Der Herr der Ringe. Sonderausgabe. 11 CDs. 756 Min.

John R. R. Tolkien

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 82 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Tolkien wäre enttäuscht!      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
"Die Erfindung von Sprachen ist das
Fundament. Die Geschichten wurden eher dazu erdacht, den Sprachen eine Welt zu geben als umgekehrt. Für mich kommt zuerst ein Name, und dann folgt die Geschichte."
J.R.R. Tolkien
Dieses Zitat stammt vom Autor des Buches. Deutlicher kann man die Rolle der Sprache wohl nicht betonen. Aber die Macher des Hörspiels waren nicht mal in der Lage den Anhang E zu lesen, in dem die Ausprache der Namen beschrieben wird. Schade!
Ich persöhnlich könnte über die zum Teil anstrengende Musik und die manchmal langweiligen Stimmen, sowie den Kürzungen hinweg sehen, aber ich weigere mich mir Namen anhören zu müssen die föllig falsch ausgesprochen werden. In einem Hörbuch darf das nicht passieren, schon gar nicht in diesem.

ich kenne keine bessere umsetzung      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
ich mag tolkien sehr gerne. ich besitze die englische buchausgabe von "der herr der ringe", die ich zuerst las, sowie die deutsche und englische hörspielversion von "der herr der ringe".

die vorliegende deutsche hörspielversion von "der herr der ringe" ist meines erachtens nach insgesamt sehr gut gelungen. verschiedene sehr negative anmerkungen in diversen rezensionen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

die sprecher: ich finde die verschiedenen stimmen (ich höre vorwiegend mit kopfhörer) sehr gut unterscheidbar. die sprechweise ist generell hervorragend artikuliert. besonders die stimme des erzählers finde ich faszinierend, so dass ich ihm stundenlang (was ja auch notwendig ist) zuhören kann. die stimme gandalfs ist, wie mehrfach angemerkt wurde, vielleicht nicht besonders kraftvoll aber man sollte ihm zugute halten, dass er ja auch schon ein paar hundert jahre alt ist und langsam seines weges müde wird. sehr gut gelungen ist auch die stimme baumbarts mit seinem dröhnenden bass. ein lob für die gelungene stimme des gollum. er schreit, tobt, jammer und winselt das es eine freude ist. da war jemand mit ganzem herzen bei der sache. nur ein paar stimmen sind weniger gelungen z.b. generell die von orks (kraftlos, wer soll sich davor fürchten). ebenso die stimme von eomer und ein paar winzige nebenrollen. wohltuend empfinde ich auch die insgesamt ruhige und und langsame sprechweise. der erzählung ist dadurch immer gut zu folgen.

buchumsetzung: leider wurde die buchvorlage nicht komplett umgesetzt. besonders die begenung frodos mit faramir und das ende der geschichte mit der rückeroberung des auenlandes etc. hätte man nicht unter den tisch fallen lassen sollen. ansonsten gilt auch hier wie bei der buchfassung: schade, dass es so schnell zu ende ist.

musik und geräusche: die musik, so lange sie musik bleibt, ist gut gelungen und trägt zur untermalung des geschehens positiv bei. einige passagen sind allerdings grauenhaft (unpassend oder verzerrt). schwach bis wirklich übel sind die hintergrundgeräusche. die qualität reicht von billig bis frechheit.

manche rezensenten lassen an dieser hörspielversion kein gutes haar und verweisen auf die englische hörspielversion der bbc. bitte nicht! siehe meine rezension dort. das dafür bezahlte geld betrachte ich als komplette fehlinvestition. ebenso der film. was bitte hat sich dieser jackson nur dabei gedacht, die geschichte so zu vermurksen.

etwas enttäuscht      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ich bein ein großer Tolkien Fan.
Habe die Trilogie 4 mal, den hobbit 3 mal, die kinder hurins 3 mal gelesen.
Und wollte mich nun mal mit dem Hörbuch versuchen.
Leider habe ich eine für mich falsche Ausgabe in die Ohren bekommen.
Bin von den Stimmen und dem Stil wie hier vorgetragen wird, nicht wirklich überzuegt.

Ich werde mir jetzt die neuere Fassung kaufen, wo das Buch Wort für Wort vorgetragen wird...

Etwas Enttäuschend      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Es wurde zwar gut umgesetzt, aber fand ich es sehr schade, dass die Bücher beim Hörspiel gekürzt wurden. Über die Küzungen mitten in der Geschichte kam man drüber weg oder bemerkt sie erst hinterher, aber dass am Ende nicht erzählt wurde, wie Frodo & Co das Auenland von Saruman befreien, dass Schlangenzunge Saruman umbringt und dass Frodo, Bilbo und Gandalf am Ende mit den Elben fahren fand ich doch etwas enttäuschend.

Wunderschön Umgesetzt ... doch leider gekürzt      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
... Leider, leider, leider, man kann es nicht oft genug sagen... es ist einfach schade, dass dieses wunderschöne, spannende und brilliante Buch von Tolkin gekürzt wurde (dieses Problem haben auch vor allem die Filme).
Saruman kommt nicht mehr nach Mittelerde und verwüstet dort das ganze Land und wird dort von Schlangenzunge umgebracht ... nein das kommt in dieser wirklich gut umgesetzten Hörspiel Fassung nicht vor ... auch einige andere sachen wurden leider aus dem Buch herausgenommen ... Schade ... kann man aber leider nichts machen.
Das mit viel Prominez (zb Harry Potter - leser Rufus Beck) besetzte Hörspiel bezaubert mit guter Musik, gut aufgelegten Sprechern und natürlich durch die eigenwillige, bissher nicht erreichte Story.
Wenn man das Buch (die Bücher) nicht gelesen hat wird man nichts Vermissen, wenn man die Filme gesehen hat wird man noch mehrere weitere und genauere Eindrücke in die Welt des Tolkin (Mittelerde) bekommen, aber wenn man die Bücher davor schon gelesen hat, wird man es zwar genießen doch bei manchen Stellen doch etwas verdutzt gucken und sich fragen "fehlt da nicht etwas?"

Trotz alle dem ein gelungenes Hörspiel rund um Mittelerde!
(Lest aber trotz des Hörspiels das Buch, eine Klassiker und ein Meisterwerk für sich!)


Ein Epos mit Schönheitsfehlern - aber auf hohem Niveau!      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Ein Hörspiel der Superlative, monströs in seinen Ausmassen, episch ... Das alles lässt sich über die SWF-Produktion aus dem Jahre 1991 sagen - mit Recht. Allerdings kommt es ja nicht nur auf Quantität an, womit "Der Herr der Ringe" durchaus punkten kann. Die Qualität ist m.E. viel wichtiger. Und hier gibt es Glanzpunkte - aber auch kleine, aber eben vorhandene Schönheitsfehler.

Ein gewichtiger Schönheitsfehler ist im "Werkstattbericht", sozusagen den Anhängen der Hörspiel-Produktion, dokumentiert. Viele der beteiligten Künstler wissen mit dem archaischen Stil der Trilogie von Tolkien nichts anzufangen. Zu militant erscheint ihnen der fortschreitende Kampf zwischen Mittelerde und Mordor. Zu viele Waffen, zu wenige Frauen - ein oft gehörter Vorwurf in Richtung Tolkien. Entsprechend wurde versucht, die Schlachtszenen so nüchtern wie nur möglich darzustellen. Das ist ehrenvoll - wirkt aber leider oft tatsächlich, nun ja, gebremst. Als würde man das Ganze durch dichten Nebel vernehmen.

Ein weiterer Schönheitsfehler ist wohl, dass die Elben zu Beginn akkustisch wie die Entsprechung der auch bei uns bekannten Elfen, also dieser niedlichen kleinen Wesen mit Flügeln, klingen. Zumindest die weiblichen Sprecher. Das kontrastiert zumindest sehr stark mit dem von Tolkien vermittelten Elben-Bild seiner Welt Mittelerde.

Ansonsten aber bietet das Hörspiel grandioses Kino für die Ohren! Die Musik besteht aus Themen, ähnlich einer Oper, die bestimmte Charaktere bzw. bestimmte Situationen unterstreichen. Wenn man den Score von Howard Shore für die Peter-Jackson-Filme gewohnt ist, fällt die "Umstellung" vielleicht anfangs schwer. Aber die Musik wird mit fortschreitender Handlung ein untrennbarer Bestandteil des Gesamtereignisses und ist eines gesonderten Lobes wert.

Gut für die Gesamt-Atmosphäre ist, dass die "alte" Übersetzung von Margaret Carroux dem Hörspiel zu Grunde gelegt wurde. Krege hatte gottseidank erst etliche Jahre später seine Neuübersetzung über uns gebracht, so dass sie hier gar nicht in Betracht gezogen werden konnte. Zum Glück! Aber das nur nebenbei ...

Fazit: Ein Hörspiel, das den Gestalten Mittelerdes Stimme verleiht. Ein Epos von staunenswerter Grösse. Und, nicht zuletzt: Ein Gollum, der eine der besten Leistung eines Sprechers in einem deutschsprachigen Hörspiel ist! Anders, ganz anders als der Film-Gollum - aber, wie im Film, der eigentliche Star!


Nun gut, es hätte besser sein können      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Herr-der-Ringe-Hörspiel hatt durchaus seinen Reiz,
jedoch ist es am Anfang wirklich gewöhnungsbedürftig.
Besonders die Szene, in der Bilbo den Ring findet, macht
es dem Leser wirklich schwer nicht einfach aufzuhören.
Doch sind die beiden ersten CDs erstmal abgehört und
haben Frodo und die andern Hobbits bereits eine Nacht unter
Elben verbracht, bekommt die Qualität des Hörspiels eine
ungeheuere positive Wendung. Ab Helms Klamm ist dann wirklich
nichts mehr an dem Hörspiel auszusetzen, außer vielleicht,
dass die komplette Säuberung des Auenlandes fehlt, jedoch
Andeutungen auf kommende Komplikationen im Auenland, im Rest
des Hörspiels zu finden sind. So kann man sagen, dass das
Hörspiel an sich perfekt wäre, das Einzige, das richtig
stört, ist der etwas unsaubere Tonschnitt.

Ein Fall für sich:      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Vorab möchte ich sagen, daß ich, wie es sich ja gehört, zunächst die Bücher gelesen habe. In letzter Zeit bin ich dann über dieses Hörspiel gestolpert und war von der ersten Minute an begeistert. Zugegeben, die Stimmen paßten anfangs auch nicht zu meiner eigenen Vorstellung der Charaktere, aber da stellt sich doch die Frage, ob eine solche Umsetzung überhaupt dem individuellen Bild tausender Leser gerecht werden kann. Ebenso wie die Verfilmung handelt es sich bei dem Hörspiel um eben nur eine Alternative, die so akustisch Form angenommen hat.
Das Hörspiel ist in meinen Augen ein Muß für Tolkien-Begeisterte, zumal es sich hierbei um eine wirklich aufwendige Produktion handelt, die in der Lage ist eine düstere Stimmung zu transportieren. Die zunächst befremdenden Stimmen werden bald zu guten Gefährten auf dem Weg in das ferne Mordor. Eine rundherum gelungene Vertonung.

Geschmackssache      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Zunächst einmal finde ich die Hörbuch-Idee sehr gut, gerade wenn man wenig Zeit hat. Ich habe zuerst die Bücher gelesen, dann die Kinoversion gesehen, und jetzt das Hörbuch gehört. Bevor ich reinhörte, wußte ich nicht, daß mit verteilten Rollen gesprochen wird. Genau wie einige Rezensoren vor mir, finde ich den Einstieg recht schwierig. Genauso schwierig ist es einige Sprecherstimmen auseinander zu halten, so daß man schon mal kurz den Überblick verlieren kann. Am (ver-) störendesten ist allerdings die Begleitmusik, die manchmal wirklich fast in den Ohren schmerzt. Bin zwar nicht gerade ein Musikkenner, aber sie ist ziemlich Oboen-, Klarinetten- und Querflöten-lastig. Trotzdem gewöhnt man sich daran und findet gefallen.

tolle story gut erzählt      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
im "großen boom" um den herrn der ringe ist dieses hörbuch eine nette alternative zu den filmen. spannende und lebhafte erzählweise gute stimmen und effekte. außerdem rufus beck (ausgezeichnet für das harry potter hörbuch) in einer seiner ersten hörbuch-rollen.

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