Blühendes Westfalen. Gärten öffnen ihre Pforten
Ursel Borstell
Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
"Der Garten ist mein Schutz, meine Zufluchtsstätte. Dort fühle ich mich geborgen und zuhause und jede Blume und jedes Unkraut 5 von 5.00 Punkten
Verfasser ist ein guter Bekannter und jeder Baum ein Liebster." (Vita Sackville-West)
Dieses hochinformative Buch für Gartenfreunde wurde von der Gartenplanerin Anje Birne und der Fotografin Ursula Borstell- sie studierte an der renommierten Essener Folkwang Hochschule Fotografie und Grafik-Design - realisiert. Thematisiert werden 24 besonders schöne Gärten in Westfalen. Anhand eines sehr guten Landkartenauschnitts kann man sich gleich zu Beginn kundig machen, wo die einzelnen fokussierten Gärten zu finden sind.
Zur Sprache kommen: der Privatgarten Wagenhuber in Versmold, die Baum- und Rosenschulen Noack in Gütersloh, der Stadtpark und Botanische Garten Gütersloh, der Privatgarten Sakrawek in Rheda-Wedenbrück, der Privatgarten Lederer in Oelde Stromberg, der Privatgarten von Bargen in Löhe, die Privatgarten Huchzermeyer in Vlotho-Exter, der garten von Hilke von Stebut-Pelshenke in Vlotho-Exter, der "Garden of Roses" in Sprenge, der Privatgarten Hippe-Schuster in Enger, der Schloss- und Auenpark Paderborn, der Privatgarten Bergschneider in Paderborn, der Privatgarten Rikus-Deé in Paderborn, der Privatgarten Wulf in Lichtenau Herbram, der Privatgarten Jung in Anröchte-Mellich, die Staudengärtnerwei Stöcker in Erwitte-Seringhausen, der Privatgarten Hennecke in Anröchte-Mellich, die Blumenwerkstätte Schilling in Anröchte -Berge, die Garten-Galerie Stork in bad Sassendorf-Opmünden, der Privatgarten Barton in Lippstadt-Benninghausen, der Familiegarten Peck in Soest-Ostönnen, die Gärten am Camenhof in Soest, derFeldgarten Schoneburgin Lippetal-Herzfeld, und der Naturgarten Altena in Werl-Hillbeck.
Allen Gartendarstellungen gemeinsam sind eine Fülle beeindruckender Gartenbilder, eine jeweils erhellende textliche Darstellung des Gartens und immer die genaue Anschrift, die Öffnungszeiten, die Anfahrtsbeschreibung, sowie Hinweise auf Sehenswertes in der Nähe. Gedanken und Gedichte namhafter Persönlichkeiten vervollständigen das Projekt. Eine Sentenz, der ich sofort zustimme, ist die Folgende:" Ob das Arrangement einfach und anspruchsvoll, ob es kühn und prächtig oder fast gar nicht zu merken ist, Ziel muss es immer sein, die Pflanzen nach bestem Können und Wissen so einzusetzen, als wolle man Bilder lebendiger Schönheit schaffen." (Gertrude Jekyll)
Im Grunde ist es nicht fair, in dieser Rezension verschiedene Gärten hervorzuheben. Alle vorgestellten Gärten haben nämlich ihren Reiz. Als Rosenliebhaberin bin ich natürlich von der Beschreibung und den Bildern der Baum- und Rosenschulen Noack besonders angetan. Auf rund 2000 Quadratmetern präsentiert die Rosenschule ihre Sortenvielfalt aus Strauch- und Kletterrosen, Bodendeckern und Edelrosen.
Beeindruckt hat mich auch der "Garden of Roses" von Jeanette Griese. Es handelt sich um ein wahres Rosenparadies, das auch Rosen des englischen Rosenzüchters David Austin enthält. Die renommerte deutsche Rosenbaumschule Wilhelm Kordes schenkte Griese besonders attraktive Neuzüchtungen. Eine Ramblerrose wächst, wie man einem Foto entnehmen kann, dort einem alten Apfelbaum empor. Wunderschön.
Prachtvoll ist der Schloss- und Auenpark Paderborn. Man kann unter alten Linden in vormaliger Barockmanier an der Gräfte entlang pilgern und rund um das Schloß flanieren. Der Blumenschmuck muss sensationell farbenprächtig sein und sorgt für viele Besucher während der Blühperiode.
Betont edel empfand ich den Privatgarten Bergschneider. In diesem Garten sind die Erkenntnisse fernöstlicher Lehren, vor allem die Idee des Energieflusses, beim Anlegen aufgenommen worden. Mittelpunkt des Gartens bildet das so genannte Feng Shui . Weil Bergschneider möchte, dass die Lebensenergie Chi in ihrem Garten frei fließen kann, hat sie hinter dem Haus den Zugang zum Garten frei gestaltet. Fast hat man den Eindruck Bergschneiders haben ein Paradies auf Erden entwickelt.
Sehr eindrucksvolle, schöne Blumen kann man im Familiengarten Peck bewundern, darunter eine Vielzahl von Rosen, Phlox und Iris aber auch rosafarbener Pavaver somniferum, der wahrlich eine Augenweide darstellt.
Ganz zum Schluss wird vom Feldgarten Schoneberg in Lippetal-Herzfeld berichtet, den ich gewiss aufsuchen werde, wenn ich in dieser Gegend bin. Der Garten befindet sich inmitten von Feldern und Wiesen und überrascht durch seine Pflanzenfülle, seine Raritäten und extravaganten Details. Kletter- und Ramblerosen erklimmen dort Bäume, Pergolen und Bögen. Dieser Garten mit seinen skurillen Formenschnitten, nicht nur bei Buchs, sieht zauberhaft aus. Ein Ort an dem Gedichte, wie das im Buch enthaltene entstanden sein könnten, das ich auf meinem Rezensionsblog unterhalb der Rezension wiedergegeben habe.
Öffentliche und private Gärten in Westfalen 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Das Buch zeigt sowohl öffentliche (wie den botanischen Garten in Gütersloh, den Schaugarten von Noack-Rosen in Gütersloh oder "Garden of Roses" in Spenge) als auch private Gärten. Eine Übrsichtskarte zeigt, wo die Gärten liegen. Zu jedem vorgestellten Garten gibt es Anfahrthinweise, Kontaktdaten und Öffnungszeiten (in meinem Band für 2008, ob in diesjährigen Ausgabe neuere Daten vorliegen, kann ich leider nicht sagen).
Die Beschreibungen sind gut, leider werden in den Texten besonders hervorgehobene Aspekte oft nicht im Bild dargestellt. Die Fotos sind zwar durchweg guter Qualität, zeigen aber nur ansatzweise die Struktur des Gartens.
Ein wenig enttäuscht war ich über den großen Anteil öffentlicher Gärten, was mich ein wenig wundert, da das Stadtgebiet Bielefeld überhaupt nicht vertreten ist - noch nicht mal mit dem dortigen botanischen Garten.
Auch dort hätte es sicher noch sehenswerte private Gärten gegeben.
Blühendes Westfalen 3 von 5.00 Punkten
Verfasser Leider nicht annähernd so schön wie "Gärten am Reiseweg" aus dieser Serie. Die Gärten dürften der Beschreibung nach interessant sein. Leider können das die Fotos nicht annähernd vermitteln. Sie sind detailverliebt und geben die Struktur der Gärten so gut wie überhaupt nicht wieder. Man ist also auf Vermutung angewiesen. Der Text allerdings ist eher vielversprechend.