Rain Dogs
Durchschnittliche Gesamt-Kundenmeinung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de):
Einzigartige Musik 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Eine wahrliche meisterhafte CD und ein sehr gutes Einstiegswerk in die Musik Tom Waits, die alles andere als leicht zugänglich ist. Im Grunde ist sie einzigartig. Auch auf dem vorliegenden Album kombiniert Tom Waits wieder unendlich viele Stilmittel, die zusammen mit seiner damals schon durch den permanenten Alkohol- und Zigarettenkonsum stark aufgerauten Stimme diese ganz besondere Musik ergibt.
Tom Waits gehört sicherlich zu den besten Songwritern aller Zeiten. Wie auf fast allen anderen CDs befinden sich auch auf dieser Scheibe wieder einige Songs, die einfach nur wunderbar sind und die man schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Ohr bekommt, mit anderen Worten: Ohrwürmer. Zu nennen sind in diesem Fall insbesondere: "Hang down your head", "Time", "Blind Love" und "Downtown Train". Für Menschen mit einem leichten Hang zur Melancholie ist Tom Waits Musik einfach unverzichtbar.
Großartig, emotional, fesselnd 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Es war der großartige Jim Jarmusch Film ,Down By Law' der mich auf dieses Album und dadurch auf die Musik von Tom Waits gebracht hat. Das war 1985 und in dieser Hoch-Zeit der Popmusik war es schon ziemlich ungewöhnlich eine Platte zu hören, die zwar mit jeder Menge Geräusche unterlegt war, aber mit elektronischen Instrumenten so gar nichts am Hut hatte.
Spätestens bei song Nr. 2 (,Clap Hands') ist man von seiner Stimme gefangen, die trotz der Rauheit und Brüchigkeit jede Emotion authentisch vermitteln kann. Songwriterisch ist diese 19 song Kollektion sowieso von einer Qualität die sich bei vielen anderen Songwritern nicht einmal auf einem best of Album findet. ,Jockey Full Of Bourbon' und ,Tango Till They're Sore' sind die beiden songs die Jarmusch in Down By Law verwendete und die die trostlose - in schwarz weiss eingefangen - Stimmung, zu Beginn des Films, genial untermalen. ,Big Black Mariah' ist ein rumpelnder Honky Tonk Blues bei der Waits Stimme kanpp davor ist in den Wahnsinn abzudriften. ,Hang Down Your Head' ist eine wunderschöne Ballade - mindestens so gut wie ,Downtown Train', ,Time' ist ein song der bei mir immer weihnachtliche Stimmung erzeugt, und bei dem zartbesaitete Gemüter vielleicht so gar zu Weinen anfangen könnten - weil er so schön ist.
Ganz toll auch ,Walking Spanish' - ein dreckiger wütender Blues und vor allem das hysterisch gesungene ,Anywhere I Lay My Head' mit dem New Orleans Trauermarsch outro.
Eines der emotional packendsten Alben, das ich je gehört habe, mit genialen und ungewöhnlichen Arrangemenst bei denen man weiß: jedes noch so zufällig wirkende Ächzen, Knarren, Klappern oder Surren wurde ganz individuell und sorgfältig von Waits für den jeweiligen song ausgewählt. Marc Ribot hat übrigens laut eigenen Aussagen über die Aufnahmen zu dieser Platte und den Input den er von Waits dafür bekommen hat seinen eigenen unverwechselbaren Gitarrenstil entwickelt und der paßte zu diesen songs wie die Faust auf's Auge: minimalistisch, instensiv, diletantisch wirkend und trotzdem so perfekt; man kann es kaum beschreiben, man muß es hören.
Das, meine Damen und Herren, ist eine meiner 5 ,Insel-Platten'.
Wer Tom Waits kennen lernen will, der versuche dieses Album. 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Meine ersten Erfahrungen mit Tom Waits hatte ich mit "The Black Rider", welches mir mal ein Kumpel in die Hand gedrückt hatte. Angesichts einiger wirklich schräger Klänge und krass klingenden Texten war ich zunächst sehr erschrocken, aber dank so genialen Titeln wie "The Briar and the Rose", "The right bullets" oder "Flash pan Hunter" gehört dieses Album mit zu meinen Lieblings-CDs dieses einmaligen Künstlers. Und mit der Zeit lernt man auch die teilweise wirklich durchgeknallten, recht psychopathisch anmutenden Songs zu schätzen. Nachdem ich nun fast alle Platten von Herrn Waits gehört habe, komme ich zudem Schluss, dass "The black Rider" nicht gerade ein Einstiegsalbum für Neulinge ist. Stattdessen empfehle ich lieber "Rain Dogs".
Denn dieses Album zeigt durchaus die Vielseitigkeit dieses Künstlers (der Objektivität schadend, muss ich leider zugeben, dass ich der Musik von Tom Waits absolut verfallen bin). Es beginnt schon mit dem wunderbar verrückten "Singapore", welches schwungvoll und mitreissend ist und über einen herrlich makaberen Text verfügt. Schwungvoll und einfallsreich geht es auch weiter mit Songs wie "Rain Dogs", "Big Black Mariah" oder "Cemetery Polka". Das Waits auch in der Lage ist, mitfühlende Balladen zu schreiben, beweist er hervorragend mit "Downtown Train", "Time" oder "Anywhere I lay my head", welche wirklich ins Herz gehen.
Im Gegensatz zu späteren Platten wie "Bone Machine" oder eben "The Black Rider" geben sich die Klänge von "Rain Dogs", ähnlich wie in der Popmusik, noch recht angenehm, sie gehen gut ins Ohr und verstören nicht. Gerade deshalb ist dieses Album Einsteigern sehr zu empfehlen. Jedoch ist Tom Waits seine Handschrift nicht zu verkennen. Da wären die kahlen Hintergrundklänge in dem ebenfalls recht durchgedrehten "Clap Hands"-Song oder die exotische Ouvertüre, die den Song "Rain Dogs" einleitet. Und nicht zu vergessen sind seine hervorragenden, wenn auch oftmals schwer zu deutenden Texte über die Verlierer und Entäuschten, aber auch über Hoffende und Liebende dieser Welt, Texte voller Emotionen, welche er mit seiner angeschlagenen, aber nichts desto trotz unglaublich kraftvollen Stimme das einzigartige Flair verleiht, das eben den Künstler Tom Waits ausmacht.
Ihr merkt schon, es wird langsam etwas polemisch bei mir, aber glaubt mir, Schuld daran ist nur meine Faszination für diese Musik.
Fazit: Meines Erachtens nach ist "Rain Dogs" nicht nur eines der besten Alben, sondern auch eine perfekte Scheibe für Neulinge, die sich mal versuchen wollen in der finsteren Welt von Tom Waits. Nicht so krass wie seine späteren Werke, trägt es doch unverkennbar seine Züge.
with confetti in my hair.... 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Tom Waits das perfekte Bindeglied zwischen Dissonanz und Konsonanz,
zwischen Stimme und Bronchitis
zwischen Melancholie und Witz.
Auf seinem Album 'Rain Dogs' zeigt sich sein aussergewöhnliches Talent, aussergewöhnliche Songs zu schreiben.Recht eingängige Strukturen lassen einen schnell den Zugang zu Waits Musikwelt finden. Durch die verstimmten Gitarren und Percussionähnlichen Sounds wird ein Eindruck von 'Zerbrechlichkeit' vermittelt.
Kaum zu glauben bei Waits Reibeisenstimme, doch gerade diese 'Zerbrechlichkeit' passt zum Album.
Denn rain dogs sind die Hunde, deren Geruch vom Regen weggewaschen wurden, und kein zuhause mehr haben.
Die meisten Songs haben sind von einer bestimmten Melancholie überlagert, sind 'verkatert'.
Ähnlich dem Gefühl, das man hat, wenn man morgens nach einem Trinkgelage aufsteht.
Klar gibt es ,wie eigentlich immer, (meiner Meinung nach) schlechtere Songs, wie 'Downtown Train' ( find ich einfach Panne), 'Hang Down Your Head' oder 'Blind Love'.
Doch die CD wird nicht von diesen Songs bestimmt oder definiert.
Lieder wie der Titeltrack 'Rain Dogs', 'Cemetery Polka' , 'Tango 'Till They're Sore' oder 'Diamonds&Gold' machen den aussergewöhnlichen Charme dieses Albums aus.
Das Album ist einfach ein Pflichtkauf!
Skurril...aber gut 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Tom Waits ist wohl einer der schrägsten Musiker unserer Zeit. Schräges Aussehen, schräges Leben, schräge Musik. Seine CD Rain Dogs hat mir so gut gefallen, weil sie eine Bandbreite abdeckt, die viele Musiker nichteinmal in mehreren Alben zusammenbekommen: Schräg, zum Lachen, Tanzen, Weinen und Träumen. Man muss seinen Stil mögen und sich auf die Musik einlassen, dann hat man ein überwältigendes Musikerlebnis vor sich.
We're all as mad as hatters here! 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Sowohl vom eigenen Oeuvre als auch vom Rest der Musikwelt unerreicht: Waits erzählt, ach Blödsinn, hechelt, kotzt und brüllt einem seine schwarzhumorigen Geschichten vom elenden Ende der Strasse entgegen wie ein besoffener Leierkastenmann. Rhythmusbetont, traditionsverbunden (vor allem dem Blues) und doch absolut und ewig neu, ist und bleibt Waits' furioser danse macabre für mich die einzige echte "Alternative" zur Popmusik.
Heinrich Zille in New Orleans 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Die Welt, die Tom Waits in "Rain Dogs" beschreibt ist die Welt, die in unseren Vorstellungen hauptsächlich im XIX. Jahrhundert in den Elendsvierteln, den Häfen und den Bars stattfindet. Das alles aber existiert immer noch, in den Regionen, in denen man seine Töchter nicht wissen möchte, wenn es dunkel ist.
Das Thema wird in allen Liedern, bis auf "Downtown Train" vielleicht, durchgehalten und macht das Album zu so etwas wie einem Bildband, der in eine Welt führt, geprägt von Hässlichkeit und Laszivität, Brutalität und Herzlichkeit, Betrug und Offenheit, Tod und Sex.
Ich habe bisher kein besseres Blues-Album gehört.
Monströs 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Tom Waits ist ein Phänomen. Dieser Mann klingt als ob er zum Frühstück seine Cornflakes in Gallonen von Whiskey ersäuft. Dieser Mann klingt als ob er nicht nur nach dem Sex raucht, sondern auch davor und währenddessen. Dieser Mann klingt als hätte er irgendwann mal Joe Cocker verschlungen und ihn mit einer Flasche Tabasco runtergespült. So und nicht anders klingt Tom Waits und so klingt auch der größte weiße Bluesinterpret und ?sänger aller Zeiten.
Schon kurz nach dem Erscheinen von "Rain Dogs? coverte Rod Stewart, der schon "Waltzing Matilda? von Waits spielte, den Song "Downtown Train? und machte ihn zu einem Hit. Hört euch das Original an. Es ist fabelhaft und ihr werdet Rod Stewart hassen.
Oder der Titeltrack. Grandios!
Tom Waits ist ein genialer Songwriter und einer der einflussreichsten dazu.
Warm Beer And Cold Women 5 von 5.00 Punkten
Verfasser ...sang Tom Waits einst auf einer alten 70er-Liveaufnahme..."I just don't fit in". Anno 1985 plötzlich, nachdem er mit dem Vorgängeralbum "Swordfishtrombones" alle Grundsätze der modernen Jazz/Pop-Musik über Bord geworfen hatte und damit seinen ureigenen Musikstil erfunden hatte, kam auch schon das nächste Juwel: "Rain Dogs" ist ein brillantes Opus, beschreibt in 19 Einzelgeschichten die Leben von gescheiterten Existenzen, präzise beobachtet und hochlyrisch verarbeitet. Dazu Waits' melancholische Rauchhaus-Stimme, welche die Hörer von poppigen Boygroups mit ihren vor jedem Auftritt frisch geölten Organen vor den Kopf stoßen wird wie gelegentliche Biertrinker eine Flasche Whiskey. Nach eben der klingt Waits bzw. als hätte er sie intus, was den Stücken seinen typischen Charme auferlegt: man kann wohl kaum einem anderen Sänger nachsagen, eine ähnlich modulationsfähige Stimme zu haben.
Hörtipps kann ich leider keine geben: von "Singapore" bis "Anywhere I Lay My Head" ist alles durchweg grandiose Musikkost, ungewöhnlich, jedoch nach einiger Zeit absolut suchterzeugend. Wer als Musiker oder begeisterter Musikhörer bisher Tom Waits verpasst hat, sollte sich kurzerhand mit diesem Album auf eine etwas andere Hörerfahrung einlassen.
Ein Wahres Original 5 von 5.00 Punkten
Verfasser Als ich "Rain Dogs" fuer eine Woche aus der Bibliothek auslieh, ahnte ich kaum, dass mich die Lieder noch fuer die naechsten zwei Jahre verfolgen wuerden, obwohl ich sie in der Zwischenzeit nicht zu hoeren bekommen sollte. Meine erste Reaktion auf Waits' Musikstil war mehr oder weniger die Frage: "DARF man das denn??" Von dem ersten Kraechtzen, bevor "Singapore" loslegt, bis zu dem rhythmisch sehr lockeren fade-out des New-Orleans-Begraebnismarsches "Anywhere I Lay my Head" hat diese Scheibe nicht viel an sich, woran man als durchschnittliches Produkt dieser Gesellschaft gewoehnt sein koennte. Die wirklich anscheinend zum erloeschen missbrauchte Stimme, die unkonventionellen Instrumentenkombinationen, die weltfremde Poesie (die manchmal aus einer vergangenen Aera hervorzurufen scheint), und das beinahe unverschaemte Zusammenwerfen verschiedenster Musikstile sind alles Dinge, von denen jeder "weiss", dass sie auf Musikaufnahmen ganz falsch sind. Auch die Vielfalt der Musikrichtungen, die hier vertreten sind, ist eigentlich Gift fuer eine CD, aber die Einzigartigkeit der Tom-Waits Mannerismen sorgt wieder fuer Einheit. Die duester-komische Thematik sowie die Instrumentenauswahl erinnern an film noire, besonders weil viele der Bilder zur Vergangenheit des Nordamerikanischen Kulturalltags gehoeren. So spielen Segelschiffe, Dampfzuege, Pferderennen und andere anachronistische Elemente hier einige der Hauptrollen. Fuer mich ist Tom Waits nicht nur ein wahres Original, sondern auch eine Art Einbahnstrasse. Wer seine Werke einmal entdeckt, geht nicht so schnell zurueck.