Reisefotografie: Praxiswissen eines weit gereisten Profis

Reinhard Eisele

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

"Nichts für reine Urlauber"      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Der Anspruch des Buches ist leider auch die Schwäche. Der Autor widmet gleich ein ganzes Kapitel der Tatsache, dass "anspruchsvolle Reisefotografie nichts mit einer gewöhnlichen Urlaubsreise" zu tun hat.

Was zeigt nun dieses Buch? Ein internationaler Spitzenfotograf läßt sich über die Schultern schauen und schwingt sich auf, als Dreingabe noch eine allgemeine Fotoschule zu vermitteln. Wir lernen etwas über die richtige Ausrüstung, über den goldenen Schnitt und über den Unterschied zwischen der mittenbetonten Integralmessung und der Spotmessung. Ausflüge in die Portraitfotografie und bis hin zur Luftbildfotografie. Das ganze garniert mit atemberaubenden Bildbeispielen - die immer wieder zeigen, wo der "Bartel den Most holt"....

Warum war ich trotzdem nicht so zufrieden?

* für den Professional-Fotografen ist die Hälfte des Buches mit Banalitäten (Beichtungsmessmethoden und Ausflüge zur Schärfentiefen) eher langweilig - es liest sich manchmal so, als wolle Herr Eisele als Oberlehrer einem Schüler das Fotografieren beibringen. Ich hätte mir hier etwas mehr Substanz gewünscht (etwa Länderspezifische Hinweise, Rechtliche hinweise zum allgemeinen Panoramarecht, hinweise zur Akkreditierung bei Veranstaltungen oder auch den Umgang mit Bildagenturen) - hier bleibt das Buch zu "amateurhaft". Immerhin sind die Kapitel über das fotografieren von Menschen sehr lesenswert und sprechen mir in mancher Hinsicht aus der Seele.

* Leider ist das Buch für den Amateur oder den, der bessere Fotos von seiner Studienreise mit heim bringen möchte, nichts weiter als eine Inspiration, aber keine echte Hilfe. Herr Eisele, der als internationaler Spitzenfotograf mit dem Gegenwert eines Kleinwagens in der Fototasche auf Reisen geht, schöpft bezüglich Ausrüstung und Zeitbudget aus dem Vollen - und bezieht seine Hinweise immer wieder auf diese besondere Ausgangssituation. Der Durchschnitts-Fotograf kann sich aber nicht 2 Wochen auf die Lauer legen, um die schönste Frau im Monsun abzulichten, sondern steht mit seiner "EOS 1000" ratlos 1 Stunde vor dem Taj Mahal in der Mittagssonne und sucht die beste Einstellung. Auch der Geschäftsreisende kann allenfalls die "LUMIX" aus dem Sakko holen, nicht aber seine Sekretärin als Trägerin für ein Profistativ mißbrauchen. Und die Hinweise zum Bildaufbau, Belichtung und Schärfentiefe sind so allgemein gehalten, wie in jedem andern Fotobuch auch. Kleine Tipps und Tricks, wie man mit geschränkten Ressourcen zu guten Fotos kommen kann.

Mit diesem Buch hat Reinhold Eisele einmal mehr klargestellt, dass ein Professional-Fotograf absolut andere Ansprüche an die Fotografie stellt, als der Teilnehmer an einer Studienreise.
Für einen auszubildenden Fotograf oder Studierenden ist es sicher ein Muß, zu lesen, wie die fotografische Spitzengruppe arbeitet. Das Bildmaterial ist absolut erstklassig, aber das Buch ist eigentlich ein zu breit aufgestelltes Fotolehrbuch ....
Für den "Kollegen" oder "ambitionierten Amateur" ist das aber irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch....

Nützliche Tipps aber nicht immer praxisnah      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch enthält auch für Hobbyfotografen etliche nützliche Tipps. Einige gut gemeinte Ratschläge sind aber für den im Urlaub Fotografierenden schwer oder gar nicht umsetzbar, vor allem wenn einem zeitliche und finanzielle Grenzen gesetzt sind, z. B. mehrmals an einen Ort zu fahren um die besten Einstellungen zu planen. Ob man sich der These anschließt, dass man nicht alles fotografieren soll, um einen eigenen Stil zu entwickeln sei jedem selbst überlassen.
Die fotografischen Tipps sind meist aber nicht immer mit Bildern unterlegt und gut nachvollziehbar. Die Erklärung des goldenen Schnitts ist ziemlich dürftig. Bei der Erklärung des Farbkreises vermisse ich eine Abbildung. So macht das Buch streckenweise einen oberflächlichen Eindruck.
Gut finde ich die thematische Gliederung. Für den Vergesslichen und für eine schnelle Orientierung ist die stichpunktartige Zusammenfassung am Ende der Kapitel hilfreich.
Alles in allem finde ich es das Buch wegen der fotografischen Tipps recht nützlich. Ich habe doch einiges dazugelernt.

Reisefotografie      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Diese Buch gefällt mir gut, es sind viele Einstellung und Motive gut erklärt, allerdings manchmal etwas zu lang.

Interessant präsentierte, sehr fundierte Informationen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Für die Reisefotografie sind viele Faktoren entscheidend: Eine gute Planung, eine passende Ausrüstung, das Auge für das beste Motiv, die Geduld für den richtigen Augenblick und das Händchen für die Nachbearbeitung. All das muss für ein gelungenes Foto stimmen und benötigt jede Menge Übung und Feingefühl. Der Autor geht auf die einzelnen Bereiche ausführlich ein und macht gleichzeitig dem Leser Mut, auch das millionste Foto von Sehenswürdigkeiten zu schießen, gleichzeitig aber auch die Augen für besondere Landschaften, Menschen und andere Sehenswürdigkeiten außerhalb der Touristenüberlaufenen Ziele offen zu halten und sich die Zeit zu nehmen, das Land durch die Kamera auf eine ganz besonders innige Art und Weise kennen zu lernen.

Die vier Kapitel über die unterschiedlichen Arten der Reisefotografie behandeln jeweils eine eigene Disziplin, die für sich genommen wieder ganze Bücher füllt. In diesem Buch wird ein guter Überblick über die wichtigsten Dinge gegeben. Es ist erstaunlich, wie gut der Autor das Wissen auf wenigen Seiten bündelt und gut vermittelt, wofür andere Autoren mehrere hundert Seiten benötigen. Insgesamt sind die Texte sehr informativ und angenehm zu lesen. Der Autor berichtet immer wieder aus seinem eigenen Erfahrungsschatz, wodurch man ein besseres Gefühl für das reine Wissen erhält. Außerdem zieren viele Fotografien das Buch. Einige sind reine Verzierung, aber oftmals wird durch die Bilder auch Wissen vermittelt. So werden verschiedene Perspektiven, Objektive und Filter anhand von vergleichenden Fotografien vorgestellt und auf Besonderheiten in den einzelnen Bildern hingewiesen.

Dem Leser muss vor dem Kauf klar sein, was die Reisefotografie überhaupt ist. Es handelt sich dabei nicht darum, Urlaub zu machen und seinen Urlaub zu dokumentieren. Vielmehr macht man Urlaub, um besondere Orte zu fotografieren und dabei steht die Fotografie im Vordergrund, nicht das Erlebte. Mehr muss der Leser zu Beginn jedoch nicht wissen. Der Autor nimmt den Leser an die Hand und zeigt ihm die Kunst der Reisefotografie und die damit verbundene Begeisterung. Ein tolles Buch mit hilfreichen Informationen, die sehr gut vermittelt werden.

Etwas dünn...      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Die Bilder sind überwiegend gut. Aber das Buch ist insgesamt recht dünn (Ohne Inhaltsverzeichnis und Register nur 148 Seiten). Gut die Hälfte der Seiten ist mit Bildern belegt. Man bekommt also letztlich nur ca. 70 Seiten mit Informationen in Textform. Bei so wenig Text können viele Themen zwangsweise nur sehr oberflächlich angeschnitten werden. Und insofern ist das Buch eher ein Grundlagenbuch für absolute Anfänger. Ambitionierte Hobbyfotografen oder gar Profis werden in dem Buch nicht viel Neues finden. Wie schon ein anderer Rezensent schrieb, fehlt dem Buch die inhaltliche Tiefe.

Eisele mag ein sehr guter Fotograf sein. Aber nicht jeder, der in seinem Fachgebiet glänzt, ist gleichzeitig ein guter Lehrer und Erklärer. Das Buch ist meines Erachtens auch didaktisch nicht gut aufbereitet. Viele Sätze klingen nach überflüssigen "Füllsätzen" ohne Inhalt. Bei einem Preis von 20 EUR hätte ich noch 4 Sterne vergeben. Für 32 EUR ist das Gebotene im wahrsten Sinne des Wortes etwas dünn; 3 Sterne und die auch nur ganz knapp.

schönes Buch, aber kaum Tiefe      3 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch ist sicher schön gemacht. Ich würde es mir trotzdem nicht nochmal kaufen. Es werden viele Bereiche angesprochen und an schönen Beispielbildern erläutert, jedoch wird in den einzelnen Kapiteln kaum in die Tiefe gegangen. Für einen Hobbyfotografen, der bisher wenig Fotoliteratur durchforstet hat gibt es hier sicher neue und lehrreiche Kapitel. Für einen Fotografen in Ausbildung, wie auf dem Einband zu lesen ist, wird das Buch kaum Neues bringen. Daher nur 3 Sterne.

In dieses Buch sehe ich immer wieder gerne!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dieses Buch ziehe ich seit Jahren regelmäßig aus meinem Regal um mich inspirieren zu lassen. Tolle Bilder, sehr viele gute Ratschläge zum Handwerk der Reisefotografie.
Schade, Schade, daß das Buch nur so wenige (=96) Seiten hat...!

Praxisgerechte Fotoschule      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Reinhard Eisele nimmt einen bei der Hand und erklaert, wie er zu seinen tolleln Photos kam. Sehr hilfreich ist, dass er sein Buch klar gegliedert hat und genau darstellt worauf es ankommt.

Viel wichtiger als ein moeglichst lueckenloses Brennweitenspektrum und vollcomputerisiertes Kameragehaeuse ist, dass der Photograph die vorhandene Ausruestung optimal einsetzt. Wie das geht, beschreibt Eisele sehr ausfuehrlich und informativ. Man bekommt Lust, sofort die Kamera in die Hand zu nehmen und loszuziehen.

Mir hat das Buch viel gebracht, ich sehe es weniger als ein Buch ueber Reisephotographie, vielmehr ist es ein Buch fuer engagierte Photographen mit besonderer Betonung der Chancen und Risiken, die Reisen mit sich bringen (extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Diebstahl, Zollprobleme, ...). Man kann es aber auch gewinnbringend lesen, wenn man nie weiter als 5 km von seinem Heimatort entfernt photographiert.

Die Beispielphotos sind so beeindruckend, dass es sich auch als Bildband eignen wuerde. Die gute Ausstattung und die hohe Informationsdichte machen das Buch preiswert.


Eine Lohnenswerte Sache für jeden Fotograf      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Egal ob Hobby oder Semiprofi, hier bekommt man wirklich was geboten. Auf den ersten Blick fallen die spektakulären Fotos des Autors auf. Die im Buch behandelten Themen sind sehr praxisnah, wobei mittlerweile evtl. etwas veraltet(film- und Kameratypen). Ebenfalls wird bei vielen der gezeigten Bilder auf Details zur Belichtung usw. eingegangen. Und man findet auch gleich ein paar Tipps für die nächste Urlaubsreise.
Zwei Gründe für die "nur" vier Punkte:
Erstens der preis von 20 ? (wobei sich dieser durch die hochwertige Aufmachung wieder amortisiert)
Zweites: Der Autor setzt eine sehr intensive Beschäftigung mit der Fotografie vorraus, deshalb ist es für Gelegenheitsfotografen nicht vollständig geeignet.
Ich bereue bisher keinen Kauf aus dieser Buchreihe.

Gute Tips für Anfänger und Fortgeschrittene - aber teuer      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wer eine Reise plant, findet in diesem Buch wirklich viele sinvolle Tipps.
Zudem ist das Buch gut gegliedert und leicht verständlich.
Auch als Nachschlagewerk eignet sich das Buch hervorragend.
Einen Punkt Abzug gibt es wegen der fast 20?.

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