Atlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde

Judith Schalansky

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Geburtstagsgeschenk      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Auf den Tipp einer Freundin hin bestellte ich den Atlas der abgelegenen Inseln als Geburtstagsgeschenk für meine Schwester. Die Idee war so gut, dass ihr das Buch doppelt geschenkt wurde. Obwohl es sehr abwechslungsreiche und auch informative Geschichten enthält, wurde eins wieder umgetauscht. Mit dem übrig gebliebenen ist meine Schwester glücklich und zufrieden.

Man kann auch insellos glücklich sein      5 von 5.00 Punkten       Verfasser

Das schönste am Reisen ist das Planen, bei dem was danach kommt wird man in der Regel enttäuscht, außer man kennt sich aus und weiß was einen erwartet. Bei einem der schönsten Reisebücher der letzten Jahre, Judith Schalanskys Atlas der abgelegenen Insel, macht sich die Autorin nicht mal die Mühe, die von ihr aufgelisteten und liebevoll kartographierten 50 Inseln aufzusuchen, zu unwirtlich, zu mühsam die Anfahrt, zu schaurig die Geschichte, dass sie auf den letzten Teil der Reise, wie die Ameisen bei Ringelnatz, die nach Australien reisen wollten, verzichtet. Nicht weil ihr die Beine wehtun, sondern weil die Phantasie manchmal ein treuerer Reisegenosse ist.

Moderner Karl May      2 von 5.00 Punkten       Verfasser
In Anlehnung an Dr. T. möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass ich gelernter (studierter) Geograph bin und auch vieles von der Welt gesehen habe.

Mir kommt es vor, als ob die Autorin den Versuch unternommen hat, möglichst unbekannte Eilande dem geneigten Leser nahezubringen - Eilande, von denen er in den meisten Fällen vermutlich nie etwas gehört hat, geschweige denn, jemals diese bereisen wird.
Allerdings: Frau Schalansky war ebenfalls noch nie dort und hat ihre Erkenntnis bestenfalls aus Wikipedia oder irgendwelchen (kruden?) Nachschlagewerken gewonnen.

Es kommt mir vor, als ob sie - wie anno dazumal Karl May - den Unwissenden die Welt erklären will. K.M. war zu Beginn seiner Schilderungen noch nie in Amerika, Afrika oder wo auch immer gewesen. Trotzdem hat er es geschafft, die Leser dank seiner Phantasie in den Bann zu ziehen - und Dank der sehr schönen Gestaltung/Typografie und des flüssigen Schreibstils schafft auch Frau Sch. das Gleiche. Man kann es gut finden, muss es aber nicht....

Leider keine Bilder drin      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich hab mir dieses Buch geholt und wollte es eigentlich ursprünglich verschenken. Es gefiel mir allerdings beim Durchblättern so gut, dass ichs dann doch für mich behalten habe.

An sich ist dieses Buch ein sehr außergewöhnliches Buch und ist für alle Menschen geeignet, die Karten lieben. Auf jeder Doppelseite ist jeweils eine Insel mit Karte und einem Text dazu. Der Text ist unterschiedlich. Mal ist er geschichtlich, mal eine Anekdote oder mal eine Auszug aus einem Logbuch. Insgesamt sehr spannend gehalten.

Mein einziges Kontra ist, dass keine Bilder darin sind. Aber vielleicht hätte das auch den Stil des Buches zerstört.

Mein Tipp: Einfach, nachdem man etwas über eine Insel gelesen hat, mal bei Wikipedia nachblättern. In Kombination sehr interessant.

-> Kaufempfehlung, gut als Geschenk geeignet!

Richtig Retro      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein sehr spezielles und elegantes Buch allerdings ist der Preis dafür doch deutlich zu teuer.

Ein Bewohner dieser unwirtlichen Eilande meldet sich hier zu Wort!      1 von 5.00 Punkten       Verfasser

Liebe interessierte Leser, liebe Autorin! Bevor wir zum Buch abschweifen, erlauben Sie mir, daß ich einige Worte zu mir zum Besten gebe! Sozusagen als intimer Kenner der Materie, da ich selbst lange Jahre auf einigen dieser Inseln wohnte. Ja Sie hören recht, ich war weder mit TUI-Reisen dort, noch war ich verkappter Weltumsegler mit Ankerplatz Ile de Passion oder gar verbeamteter Polarforscher. Ich wohnte 14 Jahre auf einer bekannten, zivilisierten Insel des Indischen Ozeans und reiste von dort aus auf einige der einsamen Eilande, die von der Autorin als so schrecklich mörderisch beschrieben worden sind. Die Inseln Ste-Marie, Nosy Bé, Nosy Ranch und andere kleine Inseln besuchte ich mit meiner Cessna 182, oft mit dem letzten Tropfen Sprit nach stundenlanger Ozeanüberquerung. Die Inseln Europa, Juna de Nova und Tromelin besuchte ich durch meine Verbindungen mit der französischen Armée mehrmals mit dem Versorgungsschiff oder mit dem Katamaran eines Freundes von Madagaskar aus. Besonders exotisch fand ich den Besuch auf St-Paul mit dem Polarschiff "Marion Dufrènes". Die Inselgruppe St-Paul und Amsterdam besticht durch ihre romantische Einsamkeit und ihre Kargheit.

Im Mittelmeer laufe ich auch gerne mit dem Segelschiff einsame Inseln an, Pinanosa, Montechristo oder gar die verbotene Insel Cavallo, auf der die Superreichen Europas trotz Einöde und schroffen Felsen ihre prächtigen, versteckten Villen mitten in ein Felsenmeer gebaut haben. Es lebt sich also auch auf "schrecklich unwirtlichen" Inseln wie im Paradies und für die Villen auf der nur 3 Kilometer langen Felsklippe werden riesige Beträge bezahlt.

Es ist wohl richtig, daß es auf vielen dieser Inseln meistens um das nackte Überleben, um den Kampf um Wasser (Europa) oder um Nahrung (St-Paul) oder aber um Frauen (Clipperton) ging. Fast alle Versuche der Menschen, sich auf diesen Felsen in der Brandung festzusetzen, scheiterten kläglich. Aber ist das ein Beweis für die Unmöglichkeit des Lebens auf den kleinen, verlorenen Inseln? Leben auf solchen Inseln nicht auch viele glückliche Menschen ohne Kontakte zu den Medien und zur Aussenwelt, von denen die Öffentlichkeit nie erfährt, so wie ganz allgemein von der Mehrheit der Erdbewohner? Auf solchen Inseln leben Menschen, sind glücklich und sterben, ohne daß je eine Chronik geführt wurde. Ja, das Leben dort kann hart sein, es ist manchmal ein täglicher Überlebenskampf, aber muß man deshalb diese Inseln und dieses Leben, ohne es gesehen zu haben, diskriminieren?

Könnte man dieses Buch nicht auch auf Sibirien, den Kongo, Liberia, Kambotcha oder den Sudan ausweiten? 50 Länder, die so mies sind, daß ich dort nie leben wollte!? Und trotzdem wird man auch dort, oft in höllenartigen Gegenden, zufriedene Menschen finden, die eben den Komfort und die vermeintlichen Vorteile unserer Zivilisation der Autorin bewusst entsagen können.

Wie die Autorin selbst sagt, kennt sie diese Inseln nur aus Atlanten und von ihrem Schreibtisch aus. Man nennt das Vorurteile kultivieren, und diese Vorteile werden auch noch begeistert von Lesern für ganze 34 Euro verschlungen! Morgen wird es das Buch der 50 besten Volksstämme der Erde geben, die 50 abscheulichsten Gebirge und die 50 blödesten Städte! Alles eingehend vom Schreibtisch aus besucht und bewertet! Das hatten wir alles schon mal und brauchen es nicht wieder. Aus simplen Respekt vor der Geschichte und und den Schönheiten dieser Inseln sollten wir nicht auf Meinungsmache hereinfallen und manche Gegenden verdammen, ohne sie je gesehen zu haben.

Ich halte das Buch für einen Rückschritt in der modernen Weltanschauung, denn bereits im 16. Jahrhundert warnten viele Schriftssteller vor unwirtlichen, gefährlichen Inseln, auf denen das Leben unmöglich sei. Oft schickte man zunächst für ein oder zwei Jahre Gefangene auf die betreffenden Inseln, um zu sehen, ob sie sich aklimatisieren würden. Heute wohnen auf diesen Inseln tausende von Menschen.

So schön ich es finde, daß es eine, leider recht unvollständige, Auflistung dieser einsamen Inseln gibt, so liegt das Buch doch im Bereich der Träume und der Erwartungshaltung der Leser, die immer offen für Neues und Exotisches sind, wenn es auch noch so weit hergeholt und völlig verbrämt aufbereit worden ist.

Einfach bezaubernd      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
. . . ist diese wunderschöne Büchlein, habe es gestern abend komplett verschlungen und würde mich jetzt gerne auf Teil II - ?? freuen, denn es gibt sicherlich noch mehr Inseln, die abgelegen liegen.

Eine brillante Idee, wundervolle Haptik, faszinierende Geschichten, leider oft zu kurz, regt an, einmal mehr über die Ereignisse herauszufinden, schöne Schrifttypen, wirklich sehr fein, idel auch zum verschenken!! Eine Weltreise im Kopf . . . und dann kommt man auf die Idee, was wäre wenn ich ein Boot, eine Mannschaft und genügend Kleingeld hätte??

Kompliment an die Autorin und die Herausgeber.

Da will ich hin!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
So ein schönes Buch! Erst meint man, es sei nur die gestalterische Kunst, die diesen Atlas zu einem Kleinod macht. Dann merkt man: Die Texte zu den abgelegenen Inseln sind nicht minder elegant. Knapp angedeutete Anekdoten, seltsame Begebenheiten und historische Ereignissen machen jedes der Inselporträts aus. Eins ist klar: Ich möchte auf jede einzelne der Inseln.

50 Inseln      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein geniales Buch für Alle, die gerne Karten ansehen und Geschichten lesen. Zu jeder Insel eine andere Geschichte, jede Geschichte unterscheidet sich irgendwie von den anderen. Abgefahrene Geschichten, traurige, lustige, zum Nachdenken anregende... Liebevoll gestaltete Karten, alle im gleichen Maßstab, alle im gleichen Design.

Man folgt der Autorin, die erklärt, auf keiner der Inseln je gewesen zu sein, gespannt von Eiland zu Eiland, in der Erwartung, welches Geheimnis die nächste Insel wohl enthüllt.

Das ganze Buch ist auch ein haptischer Genuß, Einband und Inhalt aus hochwertigem Material, sehr gut anzusehen und anzufassen. Das Buch ist nicht billig, aber sein Geld wert.

Einführung, Inhalt, Übersichtskarten, Inhaltsverzeichnis geben ein sehr gutes Gesamtbild des Buches ab. Zu jeder Insel gibt es eine zeitliche Übersicht ihrer Geschichte und eine kurze Abhandlung über Größe und Einwohnerzahl.

Inseltraum mit Fortsetzung      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Frau Schalansky hat genau zum richtigen Zeitpunkt dieses Buch herausgebracht.
Sofort habe ich mir die Inseln im Goggle Earth angesehen und oh Wunder die Auflösung hat sich in den letzten Monaten extrem verbessert. Zusammen mit den gespeicherten Fotos und den Links zu Wikipedia bringt es ungeahnte Möglichkeiten. Bitte in der nächsten Ausgabe die Koordinaten auch in Grad Sekunden angeben und vor allem den Hinweis, dass man im Google Earth über die Koordinaten direkt zugreifen kann.
Aber Achtung: In dieser Kombination machen die Abgelegenen Inseln süchtig.


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