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Ilias · Odyssee Homer Taschenbuch, 1. September 2002 Verkaufsrang: 43039 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die ältesten Werke der abendländischen Literatur - für jede Generation neu zu entdecken und immer wieder spannend zu lesen. Wenn Werke der Weltliteratur unsterblich genannt werden können, so die im 8. vorchristlichen Jahrhundert entstandenen Dichtungen Homers: Ilias und Odyssee. In 24 Gesängen schildert die Ilias die Endphase des zehnjährigen Kampfes um Troja. Im Mittelpunkt der breit angelegten dramatischen Handlung steht der von Agamemnon in seiner Ehre verletzte Achilleus. Homer schöpfte zwar aus dem reichen Fundus mündlicher Überlieferung, konzentrierte jedoch alle kompositorischen und stilistischen Mittel auf ein Zentralmotiv, den Zorn des Achilleus, so daß bereits die Ilias eine Dichtung von überraschender Individualität ist. Die abenteuerlichen Irrfahrten und die glückliche Heimkehr des Königs Odysseus besingt Homer in seinem zweiten Epos. Im Vergleich zum düster-vitalen Achilleus in der Ilias schildert Homer in der Odyssee einen Helden neuer Art. Der "erfindungsreiche" Odysseus, der "göttliche Dulder" verkörpert ein Humanitätsideal, das sich in der Folgezeit durch die ganze abendländische Philosophie zieht. Ende des 18. Jahrhunderts schuf Johann Heinrich Voß eine schon klassisch gewordene Versübersetzung der Homerischen Epen, die bis heute nicht überholt wurde und die der vorliegenden Ausgabe zugrundeliegt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Schöne Wiederbegegnung mit Hexametern 5 von 5 Punkten Vorgesehen war es ja nicht, mich nach Jahren wieder einmal in die Odyssee zu vertiefen. Aber da ich mich beruflich mit dieser antiken Heldensaga beschäftigen musste, suchte ich eben in der Buchhandlung nach einer ungekürzten Ausgabe, die zudem keine prosaischen Veränderungen enthalten durfte. Die Empfehlung der kundigen Verkäuferin gebe ich nun in der Form einer Amazon-Rezension gerne weiter. Dabei verzichte ich allerdings auf inhaltliche Bemerkungen, gehe ich doch davon aus, dass allfällige Interessenten Odysseus weder für einen Badezusatz, noch für eine neue Luxuslimousine halten. Mein Anliegen ist es, potenziellen Käufern die Angst vor einer Hexameter-Übersetzung zu nehmen. Die Lektüre ist viel einfacher, als mich schulische Erinnerungen erwarten liessen. Offenbar hatte mein Lehrer damals zu Recht so für Heinrich Voss geschwärmt. Klar kenne ich auch die Schwab?sche Fassung, aber wieder Mal mit Versen in Berührung zu kommen, war bei solcher Sprachleistung einfach schön. Mein Fazit: Wer nicht eine der zahlreichen Prosaübersetzungen lesen will, kommt um die Hexameter-Version um Heinrich Voss kaum herum. Mir machte die Lektüre Spass. Schön, wenn meine Empfehlung dazu beiträgt, auch anderen die Befürchtung zu nehmen, Verse zu lesen, sei zwingend öde, schwierig und langweilig.
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Die Odyssee (rororo) Homer Taschenbuch, 2. Juni 2008 Verkaufsrang: 6750 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die maßgebliche Übersetzung! Odysseus – göttlicher Dulder, listenreicher Trojabezwinger, Abenteurer und treuer Ehemann, zugleich Freund schöner Frauen – ist durch Homers Dichtung unsterblich. Wolfgang Schadewaldt schmiegt seine Prosaübersetzung mit solcher Genauigkeit und Erfindungskraft in den Rhythmus der griechischen Redefiguren und Sprachbilder der griechischen Verserzählung, dass moderne Leser dem Zauber epischer Spannung ebenso erliegen wie die alten Hellenen dem Gesang ihres Rhapsoden vor 3000 Jahren. "Seit wir Schadewaldt haben, sind wir fürs erste alle Sorgen eines deutschen Homers wegen ganz los." Die Zeit
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
gute Ware schnell geliefert 5 von 5 Punkten Die Prosaübersetzung der Odyssee, die man lesen muss, wenn man sich mit Homer beschäftigen will, ohne Griechisch zu können. Der Verzicht auf die Hexameterform erleichtert die Lektüre sehr, und es macht großen Spaß, all diese Geschichten, die man immer verkürzt oder in anderen Bearbeitungen gelesen hat, in einer sehr urtextnahen Übersetzung zu genießen.
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Ilias Homer Gebundene Ausgabe, 30. August 2009 Verkaufsrang: 8441 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die "Ilias" ist das älteste nahezu vollständig erhaltene Zeugnis der europäischen Literatur. Sie entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und schildert in 24 Gesängen die zehnjährige Eroberungsgeschichte Trojas. Die unübertroffene Erzählkunst Homers bescherte dieser Dichtung eine überwältigende Wirkung und macht sie zu einem bis heute lebendigen Meisterwerk.
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Odyssee Homer Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 10991 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Homers Odyssee, verfasst im späten 8. Jahrhundert vor Christus, zählt zu den ganz ?großen? Klassikern der Weltliteratur, zu denen, die jeder kennt, kaum einer jedoch gelesen hat. Der Stoff ist Kulturgut allerersten Ranges, und die Bezüge sind gewaltig. Neben dem Lesen bietet sich in diesem Fall das Hörbuch als echte Alternative an. Vielleicht entspricht das Hören dem ursprünglichen Charakter dieser Literatur sogar besser. In dem wunderbaren Vortrag von Thomas Holtzmann jedenfalls, einer Lifeaufnahme aus den Münchner Kammerspielen von 1996, gewinnt der Text eindeutig durch die Lesung. Holtzmann, der begnadete Erzähler und Sprachmagier entführt uns hier in die bunte Welt der Abenteuer des listenreichen Odysseus. Ein großes Plus der Produktion sind die ausführlichen und hilfreichen Booklets mit Inhaltsangaben, Personenverzeichnis und einem Beitrag über die Wirkungsgeschichte. Ohne Zweifel ist die altertümlich anmutende, in Hexametern verfasste Sprache des Übersetzers Johann Heinrich Voß aus dem Ende des 18. Jahrhunderts gewöhnungsbedürftig, verlangt Aufmerksamkeit und Interesse. Aber Holtzmann gelingt mit seiner Stimme, dem Schauplatz der Irrfahrten und Gefahren, dem Universum aus Göttern, Ungeheuern, Nymphen und Riesen Leben einzuhauchen. Der 1927 in München geborene Schauspieler gehört zu den ganz Großen des deutschen Theaters, spielte aber auch Film- und Fernsehrollen. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er u. a. mit dem "Fritz-Kortner-Preis" (1989) und dem großen "Bundesverdienstkreuz" (1992) ausgezeichnet. Das Fremdartige des Tons verwandelt seine Stimme in für unsere Ohren "Hörbares". Egal, ob er von der Zauberin Kirke, die alle in Schweine verwandelt, oder dem einäugigen Polyphemos, berichtet, ob er von dem gefährlichen Gesang der Sirenen oder von der Nymphe Kalypso, die Odysseus liebt, erzählt - das ganze Arsenal der Bewährungsproben nimmt jetzt Gestalt an. Und, obwohl alles mehr oder minder bekannt ist, sind wir gespannt, wie es uns weitererzählt wird. Die Figur des Odysseus, der sich vor allem durch List, Intelligenz, Gewandtheit, aber auch durch Attraktivität und selbstverständlich Mut auszeichnet, wird in Holtzmanns Lesung greifbar. Langsam entsteht das Bild eines Helden, der zwanzig Jahre warten musste, bis er aus dem Trojanischen Krieg zurück in die Heimat nach Ithaka, zu Frau und Sohn, kommen durfte, eines Helden, der auch mit dem Wort umgehen kann - einen großen Part im Epos nimmt seine rückblickende Erzählung bei den Phäaken ein - und der sich im Spannungsfeld zwischen feindlich gesinnten Göttern, der Schutzgöttin Athene, seiner Familie und der geliebten Ehefrau positionieren muss. Fazit: Die Stimme Holtzmanns ist hier ein großartiger Vermittler, sie macht wieder auf die Odyssee aufmerksam und setzt eine neue Konfrontation mit diesem Stück Weltliteratur in Gang. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Klangs, die fünf Stunden werden zu einem Hörgenuss. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 423 Minuten, 6 CD. Produktion Münchner Kammerspiele, 1996. Mit umfangreichem Booklet. - culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Keine Angst vorm Hexameter! 5 von 5 Punkten (Bezieht sich auf die "Odyssee" in der Übersetzung von Johann Voss) Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur - in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem - und das ist einem oft kaum bewusst - teilt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer. Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern... Ein Finale furioso gewissermaßen. Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz - ja, richtig gelesen: Witz! - Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird (Odysseus: "Mein Name ist Niemand" - Polyphem (einige Zeit später): "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe) Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man liest sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst. Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die triste Gegenwart zurückholt.
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Ilias Homer Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 14444 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hier ist (mit dem Übersetzer Roland Hampe) ein Fachmann hohen Ranges am Werke, ein Spezialist, der als Archäologe wissenschaftlich Wertvolles zum Verständnis der homerischen Dichtung beigetragen hat und nun, aus seiner präzisen Kenntnis der Ding- und Sachwelt jener Zeit, auch die poetische Welt von damals neu nahe zu bringen vermag. 'Die Zeit' Bewundernswert erscheint, dass unter den Händen Roland Hampes kein akademisch-trockenes oder gar schulmeisterlich-pedantisches Produkt entstanden ist. Es sind Übersetzungen, die sich flüssig lesen: einfach im Ausdruck, wo der homerische Ausdruck einfach ist, kantig, wo Homer kantig formuliert, füllig, wo auch Homers Sprache füllig ist. (...) Kein Zweifel: hier liegt die Standardübersetzung Homers für die nächste Zeit vor. 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' Wer sich in den Text etwas einliest, wird rasch von ihm mitgenommen, wohl das beste Zeugnis für eine Übersetzungsleistung. Der Kampf vor Troja wird dem Leser in einer Sprache vermittelt, die die intime Vertrautheit mit Homer verrät, nicht eine bloß nachfühlende Übersetzung, vielmehr eine, die Homer zum Leuchten bringt, aber mit den Ausdrucksmitteln unserer Zeit und aus der Vertrautheit mit dem, was der deutsche Hexameter dazu immer noch hergibt. (...) Die Illustration aus antiker Kunst, ein profundes Nachwort und ein ausführliches Register ergänzen den Band. Hampes Übersetzung verdient Leser, die den Dichter, den Mythenstifter der europäischen Welt, nicht aber eine Bildungslektüre suchen. 'Die Presse' (Wien)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Buch des Wissens unsere Geschichte 5 von 5 Punkten Wer sind wir? Woher kommen wir? Auf was wurzelt unsere Existens? Viele Fragen, welche den heutigen modernen Menschen, getrieben in einer Welt, welche kalt und durch Perfektion geleitet wird beschäftigt. Da ist es gut, das antike Buch der Bücher, die Ilias zur Hand zu nehmen und zu lesen. Die Übersetzung ist sehr gut gemacht. Natürlich, ist die Sprache eine andere, als die unsrige heute und dennoch findet man schnell hinein. Das Buch eröffnet einem eine Sicht auf die Dinge, welche den Menschen vor so vielen Jahren beschäftigt hat und heute noch immer aktuell ist! Auf jeden Fall anzuraten zu lesen!!!
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Die Odyssee Homer Gebundene Ausgabe, Oktober 2007 Verkaufsrang: 143056 Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Keine Angst vorm Hexameter! 5 von 5 Punkten (Bezieht sich auf die "Odyssee" in der Übersetzung von Johann Heinrich Voss) Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur - in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem - und das ist einem oft kaum bewusst - teilt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer. Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeiteten" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern... Ein Finale furioso gewissermaßen. Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz - ja, richtig gelesen: Witz! - Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird (Odysseus: "Mein Name ist Niemand" - Polyphem (einige Zeit später): "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe) Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man liest sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst. Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die triste Gegenwart zurückholt. |
Ilias. Odyssee: Zwei Bände im Schuber: In Prosa übertragen von Karl Ferdinand Lempp Homer Gebundene Ausgabe, 21. September 2009 Verkaufsrang: 113205 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wer sich bisher nicht an Homer heranwagte, weil er sich durch die Versform oder die altertümliche Sprache der vorliegenden Übersetzungen abgeschreckt fühlte, kann in der Prosaübertragung von Karl Ferdinand Lempp die Ilias und die Odyssee als das erleben, was diese ältesten Dokumente der europäischen Literatur wirklich sind: fesselnde Romane. Die hier erstmals aus dem Nachlaß edierte Gesamtübersetzung von Karl Ferdinand Lempp befreit diese beiden zusammengehörigen Weltbücher, in denen der Krieg der Kriege und die Reise aller Reisen erzählt werden, von den Schlacken, die sich der antiken Vortragsform verdanken, und greift behutsam erklärend ein, wenn der Inhalt dem heutigen Leser nicht ohne weiteres verständlich ist. Ohne sprachliche Anbiederung präsentiert Lempp einen modernen und temporeichen Text, der den Zorn des Achill und die Irrfahrten des Odysseus so unmittelbar vor Augen führt, als wäre alles erst gestern geschehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wunderschöne Schmuckausgabe mit Prosaübersetzung 5 von 5 Punkten Wer kennt sie nicht, die Geschichte um Troja und deren Krieg sowie die Irrfahrten des Kriegers Odysseus? Geschrieben wurden sie von dem griechischen Dichter Homer und sind eine der bekanntesten Epen der Weltliteratur. Die Originalausgaben wurden in Hexameterform geschrieben und erleichtern aufgrund ihrer Form nicht unbedingt das Verständnis des Inhaltes. Die hier zu besprechende Ausgabe ist eine in Prosaform übersetzte - eine sehr gute. Die "Ilias" handelt in erster Linie von dem Krieg zwischen den Trojanern und den Achaiern, der durch die wunderschöne Helena ausgelöst wurde. Homer schildert hier in 24 Gesängen (Büchern) die Geschehnisse rund um die trojanische Festung, welche von Intrigen, Mord und Liebe getragen werden. Hinzu kommt, dass die Götter im "Olympos" ihre eigenen Streiterein über die Krieger unten auf der Erde versuchen auszutragen, was zu manch mystischen Verwirrungen führt. In der "Odyssee" berichtet Homer - in ebenfalls 24 Gesängen - von König Odysseus, der nach dem trojanischen Krieg versuchte nach Ithaka zurück zu gelangen, dabei aber durch Götter, Zyklopen und andere Wesen an seiner Rückkehr gehindert wird und somit erst 20 Jahre nach dem Beginn des trojanischen Krieges auf seiner Heimatinsel ankommt, dann aber feststellen muss, dass diese bereits von "Freiern", die versuchen seine Frau zu umgarnen und zur Heirat zu überreden, belagert und verwüstet wurde. Ich muss gestehen, dass ich vor gut 4 Jahren (da war ich noch 16 Jahre alt) versucht habe, die "Ilias" in ihrer ursprünglichen (Hexameter-) Form zu lesen, aber gescheitert bin. Nun bin ich durch andere Romane wieder auf die Geschichten gestoßen, fühlte mich aber an meine Erfahrungen mit dem Hexameter erinnert und fand bei Amazon diese Prosaausgabe, die ich mir, trotz des hohen Preises bestellt habe. Der edle Schuber und der dezente Einband der beiden Ausgaben wussten beim ersten Anblick gleich schon zu überzeugen. Die Freude über die Anschaffung verstärkte sich als ich das Lesebändchen und die Anmerkungen am Ende der Bücher sah. Die gut 1.000 Seiten hatte ich nach gut 5 Tagen "bewältigt" und bin hellauf begeistert. Der Text lässt sich gut und einfach lesen, die Kommentare erleichtern das Textverständnis, so dass man der Handlung sehr gut folgen kann. Durch die vom Übersetzer gekürzten Überschriften am Anfang eines Gesanges erhält der Leser einen guten Überblick über das kommende Geschehen. (Durch diese Überschriften ist es mir manchmal sehr schwergefallen, das Buch nachts wegzulegen, da ich wissen musste wie das entsprechend angekündigte weitergeht) Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die beiden Bücher noch einmal im Hexameter-Original zu lesen, denn jetzt weiß ich dezidiert worum es in der "Ilias" und in der "Odyssee" geht. Eine gute Investition, die ich sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen werde, um darin zu schmökern. |
Ilias Homer, Raoul Schrott Gebundene Ausgabe, 13. September 2008 Verkaufsrang: 76806 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die neue Ilias passt in die Zeit. ... Ein Held der totgesagten humanistischen Bildung nimmt seinen Thron wieder ein. (Wolfgang Büscher, Die Zeit, 17.04.08)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Zeitgemäße Übersetzung, gute Produktion, Gute Lesung 5 von 5 Punkten In der vorliegenden Übersetzung hat Raoul Schrott auf die Form des Hexameters verzichtet und damit die Hörbarkeit angepaßt an die heutigen Hörgewohnheiten. Statt Homer zu singen, wie es im Original geschieht, bleibt in der deutschen Sprache nur der Vortrag übrig und der ist hier hervorragend gelungen. Manfred Zapatka verleiht der Geschichte die notwendige Dramatik nur durch die Variationen seiner Stimme. Auf eine musikalische Untermalung wurde verzichtet, ebenso auf Geräuscheffekte und dennoch bleibt die Produktion spannend mit zuletzt. Eine dringende Kaufempfehlung.
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Ilias (insel taschenbuch) Homer Taschenbuch, 1. Dezember 1975 Verkaufsrang: 35277 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Ilias behandelt das Gedicht vom Troischen Krieg, und zwar Kriege und Kämpfe in fast ununterbrochener Folge. Sie ist aber kein kriegerisches Epos. Die Ilias handelt von Helden und ihren Schicksalen, ist aber kein heldisches Epos.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Eine wunderbare Übersetzung eins großen Werkes 5 von 5 Punkten O ihr Götter, ihr Götter! Was haben die Sterblichen nicht alles vollbracht, um euch, Götter, zu rühmen! Die Werke des Homer waren so vollkommen, daß sein Name unsterblich wurde. Ein hoher Anspruch für den Übersetzer, der das Werk unverfälscht und ohne es im Wert zu mindern übertragen will. Homers Verse stehen in Hexametern. So setzten viele Übersetzer die deutschen ebenso. Altgriechische Wörter sind sehr sehr lang. Deutsche aber sind es nicht. So kommen viele Übersetzungen aufgefüllt mit unzähligen Adjektiven so breit wie der Amazonas herangewogt. Im Griechischen aber, bemerkte der große Goethe, wäre Homers Stil durch einen "außerordentlichen Lakonismus" gekennzeichnet. Was liegt da näher, als die strenge Welt der Hexameter zu verlassen und die Einfachheit, Sachlichkeit und Direktheit seines Stiles wieder hervor zu holen? Wolfgang Schadewaldt hat es getan. Den Verlust an Rhythmik hat er ausgeglichen durch möglichste Beibehaltung der Wortstellung und Verwendung von freien Rhythmen. Über den Inhalt des Buches gibt es wohl nichts mehr sagen. Es geht um die Belagerung von Troja (sein Fall steht in der "Odyssee"). Wunderbar, wie Here, die Kuhäugige, von Aphrodite den Riemen ihrer Macht erbittet - "Dort drinnen war Liebeskraft, drinnen Verlangen, drinnen Liebesgeflüster, Verführung, die auch den verständig Denkenden den Sinn raubt."- um mit Schlafes Hilfe ihren Gatten, den Kroniden, zu verführen und einzuschläfern, um gegen dessen Verbot in den Kampf einzugreifen. Bewegend, wie Priamos bei Achilleus um die Herausgabe der Leiche seines Sohnes Hektor bittet. Der schönen Stellen alle zu nennen würde den Rahmen der Kritik sprengen. Wer von Sätzen, die kürzer sind als ihre Wörter und von ausführlich beschriebenen Körperfunktionen und anderen Banalitäten, womit sich die "moderne Literaur" so intensiv beschäftigt, genug hat, der sollte in dieses Buch investieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Homer: Eine Einführung Gustav Adolf Seeck Taschenbuch, Dezember 2004 Verkaufsrang: 56181 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seecks Einführung zeichnet sich durch einen frischen Zugang zu dem unerschöpflichen Thema aus. Sie stellt dezidiert den "Erzähler" Homer in den Mittelpunkt und erschließt Ilias und Odyssee in all ihren literarischen und strukturellen Besonderheiten. Dabei werden die vielfältigen historischen und aktuellen Probleme der Homerforschung keineswegs ausgeblendet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Unersetzlich 5 von 5 Punkten Tolle Aufarbeitung der homerischen Erzählungen, es erspart beinahe das Lesen der geamten Erzählungen von Ilias und Odyssee. |
Ilias Homer Audio CD, 17. Oktober 2008 Verkaufsrang: 50634 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die deutschen Übersetzungen ruhen meist ungelesen im Bücherschrank. Zeit, dies zu ändern. Jenen Homer, den Raoul Schrott uns in seiner Neuübertragung der "Ilias" vorstellt, darf man getrost als Sensation bezeichnen. Ursprünglich geschaffen für die inszenierte Fassung, greift er konsequent auf die mündliche Tradition des Werks zurück. Er ersetzt den Hexameter durch frei rhythmisierte Prosa und bringt uns die Figuren im Kampf um Troja näher als je zuvor: den aufbrausenden Achilleus, den gewieften Taktiker Odysseus, den dreisten Agamemnon und viele mehr ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Zeitgemäße Übersetzung, gute Produktion, Gute Lesung 5 von 5 Punkten In der vorliegenden Übersetzung hat Raoul Schrott auf die Form des Hexameters verzichtet und damit die Hörbarkeit angepaßt an die heutigen Hörgewohnheiten. Statt Homer zu singen, wie es im Original geschieht, bleibt in der deutschen Sprache nur der Vortrag übrig und der ist hier hervorragend gelungen. Manfred Zapatka verleiht der Geschichte die notwendige Dramatik nur durch die Variationen seiner Stimme. Auf eine musikalische Untermalung wurde verzichtet, ebenso auf Geräuscheffekte und dennoch bleibt die Produktion spannend mit zuletzt. Eine dringende Kaufempfehlung.
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Ilias Homer Taschenbuch, 2005 Verkaufsrang: 51306 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Ilias, nach der Stadt Ilion (Troja) benannt, ist das früheste Zeugnis abendländischer Dichtung überhaupt und hatte wie auch die später entstandene Odyssee großen Einfluss auf die griechische Sprache und Literatur. Das Epos aus der zweiten Hälfte des 8. Jh. v. Chr. behandelt in über 15 000 Hexametern eine Episode des zehnjährigen trojanischen Krieges. Nach einem Streit mit dem Heerführer Agamemnon weigert sich Achilleus, an einem Feldzug gegen Troja teilzunehmen. Der Kampf zwischen Griechen und Trojanern bleibt daraufhin lange Zeit unentschieden. Am Geschehen beteiligt sind auch die Götter, die sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite in das Geschehen eingreifen. Durch das Epos zieht sich leitmotivisch der Zorn Achilleus'. Erst als der Grieche seinen Zorn von Agamemnon abwendet und in die Kampfhandlungen eingreift, wird das Schicksal Trojas besiegelt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Licht und Schatten 5 von 5 Punkten Es hat lange gedauert: Fast ein halbes Jahr habe ich immer wieder einen Gesang gelesen, dann die "Ilias" wieder weggelegt, um zu einem späteren Zeitpunkt weiterzulesen. Nein, ich muss anderen Rezensenten widersprechen: Die "Ilias" kann man nicht in einem Zug durchlesen, da sie mit ihrer Vielzahl an Personen (über 700 Götter und Menschen treten namentlich auf!)und der enormen Fülle an mythischen und zeithistorischen Zusammenhängen selbst dem geübten Leser einiges an Durchhaltevermögen abfordert. Daran können auch die kurzen Inhaltsbeschreibungen über jedem Gesang wenig ändern. Dazu erscheint die Übersetzung von Voß dem moderen Leser in seiner Ausdrucksweise verständlicherweise oftmals arg antiquitiert, und der Lesefluss wird stark gehemmt durch die Hexameter-Nachdichtung. Doch jede Kritik tritt zurück, nachdem man sich erstmal eingelesen hat und sich einlässt auf die Welt Homers: Gerade die Vers-Übertragung von Voß lässt meiner Meinung nach die große Kraft und Ausdrucksstärke des homerischen Dichters nachempfinden, der mit seiner "Ilias" den Grundstein für die europäische Literatur geschaffen hat. Dabei ist die Geschichte vom Zorn des Achilles nicht vordergründig spannend: Nirgendwo sterben selbst die größten Helden (Hektor) schneller als bei Homer, nirgendwo sonst außer vielleicht in der Bibel gibt es so ausufernde Namensverzeichnisse (die man natürlich getrost überspringen kann) - zudem wird dem Leser schon gleich zu Anfang mitgeteilt, wie alles enden wird. Nein, nicht die Spannung steht im Vordergrund. Den Reiz einer anstrengenden und langwierigen Lektüre der Ilias macht vielmehr das intensive Erleben von sprachlicher Schönheit völlig jenseits des modernen Literatur-Mainstreams aus, die Lust, dem größten Erzähler der Menschheit zuzuhören und - nicht zuletzt - tief einzutauchen in eine archaiische Zeit mit all ihren im moderen Auge ersichtlichen Licht- und Schattenseiten. Ja - die "Ilias" in ihrer Gänze zu lesen ist ein wahres Leseerlebnis, das sich einprägt.
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Ilias. Odyssee (insel taschenbuch) Homer Taschenbuch, 29. Januar 1990 Verkaufsrang: 236676 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die ältesten Werke der abendländischen Literatur - für jede Generation neu zu entdecken und immer wieder spannend zu lesen. Wenn Werke der Weltliteratur unsterblich genannt werden können, so die im 8. vorchristlichen Jahrhundert entstandenen Dichtungen Homers: Ilias und Odyssee. In 24 Gesängen schildert die Ilias die Endphase des zehnjährigen Kampfes um Troja. Im Mittelpunkt der breit angelegten dramatischen Handlung steht der von Agamemnon in seiner Ehre verletzte Achilleus. Homer schöpfte zwar aus dem reichen Fundus mündlicher Überlieferung, konzentrierte jedoch alle kompositorischen und stilistischen Mittel auf ein Zentralmotiv, den Zorn des Achilleus, so daß bereits die Ilias eine Dichtung von überraschender Individualität ist. Die abenteuerlichen Irrfahrten und die glückliche Heimkehr des Königs Odysseus besingt Homer in seinem zweiten Epos. Im Vergleich zum düster-vitalen Achilleus in der Ilias schildert Homer in der Odyssee einen Helden neuer Art. Der "erfindungsreiche" Odysseus, der "göttliche Dulder" verkörpert ein Humanitätsideal, das sich in der Folgezeit durch die ganze abendländische Philosophie zieht. Ende des 18. Jahrhunderts schuf Johann Heinrich Voß eine schon klassisch gewordene Versübersetzung der Homerischen Epen, die bis heute nicht überholt wurde und die der vorliegenden Ausgabe zugrundeliegt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Schöne Wiederbegegnung mit Hexametern 5 von 5 Punkten Vorgesehen war es ja nicht, mich nach Jahren wieder einmal in die Odyssee zu vertiefen. Aber da ich mich beruflich mit dieser antiken Heldensaga beschäftigen musste, suchte ich eben in der Buchhandlung nach einer ungekürzten Ausgabe, die zudem keine prosaischen Veränderungen enthalten durfte. Die Empfehlung der kundigen Verkäuferin gebe ich nun in der Form einer Amazon-Rezension gerne weiter. Dabei verzichte ich allerdings auf inhaltliche Bemerkungen, gehe ich doch davon aus, dass allfällige Interessenten Odysseus weder für einen Badezusatz, noch für eine neue Luxuslimousine halten. Mein Anliegen ist es, potenziellen Käufern die Angst vor einer Hexameter-Übersetzung zu nehmen. Die Lektüre ist viel einfacher, als mich schulische Erinnerungen erwarten liessen. Offenbar hatte mein Lehrer damals zu Recht so für Heinrich Voss geschwärmt. Klar kenne ich auch die Schwab?sche Fassung, aber wieder Mal mit Versen in Berührung zu kommen, war bei solcher Sprachleistung einfach schön. Mein Fazit: Wer nicht eine der zahlreichen Prosaübersetzungen lesen will, kommt um die Hexameter-Version um Heinrich Voss kaum herum. Mir machte die Lektüre Spass. Schön, wenn meine Empfehlung dazu beiträgt, auch anderen die Befürchtung zu nehmen, Verse zu lesen, sei zwingend öde, schwierig und langweilig.
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Odyssee Homer Audio CD, 18. Mai 2009 Verkaufsrang: 148870 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.Kurt Steinmann, geb. 1945, arbeitete bis 2003 als Gymnasiallehrer in der Nähe von Luzern. Seit 1978 hat er zahlreiche Übersetzungen aus dem Griechischen und Lateinischen veröffentlicht (bei Reclam, Insel, Diogenes und Manesse). Seine Übersetzungen dienten auch als Grundlage von Theaterinszenierungen, so in Stuttgart, Oberhausen und in München. Am 19. November 2005 erlebte Jossi Wielers Inszenierung der Bakchen des Euripides, übersetzt von Kurt Steinmann, ihre Premiere an den Münchner Kammerspielen. Steinmann arbeitet gegenwärtig an einer Neuübersetzung der Odyssee.Christian Brückner (geb. 1943) arbeitet als Schauspieler und Sprecher. Er hat viele herausragende Hörspiele und Lesungen produziert. Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme u.a. Robert de Niro. Christian Brückner erhielt 1990 den Adolf-Grimme-Preis
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Oh, hört die unsterblichen Verse 5 von 5 Punkten Im Radio kann ich sie hören des Achaiers geflügelte Worte. Die Übersetzung spannend wie'n Krimi, wohlklingend des Sprechenden Stimme. Es gereicht mir zum echten Vergnügen, auf das ich am Nachmittag warte. Und Ehrfurcht ergreift meine Seele, hör' ich Homers unsterbliche Verse. Käuflich erwerb ich das Hörbuch, zu ergötzen mich selbst und die Meinen. Mög' es auch andre erfreuen und niemand die Unkosten scheuen! |
Odyssee Homer Gebundene Ausgabe, 17. September 2007 Verkaufsrang: 154868 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Man hätte es kaum geglaubt, dass es genauer überhaupt, auch 'schöner' noch gehen könnte." (Hans-Albrecht Koch, NZZ )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein Lob der Ehe 5 von 5 Punkten Wer die Beiträge dieses Rezensenten öfters liest, der wird sich kaum wundern, dass dieser den besonderen Reiz dieser zauberhaften Geschichte vor allem in den dort dargestellten Frauenfiguren sieht. Denn was hier erzählt wird, ist die Geschichte eines glücklichen Ehemanns, den dann doch die Abenteuerlust aus seiner Heimat in die Ferne treibt - wenn auch erst nach einigem Widerstand (wie in der Ilias bzw. in deren Vorgeschichte erzählt wird). In der Ferne bleibt er denn gleich zwanzig Jahre. Und vor allem in den letzten zehn davon, über die in der Odyssee berichtet wird, begegnet diesem verheirateten Mann eine Reihe wirklich verführerischer Frauen. Und - wen wundert es - er kann da einfach nicht immer nein sagen. Da gibt es zum Beispiel die sprichwörtlich gewordene Kirke, die als Hexe - so heißt es im klug geschriebenen Nachwort dieses Buches - volle sexuelle Erfüllung verspricht. Aber so schön das ja ist, dies kann natürlich keine Dauer haben. Zumal sie mit den Gefährten des Geliebten so ihre Probleme hat. Denn die wirklich richtige Frau muss die Saufkumpane des Mannes auch akzeptieren, ohne sie gleich in Schweine zu verwandeln (selbst wenn sie sich mal so verhalten). Dann gibt es da Kalypso, bei der unser Held immerhin sieben Jahre bleibt. Auch diese, wohl gottgleiche Frau setzt durchaus auf sinnliche Seiten, um einen Mann an sich zu binden, zerstört damit aber auch die Persönlichkeit des abhängig gewordenen Odysseus, der sich erst selbst wieder finden muss, frei sein muss, um schließlich seine Erfüllung zu finden. Dann gibt es da noch Nausikaa, ein Bild voller Unschuld, dabei zu jung, und doch sieht man hier das Potential einer späteren großen Liebe. Aber im Jetzt und Hier, als Frau, ist sie eben auch nicht die Richtige. Und zu der Gruppe der umwerfenden Frauengestalten muss man wohl auch die Sirenen zählen, denn Frauen können ja auch Monster sein, insbesondere wenn sie Männer mit ihrem Gesang zu sich locken und dann an Klippen zerschellen lassen, ohne sie weiter zu beachten (hier sind nach Meinung des Rezensenten Moderatorinnen des italienischen Fernsehens abgebildet). Heute wie damals ist der Höhepunkt der weiblichen Welt wohl in Penelope zu finden. Zwar würde ich heute von einer Ehefrau keine zwanzig Jahre Wartezeit auf den vermeintlich toten aber zumindest verschwundenen Ehemann mehr erwarten. Auf der anderen Seite: Dass unter hundert Freiern, also sich bewerbenden Singles, kein einziger, vernünftiger Mann ist, das ist wohl eine Erfahrung, die Frauen auch in der Neuzeit immer wieder machen müssen. Und wie man durch Penelope lernt, es lohnt sich doch auf den richtigen zu warten. Selbst wenn dieser dann nach seiner Rückkehr bald wieder aufbrechen muss. Fast könnte man an die Reisepläne eines modernen Consultants denken. Zugegeben, Alice Schwarzer mag es nicht begrüßen, dass mehrfache, eheliche Untreue hier so einfach vergeben wird. Auf der anderen Seite: Hier geht es doch immerhin um Odysseus, den Bezwinger der unbesiegbaren Mauern von Troja, oder? Vielleicht ist auch das Verzeihen in einer Ehe eine notwenige Fähigkeit. Und was wird in dieser Geschichte denn anderes idealisiert als gerade dieses Leitbild einer unzerstörbaren Gemeinschaft von Mann und Frau? Wir sehen, es hat sich eigentlich seit damals nichts verändert. Seit mindestens 2.600 Jahren schlagen sich die Menschen mit denselben Themen herum. Eine der ältesten, überlieferten Dichtungen der Menschheit hat uns heute immer noch etwas zu sagen. Allerdings ist der Fluss der Erzählung nicht immer ganz modern. Ausgiebig wird mit Rückblenden gearbeitet. Ständig setzt die Handlung aus und jemand fängt an, von der Vergangenheit zu erzählen. Und dann gibt es noch unglaublich viele Verweise auf eine mir nicht immer bekannte Sagenwelt und auf Geschichten von (wahrscheinlich) anderen Werken desselben Autors. Und auch die Hexameter sind nicht wirklich sexy. Das Buch liest sich für mich leider keinesfalls flüssig. Ich muss meinem alten Lateinlehrer hier noch einmal deutlich widersprechen. Auch in deutscher Übersetzung sind die Verse kein Genuss. So muss ich gestehen, das Werk nicht in der hier niedergeschriebenen Form am Stück gelesen zu haben. Ich habe es eher wie ein Nachschlagwerk verwendet. Auf Basis von Sekundärliteratur erschließt sich die Geschichte einfacher. Aber dann ist es auch wieder großartig, im Original die Verse nachlesen zu können. Und dann zeigen sich doch einzelne, einfach faszinierende, aufregend zu lesende Texte. So zum Beispiel die durchaus dramatische Schilderung der Totenwelt. Als Buch ist das ganze natürlich recht teuer, aber es ist solide gemacht, hat schöne Illustrationen, ein schönes Nachwort und einige hilfreiche Anhänge.
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Odyssee. 6 CDs Homer Audio CD, 22. April 2005 Verkaufsrang: 243354 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Homers Odyssee, verfasst im späten 8. Jahrhundert vor Christus, zählt zu den ganz ?großen? Klassikern der Weltliteratur, zu denen, die jeder kennt, kaum einer jedoch gelesen hat. Der Stoff ist Kulturgut allerersten Ranges, und die Bezüge sind gewaltig. Neben dem Lesen bietet sich in diesem Fall das Hörbuch als echte Alternative an. Vielleicht entspricht das Hören dem ursprünglichen Charakter dieser Literatur sogar besser. In dem wunderbaren Vortrag von Thomas Holtzmann jedenfalls, einer Lifeaufnahme aus den Münchner Kammerspielen von 1996, gewinnt der Text eindeutig durch die Lesung. Holtzmann, der begnadete Erzähler und Sprachmagier entführt uns hier in die bunte Welt der Abenteuer des listenreichen Odysseus. Ein großes Plus der Produktion sind die ausführlichen und hilfreichen Booklets mit Inhaltsangaben, Personenverzeichnis und einem Beitrag über die Wirkungsgeschichte. Ohne Zweifel ist die altertümlich anmutende, in Hexametern verfasste Sprache des Übersetzers Johann Heinrich Voß aus dem Ende des 18. Jahrhunderts gewöhnungsbedürftig, verlangt Aufmerksamkeit und Interesse. Aber Holtzmann gelingt mit seiner Stimme, dem Schauplatz der Irrfahrten und Gefahren, dem Universum aus Göttern, Ungeheuern, Nymphen und Riesen Leben einzuhauchen. Der 1927 in München geborene Schauspieler gehört zu den ganz Großen des deutschen Theaters, spielte aber auch Film- und Fernsehrollen. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er u. a. mit dem "Fritz-Kortner-Preis" (1989) und dem großen "Bundesverdienstkreuz" (1992) ausgezeichnet. Das Fremdartige des Tons verwandelt seine Stimme in für unsere Ohren "Hörbares". Egal, ob er von der Zauberin Kirke, die alle in Schweine verwandelt, oder dem einäugigen Polyphemos, berichtet, ob er von dem gefährlichen Gesang der Sirenen oder von der Nymphe Kalypso, die Odysseus liebt, erzählt - das ganze Arsenal der Bewährungsproben nimmt jetzt Gestalt an. Und, obwohl alles mehr oder minder bekannt ist, sind wir gespannt, wie es uns weitererzählt wird. Die Figur des Odysseus, der sich vor allem durch List, Intelligenz, Gewandtheit, aber auch durch Attraktivität und selbstverständlich Mut auszeichnet, wird in Holtzmanns Lesung greifbar. Langsam entsteht das Bild eines Helden, der zwanzig Jahre warten musste, bis er aus dem Trojanischen Krieg zurück in die Heimat nach Ithaka, zu Frau und Sohn, kommen durfte, eines Helden, der auch mit dem Wort umgehen kann - einen großen Part im Epos nimmt seine rückblickende Erzählung bei den Phäaken ein - und der sich im Spannungsfeld zwischen feindlich gesinnten Göttern, der Schutzgöttin Athene, seiner Familie und der geliebten Ehefrau positionieren muss. Fazit: Die Stimme Holtzmanns ist hier ein großartiger Vermittler, sie macht wieder auf die Odyssee aufmerksam und setzt eine neue Konfrontation mit diesem Stück Weltliteratur in Gang. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Klangs, die fünf Stunden werden zu einem Hörgenuss. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 423 Minuten, 6 CD. Produktion Münchner Kammerspiele, 1996. Mit umfangreichem Booklet. - culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Keine Angst vorm Hexameter! 5 von 5 Punkten (Bezieht sich auf die "Odyssee" in der Übersetzung von Johann Voss) Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur - in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem - und das ist einem oft kaum bewusst - teilt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer. Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern... Ein Finale furioso gewissermaßen. Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz - ja, richtig gelesen: Witz! - Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird (Odysseus: "Mein Name ist Niemand" - Polyphem (einige Zeit später): "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe) Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man liest sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst. Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die triste Gegenwart zurückholt.
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Simpsons Comic: Die Simpsons Bibliothek der Weisheiten: Das Homer Buch
Gebundene Ausgabe, 15. November 2007 Verkaufsrang: 92542 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Homer Simpson ist ein Mann-Mann, also so ein typischer Typ, ein liebender Vater und Ehemann - und ein hingebungsvoller Biertrinker. Das alles wissen wir, aber kennst du auch den "wahren" Homer? Finde heraus, was in Homers Kopf vor sich geht, lüfte die Geheimnisse in Homers Kühlschrank, häng mit Homer bei der Arbeit ab, treffe seine Freunde und Feinde; und verbringe einen ganz normalen Tag mit dem liebenswerten Chaoten, der dich befreien wird, aus deinem tristen Neiin-Sein ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Das beste Buch aus der Simpsons Bibliothek der Weisheiten 5 von 5 Punkten Auch wenn ich zustimmen muss, dass es in diesem Buch etwas an Zitaten fehlt, finde ich es ungerecht, diesem Buch nur vier oder sogar zwei Sterne zu geben, denn eins darf man nicht vergessen, es ist einfach zum Totlachen. Besonders die verschiedenen Verkleidungen und Stimmungen von Homer haben mich dazu veranlasst dieses "Buch", das viel mehr ein Komik mit Wortbeigabe ist, in einem Rutsch durchzulesen
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Odyssee Homer Taschenbuch, 2003 Verkaufsrang: 144898 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Homers Odyssee, verfasst im späten 8. Jahrhundert vor Christus, zählt zu den ganz ?großen? Klassikern der Weltliteratur, zu denen, die jeder kennt, kaum einer jedoch gelesen hat. Der Stoff ist Kulturgut allerersten Ranges, und die Bezüge sind gewaltig. Neben dem Lesen bietet sich in diesem Fall das Hörbuch als echte Alternative an. Vielleicht entspricht das Hören dem ursprünglichen Charakter dieser Literatur sogar besser. In dem wunderbaren Vortrag von Thomas Holtzmann jedenfalls, einer Lifeaufnahme aus den Münchner Kammerspielen von 1996, gewinnt der Text eindeutig durch die Lesung. Holtzmann, der begnadete Erzähler und Sprachmagier entführt uns hier in die bunte Welt der Abenteuer des listenreichen Odysseus. Ein großes Plus der Produktion sind die ausführlichen und hilfreichen Booklets mit Inhaltsangaben, Personenverzeichnis und einem Beitrag über die Wirkungsgeschichte. Ohne Zweifel ist die altertümlich anmutende, in Hexametern verfasste Sprache des Übersetzers Johann Heinrich Voß aus dem Ende des 18. Jahrhunderts gewöhnungsbedürftig, verlangt Aufmerksamkeit und Interesse. Aber Holtzmann gelingt mit seiner Stimme, dem Schauplatz der Irrfahrten und Gefahren, dem Universum aus Göttern, Ungeheuern, Nymphen und Riesen Leben einzuhauchen. Der 1927 in München geborene Schauspieler gehört zu den ganz Großen des deutschen Theaters, spielte aber auch Film- und Fernsehrollen. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er u. a. mit dem "Fritz-Kortner-Preis" (1989) und dem großen "Bundesverdienstkreuz" (1992) ausgezeichnet. Das Fremdartige des Tons verwandelt seine Stimme in für unsere Ohren "Hörbares". Egal, ob er von der Zauberin Kirke, die alle in Schweine verwandelt, oder dem einäugigen Polyphemos, berichtet, ob er von dem gefährlichen Gesang der Sirenen oder von der Nymphe Kalypso, die Odysseus liebt, erzählt - das ganze Arsenal der Bewährungsproben nimmt jetzt Gestalt an. Und, obwohl alles mehr oder minder bekannt ist, sind wir gespannt, wie es uns weitererzählt wird. Die Figur des Odysseus, der sich vor allem durch List, Intelligenz, Gewandtheit, aber auch durch Attraktivität und selbstverständlich Mut auszeichnet, wird in Holtzmanns Lesung greifbar. Langsam entsteht das Bild eines Helden, der zwanzig Jahre warten musste, bis er aus dem Trojanischen Krieg zurück in die Heimat nach Ithaka, zu Frau und Sohn, kommen durfte, eines Helden, der auch mit dem Wort umgehen kann - einen großen Part im Epos nimmt seine rückblickende Erzählung bei den Phäaken ein - und der sich im Spannungsfeld zwischen feindlich gesinnten Göttern, der Schutzgöttin Athene, seiner Familie und der geliebten Ehefrau positionieren muss. Fazit: Die Stimme Holtzmanns ist hier ein großartiger Vermittler, sie macht wieder auf die Odyssee aufmerksam und setzt eine neue Konfrontation mit diesem Stück Weltliteratur in Gang. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Klangs, die fünf Stunden werden zu einem Hörgenuss. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 423 Minuten, 6 CD. Produktion Münchner Kammerspiele, 1996. Mit umfangreichem Booklet. - culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Keine Angst vorm Hexameter! 5 von 5 Punkten (Bezieht sich auf die "Odyssee" in der Übersetzung von Johann Voss) Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur - in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem - und das ist einem oft kaum bewusst - teilt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer. Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern... Ein Finale furioso gewissermaßen. Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz - ja, richtig gelesen: Witz! - Die olympischen Götter beraten über das weitere Schicksal des Odysseus, der noch immer nicht heimgekehrt ist, und nach dem Willen seines göttlichen Erzfeindes Poseidon würde er das auch nie tun. Nun ist aber Poseidon auf Dienstreise (er nimmt ein Opfer im entfernten Äthiopien entgegen), also können seine Kollegen ihm eins auswischen... Auch die List, mit der Polyphem besiegt wird (Odysseus: "Mein Name ist Niemand" - Polyphem (einige Zeit später): "Niemand hat mich beraubt! Niemand hat mich geblendet!"), ist viel zu schön, als dass man sie den Linguisten überlassen dürfte, denen sie als hilfreiches Beispiel zur Erklärung mancher komplizierter Sachverhalte dient. Und warum wohl verwandelt Kirke die Männer in Schweine? (Hehehe) Die Odyssee ist x-mal übersetzt worden, und zweifellos gibt es zahlreiche gelungene Prosa-Übersetzungen. Trotzdem empfehle ich die Hexameter-Übersetzung von Voss. Und das nicht nur, weil ein Epos auch von seinem Rhythmus lebt, den keine noch so gelungene Prosa ersetzen kann. Sondern auch, weil Voss die Sprache fast wie einen Pinsel benutzt, er malt mit Worten, und viele seiner "Bilder" setzen sich für immer im Gedächtnis fest. Sei es die "rossenährende Argolis" oder die "rosenfingrige Eos" (Eos war die Göttin der Morgenröte), sei es noch so viel anderes. Und man lasse sich nicht von der auf den ersten Blick ein wenig fremd wirkenden Versform einschüchtern. Man liest sich schneller ein, als man denkt! Nach einer Stunde Voss-Lektüre redet man selber in Hexametern, wenn man nicht aufpasst. Es könnte also durchaus sein, dass man abends zu lesen anfängt, und aufhört, wenn Eos mit Rosenfingern den irrenden Leser in die triste Gegenwart zurückholt.
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Homer und seine Zeit Barbara Patzek Taschenbuch, September 2002 Verkaufsrang: 211903 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Epen Ilias und Odyssee stehen am Anfang der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte. Barbara Patzek stellt den Inhalt dieser einzigartigen literarischen Werke vor, fragt, wer ihre Schöpfer waren, die wir unter dem einen Namen Homer zusammenfassen, erläutert, wie diese sich den Götterhimmel und ihre Welt dachten, wie ihre Städte aussahen, wie ihre Gesellschaft aufgebaut war und wie die Menschen damals lebten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wer war Homer - und wenn ja, wie viele? 4 von 5 Punkten Um gleich von vornherein ein mögliches Missverständnis auszuräumen: dieses Werk will weder die Historie der griechischen Frühzeit (mykenische Kultur) noch die Archäologie in Zusammenhang mit der Troia-Frage behandeln. Der Titel des vorliegenden Buches lautet "Homer und seine Zeit", weshalb es der Historikerin Patzek in erster Linie um die Interpretation des Textes vor dem historischen Hintergrund des späten 8. und frühen 7. Jahrhunderts v. Chr., der Zeit der homerischen Gesellschaft geht, einer Zeit des Übergangs ("Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen"), in der die homerischen Epen für das Publikum noch "archaisch genug" waren, um glaubwürdig zu sein und "modern genug", um verstanden zu werden. Über Homer selbst weiß man fast nichts. Ilias und Odyssee sind Teil des troischen Sagenkreises. Beide Werke wurden in klassischer Zeit als Werke Homers aus diesem Sagenkreis herausgesondert. Die Legende spricht von einem blinden, armen Wandersänger. Homer galt im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. als Begründer der griechischen Religion und Geschichtsschreibung. Heute geht man davon aus, dass Ilias und Odyssee von verschiedenen Dichtern stammen. In der kurzen Übergangsperiode zur Zeit Homers entwickelte sich die Frühform der Polis (griechische Stadtstaaten), in der man von der Viehzucht zum Ackerbau überging und sich von individuellen Heldentaten abkehrte, um sich in die Gesellschaftsschichten zu integrieren. In den homerischen Epen gibt es eine Reihe von Beispielen (hier sind nur einige genannt), die eher auf die homerische Gegenwart als auf die Frühzeit hinweisen: Die Abläufe der Volksversammlung und die Beschreibung der sozialen Kompetenz des verschollenen Herrschers durch Mentor (Odyssee, 2. Gesang), die gastfreundliche Aufnahme des Odysseus bei den Phäaken und die Architektur und Ausstattung des Palastes von Alkinoos (Odyssee, 7. bis 9. Gesang), die Rolle der vom Volk geachteten Sänger als Teil des städtischen Gemeinschaftslebens (Odyssee, 8. Gesang), das gesellschaftliche Zeremoniell der Aristokratie bei gemeinsamen Mahlzeiten (Ilias, 11. Gesang), die Verpflichtung der Heerführer zur Konfliktvermeidung (Ilias, 3. Gesang) und der sportliche Wettkampf als reglementierter Kampf um die Ehre (Ilias, 23. Gesang). Selbst die vielzitierten Heeresaufstellungen der Griechen und der Verbündeten Troias (Ilias, 2. Gesang) weisen Völkernamen und Herrschaftsgebiete aus, welche eher in die Zeit des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. gehören als in die mykenische Zeit. Wenn man beim Lesen auf diese und ähnliche Details achtet, versteht man Ilias und Odyssee nicht nur als mythologische, welterklärende Heldensagen, sondern auch als Beschreibung der homerischen Gesellschaft. Homer nahm gegenwärtige Gesellschaftsnormen, Baustile, Waffen etc. und "archaisierte" seine Dichtungen durch ein heroisches Geschehen, das die Vergangenheit als "mythische Steigerung und Vergrößerung der eigenen geschichtlichen Gegenwart des jeweiligen Dichters" erscheinen lässt (Patzek, S.70). Das einzige Manko an diesem Buch ist die manchmal fehlende Distanz der Verfasserin zur damaligen Epoche. Als Beispiel sei die von ihr als "frauenfeindlich" eingestufte Rede des Freiers Antinoos auf der Volksversammlung im 2. Gesang der Odyssee genannt (Seite 93). Patzek führt eine moralische Bewertung nach heutigen Maßstäben durch, obwohl sich ein Historiker immer die Frage stellen muss, ob eine vergangene Gesellschaft in der Lage war, so zu agieren, wie wir es in der Gegenwart erwarten würden. Trotzdem eröffnet dieses Buch einen zusätzlichen, alternativen Blick auf die homerischen Epen. Es trägt wesentlich zum besseren Verständnis der Gesellschaft in der Entstehungszeit der abendländischen Kultur bei.
Homer aus minimalistischer Sicht 3 von 5 Punkten Das Buch "Homer und seine Zeit" von Barbara Patzek in der Reihe Beck Wissen setzt das fort, was Dieter Hertel in derselben Reihe begonnen hat (Troia - Archäologie, Geschichte, Mythos). Es wird in Hinblick auf die Frage nach dem historischen Gehalt der Epen eine minimalistische Sicht der Dinge gezeigt: Homer habe keinerlei mündlich überlieferte Kenntnis der mykenischen Epoche, einen historischen Kern des Troianischen Krieges gebe es nicht, allein aus der Anschauung der Ruinen sei der Mythos um Troia entstanden. Die Epen sind für die Autorin nahezu allein aus der Welt des 8. und 7. vorchristlichen Jahrhunderts entstanden. Die Oral Poetry Forschung wird zwar in ihren Ergebnissen erwähnt, ihr Erkenntniswert zur Übermittlung alten Wissens in der schriftlosen Zeit der Griechen jedoch bestritten. Damit richtet sich das vorliegende Werk gegen die neue Homerforschung um den Basler Graezisten Joachim Latacz, die in Anlehnung an die Troia-Grabung Manfred Korfmanns den homerischen Epen einen historischen Kern in Form eines wie auch immer gearteten Kriegszuges mykenischer Griechen gegen Troia zuschreibt. Es ist eine Erwiderung auf Latacz' Buch "Troia und Homer" (Koehler & Amelang 2001). Die dabei vorgetragene Position ist natürlich durchaus legitim, nur gilt dasselbe wie für D. Hertels Buch: Dieser Ansatz wird kaum dem Zweck der Reihe gerecht. Dem nicht fachkundigen Leser wird der Dissens nicht vermittelt, sodass die von Patzek vorgetragene Position als Konsens verstanden werden muss. Das aber ist durchaus nicht der Fall. Im übrigen verstärkt es für den Fachmann nicht gerade die Überzeugungskraft des Buches, die Forschungen des Basler Kreises im Text selbst keines Wortes zu würdigen, während sich in Wahrheit doch das ganze Buch gegen diese Position richtet. Es spricht Bände, dass das entscheidende Buch, gegen das Patzek argumentiert (J. Latacz, Troia und Homer, 2001) nicht einmal in der Bibliographie angegeben wird. Positiv fällt dagegen auf, dass Patzek die von Walter Burkert angestoßene aktuelle Diskussion um die Datierung Homers ins 7. statt ins 8. Jahrhundert erwähnt. Datiert man die Entstehung der uns vorliegenden Form der homerischen Epen herunter, muss man alle noch aus dem 8. Jh. stammenden Darstellungen homerischer Mythen in der bildenden Kunst für unabhängig von der Verschriftlichung der Mythen durch Homer erklären. Anders gesagt: Was vor der von Patzek erst um 650 v. Chr. angesetzten Ilias und vor der Odyssee an Sagenbildern in der Kunst auftaucht, kann dann nicht von einer Homerlektüre des Künstlers abhängen. Das trifft für einige Stücke wohl zu (Amphora aus Eleusis mit der Blendung des Polyphem, Etruskische Amphora in Malibu), andere Darstellungen sind nach Meinung des Rezensenten dagegen wohl erst nach einer Homerlektüre denkbar (Aristonothos-Krater aus Rom). Zu bemängeln ist, dass Patzek die Spätdatierung fast schon als opinio communis hinstellt. Überhaupt ist der einzige echte Mangel des Buches, dass die Ansichten einer Partei in einem wissenschaftlichen Streit als unwidersprochene Fakten hingestellt werden, daher auch die Bewertung mit nur 3 Sternen. Ein Bändchen, das einen weiten Leserkreis bis hin zum Schüler ansprechen soll, müsste sich in Streitfragen doch wohl möglichst neutral auf die Darstellung der Positionen beschränken. Gut ist die prägnante Zusammenfassung der Epen Ilias und Odyssee, ansprechend manche Kapitel zum kulturellen Hintergrund der Texte. Das Buch bildet zusammen mit zwei weiteren Bänden der Reihe, "Heinrich Schliemann" von Justus Cobet und das erwähnte "Troia" von Dieter Hertel, trotz der erwähnten Mängel eine gute Einführung in das Thema. Empfehlenswert wäre es jedoch, den Band als bewusste Streitschrift gegen Latacz' Auffassung zu lesen, um einen angemessenen Überblick über die derzeitige Forschung zu bekommen. |
Ilias und Odyssee. Illustrierte Gesamtausgabe Homer, Johann H. Voß Gebundene Ausgabe, 3. März 2004 Verkaufsrang: 212984 Die beiden großen Epen Homers bezeichnen nicht nur den glanzvollen Beginn des europäischen Epos, sondern der abendländischen, ja der Weltliteratur überhaupt. Sie sind die "Urromane" des Abendlandes. In Homers Heldengesängen vom Kampf um Troja und von den Irrfahrten und der Heimkehr des Odysseus scheinen alle Motive und Triebkräfte der Menschheitsdichtung beispielhaft vorgebildet zu sein. Homers Werk ist Anfang und Vollendung zugleich.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Für den Preis wirklich empfehlenswert 5 von 5 Punkten Meiner Meinung nach kann man dieses Buch bzw. Epos zu diesem Preis nur empfehlen! Allerdings sollte man die Finger davon lassen, wenn man denkt "Illustrierte Gesamtausgabe" bedeute, dass das Buch viele Bilder enthalte: Fehlanzeige! Das Buch enthält am Ende jedes Kapitels bzw. Gesangs ein Briefmarkengroßes, kaum zu erkennendes Bild in schwarz-weiss und 3-4 andere Bilder, die eine Seite ausfüllen. Das Buch jedoch lässt sich trotz der dem Preis entsprechender Druckqualität sehr gut lesen und sollte in jedem Bücherregal zufinden sein. Die beiden Epen sind unglaublich spannend, sofern man sich ein wenig in die doch altertümliche Sprache und die vielen Namen und Begriffe ein wenig eingearbeitet hat, was allerdings auch nicht sehr lange dauert, da der Anhang mit einer ausführlichen Erklärung von Personen und Regionen versehen ist. Der Hexameter wurde von Johann Heinrich Voss im 18. Jahrhundert großartig in die eutsche Sprache übersetzt und begeisterte seinerzeit schon Goethe und Schiller. Alles in allem ein großartiges Buch! Und das zum Preis von nur knapp 5? un ohne Versand!
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