, Psyche und Vorstellungen).
Was mich aber wirklich ermüdet hat, sind die langatmigen Lebensläufe jedes einzelnes bedeutenden Philosophen, die einfach mit dem Thema an sich nichts zu tun hatten...
Insgesamt viel Wind um Nichts: Gute Denkanstöße, die aber ins Leere führen.
Eine philosophische Reise 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dieses Buch von Richard David Precht "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" ist sehr interressant,aber man benötigt als Laie viel Konzentration und Aufmerksamkeit beim Lesen- d.h. keine Ablenkung.
Es zieht sich..... 2 von 5.00 Punkten
Verfasser Hab mit Eifer angefangen zu lesen, arbeite mich jetzt Stück für Stück weiter.
Find ich schade, dass das Buch meine Erwartungen, nach den Interviews mit dem Autor, nicht erfüllt.
Ein Bestseller den man gelesen haben muss 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Was soll ich viel über den Inhalt sagen - ich würde nur zahlreiche Rezensionen inhaltlich wiederholen. Ein Bestseller der diesen Titel verdient. Das Buch muss man gelesen haben.
Schwieriger Anfang .. 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Dass es sich hier um keine Hörbuch handelt, das man sich im dicksten Berufs-Verkehr so nebenbei reinfönt, war mir schon klar. Aber nach der ersten der vier Scheiben musste ich schon zugeben, dass mein abstraktes Denken deutliche Defizite aufweist .. Aber nach mehrmaligem konzentriertem Zuhören gingen die restlichen drei wesentlich besser und am Ende war ich schon ein bisschen stolz - probieren Sie's aus: ein tolles Gefühl !
Wichtige und unwichtige Substanzen 2 von 5.00 Punkten
Verfasser "... Abermillarden Organismen sausen durch die Welt mit einem einzigen Auftrag: Meine Erbsubstanz ist die wichtigste Substanz auf der ganzen Erde .." so ähnlich könnte es in einem Bio-Aufsatz eines Gymnasiasten über das Thema Genetik stehen. Das Zitat entstammt jedoch dem vorliegenden Buch, einer "originellen Einführung in das Thema Philosophie" von Richard Precht.
Begeben wir uns einmal kurz geistig zurück in die Sphäre unseres jugendlichen Weltbildes. In der Schule beginnen für uns, als in einer Bildungsgesellschaft Heranwachsende Wunsch und Realität einen disparaten Bund einzugehen. Ausgelöst durch mitunter schmerzhafte emotionale Erfahrungen lernen wir zu unterscheiden was möglicherweise, was wahrscheinlich und was realistisch erreichbar sein wird für uns im weiteren Ausbildungs- und Lebensweg. Bei einigen führt dieser Bund zu positiven charakterlichen Entwicklungen und Einsichten im Hinblick auf ein späteres wertvolles Tun für die Gemeinschaft, in der man als Erwachsener Verantwortung für sein Handeln übernimmt und sich effektiv über eine soziale Zugehörigkeitsgruppe in einer oder mehreren Disziplinen einbringt oder gar hervortut. Bei anderen sind Enttäuschungen bestimmend und führen zu Rückzugsstrategien aufgrund von erlittenen seelischen Verletzungen, die dann ein Verharren auf dem Fortgang des Reifungsprozesses bewirken können. Der pubertären Reifegrad, geprägt von sexuellem Begehren, Neid, unzureichender Einschätzung eigener Fähigkeiten gerinnt zum bleibenden Bezugspunkt des Lebens und der Biographie.
Als potentieller Leser des Buches "Wer bin ich .." finden Sie sicher hier auf diesen Rezensions-Webseiten einige Kommentare die um so viel spannender und interessanter als die Inhalte dieses Prechtschen Werkes selbst, dass sich zunächst nur die Frage nach dem Grund für diesen kommerziellen Erfolg stellt. Die sich durch das über das Fernsehen, Youtube etc. laufende Marketing für dieses Produkt aber von selbst beantwortet. Als Buch ist dieses Werk schlicht unlesbar, da mehr als zwei, drei Absätze von einem denkenden Menschen nicht am Stück bewältigt werden können ohne Innezuhalten und tief Luft zu holen. Wie ein derart beworbenes Werk in Druck gehen kann, ist schier unbegreiflich. Vor grossem Publikum werden hier unreflektiert peinliche spätpubertäre Selbstbespiegelungen ausgebreitet, die philosophische Biographien lediglich als Baukasten für eine Kulisse eines aufgeblasenen Autoren-Egos benutzen. Ausser Inhalten aus dem Fernsehen bzw. Kino, dem Internet und vereinzelt angelesenen Brocken, angereichert mit eklatanten sachlichen und sprachlichen Fehlern zuhauf gibt es in diesem Werk auf den ersten Blick nichts zu finden. - Der Schriftsteller Arno Schmidt zeigte uns einst am Beispiel des Werkes von Karl May wie man dennoch Spass an einer massenwirksamen Lektüre haben kann, die keinerlei Niveau besitzt (Meine Empfehlung zur Vertiefung: "Sitara und der Weg dorthin"). Episoden dieser Art, des Herrn Precht, werden die etablierte Substanz der gebildeten Welt in Zukunft dauerhaft beschädigen wenn nicht gegengesteuert wird. Soweit pauschal.
Eines im Detail möchte ich aber dennoch über das Buch nicht ungesagt lassen. Die Respektlosigkeit mit der andere Menschen, nicht nur Geistesgrössen hier grobschlächtig abgekanzelt werden ist trotz des jugendlich unbefangenen Gemüts des Verfassers beispiellos. Zur Verdeutlichung eine kleine fiktive Stilübung: --- "Der deutsche Autor Richard Precht wurde 1964 geboren. Nach Besuchen zweitklassiger Ausbildungsstätten promovierte er schliesslich in Germanistik über den "Mann ohne Eigenschaften". Da er sich zwar eine geistige Nähe zur Philosophie erträumte jedoch keinerlei Verständis für diese komplexe Materie mitbrachte oder sich erwerben konnte, von eigenen Ideen gar nicht zu sprechen, verfasste er populärwissenschaftliche Belletristik für Halbgebildete. Mit dümmlich grossspurigen Essays in bescheidenem bis schlechtem feuilletonistischen Stil brachte er es zu einem zeitweiligen Bekanntheitsgrad in öffentlichen Sendungen. Als Vehikel hierfür diente ihm die Ehe mit einer Fernsehmoderatorin. Weder die akademische Welt noch die ernsthafte Literaturkritik nahm von ihm Kenntnis."
PS: Ein Lektorat, selbst wenn es nur im Auftrag von Goldmann tätig ist, sollte darauf achten wenn Autoren bei Wikipedia abschreiben.
PPS: Schön, dass nach wie vor ein ungebrochenes Interesse am Thema Philosophie zu bestehen scheint. Wenn auch hier das Mode-Thema "Ich" im Vordergrund steht.
Nur für absolute Neueinsteiger geeignet 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Ich kann nur einen meiner Vorredner zitieren:
"Für absolute Einsteiger mag es eine nette Informationsquelle über die Fragen der Thematik und deren Vertreter sein, für Leute die sich aber schon vorher damit beschäftigt haben enthält es keine nützlichen Neuerkenntnisse oder gar Versuche neuer Antworten auf die großen Fragen. Enttäuschend."
Ich habe das Buch nur bis zur Hälfte gelesen, da ich mich im Vorwort schon gelangweilt habe. Wer schon jemals etwas über Philosophie gehört hat, dem wird es vermutlich genauso gehen. Kenne wesentlich bessere, humorvollere und anspruchsvollere Einführungen in die Philosophie.
Wer sich für Philosophie interessiert, sollte sich dieses Buch nicht kaufen.
Brillianter, witziger Blick auf uns selbst und auf die Welt in der wir leben 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Wenn Sie dieses Buch aufschlagen, wird Ihre Welt größer und gleichzeitig verwirrender. Haben Sie es fertiggelesen und schlagen es wieder zu, dann ist Ihre Welt immer noch größer als vorher, aber geordnet, strukturiert.
Zumindest ist es mir so gegangen. Noch nie zuvor habe ich eine so gut zusammengefasste, fundierte und intelligente Reise durch das Themengebiet der Philosophie, Psychologie und der Naturwissenschaften unternommen. Bisher habe ich mich eher den einzelnen Schriftstellern und ihren Werken gewidmtet, bin damit aber in der Verarbeitung als Leser allein geblieben.
Richard David Precht hat mich auf dieser Entdeckungsreise begleitet und immer wieder, wenn ich dabei war, die eine oder andere Meinung zu vertreten, auf Punkte aufmerksam gemacht, die von beiden Standpunkten noch nicht beachtet worden sind. Dadurch hat er mich als Leser zu meiner ganz persönlichen Synthese angeleitet.
Das war für mich eine wertvolle und spannende Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen möchte, der gerne ernsthaft - aber auch spielerisch - über die grundlegenden Fragen des Lebens nachdenkt.
Das Raunen des Philosophen 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Auch von der vielgelobten Ironie, dem Sprachzauber und einem wohlpointierten Witz, die auf dem Cover versprochen werden, findet sich wenig. Prechts Buch ist nüchtern geschrieben, ganz der neuen Sachlichkeit anvertraut, die Kurzweil der Sätze belegt dies nachdrücklich. Es ist, was es ist ein Medienbuch über Philosophie, das es mit Sofies Welt auch schon gegeben hat, das die Menge jener halbgestrickten Intellektuellen befrieden mag, die gern über Philosophie plaudern, weil es en vogue ist. Was ihm zugute kommt, im Gegensatz zu vielen weitaus gelungeneren Einführungen in die Philosophie, ist der mediale Zauber, der darum veranstaltet wird. Unterstützt wird dies auch von einem neuen Publikum, das sich mit immer weniger Wissen zufrieden geben will oder muß und einfach nur rezipieren will. Mit dieser Art von Philosophie läßt es sich bequem leben.
Diesen Trend unterstreicht auch Elke Heidenreich, die sich dazu hinreißt, zu schreiben: Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan von Johannes B. Kerner einmal ganz zu schweigen. Kurzum, das Dilemma bleibt: Wie schreibt man über Philosophie, so daß es anspruchsvoll bleibt und dennoch verständlich ist! Eine gelungene Synthese zwischen akademischer Gelehrsamkeit und einem guten essayistischen Stil wäre auch für Precht hilfreicher.
Vielleicht, so kann man nur mutmaßen, ist der anspruchsvolle Umgang mit der Philosophie, das wortgewandte Schreiben doch etwas, was mit einer neuen Generationenlage zu tun hat, die an den Stil früherer Publizisten nicht mehr herankommt. Rüdiger Safranski und Odo Marquard liegen mit ihren philosophischen Büchern und gelehrten Essays Precht um Längen voraus.
nicht sehr tiefgründig und manches nicht objektiv 1 von 5.00 Punkten
Verfasser Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht.
Als ich an dem Kapitel ankam, wo Precht für sich klärt, warum er kein Fleisch isst, habe ich das Buch nur noch überflogen. Auf so plumpe Art über Gründe vegetarischer Ernährung zu rezitieren gelingt auch jeder einfältigen,pummeligen Vorstadt-Gymnasiastin. Dazu muß man nicht Phylosophie studiert haben.
Sehr geehrter Herr Precht : Das menschliche Gehirn hätte ohne den Verzehr von Fleisch niemals so groß werden können. Der Mensch hat sich aufgrund der Jagd auf Tiere entwickelt und verbessert. In der Entstehungsgeschichte des Menschen spielt dies eine tragende Rolle. Der Mensch ist untrennbar mit dem Verzehr von Fleisch verbunden - seine Existenz beruht darauf.
Das vegetarische Ernährung unbedenklich ist,ist ebenso falsch. Nebenbei bemerkt - Adolf Hitler war Vegetarier. Es sind also nicht alle die kein Fleisch essen besser als die anderen. Ihre Ausführungen klingen nämlich wie ein Vorwurf.
An anderen Stellen habe ich mich schon nach zwei Seiten gefragt, worauf es eigendlich hinausgeht bzw. ich habe den gedanklichen Faden völlig verloren und im Text nicht wiederfinden können.
Ich glaube ich verschenke das Buch zu Weihnachten an meine prospektive Schwiegermutter.