Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung

F. W. Engdahl

Durchschnittliche Gesamt-Lesermeinung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):

Mit der Ölwaffe zur Weltmacht      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung
Ein super interessantes Buch, das vor allem mal die Grössen der Staatsspitzen lesen sollten.

Schockiernde Enthüllungen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wenn dies alles so stimmt, und es klingt absolut schlüssig und stimmig, dann sind wir alle nur Spielball eine kleinen Gruppe von Profiteuren ohne Gewissen.
Absolut lesenswert.

Lesenswert      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Motiviert durch aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft, Finanzwelt und Politik beschäftige ich mich seit mehreren Monaten recht intensiv mit den Themen Wirtschaftsgeschichte und Geo-Politik. Zu meiner individuellen Meinungsbildung nutze ich in diesem Kontext unterschiedliche Medien und bin dabei stets bemüht verschiedene Meinungen zum selben Thema zu recherchieren.
Engdahls Buch konnte mich überzeugen, letztlich auch weil es mich stets zum weiter lesen und zur weiteren Beschäftigung mit dem Themenkomplex motiviert hat.
Fazit: lesenswert!

Liest sich wie ein Thriller      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Sehr glaubwürdig schildert der Autor den langen Kampf ums Öl, und was uns evtl. noch bevorsteht. Alle Zitate und Quellen sind sauber nachvollziehbar und überprüfbar. Absolut lesenswert, allerdings wird einem die Welt dannach in einem anderen Licht erscheinen.

Die Deutschen sind auch Opfer des zweiten Weltkrieges!      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Das Buch hat mir geholfen die Welt klarer zu sehen. Doch darf man die Wahrheit überhaupt aussprechen, wenn im Geschichtsunterricht der Schule die Zusammenhänge, wahrscheinlich mit Absicht, ausgelassen wurden?
Der erste Weltkrieg wurde angezettelt um Deutschland zu schwächen und der zweite Weltkrieg mußte folgen, weil man nicht fertig wurde. Deutschland hat wieder überlebt und ist wieder stark geworden, doch, Gott sei Dank, pazifistisch. Was kommt nun? Wieder Krieg oder wird, von den Amerikanern, verboten deutsch zu sprechen? Wirklich Mutig der Engdahl, in seinem Buch. Nur bei seinen Themen ab den 70er Jahren wird er etwas merkwürdig.

Wirtschaftspolitische Betrachtung der letzten hundert Jahre!      4 von 5.00 Punkten       Verfasser
Man hat schon so einiges von Engdahls Buch gehört, immer wieder jedoch, dass es einem mehr Verständnis für unsere derzeitige politische Weltordnung und Machtpolitik ermöglicht. Diese Einschätzung kann ich voll und ganz bestätigen.
Engdahl beginnt sein Buch mit dem britischen Empire im 19. Jahrhundert und der Abschaffung der Korngesetze, geht weiter über den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik, um dann die Entwicklung der letzten ca. 50 Jahre ausführlich zu beschreiben, speziell natürlich die Politik der USA und der globalen Finanz- und Ölinteressen (wobei im Einzelnen sehr genau drauf eingegangen wird, wer zu welchem Zeitpunkt für was einstand) und deren Auswirkungen auf die Welt und die (teils selbst geschaffenen) Krisen. Zwar heißt das Buch "Mit der Ölwaffe ...", allerdings scheint das Öl dabei manchmal in den Hintergrund zu geraten. Stattdessen liefert Engdahl dann eine Darstellung der finanziellen Machenschaften verschiedener Gruppen/Staaten und zeigt deren Folgen. Ich persönlich habe diese wirtschaftspolitische Betrachtung begrüßt, denn auch - oder gerade - sie führt zu so vielen Aha-Effekten. Am interessantesten waren dabei die Ausführungen zum Internationalen Währungsfonds und die Ausbeutung der Entwicklungsländer über Umschuldungskredite und dergleichen, sowie die Ausführungen zum Ende der Sowjetunion und der letzten zehn Jahre amerikanischer Machtpolitik. Engdahl stopft dass Buch teilweise mit Fakten, dennoch behält man immer den Überblick und kann den Darstellungen stets folgen.
Bei all den positiven Sachen gibt es dennoch einige Negativpunkte. Zum einen fiel mir bei diesem Buch in erhöhtem Maße auf, dass es so einige Rechtschreibfehler gibt und zudem Worte vergessen wurden. Das ist aber verschmerzbar und zudem inhaltlich bedeutungslos. Schlimmer hingegen ist, dass der Autor bei seiner umfassenden Darstellung der letzten hundert Jahre die 12 Jahre der Hitlerdikatur ausspart. Er schreibt zwar so einiges über die Finanziers, die Hitlers Aufstieg ermöglichten, beginnt im darauf folgenden Kapitel aber schon mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Natürlich weiß ich, dass Neues (sprich anderes als die standardgeschichtliche Darstellung) über die Hitlerzeit nicht einfach mal so erscheinen kann. Dennoch: gerade mit dem was Engdahl in den übrigen Kapiteln über die Machenschaften verschiedener Gruppen schreibt wäre es sehr interessant gewesen, ähnliche Ausführungen über die Zeit des Nationalsozialismus und den dahinter stehenden höheren Interessen zu lesen. Ein dritter Kritikpunkt ist, dass mir die Quellenbasis des Autors manchmal arg dünn erscheint. Einige Dinge hätte man doch gerne erläutert oder zumindest eine präzise Quellenangabe gehabt. Dass mag nun einem wissenschaftlichen Anspruch nicht reichen, aber wer deshalb (negative) Rückschlüsse auf den Inhalt zieht, fehlt doch weit daneben. Sicher mögen einige Details verkehrt bzw. einseitig dargestellt sein, wer jedoch das große Gesamtbild, das Engdahl malt, einfach als Verschwörungstheorie abstempelt, der hat meiner Ansicht nach nicht verstanden oder will nicht einsehen, dass die Welt von Finanzinteressen geleitet ist, von dem Streben nach immer mehr und höherem Profit auf Kosten der großen Masse.
Lange Rezension, kurzer Sinn: Wer Engdahls Buch nicht liest, verpasst einen immensen Erkenntnisgewinn.

100 Jahre Krieg um Öl      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
"Nichts hat die Geschichte der letzten 100 Jahre so geprägt wie der Kampf um die Kontrolle der Weltölreserven."

Dieses Buch ist eine erstklassige, alternative Fassung der Weltgeschichte etwa 1850-1992 aus der Sicht des Öls und der anglo-amerikanischen Vorherrschaft. Lesen Sie es, und Sie werden viele Vorgänge auf dieser Welt mit anderen Augen sehen. "Die Weltwirtschaft hängt am Öl-Hahn", und wer ihn öffnet oder schließt, bestimmt maßgeblich das Weltgeschehen. Ohne Öl fällt die Wirtschaft in das Zeitalter der Dampfmaschine zurück, bleibt jede Armee der Welt einfach stehen, ist jeder Krieg verloren. Britische Öl-Interessen als Säule des britischen Weltreichs - Blut für Öl bereits als Kriegsgrund im Ersten Weltkrieg - Inszenierte Putsche in Nahost - Geplante Öl-Krise 1973 - Hintergründe der Irak-Kuweit-Krise 1990. Dieses Buch ist voller provokanter Thesen.

Engdahl ist ein texanischer Öl-Unternehmer, der später Journalistik studiert hat und mit seiner Recherche begann. Entsprechend gut sind alle Inhalte mit mannigfaltigen Quellenverweisen belegt. Für mich ist dies eines der zentralen Bücher, um die Konflikte der Welt besser zu verstehen.

Super Einstieg zum Aufwachen      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Engdahls Buch habe ich bereits in den 90ern gelesen, konnte aber damals alters-und interessenbedingt die Tragweite noch nicht einschätzen. Engdahl gibt einen hervorragenden Überblick über die Kräfte, welche wirklich unsere Welt leiten und was man in gleichgeschalteten Massenmedien niemals erfahren wird.

Zum Vorwurf der Ausklammerung 1933-45: Sicher berechtigt, aber ich glaube Engdahl wollte das Buch auch in der BRD veröffentlichen dürfen und war somit gezwungen seine Erkenntnisse aus dieser Zeit auszuklammern.

Zum Vorwurf der "Unwissenschaftlichkeit": dieses Mittel wird von Zeitgenossen immer gerne eingesetzt. Das erspart Ihnen, Dargestelltes widerlegen zu müssen. Gleichzeitig werden handfeste Beweise verlangt.
Ferner ist es so eine Art Prämisse heutiger "Soziologen", dass "die Welt zu komplex ist, um nach eindeutigen Erklärungen zu suchen", um es vereinfacht auszudrücken. Einen befreundeten Soziologen habe ich in wildem Sreitgespräch gefragt, ob er denn überhaupt ein Weltbild habe. Darauf hin musste er natürlich "Ja" sagen, alles andere wäre wohl zu peinlich. Dann wies ich daraufhin, warum zu all den Thesen (z.B. a la Engdahl) denn bitte nie Antithesen kommen, immer nur in Infragestellungen, welche meist auch noch sehr schwammig und phrasenbehaftet sind. "Dann nenne mir doch mal die Thesen und Argumente Deines Weltbildes!" fragte ich. Darauf hin folgte nur eine verlegene Geste ohne verbale Antwort.

Gehirnwäsche      1 von 5.00 Punkten       Verfasser
Wissenschaftler haben die Aufgabe, wissenschaftliche Erkenntnisse aus ihrer Arbeit in populärer Form in die Gesellschaft weiterzugeben (in der Wissenschaftstheorie nennt man das Dissemination oder Diffussion). Dies ist eine verantwortliche Aufgabe. Es sind dabei auf jeden Fall wissenschaftliche Standards einzuhalten, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit nicht fehlinformiert oder manipuliert wird (wegen der Arbeitsteilung können sich die Nichtwissenschaftler ja nicht selbst aus den Originalquellen informieren).
Was Prof. Engdahl hier betreibt, ist eindeutig Verschwörungstheorie und Desinformation mit dem Ziel, die Leser einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Um dies zu erkennen, genügt ein Blick auf die Methode seiner Darlegungen. Drei Beispiele, die das Buch als unwissenschaftlich erweisen:
1. Das Post-hoc-ergo-propter-Prinzip: Engdahl stellt historische Ereignisse in der Zeitachse dar und suggeriert -oft mit mit dunklen Andeutungen-, dass das spätere Ereignis (post hoc) wegen des zeitlich vorhergehenden (propter hoc) eingetreten sei. Das ist aber Unfug, weil zu einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang viel mehr gehört als nur das zeitliche Vorher-Nachher.
2. Vermischung von Hörensagen und Tatsachenbehauptung: Es wird irgendein Journalist (z.B. Seymour Hersh) zitiert, der irgendwo etwas behauptet hat, ohne dass diese Behauptung kritisch hinterfragt würde (kann das zutreffen, welche Interessen verfolgt der Autor usw.). Ein Absatz später verkauft Engdahl diese journalistische Meinung als Tatsache, die felsenfest im Meer der bösartigen Mächte steht.
3. Keine Widerlegung des "Verdachts": Da bei Engdahl alles geheim und ferngesteuert ("Clique") abläuft, ist eine Beweisführung mitunter schwierig. Aber er konstruiert dann zumindest einen "Verdacht", der aus seiner Sicht "bis heute nicht ausgeräumt" ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ein Verdacht bewiesen werden muss, und nicht, dass ein Verdacht widerlegt werden muss. Wenn Leute wie Engdahl an die Macht kommen sollten, werden wir die Verdächte wieder ausräumen müssen (wie bei den Hexenprozessen). Dann: Gute Nacht!
Summa summarum: Engdahls Buch verfolgt nicht das Ziel der Aufklärung. Um Öl, Rohstoffe und Märkte sind schon immer Kriege geführt worden - traurig aber wahr und vor allem bekannt. Die USA sind nicht auf dem Weg zur alleinigen Supermacht - seit 1990 sind sie dort angekommen. Der Energiehunger der Industriestaaten wird durch jeden Leser dieses Buches mit angefacht - Konsequenz: weg vom Öl, aber schnell!

Was auf uns alle zukommt !      5 von 5.00 Punkten       Verfasser
Dankensweise hat der Kopp Verlag nun eine um neue Fakten aktualisierte Auflage des Engdahl Buches herausgebracht. Bei der Lektüre kann einem Angst und Bange werden-zu ähnlich sind die bei Engdahl geschilderten Ereignisse vor dem Ersten Weltkrieg zwischen England und dem deutschen Kaiserreich und heute USA und China.Auch ist dem Leser völlig klar ,dass der Iran nun an der Reihe ist von seinen Ölreseven "befreit " zu werden,egal ob er die Bombe baut oder nicht.Der berühmte Investment Berater Marc Faber schrieb, dass nicht die Kriege die Rohstoff ( Öl) Preise in die Höhe steigen lassn, sondern die steigenden Rohstoffpreise lassn Kriege entstehen. Das Buch erklärt warum und ist Warnung und Prohezeiung zugleich

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